Mit ein bisschen Verspätung nun mein Bericht vom letzten Donnerstag... aber die Fotos von Stephan fehlen ja auch noch.
Das Konzert vom letzten Donnerstag war das letzte in einer langen Reihe von Auswahl-Konzerten des "Troubadour"-Wettbewerbs, veranstaltet von McKinley Black (nähere Infos hier)
Von Oktober bis April wurden auf insgesamt 14 Konzerten aus jeweils 6 Teilnehmern die Sieger gekürt, die im Mai am Halbfinale teilnehmen. Im Juni gibt es dann noch ein grosses Finale.
Am 6. April war auch Micha Günther dabei, drum steht der Bericht in diesem Forum und drum waren wir natürlich dabei!
Als René und ich kurz vor 8 im Schlot ankamen, durften wir zwar noch nicht rein, trafen aber am Eingang auf Stephan und seine Begleiterin Petra, eine Kollegin. Immer wieder schön, liebe Menschen bei solchen Gelegenheiten (wieder-)zusehen!
Schliesslich durften wir den Club betreten, bekamen jeder einen Bleistift und einen Stimmzettel in die Hand gedrückt und suchten uns gute Plätze ganz vorne, fast direkt vor der Bühne.
Als es dann nach 21 Uhr endlich losging, kam McKinley Black auf die Bühne und erklärte uns das Prinzip: Jeder der Teilnehmer singt zwei Lieder, dann wird abgestimmt, wobei es insgesamt drei Jury-Mitglieder gibt: an diesem Abend 1. der Inhaber des Schlot (sorry, habe den Namen vergessen), 2. Claudia Nentwich (die einige hier vielleicht schon kennen) und 3. das Publikum! Dafür auch die Stimmzettel.
Als erstes kam Micha Günther auf die Bühne, sang "Der Berliner im feindlichen Ausland" und "Stille Flut", wie Stephan ja schon geschrieben hat. Auf Micha folgten "12 Morgen", ein Trio aus Klavier, Percussion und Cello. Leider habe ich keine Webseite gefunden und da ich mir keine Notizen gemacht habe, kann ich zu den drei Jungs nix weiter sagen, auch nicht zu den Titeln der zwei Lieder. Allerdings moderierten sie ihren Auftritt mit einer ziemlich hässlichen und unkollegialen Bemerkung an. Sie meinten nämlich, sie hätten Angst gehabt, statt auf einem Liederwettbewerb auf einem Redewettbewerb zu sein, nachdem sie den Beitrag von Micha verfolgt haben... okay, ja, es stimmt, Micha hat zuviel gequatscht
Aber sowas muss man ja so von Kollege zu Kollege nicht offen auf der Bühne sagen... jedenfalls fanden wir das mehr als unpassend. :-x
Die Lieder von "12 Morgen" haben offenbar nicht nur bei uns auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen - denn wenn ich die Reihenfolge auf der Troubadour-Webseite richtig deute, sind sie letzte geworden... vielleicht fanden aber auch noch andere den Kommentar unpassend!?
Bei der Reihenfolge der nächsten beiden Künstler bin ich mir nicht ganz sicher, es kamen entweder zuerst "Deeply Connected" oder Roland Heinrich. Ist ja auch egal
Deeply Connected ist ein Duo aus Österreich, ein sehr guter Gitarrist und eine Sängerin mit einer schönen Stimme. Ihre Lieder haben einen ganz eigenen Stil. Sie singen auf Englisch, was wegen des österreichischen Akzents manchmal schwer zu verstehen war
Roland Heinrich... als McKinley Black ihn ansagte und erklärte, dass er im Moment in Berlin gerade als Schauspieler in einem Stück über Johnny Cash spielt (Infos hier), dämmerte mir, dass ich just an dem Morgen einen Artikel über ihn in meiner Zeitung gelesen hatte! Ein lustiger Zufall.
Roland Heinrich, der aus dem Ruhrpott stammt, hat jedenfalls ganz verdient den 1. Platz gemacht, um das vorwegzunehmen, sein Auftritt hat das ganze Publikum und auch uns total begeistert. Die Gitarre hing ein wenig verloren an dem 2-m-Mann (wir nannten das den "Skywise-Effekt"
Dann folgte Bea Linska, eine Liedermacherin, die aus Polen stammt, aber schon ihr halbes Leben in Deutschland lebt. Sie wurde von einem Pianisten begleitet und sang mit einer sehr schönen Stimme zwei recht melancholische Lieder. Auch über sie habe ich keine Homepage gefunden und wenn ich ganz ehrlich bin, fanden wir keinen rechten Zugang zu ihren Texten... aber sowas ist ja immer eine persönliche Sache.
Zum Schluss betrat ein 4-köpfiges Ensemble die Bühne, das wir strenggenommen nicht mehr unter "Liedermacher" einsortiert hätten. Der eigentliche Teilnehmer war Johnny O'Caerr, der in einem Schottenrock die Bühne betrat
McKinley Black gab nun dem Publikum Zeit, die Stimmzettel auszufüllen, auch für Kommentare zu den Teilnehmern war dort ein wenig Platz. Wir haben natürlich alle 4 für Micha als besten Teilnehmer gestimmt!
Die Stimmzettel wurden eingesammelt und recht schnell wurde dann das Ergebnis bekannt gegeben:
1. Roland Heinrich
2. Deeply Connected
3. Michael Günther
Obwohl wir eine andere Reihenfolge auf unseren Stimmzetteln stehen hatten, mussten wir doch ehrlicherweise sagen, dass diese Wertung richtig und fair war - auch Micha sah das selbst so, wie er uns sagte.
Als Abschluss des Abends durfte dann der dritte noch ein Lied, der zweite noch zwei und der erste noch drei singen. Micha Günther sang natürlich "ein Lied für uns"
Jetzt hoffe ich, dass Stephan bald die Fotos nachreicht, damit sich alle ein "richtiges" Bild von dem Abend machen können.
Liebe Grüsse, Diana
P.S. Hm... offenbar bin ich während des Tippens ausgeloggt worden - vielleicht kann ja jemand das hier noch nachträglich ändern!? Migoe? Petra? :frage: