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Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 10:48
von Oberfranke
Liebe RM-Fangemeinde,
am Wochenende ist mir eine Idee in den Kopf geschossen, die hier hoffentlich Zuspruch findet. Mich würde interessieren, welche Art von RM-Lieder gut bzw. weniger gut gefallen. Hierzu stelle ich hier ab und an einige Titel unterschiedlichsten Alters rein und bitte um eure "Benotung" nach folgendem Schema:
Note 1 = Absoluter Kracher, ein Lied das bewegt!
Note 2 = Klasse, immer wieder gerne gehört!
Note 3 = Nettes Liedchen, Jedoch Schwachstellen bei Melodie oder Text
Note 4 = Nach ein- zweimal hören uninteressant
Note 5 = Schwache Nummer, CD-Füllmaterial
Note 6 = Völlig daneben, das war wohl nix!
So etwa in der Art
Sollte das eine oder andere Lied nicht bekannt sein, einfach einen Strich dahinter.
Ich hoffe, es machen viele mit und es wird interessant! Begründeung zu den einzelnen Noten sind natürlich mehr als erwünscht!
Viel Spaß!
Stefan 8-)
FOLGE 1:
a) Das Narrenschiff (CD:Flaschenpost)
b) Cantus 19b (CD: Alles, was ich habe)
c) Bei Hempels unterm Bett (CD: Balladen)
d) Katy und Sandy (CD:Leuchtfeuer)
e) Ich liebe meine Küche! (CD: Immer weiter)
Mein Votum:
a) Note 1 / Musikalisch wie auch textlich für mich eines der besten Mey-Stück, keine Frage!
b) Note 6 / Ein Lied, bei dem ich mir immer wieder die Frage stelle: "WAS SOLL DAS"? Kurz, flach kein Inhalt... kurzum: grotte!
c) Note 2 / Typisch Mey!
d) Note 4 / Das Lied trifft mich nicht, die Thematik ist allgegenwärtig, das musste aber m.E. nicht vertont werden. Text & Meldodie sind nicht der Bringer
e) Note 2 / Ein Lied, dass mich immer zum schmunzeln und mitwackeln anregt

Ein Ohrwurm, schön arrangiert.
So, jetzt seid Ihr dran, viel Spaß!
Gruß Stefan 8-)
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 11:40
von Michael
Hallo Stefan
eigentlich eine schöne Idee, aber mir fällt's doch ziemlich schwer, die Lieder in Zensuren zu pressen. Trotzdem nehme ich das mal auf:
Das Narrenschiff: 1, das Lied passt einfach und ist toll arrangiert
Cantus 19 b: 3, für mehr reicht's nicht, weniger fände ich auch nicht richtig. Das Lied ist irgendwie so absurd, dass ich das absolut cool finde
Bei Hempels unterm Bett: 3, recht typisch und gut beobachtet, trotzdem kein Kracher
Kati und Sandy: 1, es mag klischeehaft sein, aber mt geht das unheimlich nah
Ich liebe meine Küche: 2, cool arangiert, witzige Idee
Michael
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 13:00
von Oberfranke
Hallo Michael,
danke erstmal für die Teilnahme...
ich hoffe, es machen noch viele mit. Mich interessiert es sehr wie RM Lieder auf andere User hier wirken...
Natürlich ist es etwas zu oberflächlich, das ganz in Schulnoten zu pressen, aber so erhält man wenigstens einen groben Eindruck.
Im Grunde will ich einfach nur etwas gegen das Sommerloch antreten :lol: Etwas mehr Action hat die Seite in jedem Fall verdient!
