Seite 1 von 1

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 19:25
von fille
...von Fred Vargas "Debout les morts"
Und ihr?
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 19:49
von punkbarde
...und ich zur Zeit "Wer bin ich und wenn ja wieviele?"-eine philosophische Reise.
Macht Spaß zu lesen! den Autor weiß gerade nicht und habe auch keinen Bock ins Schlafzimmer zu gehen um nachzuschauen.
Desweiteren liegt noch ein Fachbuch über Imkerei aufm Klo.
Grüße: Palü ;-)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 19:57
von Helmut
Diese Woche hab ich ausgelesen:
Einmal Aussteigen und zurück von Cäpt'n Flint
Hippo schrieb unter dem obigen Pseudonym autobiograph über seine Zeit als Gammler.
Eindrucksvoll, teilweise langatmig, formal schlecht gemacht.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 20:37
von Miramis
... Kinderliteratur von Erich Kästner für eine Uniprüfung. So macht die Vorbereitung doch Spaß :-) Und gerade jetzt, wo es draußen herbstlich wird, ist es besonders schön, es sich mit einem Buch gemütlich zu machen, finde ich.

...und ich zur Zeit "Wer bin ich und wenn ja wieviele?"-eine philosophische Reise. Macht Spaß zu lesen! den Autor weiß gerade nicht und habe auch keinen Bock ins Schlafzimmer zu gehen um nachzuschauen.

Das Buch ist von Richard David Precht.
Liebe Grüße an alle Bücherwürmer, :wink:
Anna

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 22:55
von Benutzer 298 gelöscht
Ich gebe gerade mal wieder Herrn Hofstadter und " Gödel, Escher, Bach" eine Chance. Aber auch nach mehreren Anläufen wird die Thematik nicht leichter und ich nicht klüger.
LG Annette,
die auch nicht alles verstehen muss :erschreck: ,
das aber auch gerne zugibt 8-)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 22:59
von fille
Liebe Amori!
Gödel, Escher, Bach"

Habe gerade bei Wikipedia nachgelesen :-o :-o :-o
Äh...... ja, was soll ich sagen
Nur Mut!
:-D
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 2. Okt 2009, 23:55
von Benutzer 298 gelöscht
Äh...... ja, was soll ich sagen

Sach nix, Marianne, sach nix! ;-)
Aber immerhin- ich habe es versucht! Mehrfach!

:bäng: :kaputtlach:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 00:58
von Benutzer 63 gelöscht
Ich versuche mich seit zwei Jahren an "Die Abenteuer der Ware" von Anselm Jappe. Gilt eigentlich als einfaches Einsteigerbuch in die "Wertkritik", nun ja :-?
Jürgen (blonde at heart)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 13:39
von Gesch
Hallo,
nachdem ich zuletzt "Vorwärts und vergessen - Kader, Spitzel und Komplizen: Das gefährliche Erbe der SED-Diktatur" von Uwe Müller und Grit Hartmann gelesen hatte, danach alle Taschenbuchkrimis von Helen Tursten, bin ich nun am jüngsten Fall des kaiserlich-römischen Ermittlers Marcus Didius Falco (Zeit von Kaiser Vespasian): "Das Geheimnis des Scriptors" von Lindsey Davis. Ich mag gelegentlich Krimis ohne Autos und Telefone...
Warum lest Ihr Bücher, wenn sie Euch kein Lesevergnügen bereiten? Mit dem Erwerb des Buches hat man sich doch auch die Option erstanden, es bei Nichtgefallen wieder wegzulegen...
herzlich
Gerd

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 14:11
von Benutzer 298 gelöscht
Warum lest Ihr Bücher, wenn sie Euch kein Lesevergnügen bereiten? Mit dem Erwerb des Buches hat man sich doch auch die Option erstanden, es bei Nichtgefallen wieder wegzulegen...

