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Eisbrenner in Templin

Verfasst: Di 10. Okt 2006, 18:57
von Rex2005

Am 9.10.06 machte ich mich auf in das Eldorado Templin, diesmal nicht am Tage um Stunts und Indianertänze anzusehen. Nein, Eisbrenners Akustiktrio gab ein Konzert im kleinen Saloon des Westernparks und das auf einen Montag! Die Plätze waren fast alle besetzt als es losging, auch die Stuntmen, die am Tage die wilden Cowboys mimen, saßen im Publikum.
Pünktlich wie immer legten die drei los Tino Eisbrenner – Gesang , André Drechsler - Gitarre und Felix Lauschus war mit Keyboard, Trompete und Gitarre angereist. Beim Surfen habe ich unlängst herausgefunden, dass einigen von euch der Felix schon über den Weg gelaufen sein müsste. Außer im Projekt „Der wilden Garten“ spielt er in der Band des auch hier allseits bekannten Wolfgang Buck.
Einige Songs waren entsprechend der neuen Spielstätte etwas amerikanisch angehaucht. Nicht zuviel, um in die Country-Schublade gesteckt werden zu können und nicht zu wenig, um auch den Anhängern gerade dieser Musik für Eisbrenners Songs und Texte zu interessieren. Ich kann mich jedenfalls gut mit diesen Arrangements anfreunden. Gespielt wurden natürlich die Lieder, die nach Amerika passen - passen sowieso überall hin. "Irgendwo in Mexiko", „Wir folgen dem Wind“ „Nordwind“ aber auch „Luchin“, „Mañha de Carneval“, „Nu bello cardillo“ und „Te adore“.
Da der Felix das Akustik-Duo zum Trio erweiterte, ging es natürlich in den Wilden Garten."Grünes Glas", „Türen ohne Schlösser“, „Brief nach Alaska“, „Magier“ . Selbstverständlich hat Tino auch wieder mit dem Publikum"Koffer drin" geübt.
Tino hatte auch Zeit für den Tango „Mango“. Außerdem grübelten alle 3 über ein richtig gutes deutsches Lied nach, das in der ganzen Welt bekannt ist.... :lichtaufgeh: (Es kam keiner auf Mey - nö :-D ), Felix mit seiner Riesenröhre von Stimme sang „Moskauer Nächte“ und „Kalinka“ (auf russisch), da schmetterten schon einige aus dem Publikum mit, bis ihm einfiel, dass dies nicht unbedingt deutsche Lieder waren. André musste ran und ihm fiel „Mamor, Stein und Eisen bricht“ ein, so dass der ganze Saal mit einstimmte und „a capella“ sang, na ja eher gröhlte :-D . Tino fand das Lied auch nicht so sonderlich dolle berühmt und so gab es schließlich den „Mackie Messer“, bei dem auch kräftig mitgesungen wurde.
Außer den inzwischen 23 Jahre alten Songs „Ich beobachte Dich“ und "Mein Mut" wurden auch 2 neue Songs präsentiert. Der eine davon dürfte „Grapefruit-Mond“ heißen, den anderen konnte ich mir leider nicht merken (Setlisten klauen habe ich immer noch nicht drauf :-D ). Als Zugabe gab es u.a. „Hinter deiner Tür“ zu hören. Gefehlt hat für mich nur „Fuß ohne Schuh“ :cry:
Alles in allem ein rundes Konzert, passte gut in den Saloon und lässt die Vorfreude auf die nächste CD, die Anfang 2007 erscheinen soll, weiter steigen. Ich habe mir am Schluss noch die gerade herausgekommene CD mit dem Eldorado-Song und dem Track für die Line-Dance-Shows geleistet (s. Foto). Der Sound macht super gute Laune, geht ins Ohr und in die Beine. Track und Song sind im Auftrag des Westernparks entstanden. Außerdem hat Eisbrenner auf seiner HP ein Album mit Songs im „great american sound“ angekündigt. Tja, die Ideen gehen dem Tino nie aus.
Rex2005

Eisbrenner in Templin

Verfasst: Di 10. Okt 2006, 22:00
von Pepita
also, ich glaube nicht, dass eisbrenner als liedermacher bezeichnet werden kann. wenn nicht schlagersänger, dann vielleicht popsänger, ähnlich wie truckstop oder so.

grüsse von
pepita

Eisbrenner in Templin

Verfasst: Di 10. Okt 2006, 22:31
von Rex2005
Hallo Pepita

Pepita schrieb:
also, ich glaube nicht, dass eisbrenner als liedermacher bezeichnet werden kann.

was du glaubst, ist völlig wurscht :-D . Ich stelle ihn auch nicht in die Reihe der Liedermacher der gebräuchlichen Definition (Text, Musik und Gesang in einer Person). Fakt ist, er textet und komponiert, viele Kompositionen entstehen in Zusammenarbeit mit André Drechsler, einige stammen von Drechsler allein. Tino bezeichnet sich als Songpoet - das trifft es.
Musikalisch ist er so vielfältig, wie kaum ein anderer , von Rock über Pop, Chanson und Folk - durch Einsatz verschiedenster Instrumente und Zusammenarbeit mit anderen Musikern ( z.B. Marquez) kann er jedes Publikum begeistern, nicht nur die, die sich unbedingt an die Liedermacher der althergebrachten Definition festbeißen.
Seine Texte sind sehr poetisch und tiefsinnig, man muss sich schon die Mühe machen und sie zumindest lesen. Nicht jede/r ist in der Lage, diese zu verstehen, aber für diese Leute gibt´s ja Schlagersänger und Truck-Stop oder so :-D
LG
Rex2005