Gruß Stefan
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 18:12
von Mickey
Lieber Stefan,
hier meine Bewertung:
a) Das Narrenschiff (CD: Flaschenpost)
b) Cantus 19b (CD: Alles, was ich habe)
c) Bei Hempels unterm Bett (CD: Balladen)
d) Katy und Sandy (CD:Leuchtfeuer)
e) Ich liebe meine Küche! (CD: Immer weiter)
a) könnte ein Knaller sein, wenn der Text nicht, wie bei vielen politischen Liedern Meys, so vereinfachend und, ja, irgendwie nichtssagend wäre - dank dem Bombast und dem tollen gemorsten Schluss eine 2.
b) absichtlich nichtssagendes Lied über Nichtssagendes, damit zwar gelungen, aber kein Hörgenuss - 4.
c) In der Liveversion ganz in Ordnung, auch wenn ich IMMER noch nicht alles schnalle (Maren!) - 3.
d) Schön arrangiert von Edo Zanki, aber wieder mit doch recht vereinfachendem Text (Volksmusik bedeutet nicht Gewalt!); doch eine gute 2.
e) Was soll dieses Lied? 4.
Wann geht's mit den wirklich guten Liedern weiter?

Liebe Grüsse,
Reto
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 19:54
von Gast
FOLGE 1:
a) Das Narrenschiff (CD:Flaschenpost, 1998)
b) Cantus 19b (CD: Alles, was ich habe, 1973)
c) Bei Hempels unterm Bett (CD: Balladen, 1988)
d) Kati und Sandy (CD:Leuchtfeuer, 1996)
e) Ich liebe meine Küche! (CD: Immer weiter, 1994)
Ich habe mir erlaubt, die Erscheinungsjahre der Alben ranzuschreiben.
Erstmal möchte ich anmerken, das der Cantus 19b keineswegs erstmals auf Alles, was ich habe erschien, denn das war eine Kompilation (es steht nicht umsonst "Die 16 großen Chansons" drunter). Erstveröffentlicht wurde das Lied auf CD/LP: Ich bin aus jenem Holze im Jahr 1971.
Meine Bewertung anhand deiner Skala:
a) Das Narrenschiff: 3
b) Cantus 19b: 2
c) Bei Hempels unterm Bett: 4
d) Kati und Sandy: 2
e) Ich liebe meine Küche!: 2,5
Anmerkungen im Einzelnen:
a) Text: Mey ergeht sich in einer etwas nebulösen Sozialkritik, die zu unscharf bleibt, um irgendjemanden tatsächlich zu treffen. Musik: Nicht mein Fall!
b) Die Musik unterstützt durch die dissonant zur Gitarre spielende Geige (oder was auch immer da rumquietscht) und dem als Orgelpunkt agierenden Gesang die Unerschließbarkeit des Textes. Erst ab der Hälfte beginnt sich die Musik zu fassen, es wird sukzessiv deutlich harmonischer.
Den Text darf man bis "So, Gedicht 19b..." nicht ernst nehmen, ab dort hat man ja einen Schwenk in eine andere Erzählebene, wo der Entstehungsprozess beschrieben wird.
Hiervon ausgehend erscheint das Gedicht vorher in einem anderen Licht. Offensichtlich soll der sinnlose Textteil wirken wie etwas, das unrevidiert aus dem Gedankenfluss direkt in die Druckmaschinen wandert. Ich spekuliere, dass es um 1970 herum (nicht meine Zeit) in der Medienwelt den einen oder anderen poetischen Erguss zu lesen gab, der keinen Ansprüchen genügte, aber trotzdem "gehypet" wurde. Vergleichbar einem Daddy Blue, bloß im Literatur-Geschäft. Mey wollte wohl einfach einen kleinen (1:19 Minuten langen) satirischen Punkt setzen. Mir gefällts.
c) Satire aufs verlogene Spießertum. Die Musik finde ich nicht gut. Genauer: Das Arrangement ist langweilig, sogar nervig. Der Text ergeht sich zu sehr in Platitüden. Passt zwar zum besungenen Spießertum, nervt aber genauso.
d) Kati wird mit i geschrieben

Zum Lied: Gelungenes Beispiel für die Schwierigkeiten von Kindern, die in der sozialen Unterschicht aufwachsen. Die Musik unterstützt das klasse. Höre ich gerne.
e) Toller Dixie-Sound. Allzuoft kann ich es sich aber nicht anhören, der Text geht mir nicht nah genug.
