Hallo Nicky,
was für eine nervenaufreibende Erfahrung. Das freut mich für dich, dass du die erste warst und standhaft bliebst.
Nicky hat geschrieben: Sa 25. Aug 2018, 08:29nun würde mich interessieren, ob ihr mit sowas auch schon Erfahrungen gemacht habt.
Ja, zwei mal, aber nie als Betroffener.
Einmal beim Kabarett-Programm von Torsten Sträter im Kieler Schloss. Das Ende vom Lied war, dass einige Leute wegen unerklärlichen Doppelverkaufs dann auf Sitze wechseln mussten, die ursprünglich gar nicht im Verkauf waren (wegen eines arg seitlichen Blickwinkels). Wenn ich es recht erinnere, hatte sowohl der Veranstalter zu Beginn von der Bühne aus sich entschuldigt - und ich glaube, die Betroffenen bekamen auch noch ein Getränk als Entschädigung oder so -, als auch der Künstler im Programm dann noch Späße darüber gemacht - das war für alle Beteiligten wohl okay und lustig. Aber ich als alteingesessener Veranstaltungsbesucher erlebte so etwas zum ersten Mal und die Tatsache, dass das überhaupt passieren kann, blieb mir unangenehm im Gedächtnis. Das Seltsame war hier übrigens, dass nur 1 Ticketanbieter, ADTicket, überhaupt beteiligt war, wie ich es mitbekam.
Bei einer anderen Gelegenheit (Simon & Jan in der Kulturetage Oldenburg) sah ich das Problem meilenweit vorauskommen. Da war es nämlich so, dass Eventim und Ticketmaster eigentlich getrennte Kontingente im Vorverkauf hatten, aber Reihe 1 bei beiden zu haben war: Das kam mir seltsam vor. Aufmerksam wie ich bin, schrieb ich bald nach VVK-Start dem örtlichen Veranstalter eine Mail mit dem Hinweis; die wurde zwar nie beantwortet, aber kurz danach das Problem berichtigt. 2 Plätze direkt in der Mitte wurden jedoch vorher bei Ticketmaster verkauft, hatte ich aus Neugier beobachtet.
Unsere eigenen Plätze waren genau neben diesen beiden, und Monate später am Tag des Konzerts trat genau das Szenario ein, das ich schon erwartet hatte: Doppelbelegung. Die betroffenen Leute waren von meinem Insiderwissen wohl eher verwirrt, als ich darauf hinwies, dass das Problem doch ganz logisch ist und der Veranstalter es dank meiner Mail auch hätte wissen müssen; da war ich wohl der Freak, der sich eingemischt hat.
Aber auch hier war die Lösung ganz harmonisch: Die Hälfte bei einem der betroffenen Pärchen hatte ohnehin eine "oh, ganz vorne ist mir sowieso zu nah dran"-Einstellung und das Umziehen zu freigehaltenen Gästeplätzen in Reihe 4 oder so war zumindest der Dame ganz recht.
Also, meine Erfahrungen waren jeweils in einer kleinen, recht lockeren Atmosphäre. Bei einer größeren Veranstaltung wie bei Joan Baez, wo die Tickets ja auch um einiges teurer sind, könnte einem das ja echt die Laune verderben.
Ich bin gespannt, ob es hier weitere solcher Stories gibt...
Viele Grüße
Viktor
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