Rene87 schrieb:
Aber es ist ja nicht gerade mein Fachbereich als Informatiker.

Wahrscheinlich hält die Hälfte aus diesem Forum mich jetzt für blöd...
Tatsächlich kenne ich viele Informatiker, die glauben, sich mit der Behauptung "wahrscheinlich halten mich jetzt viele für blöd, aber ich versteh' das nicht" geschickt aus der Affäre ziehen und von ihrer tatsächlichen Blödheit ablenken zu können, daher wäre ich zukünftig mit solchen Äußerungen vorsichtig

Das Kreuz erklär' ich gleich. Zunächst mal:
Und außerdem habe ich noch eine Frage: (wenn man mich schon für doof hält, dann aber richtig). Eine Raute mittem in einer Notenzeile (also nicht beim Schlüssel) heisst ja, dass die Note um einen halben Ton hochgesetzt wird. Z.B. aus einem F wird durch #f ein fis. Soweit hoffe ich noch richtig!? So, aber wann löst sich das wieder auf. Nach dem nächsten Taktstrich? In der nächsten Zeile? Auf der nächsten Seite oder erst wenn ein Auflösungszeichen kommt?
Die Raute mitten in der Notenzeile bedeutet, daß die nachfolgende Note um einen Halbton nach oben versetzt wird. Und zwar nur für diesen einen Takt (!), es sei denn, ein nachfolgendes Auflösungszeichen vor dem nächsten F im selben Takt sorgt dafür, daß es bei diesem einmaligen Versetzen bleibt. Wenn sich der Spaß über mehrere Takte ziehen soll, sind die meisten Komponisten so freundlich, mitten im Stück - falls möglich - die Tonart zu wechseln und das auch entsprechend anzugeben. Wenn Du also während des Stücks unmittelbar hinter einem Taktstrich mehrere Vorzeichen siehst und dann eine kleine Lücke zur nächsten Note erkennst, bedeutet das, daß die Tonart gewechselt wurde.
So, und nun dazu:
Es kann passieren (und bei Dir ist das offensichtlich der Fall), daß ein Ton, der bereits in der gültigen Tonart um einen Halbton versetzt gespielt werden soll, noch einmal um einen Halbton versetzt gespielt werden soll. Angenommen, Du hast in der "normalen" Tonlage des Stücks bereits ein Cis stehen, so wäre es mißverständlich, wenn der Komponist hier erneut eine Raute setzen würde, denn - das "Cis" hast Du ja schon. Also behilft er sich mit diesem Kreuz; damit wird das "Cis" zum "Cisis" ... und das klingt schlicht und ergreifend wie ein "D"
Ebenso funktioniert das auch in die andere Richtung. Wenn Du ein b vor einer Note stehen hast, wird diese um einen Halbton versetzt nach unten gespielt. Nun kann es aber auch passieren, daß Du ein Doppel-b vor dem Ton stehen hast - und das bedeutet: zwei Halbtöne nach unten.
Im Regelfall kommen diese Vorzeichen sehr, sehr selten vor. In den letzten Jahren sind sie mir eigentlich nur noch unter die Nase gekommen, wenn jemand mit einem Notationsprogramm gearbeitet und später noch einmal die Tonlage seines Stückes korrigiert hat, um anderen Menschen das Singen bzw. Spielen zu erleichtern.
Gruß
Skywise