Reto, ich denke nicht, dass die im Lied "Kati und Sandy" angesungene Volksmusik aktiver Gewalt gleichgesetzt wird. Vielmehr ist sie Ausdruck des Wegsehens der Mutter. Könnte genausogut Häkeln oder Wäschewaschen sein, halt irgendeine Beschäftigung, in die man sich flüchten kann. Eine Vereinfachung, wie von dir vorgeworfen, kann ich da nicht entdecken. Mey hält es eben exemplarisch.
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 21:03
von Mickey
Lieber Ascion,
Reto, ich denke nicht, dass die im Lied "Kati und Sandy" angesungene Volksmusik aktiver Gewalt gleichgesetzt wird. Vielmehr ist sie Ausdruck des Wegsehens der Mutter. Könnte genausogut Häkeln oder Wäschewaschen sein, halt irgendeine Beschäftigung, in die man sich flüchten kann. Eine Vereinfachung, wie von dir vorgeworfen, kann ich da nicht entdecken. Mey hält es eben exemplarisch.
Das ist mir schon klar, und es war auch provokativ gemeint. Es nervt mich aber gewalt-ig, dass Mey sich immer an der Volksmusik "vergeht", die Volksmusik hier zur Untermalung des Spiessbürgerischen, Kalten gebraucht.
Liebe Grüsse,
Reto
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Di 5. Aug 2003, 23:20
von Oberfranke
Nabend an alle!
Na, freut mich, dass es so schnell Antworten auf mein Posting gibt.
Habe mir auch gedacht, dass Reto einer der ersten ist, der mitmacht, da er sich immer rege an Diskussionen beteiligt. Klasse, Danke Reto!
@Ascion, war mir heute auf der Arbeit (als mir in der Pause das "Spielchen" einfiel) nicht sicher, auf welcher "Original LP/CD" Cantus 19b drauf war, aber wohl, dass es auf der "Best of"(?) von damals drauf ist... Ok...hab mir gerade die CD in die Hand genommen...Kati schreibt sich mit "i"
Schön finde ich, dass die Meinungen zu den ersten 5 Songs schon so unterschiedlich ausfallen und dies auch entsprechend argumentiert wird...ich hoffe, es machen noch viele mit.
Ach ja... Reto: Ich weiß nicht, welche "richtig guten" Lieder Du meinst, aber irgendwann taucht sicher das eine oder andere hier auf
Nächtlicher Gruß aus der heimlichen Hauptstadt des Bieres...
Stefan 8-)
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Do 7. Aug 2003, 09:06
von Diana
Hallo Stefan!
Nette Sommerloch-Idee...
Na, dann will ich es mal versuchen. Aber ich muss vorher noch klarstellen, dass ich mit den Schulnoten nicht deine "Erläuterungen" dazu mit übernehme, sondern sie mehr als "Skala" verstehe.
a) 2/Mitreissend... irgendwie. Der Text ist schon Mey-typisch plakativ, aber insgesamt finde ich es gelungen.
b) 4/Kann ich nicht viel mit anfangen - immerhin ist es mal was GANZ anderes.
c) 2/Die musikalische Umsetzung der Studioaufnahme ist zwar nicht so ganz mein Geschmack, aber den Text finde ich einfach klasse!
d) 3/Dieses Lied bewegt mich zwar beim Hören, vor allem, weil ich von dem zugrundeliegenden Ereignis schon vorher in der Zeitung gelesen hatte... aber ich höre es nicht oft.
e) 1/Eins meiner Lieblingslieder! Genau SO muss es in einer Küche zugehen, und musikalisch lässt mich dieses Lied nie stillsitzen.
Ich muss allerdings sagen, dass ich inzwischen die Liedertreffen-Version von Stephan dem Original vorziehe, aber nur mit Kazoo!
