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von Rene87
#3
Hallo!
Ersteinmal zu Petra: Du hast Recht gehabt, dass Bodo in Topform war. Einfach hervorragend.
Bodo begann 8.00 Uhr mit seiner Vorstellung im Capitol in Bremerhaven. Nach dem ersten Lied "Wie fang ich an", kam das obligatorische Hallo-sagen mit Händedruck. Wie Bodo dann erfuhr, war keiner da, der schon mal dagewesen war. Also ging er nun davon aus, dass keiner das alte Programm kannte (was natürlich nicht stimmte - aber egal...). Daraufhin erklärte er nicht nur, dass sich das Programm geändert hatte (was die meisten eh nicht kannten), sondern
dass das Hemd das gelbe
immer noch das gelbe
sei. Anschließend erklärte er mit einem verschmitzen Grinsen, dass das Gelb aber schon immer gelb gewesen war und das das nicht vom vielen Tragen käme. Das erklärte er, weil ja noch keiner das gelbe Hemd kannte. Wie Bodo dann sitzend am Klavier feststellte, konnte eine Dame ihn bei den Liedern nicht sehen, da sie nur starr gegen den Klavierrücken schaute. Bodo bot ihr einen Sitzplatz auf der anderen Seite an, jedoch schlug sie diesen dankend ab. Das ganze entwickelte sich aber zum Running-Gag, da Bodo bei den Lieder immer wieder um das Klavier herumguckte, damit sie ihn auch sehen konnte. Auch bei dem Liebeslied widmete er ihr eine eigene Strophe mit starren Blick auf sie gerichtet und mit gespitzten Lippen und "per chè ti amo". Vorgeschlagen hat er auch noch, dass man einfach ein Stück vom Klavier absägt. Jedoch war das wohl technisch ein Problem. Aber nicht nur das war ein Problem, sondern auch der Monitor (die Lautsprecherboxe) hinter Bodo. Die knackste immer wieder und so ließ Bodo diese nach mehreren Lieder abestellen, mit der Begründung: "Ich brauch mich ja nicht selbst hören. Ich kenn die Texte ja". Jedoch gab es ein Problem mit dem Abstellen des Monitor, da der englisch-sprachige Tontechniker leider Lüftung verstand und nicht Monitor (keine Ahnung warum) und so machte sich Bodo einen Spaß draus und redete 5 Minuten über die Technik. Die Lieder waren natürlich wieder in der Reihenfolge, wie man diese auch schon auf der DVD hören und sehen konnte (gleichzeitig!).
Vor "Unsterblich verliebt" stieß eine andere Frau aus dem Publikum ein lautes "schön" heraus, sodass Bodo dieses gleich erwiderte und sagte, dass sie das nochgarnicht sagen könnte, da sie ja immerhin das Lied noch nicht gehört habe, aber er würde sie nach dem Lied nochmal fragen, ob sich ihre Meinung geändert hatte.
Danach kamen: "Er", "Ja, Schatz!", "Der Brief des kleinen Pao Engelbrecht", "Die Fußballieder des Pao", "Was hat er", "Gräßlich vergeßlich", "Hunde" und "das letzte Lied vor der Pause".
Bei Hunde ist im kurz der Text entfallen, was er aber herrlich mit einem nervösen stottern, "zum großen Mann mit Hund" überbrückte. Auch die anderen Textausfälle und Patzer umschiffte Bodo immer hervorragend. Da ich das Programm schon auswendig konnte, wusste ich genau, welche Änderungen (oder Fehler) Bodo im Auftritt gemacht hat.
Nach der Pause kam dann "da muß er durch" und was meiner Meinung nach ein riesiger Lacher war, "das Reisetagebuch". Anschließend kam "Loveparade" und "An dich", "Was ich gerade denke" und "die Bürgschaft". Bei der Bürgschaft stoß eine Frau ein lautes "Nein!" aus und Bodo antwortete spontan mit "DOCH! - Wirklich!".
Als Zugabe spielte er noch das "Liebeslied". Wunschsprachen waren: Arabisch, Türkisch, Esperanto, Plattdeutsch. "Esperanto" wurde übrigens lauthals zur Bühne gerufen. Bodo sagte aber, dass er den Text noch nicht könnte und ob er sich eine andere Sprache wünschen würde. Die Antwort: "ESPERANTO!!". "Aber Esperanto klingt ja eigentlich wie Arabaisch, das kann der Laie kaum unterscheiden". Daraufhin sang er Arabisch, Plattdeutsch (was ja in Bremerhaven dazu gehört und auch mit einem großen jubeln angenommen wurde). Noch dem Lied machte einer(!) Standing-Ovation und Bodo fragte ihn darauf hin: "Sollte das eine Ovation werden oder wollten sie schon nach Hause gehen?".
Bei der Zugabe mit dem Lied "Monica" wurde auch wieder ein "Hey" gerufen. Anscheinend hieß die Dame wohl Monica, ansonsten hätte sie ja auch keinen Grund gehabt.
Als echtes Highlight kam am Schluss das Weihnachtsgedicht und das Weihnachtslied:
"Maria,
ich will ein Kind von di(a)r.". (Wenn ich es richtig erkannt habe, war es wohl eine starke Abwandlung von Adnrea).
Alles in allem war es ein richtig guter Auftritt. Geschmerzt hat es mir nur, dass ich die Texte schon kannte, und somit einige Lacher bei mir ausblieben; was aber auch nicht sooo schlimm war...
Meine Familie, die ich mitgeschleppt habe (immerhin musste mein Bruder mich fahren ), fanden es auch spitzenklasse. Wir vier werden wieder hingehen, wenn er in der Nähe ist. Die DVD (die ich mitbrachte, nicht dort gekauft habe) hat Bodo mit einem "Sag mal, warst du das mit dem Esperanto?!" signiert. Ich weiß bis heute nicht, wie er darauf kam, dass ich das war. Aber macht ja nichts.
Ich kann nur jedem empfehlen zu den Konzerten von Bodo Wartke hingehen. Ein absoluter Kracher. Man kann es nicht beshreiben - man muss es einfach erlebt haben. Die Leute, die schon einmal auf einem Konzert von Bodo waren, verstehen sicherlich was ich meine.
So, ich muss mich jetzt aber auch wieder an die Arbeit machen (2 Referate, 7 Vorbereitungen für Klasuren, und und und...).
Also machts gut. Bis dahin.
Viele liebe Grüße aus dem momentan nass-kalten Bremen
René
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Charlie Chaplin