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Geldsorgen

Verfasst: So 10. Jul 2005, 22:31
von Rene87
Hallo Leute,
ich habe mal eine Frage.
Ich wollte im Dezember zu einem Konzert von Bodo Wartke. Ein paar Freunde wollen vielleicht mitkommen, aber wie es halt bei jungen Menschen ist, fehlt meist das nötige Kleingeld.
Es hängt jetzt davon ab, was die Karten kosten.
Da ich leider noch keinen von den Veranstaltern erreichen kann, wollte ich einfach mal fragen, was so durchschnittlich die Eintrittskarten kosten.
Es würde mir eine "Von-Bis-Preisspanne" reichen.
Ich bedanke mich vorher schon bei euch für die Auskunft.
Ich weiß wohl, dass es manche nicht mögen wenn man soetwas fragt, aber es ist glaube ich nicht so schlimm wie andere Sachen...
Und sonst landet mein Artikel halt unter "Nörgeln, meckern und Kinderwünsche...".... :-D Hauptsache er wird gelesen... (und natürlich beantwortet)
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend/Tag (je nachdem)...
Gruß
René

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 09:02
von Maren
Hallo René,
ich kann Deine Frage gut verstehen und wenn ich mir angucke, was ich bereit war, für eine Karte für ein RM-Konzert zu bezahlen, sind die Kartenpreise für Bodo doch ungemein human.
Allerdings hat er mit zunehmender Bekanntheit natürlich auch einen besseren "Marktwert" bekommen und kann so vielleicht wirklich irgendwann davon leben?
Bei meinem ersten Bodo Konzert habe ich 12,50 € für die Karte bezahlt. Beim zweiten waren es schon 14 € und ich glaube beim letzten an die 20 €.
Wenn also jeder von Euch 4 € pro Monat an die Seite legt, könnte das mit dem Eintritt klappen ;-)
Ansonsten schick mir mal die Adresse von Deinem Sparschwein. Ich hätte da noch was gut zu machen!
Liebe Grüße
Maren
Geändert. Ich habe aus Bodo einen ungemein dummen und darum längst ausgestorbenen Vogel gemacht :-?

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 11:35
von laureata
Also, für mein (bisher einziges) Bodo-Konzert dieses Frühjahr hab ich 12€ bezahlt.
Das hängt auch immer extrem vom Veranstalter ab! Bei den Wiseguys zum Beispiel zahlt man manchmal in der ersten Kategorie 17€, manchmal aber auch mindestens 25€.
Aber wie Maren sagt: Wenn man in monatlichen Raten denkt, ist der Preis machbar.
LG Johanna
P.S.: Jetzt will ich endlich auch mal diesen Cola-, Schwarzbier- oder was-auch-immer-trinkenden Smilie verwenden: :prost: ...

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 12:46
von Rene87
Hallo,
oha. Ich habe mit mehr gerechnet. Bin wohl als Großstadtjunge mit höheren Preisen aufgewachsen. Aber ist natürlich auch klar, Bodo ist natürlich noch ein "Kleinkünstler". Das habe ich wohl übersehen...
Aber um die 20 Euro sind die Preise ja noch sehr erschwinglich.
Da kann es dann ja eigentlich gleich zur Bestellung gehen.
Dank euch für die Informationen.

Gruß
René :wink:

PS: Maren schrieb:
Geändert. Ich habe aus Bodo einen ungemein dummen und darum längst ausgestorbenen Vogel gemacht :-?
Habe ich da irgendetwas nicht mitbekommen? Das musst du mich nochmal erklären...

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 13:06
von Maren
Hey, René,
ich habe aus Versehen aus dem B ein D gemacht und so wurde aus Bodo ein Dodo. Ich habe keinen Ahnung, ob es diese Vögel wirklich je gegeben hat. Aber wer immer "Ice Age" geguckt hat, weiß, warum es sie auf jeden Fall jetzt nicht mehr gibt.
Liebe Grüße und viel Spaß beim Kartenkaufen
Maren

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 15:31
von Skywise

Maren schrieb:
ich habe aus Versehen aus dem B ein D gemacht und so wurde aus Bodo ein Dodo. Ich habe keinen Ahnung, ob es diese Vögel wirklich je gegeben hat. Aber wer immer "Ice Age" geguckt hat, weiß, warum es sie auf jeden Fall jetzt nicht mehr gibt.
Ja, die Dodos gab es. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Raphus cucullatus (auf deutsch: "Kuckucksähnlicher Rettich").