Liebe Grüsse, Diana
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Do 7. Aug 2003, 13:00
von Benutzer 63 gelöscht
Ohhhh-kay, dann will ich auch noch---
a) Das Narrenschiff: 1
b) Cantus 19b: 3
c) Bei Hempels unterm Bett: 2
d) Katy und Sandy: 2
e) Ich liebe meine Küche! (CD: Immer weiter) 2
a) Da kann ich keine Abstriche machen, das ist einfach klasse. Zwar stimme ich zu, daß Meys politische LIeder und auch sonstige Aussagen oft zu oberflächlich und plakativ sind, aber davon wird dieses Lied nicht berührt. Man könnte es so ausdrücken: Die Schwächen Meys treten hier teilweise nicht zutage, und teilweise werden sie zu einer Stärke.
b) Hier wird offensichtlich eine Modeerscheinung von damals aufs Korn genommen. Heute schwer verständlich, daß man wohl mit nichtssagender wichtigtuerischer Lyrik vom Fließband mal Geld scheffeln konnte. Das ist musikalisch nicht schlecht gemacht, und textlich nicht zu beanstanden, aber halt nicht soooo inhaltsschwer. Daddy Blue fand ich beser

c) Bestnote nur verfehlt wegen allzu "glatter" musikalischer Umsetzung.
d) Auch hier Abstriche nur wegen Musik.
e) Objektiv eigentlich Note 1, aber da mir der Bezug zum Thema etwas fehlt, bzw. ich froh bin, meine Küche nicht anschauen zu müssen

, erlaube ich mir auch hier einen kleinen Abstrich zu machen.
Gruß, Jürgen
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Do 7. Aug 2003, 14:31
von Oberfranke
Na, hier geht´s ja richtig rund;-)
Werde schon mal langsam die die Lieder für Runde 2 raussuchen und bemühe mich wieder um eine "gesunde" Alters- und CD-Mischung;-)
So long und Danke!
Stefan
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 00:40
von Clemens
Nun Freunde lasst es mich einmal sagen, schön wieder hier zu sein...
...ohne Quellenangabe wieder aus dem Urlaub zurück und noch kein bisserl zum Streiten aufgelegt
Ich finde es schön über Eure Empfindungen zu lesen und sie für mich zu bedenken. Ich will sie nicht kommentieren geschweigedenn kritisieren - liefe ich doch Gefahr Gleiches zu erfahren.
Ich kann keine Noten verteilen, trotzdem möchte ich Euch schreiben, was ich bei den einzelnen Liedern empfinde.
a) "Das Narrenschiff" hat mich wie kein anders RM-Lied vorher (und danach nur "Der kleine Wiesel") zutiefst berührt. Ich habe unter seinem Eindruck noch einmal den "Christa Wolff"-Roman "Kassandra" gelesen. Ich empfinde uns tatsächlich alle auf diesem Schiff - den Schrei vom Ausguck nicht hörend.
b) "Cantus 19b" - dieses alte Lied hat mich früher zu phantasievollen Erklärungsversuchen verleitet. Als ich mich später mit der Satire allein zufrieden geben konnte, mochte ich es auch noch. Heute höre ich es sehr selten aber immernoch schmunzelnd.
c) "Bei Hempels unterm Bett" habe ich bei allem Rauf-und Runterhören der traumhaften Balladen-LP selten nachge"hört". Dieses Lied bewegt mich nicht.
d) "Kati und Sandy"s Schicksal dagegen bewegt mich wiederum sehr, wohl weil ich (besonders) wegen der eigenen Kinder nicht zum teilnahmslosen Beobachter werden möchte.
e) "Ich liebe meine Küche" singe ich gern mit, was zweifelsfrei daran liegt, dass ich auch viel und gern dort wirke - nicht nur beim Verzehr... und den selbstgefertigten Entwurf beim Küchenstudio durchgesetzt habe ...
Nun hoffe ich sehr, dass Euch die fehlenden Zensuren oder Zahlenstufen nicht den Spaß verderben. Wenn doch ignoriert den Senf einfach.
Liebe Grüße von Clemens
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 17:13
von Maren
Hallo Zusammen.
Stefan, eine Frage vorab: Wie bist Du auf diese Lieder gekommen. Einfach querbeet rausgegriffen? Na egal. Ich freue mich, daß wenigstens ein paar Lebenzeichen auf diese gute Sommerloch-Idee gefolgt sind, die fast von Kristin stammen könnte. (Mensch, wie werde ich die Frau vermissen *schnief*)
Auch ich kann nicht so recht was mit dem Notenschema anfangen. Hat mir damals auch schon nicht gepasst *grins*
Also:
"Das Narrenschiff" - Hmm, tja nu. Von seinen politischen Liedern ist es für mich eines der besten. Für meinen Geschmack hat er eine dichte Atmosphäre geschaffen, in der sich Text und Musik gut ergänzen. Das Lied hat den Nachteil, daß ich die politischen Lieder alle nicht so besonders mag.
"Cantus 19b" - Klasse! Dieses Lied mag ich. Dadaismus 'ein Lied das nichts bewirkt und keinen Anspruch stellt' Wer natürlich einen Sinn in dem Lied sucht, der wird schwer auf die Nase fallen. Aber genau darum hat es bei mir einen besonderen Platz, auch wenn ich es selten höre.
"Bei Hempels unter'm Bett" - nö, muß nicht. Ohne beiden etwas böses zu wollen, klingt mir das Lied sehr Waalkes-mäßig. Da soll lieber jeder bei seinem bleiben.
"Kati und Sandy" - Schluck. Jedes Mal wieder. Einfühlsam und nah erzählt RM von einer Jugendfreundschaft, die durch ähnliches Erleben einen gemeinsamen Schluß findet. Da beweist sich RM wieder als Wortmeister. Kurze Andeutungen zaubern eine Gänsehaut in mein Mutterherz.
"Ich liebe meine Küche" - Jawollja. Was habe ich schon in Küchen erlebt. Bei dem Lied fällt mir Gemüseschnibbeln ebenso leicht wie dem stellvertretenden Haushaltsvorstand schonend die Mathefünfen der Tochter beizubiegen. Hier hat RM bei mir Pottenkieker gespielt!!
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung dieser Aktion. Vielleicht aber erst nach meinem Urlaub.
Liebe Grüße von Maren, die schon mächtig mit den Hufen scharrt.
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 20:01
von Carsten K
Hallo Stefan,
ups, da muß ich mich wohl als Laie outen, die vorgeschlagenen Songs kenne ich kaum bis gar nicht, meine Kenntnisse reichen da höchstens bis in frühen 80er, bzw. was so im Songbook "Von Anfang an bis heute" steht, das ich etwa schon so lange hab, da steht nur "Cantus 19b" drin, das ich auch nicht kenne, wo ich nur grad den Text gelesen hab... Schöne Wortspielereien jedenfalls, aber keine Benotung von mir...
Als Entschädigung 5 Mey-Songs die ich mit 1 benoten würde:
- Ankomme Freitag, den 13. : meine erste Reinhard Mey-Erfahrung überhaupt, witzig, genial, schnell und absolut zeitlos...
- Abgesang : Spiel mir das Lied vom Tod... Sollte ich mir vielleicht für die eigene Beerdigung wünschen
- Kaspar : ein echter Historien-Song, Geschichte von unten...
- Klagelied eines sentimentalen Programmierers : schon über 30 Jahre alt, aber im virtuellen Zeitalter um so aktueller...
- Ballade vom Pfeifer : und dann hat er sich noch ein Klappfahrrad gekauft und ist durchs schöne Sauerland geradelt, köstlich schräg...
Außerdem mag ich "Zeugnistag", von dem böse Zungen behaupten, es sei die Vorlage zu "Sabine Laden" gewesen, auch wenn der Meister mich bestimmt verklagen würde, wenn er davon wüßte... Der Lagerfeuer-Evergreen "Über den Wolken" ist nach meinem Geschmack dagegen nicht so doll, aber Millionen Fliegen können schließlich nicht irren, populär ist der Song, zugegeben...
So viel dazu
Gruß
Carsten
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 20:25
von Petra
Hallo Carsten,
und dann hat er sich noch ein Klappfahrrad gekauft und ist durchs schöne Sauerland geradelt,
Also, das würde ich eher Ulrich Roski zuordnen. Ich werde mal versuchen das rauszukriegen.
Gruß
Petra (ich kann auch kurz;-)).