Lieber Gerd,
ich habe hunderte von Büchern gelesen, die mir kein Vergnügen bereitet haben! :ratz:
Da musste ich einfach durch. Das war ich meinen Kunden schuldig, die ja möglicherweise anderer Meinung waren.
Jetzt lese ich "privat" und wenn ich ein Thema spannend finde, habe ich schon den Ehrgeiz, einen Zugang zu finden. Manchmal funktioniert das auch nach mehreren Anläufen nicht, wie bei dem erwähnten Titel.
Das liegt hier aber nicht am Buch, sondern eher an meiner beschränkten Aufnahmefähigkeit :hammer: .
Natürlich nehme ich mir auch die Freiheit, es wegzulegen ;-)
Liebe Grüße
Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 15:38
von Maren
Hallo, Ihr Lieben
ich lese gerade "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Ein wunderbar bildreich geschriebenes Buch über ein Mädchen, dass im dritten Reich alles verliert und bei einer Pflegefamilie unterkommt.
Die Schreibweise aus Sicht des Mädchens macht viele bedrohliche Begebenheiten leichter und viele Kleinigkeiten weltbewegend. Wie das bei Kindern so ist.
Es geht um Moral, um Macht, um den Tod, um Veränderung und Stagnation. Um Angst und Freude und alles in einer so unglaublich reichen Sprache, dass ich es kaum erwarten kann, wieder ein paar Minuten mit der Bücherdiebin verbringen zu können. Ich weiß jetzt schon, dass die letzten Seite von mir nur häppchenweise gelesen werden, weil ich mich so schwer von Büchern trennen kann, die mich berühren.
@ Amori: Ich gebe jedem Buch die 100-Seiten-Chance. Wenn es mich bis dahin nicht gepackt hat, ist es vorbei und aus uns wird nie ein Paar ;-)
:maren:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 17:26
von Benutzer 63 gelöscht
@ Gesch: Tja, kein Lesevergnügen, das ist so ne Sache. Das ist eben manchmal eine Haßliebe. Es fällt einem schwer, aber man hat das Gefühl, es könnte sich lohnen, es durchzustehen. Oder das Buch gefällt mir irgendwie, und ich wünschte mir, es zu allem Überfluß auch noch zu verstehen :-) Sowas in der Art.
Jürgen

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 17:39
von Gesch
Hallo zusammen,
wenn Ihr schon lest, was Euch wenig behagt - das ist ja dann eigentlich schon Arbeit... -, hört Ihr Euch denn auch Musik an, die ihr nicht so recht mögt? Die Lebenszeit ist knapp...
Ich könnte es ja verstehen, wenn wenigstens die Neugier einen dran hält, um kennenzulernen, was man noch nicht kennt und von dem man sich eigentlich etwas mehr verspricht... aber wenn nach 20 bis 50 Seiten oder nach dem Anspielen von 6 bis 8 Songs immer noch kein Funke überspringt, dann gleitet das doch so langsam in Masochismus über, oder nicht?
Berufliche "Verpflichtungen" wie bei Annette nehme ich natürlich raus - da sieht die Sache anders aus, weil man ja Kunden sagen können muss, was das für ein Buch ist.
Aber bei Bettlektüre oder in der Straßenbahn, oder im Sessel bei Beine hoch am Kamin...
wie sang der Liedermacher-Kollege Frank Baier mal:
"Datt muss doch auch watt Späßkes bringn... - willze dich nur gräm'm?" (oder so ähnlich...)
Kennt Ihr den Frank eigentlich?
herzlich
Gerd

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 17:50
von fille
Liebe Leseratten!
Ich gebe Büchern meist nur ca. 20 Seiten. Denn ich finde auch, dass das Leben zu kurz ist, um sie mit Lektüre zu verbringen, die einem nicht zusagt.
Manchmal blättere ich dann aber auch nur weiter und lese dann hinten weiter. Das wäre vielleicht auch etwas für berufsbedingte Leser.
Da ich immer wieder versuche, fremdsprachige Literatur im Original zu lesen, ist es besonders wichtig, dass es mich auch anspricht. Sonst ist es Quälerei.
Aber bei einer Krimiautorin wie Fred Vargas besteht keine Gefahr. Kann ich nur empfehlen. Spannend geschrieben - mit einer schnoddrigen modernen Sprache, aber einwandfreier Grammatik. Da macht das Lernen doch Spaß!
Marien schrieb:
Ich weiß jetzt schon, dass die letzten Seite von mir nur häppchenweise gelesen werden, weil ich mich so schwer von Büchern trennen kann, die mich berühren.