"Dodo" wurde er genannt, weil die Portugiesen diesen Vogel "doudo" schimpften (= "Einfaltspinsel").
Der Hintergrund war sehr einfach: der Dodo hatte auf Mauritius, seiner natürlichen Heimat, keine Feinde. Sprich: er brauchte nicht fliegen zu können, Rennen war auch nicht an der Tagesordnung, Futter fand er im Übermaß, weil es auch Bäume gab (sogenannte "Dodonußbäume"), deren Früchte nur sein harter Schnabel knacken konnte ... mit anderen Worten, der Vogel lebte wie im Paradies. Bis die Seefahrer kamen, die Hunger hatten und auf Mauritius höchstens mal einen Zwischenstop einlegten, um sich mit Nahrung zu versorgen. Dodos zu fangen war leicht, weil sie ja keine natürlichen Feinde hatten und somit nicht auf Defensive eingestellt waren. Also konnte es passieren, daß ein Matrose sich nur hinsetzen und einen originellen Eindruck machen mußte, um einen Dodo zu fangen - der kam dann nämlich neugierig rüber. Ein bequemer Fang also. Aber einer, der seinen Preis hatte: das Fleisch des Dodo war zwar ungefährlich, aber ziemlich ungenießbar. Daher nannten die holländischen Seefahrer das Viech auch "Walgvogel", also "ekelhafter Vogel".
Der Vogel wird übrigens erstmals Ende des 16. Jahrhunderts erwähnt (von Seeleuten, wer hätt's gedacht ...). Hundert Jahre später gab es ihn offiziell nicht mehr.
Daß es den Dodo aber gegeben hat, ist unbestritten. Einige der Vögel wurden nämlich gefangen und als Sensation nach Europa gebracht, wo sie von Künstlern gemalt oder skizziert wurden, es wurde viel über sie diskutiert etc. Allerdings scheinen sich die Vögel in der Gefangenschaft noch einmal intensiv über die eigene Vermehrung Gedanken gemacht zu haben - jedenfalls gab es kurze Zeit später keine gefangenen Vögel mehr. Man weiß von einem Exemplar, das nach Oxford kam und dort präpariert wurde. Aber weil offensichtlich ein Stümper am Werk war, hat man die mottenzerfressenen Reste etwa 100 Jahre später entsorgt. Nur der Kopf und ein Fuß sind von diesem Präparat erhalten geblieben. Erst im Jahr 1848 entstand das erste wissenschaftliche Werk über den Dodo, das auch heute noch mangels neuer Erkenntnisse als Maßstab gilt.
(Wissensquelle: Cécile Curtis, Imme Dros, Harry Geelen, Michael Jupp, Eva Marder "WWF - Im Tal der Tiere", Bertelsmann Verlag, 1980)
Übrigens konnten die Dodos weder dichten, komponieren, singen noch Klavier spielen, von daher ist eine Verwechslung mit Bodo unter natürlichen Umständen nicht gegeben, zumal sich Herr Wartke auch noch des Lebens erfreut und aus weit mehr besteht als nur Kopf und Fuß :-D
Gruß
Skywise
P. S. Weitere Informationen zum Dodo finden sich im Dodohaus.

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 17:18
von laureata
Auch wenn das Thema langsam vom ursprünglichen abschweift:
Skywise, vielen Dank für die Erläuterungen zum Dodo!
Bis zum heutigen Tag hatte ich von diesem noch nie gehört (ich mag zwar Rettich nicht so besonders, aber dieser spezielle weckt mein Interesse denn doch...) und hab folglich Marens Tippfehler ebenfalls nicht zuordnen können. Um so dankbarer bin ich jetzt für die ausführliche Aufklärung. :wink:
LG Johanna

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 17:37
von Diana
Allerliebster Sky! :kiss:
Da muss ich doch mal einen leisen Protest anmelden...

Ja, die Dodos gab es. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Raphus cucullatus (auf deutsch: "Kuckucksähnlicher Rettich

Also, Rettich heisst auf Latein raphanus, nicht raphus. ;-)
Und eine "cuculla" ist eine Mönchskutte, ein "cucullus" eine Kapuze.
Das Wort "raphus" finde ich immer nur im Zusammenhang mit "raphidae" und das ist offenbar die Gattung der Dodos.
Also, dann vielleicht eher: Kapuzen-Dodo?! :-D
Liebe Grüsse
Diana
... die mal wieder die skurrilsten Seiten im WWW entdeckt hat bei ihrer Recherche.
Nachtrag: Ein interessanter Eintrag findet sich auch bei Wikipedia und dort wird der Name wieder anders übersetzt... :roll:

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 18:02
von Rene87

Da muss ich doch mal einen leisen Protest anmelden...
Also, Rettich heisst auf Latein raphanus, nicht raphus. ;-)
Und eine "cuculla" ist eine Mönchskutte, ein "cucullus" eine Kapuze.


Stimmt zwar, aber in dem Fall steht da ja auch nicht "cucullus" sondern "cucullatus". Was aber auch wirlich (fast) soviel wie Kapuze heisst, nämlich Kappe.
Leider hat sich das bei mir eingeprägt, weil ich damals Referate über Vögel gehalten habe in der Schule und das circa 'nen halbes Jahr lang. War so ein Projekt. Und jeder musste halt verschiedene Bereiche auswählen, bei dem ich Vögel nahm.
Aber zurück zum fachlichen: "cucullatus" heisst nämlich Kappe.
"Mergus cucullatus" ist zum Beispiel ein Kappensäger. Eine Ente.
Raphus steht wohl aber in diesem Zusammenhang einfach nur für Dodo. Das Wort gibt es nicht wirklich im latenischen, zumindestens nicht in der Vogelkunde. Es wird einfach ein Dodo-ähnliches Tier damit bezeichnet. Und ein Dodo kommt doch einem Dodo schon sehr nahe :-D
Aber jetzt fragt sich jeder, warum denn Kappe?
Ganz einfach, ich habe das mal an dem Bild von Sky in rot verdeutlicht, was die Ureinwohner wohl als Kappe angesehen haben müssen:

So das sollte jetzt einiges augeklärt haben, hoffe ich...
Ansonsten ist der Link von Diana auf jeden Fall interessant und fast zu 100% korrekt. Denn wie man oben am Bild sehen kann, ist das nicht direkt eine Kapuze sondern eine Naht. So KÖNNTE man es auch bezeichnen, wenn man will. Das der Dodo angeblich vom Kuckuck abstammen soll (was ich bezweifel), gibt es auch noch die zweite Bezeichnung für "raphus " nämlich Kuckucksähnlicher-Vogel.
So mit Gruß
René :wink:

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 18:18
von Skywise
Huhu, Diana! :kiss:

Diana schrieb:
Allerliebster Sky! :kiss:

Ja, die Dodos gab es. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Raphus cucullatus (auf deutsch: "Kuckucksähnlicher Rettich

Also, Rettich heisst auf Latein raphanus, nicht raphus. ;-)
Und eine "cuculla" ist eine Mönchskutte, ein "cucullus" eine Kapuze.
Das Wort "raphus" finde ich immer nur im Zusammenhang mit "raphidae" und das ist offenbar die Gattung der Dodos.
Den "Raphus" hab' ich unkontrolliert aus dem "Tal der Tiere" übernommen - danke für die Korrektur :-D
[- wegeditiert, Rene87 war schneller und korrekter :-) -]
Ich habe aber auch noch eine andere wissenschaftliche Bezeichnung gefunden - Didus ineptus: "plumper Dodo". Klingt auch nicht schlecht :-)
... die mal wieder die skurrilsten Seiten im WWW entdeckt hat bei ihrer Recherche.
Die entdecke ich ständig :-D
Nachtrag: Ein interessanter Eintrag findet sich auch bei Wikipedia und dort wird der Name wieder anders übersetzt... :roll:
Ich war ja schon fasziniert, wie viele unterschiedliche Namen im "Dodohaus" für den komischen Vogel zusammengetragen wurden. Aber solange man sich zumindest halbwegs darüber einig ist, was man meint, hat man hoffentlich keine Probleme.
Gruß
Skywise,
der verspricht, das nächste Mal das Latein-Lexikon zur Hand zu nehmen, bevor er mit irgendwelchen wissenschaftlichen Namen um sich wirft.

Geldsorgen

Verfasst: Mo 11. Jul 2005, 18:28
von Skywise

Rene87 schrieb:
So KÖNNTE man es auch bezeichnen, wenn man will. Das der Dodo angeblich vom Kuckuck abstammen soll (was ich bezweifel), gibt es auch noch die zweite Bezeichnung für "raphus " nämlich Kuckucksähnlicher-Vogel.[
Ich zitiere jetzt mal wörtlich aus dem "Tal der Tiere":
"Raphus cucullatus" heißt soviel wie "Kuckuckähnlicher Rettich". Doch dieser Vogel ist weder ein Kuckuck noch ein Rettich. [...]
Verschiedentlich wurde der Dodo als kurzbeiniger Strauß eingeordnet, als Geierart, als eine Art Pinguin, auch als Schnepfe, Kranich oder Ibis. Um 1814 betrat der englische Ornithologe Hugh Strickland die Szene und brachte Ordnung in das Chaos, das in wissenschaftlichen Kreisen herrschte. Sorgfältig studierte er die widersprüchlichen Skizzen von Savery in Holland und langsam formte er eine Theorie. 1848 schrieb er auf der Grundlage seiner Erkenntnisse ein Buch mit dem Titel "Der Dodo und seine Gattung". [...]Und schließlich stellte er fest, daß dies geheimnisvolle Tier eine Art Riesentaube gewesen sein mußte.
Es wäre ja nicht das erste Mal, daß ein Tier wissenschaftlich falsch eingeordnet wurde, aber trotzdem bis heute seinen Namen beibehalten hätte :-)
Gruß
Skywise

Geldsorgen

Verfasst: Di 12. Jul 2005, 03:49
von Nordlicht
Salve !
Labor omnia vincit improbus !
ANDREAS.

(...der auch ein klein wenig "kleines Latinum" draufhat...)