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 20:31
von Maren
Liebe Petra,
da irrt die Kennerin im Vergleich zu dem bekennenden Laien
Die Passage kommt aber nur auf der Live-Platte im Vorspann zu dem Lied vom Pfeiffer vor. Hörenswert ebenso wie die Varianten, die er früher gebracht hat. Zum Beispiel im Mörder, der immer der Gärtner ist.
Maren, die trotz aller Vorhersagen immer noch nicht zerflossen ist. *schwitz*
Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: So 10. Aug 2003, 20:52
von Petra
da irrt die Kennerin im Vergleich zu dem bekennenden Laien
:-D:-D:-D
Allerherzlichsten Dank, liebe Maren, da hätte ich bei Ulrich Roski ja lange suchen können. Früher mochte ich keine Live-Platten, das muss sich ja irgendwo und irgendwann mal rächen.

Auf welcher Live-Platte findet man das denn? Ich habe gerade die 'Mit Lust und Liebe' gekauft, aber mit den Erscheinungsdaten hapert es mächtig bei mir.
Petra, der unnötige zusätzliche Schweißausbrüche dank Marens berherztem Eingreifen erspart geblieben sind.

Re: Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Sa 26. Okt 2019, 12:45
von fille
Petra schrieb 16 Jahre später:
Hier kommt nichts weg.

Diese Beitrage - 1.440 Stück - findet man in seinem Profil unter Benutzer-Statistik
Danke Petra,
jetzt habe ich etwas gefunden, was aber wohl nicht ernst gemeint war.
Carschti schrieb am 10.08. 2003:
Spiel mir das Lied vom Tod... Sollte ich mir vielleicht für die eigene Beerdigung wünschen
Diesen Thread kenne ich nicht. Damals war ich noch nicht an Bord.
Gut, es mal wieder hoch zu schubsen. Vor allem gibt es ja inzwischen viel mehr
Material.
Liebe Grüße, Marianne
Re: Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Sa 26. Okt 2019, 14:28
von Petra
Liebe Marianne,
verfälschen durch Verschweigen? Ne, war nur Spaß. Allerdings hat Carsten tatsächlich geschrieben:
- Abgesang : Spiel mir das Lied vom Tod... Sollte ich mir vielleicht für die eigene Beerdigung wünschen
Ich gehe sehr fest davon aus, dass sein Kommentar sich auf 'Abgesang' von Reinhard Mey bezieht. RMs Lieder sollten ja in diesem Thread bewertet werden.
LG Petra
Re: Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Sa 26. Okt 2019, 17:50
von fille
Hallo Petra,
ach so! Das habe ich gar nicht realisiert, dass sich sein Kommentar auf das Lied "Abgesang" bezieht.
Jetzt habe ich den Liedtext nochmal gelesen und verstehe auch, wie der Zusammenhang ist.
Aber ich kann mir auch jetzt nicht vorstellen,
dass es ernst gemeint war.
https://www.youtube.com/watch?v=3jBk7V1gWQA
Liebe Grüße, Marianne
Re: Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Sa 26. Okt 2019, 19:14
von Petra
Aber ich kann mir auch jetzt nicht vorstellen,
dass es ernst gemeint war.
Wohl eher nicht. Vor 16 Jahren war Carsten noch nicht einmal 40, da ist die eigene Beerdigung weniger ein Thema, um das man sich allzu viele Sorgen oder Gedanken macht.
Viele Grüße von Petra
Re: Reinhard Mey Liederbewertung FOLGE 1
Verfasst: Mo 28. Okt 2019, 20:14
von Reino
Ich bin erst gerade auf diesen Thread gestoßen und wundere mich ein wenig über die Bewertungen von "Cantus 19b". Ja, das Lied ist irgendwie ganz nett und interessant arrangiert, Kern ist aber ein eher reaktionäres Kunstverständnis von Reinhard Mey (zumindest hat man das 1971 so genannt), "Zwei Hühner auf dem Weg nach Vorgestern" haut ja in eine ähnliche Kerbe. Auch "Und für mein Mädchen" kam nicht überall wirklich toll an (Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter trug es auf der Waldeck mit quäkender Stimme zur Kindertrommel vor und bildete sich ein, damit den reaktionären Charakter des Liedes entlarvt zu haben).