Leider bin ich heute schon fertig geworden. :-(
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 18:04
von Benutzer 63 gelöscht
Sorry für die Abschweifung, aber @ Gesch:
Ja, Frank kenne ich vom Internet und seinem Projekt mit den Grenzgängern (März 1920), aber hab ihn noch nicht live gesehen. Ich hoffe, das noch nachholen zu können!
Jürgen

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 19:14
von Benutzer 298 gelöscht
das ist ja dann eigentlich schon Arbeit... -, hört Ihr Euch denn auch Musik an, die ihr nicht so recht mögt?

Ja, lesen kann tatsächlich in Arbeit ausarten. Musik, die ich nicht mag, kann ich nur einmal hören. Da werden zu viele Sinne angesprochen, die sich wehren.
Ich könnte es ja verstehen, wenn wenigstens die Neugier einen dran hält, um kennenzulernen, was man noch nicht kennt

Deshalb habe ich versucht, mich durch Hofstadters "Gödel, Escher, Bach" zu quälen. Das Thema ist einfach faszinierend, vom Stil her durchaus lesbar und amüsant. Leider fehlen mir einfach ganz viele Voraussetzungen zum Verständnis. Ich zitiere mal aus dem Klappentext, vielleicht wird jemand neugierig:
"Ein brillanter junger Computer-Wissenschaftler benutzt amüsante, paradox-surreale Dialoge, die Bilder Eschers, die Musik Bachs und ebenso eine Fülle von Ideen aus so unterschiedlichen Gebieten wie Logik, Biologie, Psychologie, Physik, Zen-Buddhismus, Mathematik oder auch Neurologie, um eines der größten Geheimnisse der modernen Wissenschaft zu illuminieren: unsere offensichtliche Unfähigkeit, die Natur des Denkens zu verstehen".
840 pralle Seiten warten auf euch :-D
"Wer sich lesend auf dieses Buch einlässt, begibt sich auf eine Reise durch die Wunderwelten des menschlichen Geistes, eine Reise, auf der er Abenteuer in Hülle und Fülle zu bestehen hat und von der er als ein anderer zurückkehren wird".
LG
Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 19:24
von Benutzer 298 gelöscht
Ich gebe Büchern meist nur ca. 20 Seiten

Nee, Marianne,
da ist dir unter Umständen viel entgangen. Hundert Seiten sollten es schon sein, ich nehme mir immer 150 vor.
Manchmal blättere ich dann aber auch nur weiter und lese dann hinten weiter. Das wäre vielleicht auch etwas für berufsbedingte Leser.

Querlesen nennt man das. Eine Technik, ohne die Berufsleser gnadenlos untergehen würden :-D. Das reicht aber nur, um einen Eindruck über Inhalt, Aufbau und Stil zu bekommen. Eintauchen kann man so nicht.
LG
Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 3. Okt 2009, 20:25
von fille
Hallo Annette!
da ist dir unter Umständen viel entgangen. Hundert Seiten sollten es schon sein, ich nehme mir immer 150 vor.


Da hast du absolut Recht! Meistens lese ich ja sowieso noch etwas weiter. Bin halt neugierig.
Liebe Grüße
von Marianne...
... die jetzt überlegt, welches Buch sie sich als nächstes vornehmen soll. Bücher und Zeitschriften stapeln sich vor dem Bett. Komischerweise werden die Stapel einfach nicht kleiner!


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 15:32
von fille
Liebe Leseratten,
nachdem ich einen Artikel über die "Große Depression" der 30-er Jahre in USA gelesen habe, habe ich endlich ein Buch aus dem Regal gezogen, das ich mal auf dem Flohmarkt erstanden hatte:
John Steinbeck The Grapes of Wrath (Früchte des Zorns)
Den Film mit Henry Fonda habe ich schon vor langer Zeit gesehen. Von Steinbeck kenne ich auch einige Bücher: Von Menschen und Mäusen und Die Straße der Ölsardinen .
Die Geschichte beschreibt die traurige Auswanderung der "Okies" (Menschen aus Oklahoma) nach Kalifornien. Nach der wirtschaftlichen Katastrophe 1929, brachte ein Klimawechsel ein wahres Desaster über die kleinen Farmer in Oklahoma - es regnete fast nicht mehr. Alles vertrocknetes und anschließend trugen Stürme den fruchtbaren Boden davon. Da die Farmer Pächter waren, mussten sie das Land verlassen, denn die Eigentümer wollten mit Maschinen große Baumwollfelder dort anlegen. Was sie auch taten.
Das sind die Tatsachen, die John Steinbeck zu seinem Roman verarbeitet hat. Oklahamo wurde damals "Dust Bowl" genannt.
Der Stil Steinbecks ist wunderbar. Wie er bereits im ersten Kapitel beschreibt, wie das Getreide wächst, wie es vertrocknet, wie der Sturm den Boden davon trägt und wie hilflos die Menschen sind, das fesselt sofort.
Diese Zeit hat auch etwas mit Liedern zu tun. Viele arbeitslose und fast verhungernde Menschen fuhren als "Hoboes" illegal mit Zügen durch das Land - immer auf der Suche nach Arbeit. Hunderttausende waren es.
Eine davon war Woody Guthrie, für mich der Urvater des Singer/Songwriters überhaupt. Seine Lieder erzählen vom kleinen Mann und seinen Nöten.
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 16:51
von Helmut
Liebe Marianne
Dein Buchtipp interessiert mich als Erdkundelehrer. Mal sehen, wo sich das Buch auftreiben läßt.
Zu deiner schönen Beschreibung sollte vielleicht ergänzt werden, dass man heute die Entstehung der Dust-Bowl zum großen Teil auf die intensive Bewirtschaftung des Bodens zurückführt. Die damals entstandenen Badlands sind bis heute nicht mehr bewirtschaftbar.
Entschuldige, wenn meine Berufskrankheit wieder durchgebrochen ist
Liebe Grüße
Helmut


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 17:49
von fille
Hallo Helmut!
Mal sehen, wo sich das Buch auftreiben läßt.

Hier zum Beispiel
Was ich noch nicht wusste:
Der trotz aller politischen Anfeindungen – in Kalifornien entstanden zahlreiche Gegenschriften, das Buch wurde verboten und verbrannt – 1940 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Roman wurde zu einem der größten US-amerikanischen Bucherfolge seiner Zeit.

Entschuldige, wenn meine Berufskrankheit wieder durchgebrochen ist

Pas de Problem
:-)
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 14. Okt 2009, 21:27
von fille
Nochmals zum Thema Früchte des Zorns und Dustbowl.
Wie schon erwähnt,Woody Guthrie, ein Singer/Songwriter dieser Zeit schrieb viele Lieder über das Erlebte.
Z. B. Dust Bowl Refugee
I'm a dust bowl refugee,
Just a dust bowl refugee,
From that dust bowl to the peach bowl,
Now that peach fuzz is a-killin' me.
'Cross the mountains to the sea,
Come the wife and kids and me.
It's a hot old dusty highway
For a dust bowl refugee.
...
From the south land and the drought land,
Come the wife and kids and me,
And this old world is a hard world
For a dust bowl refugee.



Liebe Grüße
Marianne


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 5. Nov 2009, 23:14
von Benutzer 298 gelöscht
...und ich bin nun dem (Geheim-) Tipp von Gerd (Gesch) gefolgt und habe gerade das Buch seiner Tochter Anneli Schinkel, "Seidentochter", gelesen.
Ein " kleines Bündel ohne Namen" liegt 1982 vor einem Waisenhaus in Südkorea. Einige Wochen später wird es von Gerd und seiner Frau Martina adoptiert und kommt im November zu den neuen Eltern nach Deutschland.
Obwohl Anneli deutsch erzogen wird, bemühen sich Martina und Gerd, dass sie ihre koreanische Herkunft nicht vergisst. Als junge Frau begibt sich Anneli auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Durch einen fast unwahrscheinlichen Zufall findet sie ihre koreanische Familie.
Anneli beschreibt anfangs fast nüchtern und distanziert ihre Suche und die Annäherung an ein fast fremdes Land und öffnet dann aber nach und nach ihr Herz für ihre leibliche Familie und die fremde Kultur.
Annelis Wurzeln sind und bleiben jedoch in Deutschland, dort, wo sie gehegt und gepflegt wurden.
Danke Anneli, für deine oft sehr private Sicht der Dinge!
Liebe Grüße
Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 16. Dez 2009, 11:19
von Miramis
Liebe Bücherwürmer,
als Belohnung fürs Examen lag vor einigen Tagen ein Päckchen auf meinem Tisch. Darin:
Die Bücherdiebin von Markus Zusak.
Maren hatte es weiter oben im Thread schon beschrieben und ich kann mich ihr nur anschließen.
Ein wundervolles Buch, eine Schatzkiste. Meine Mutter hat mir da ein großes Geschenk gemacht.
Liebe Grüße,
Anna

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 16. Dez 2009, 23:48
von Benutzer 298 gelöscht
Anna- ja sag mal...
jetzt bin ich mal ab vom Thema, aber egal-
heisst das, du hast bestanden und alles ist gut?
Ich gratuliere einfach mal!!!
Liebe Grüße
Annette :weihnachten1: :kleeblatt:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 17. Dez 2009, 00:19
von Miramis
Liebe Annette,
ja, genau das heißt es. Es ist, zumindest was Mathe angeht, jetzt wirklich alles gut (auch wenn ich es selber noch nicht so recht glauben mag) :-) Danke!
Alles Liebe,
Deine Anna
(die, um zurück zum Thema zu kommen, gleich mal wieder abtauchen wird)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 22. Dez 2009, 21:08
von Rex2005
gerade für mich entdeckt, daher noch nicht gelesen:
Marthe und Mathilde - von Pascale Hugues.
... vielleicht nimmt der Weihnachtsmann noch Expressbestellungen entgegen :-D

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 22. Dez 2009, 21:24
von Petra
Hallo Anna,

ja, genau das heißt es. Es ist, zumindest was Mathe angeht, jetzt wirklich alles gut (auch wenn ich es selber noch nicht so recht glauben mag) :-)

hab jetzt gerade kein bestimmtes Buch auf der Pfanne, finde aber, dass ich trotzdem mal hier reinschreiben muss, einfach, um Anna ganz herzlich zu gratulieren. Lass' Dich drücken, ich freu mich für Dich! :kiss:
Liebe Grüße von Petra

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 10. Mär 2010, 21:52
von Rex2005
Hallo
habe heute auf einem privaten Buch-Trödelstand rumgeschnökert und Sten Nadolnys Die Entdeckung der Langsamkeit entdeckt. Liest sich gut - und ich bin gut vorbereitet, wenn demnächst hoffentlich das "Theater am Rand" mal wieder hier oben vorbeigucken sollte.
LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 11:44
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,
ich hatte gestern viel Spaß mit der "Pietisterey im Fischbein-Rocke" , einer Komödie der Aufklärung von der Gottschedin aus dem Jahr 1736, die sich trotz ihres Alters schnell und leicht lesen lässt. Die Aktualität der Komödie hat mich regelrecht umgehauen, gerade in diesen Tagen, wo so manche Scheinheiligkeit und Scheinfrömmigkeit zu Tage tritt.
Zum Inhalt: Frau Glaubeleichtin, deren jüngere Tochter Luischen kurz vor der Heirat mit Herrn Liebmann steht, gerät während der zweijährigen Abwesenheit ihres Mannes unter den Einfluss von Pietisten. Allen voran lässt Magister Scheinfromm nichts unversucht, die leichtgläubige und törichte Frau zu übervorteilen, die sich selbst allerdings in Sachen Religion außerordentlich gelehrt wähnt. Er hintertreibt die Heirat des jungen Paares und will als Bräutigam seinen Vetter, Herrn von Muckersdorff, mit dem Ziel einsetzen, diesem per Ehevertrag das gesamte Vermögen der Brautfamilie zu übertragen. Dies kann im letzten Augenblick durch den Oberst Herrn Wackermann verhindert werden, der ein Bruder Herrn Glaubeleichts ist. Verstellung und Heuchelei des Magisters Scheinfromm werden aufgedeckt, Frau Gleubeleichtin erkennt ihre "Blindheit" und der Heirat von Luischen und Herrn Liebmann steht nichts mehr im Wege. Das genre-bedingte Happy-End wird schließlich durch die Heimkehr von Herrn Glaubeleicht gekrönt.
Diejenigen unter euch, die an Liedern wie "Ich glaube nicht" vom Meyster ihren Spaß haben, werden an der Komödie großen Gefallen finden.
Liebe Grüße,
Marc

