Lisa schrieb am 06.07.2005 14:57:
du hast absolut Recht
ich glaube, die meisten Musiker (das sind sie nämlich alle) sehen die Sache mit den Genre-Bezeichnungen nicht so eng wie die "Fans", die sich ja auch bewußt durch solche Definitionen von anderen (ungeliebten, meist als weniger anspruchsvoll angesehenen) musikalischen Stilrichtungen abgrenzen wollen. Ich für meinen Fall habe eine ähnliche Einstellung zu dem Begriff "Schlager" wie Götz Alsmann, der in einem Interview vor einigen Tagen sich so ausgedrückt hat:
»Schlager« ist ja keine Musikbezeichnung. Die Bezeichnung meint nur, dass deutsch gesungen wird. Gehen Sie in einem CD-Handel in die Abteilung »Deutscher Schlager«, da stehen die Songs der Comedian Harmonists aus den 30er Jahren, Rudi Schuricke mit seinen Tangos, die Rock’n’Roll-Versuche von Peter Kraus, die Disco-Schlager von Marianne Rosenberg, die volkstümlichen Künstler, der Rock von Wolfgang Petry für die ländlichen Regionen - all das steht nebeneinander. Schaut man sich die Geschichte des Schlagers durch die Jahrzehnte an, stellt man fest, dass der Schlager sich immer populäre Musikrichtungen gegriffen und für sich verwendet hat. Und ich spiele halt jazzähnliche Musik mit deutschen Texten und nenne es daher »Jazzschlager«.
Das komplette Interview findet sich für alle registrierten Besucher im Pressearchiv hier auf dem Liedermacher-Forum. Nicht nur für Alsmann-Freunde ist es sehr interessant!
Lieber Reto,
ich bin froh zu lesen, daß Du momentan nicht in London bist und bin sehr beuruhigt über diese Nachrichten aus London
migoe