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 12:04
von fille
Hallo Marc!
Ich hatte schon Spaß beim Lesen deines Beitrags! Besonders die so bezeichnenden Namen machten mir Freude.
Um ein ähnliches Thema geht es ja bei "Tartuffe" von Molière.
Liebe Grüße
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 9. Apr 2010, 23:04
von Clemens
Naja, es hat etwas Gutes, wenn der Rechner mit allem angefangegen LT-09-Video-Arbeiten das Zeitliche segnet....
außerdem kann nicht jeder sein Liederprogramm täglich üben...
also vor Verzweiflung ein Buch und dann natürlich eins vom Verzweifeln...
Es scheint wir Menschen neigen dazu, im Überfluss uns zufallender Geschenke, diese und uns selbst zu missachten und einem selbstverschuldeten Mangelgefühl den Vorrang zu geben.
Lange bin ich nicht mehr so intensiv in ein Buch gezogen worden wie es hierbei der Fall ist.
Ich lese "Herzzeit" (ein Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan).

Leise
stimm ich die Stirn jetzt ab auf die deine, stimm sie
in eins mit der Nacht, fühl jetzt
das Wunder dahinter: du wirst mir
zur Unbekannt-Fremden, du gleichst dir, du gleichst
allem Geliebten, du bist
anders von Mal zu Mal.

Ich gebe zu ein nicht zu bessernder Romantiker zu sein.
Aber einmal mehr merke ich, wie wichtig es ist neben all dem Wichtigen, was wir auf der Welt verbessern sollten, das in unserer Welt wahrzunehmen, was uns selbst froh und besser macht.
Herzlich Clemens

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Apr 2010, 00:28
von Benutzer 141 gelöscht
Ich lese zur Zeit ...
"... Du sollst nicht lügen! Von einem, der auszog, ehrlich zu sein"
Ein Journalist wagt den Selbstversuch: 40 Tage lang Ehrlichkeit und keine Lügen. Was dabei herauskommt ist sehr interessant und die Folgen sind vom Autor ungemein humorvoll beschrieben. Angesichts der Tatsache, dass jeder Mensch x-mal am Tage lügt, ist dieser Versuch sehr mutig und führt unweigerlich zum Nachdenken über sich selbst.
Liebe Grüße (ganz ehrlich gemeint :-) )
barde (Michael Nr. X)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Apr 2010, 00:38
von Benutzer 298 gelöscht
Lange bin ich nicht mehr so intensiv in ein Buch gezogen worden wie es hierbei der Fall ist. Ich lese "Herzzeit" (ein Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan).

Da stimme ich dir zu, Clemens.
Sie hatten es nicht einfach, nicht mit einander und nicht ohne einander.
Aber sie konnten ihre Gefühle in Worte fassen.
Liebe Grüße
Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 19. Aug 2010, 22:23
von Rex2005
Hallo
gibt´s noch lesende Forumler ? :-D
Ich habe heute 3 Bücher in die Hand gedrückt bekommen:
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt
"Die Schwabenkinder" von Elmar Bereuter
"Die Päpstin" von Donna W. Cross
Mit welchem sollte ich anfangen? :keineidee:
Als leichte Sommerlektüre hab ich gerade "Am Ende eines Sommers" von Carolyn Haines durch. ....Früher, laaaaange bevor es PCs, Foren und vor allem Chats gab, habe ich mehr gelesen. Die Tage müssen da noch länger gewesen sein. :-D
LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 19. Aug 2010, 23:05
von Clemens
Aber bitte doch...
...will sagen, ich lese, aber raten kann ich Dir nicht so recht, weil ich keines der Bücher gelesen habe. Höchstens zu dem zuletzt aufgeführten, weil mir meine Frau davon abgeraten hat, nachdem sie es gelesen hatte. ;-)
Vor dem Urlaub habe ich
"Die Hütte" (Ein Wochenende mit Gott)
von William Paul Young gelesen.
Ein Buch auf das man sich wirklich einlassen wollen muss. Dann aber stößt es tiefgehende Gedanken an über Gott, die Welt und das Ego.
Danke, liebe Anna, für den Tip.
Für den Urlaub das totale Kontrastprogramm.
Die Kinder gehen eigene Wege - also liest der "zweisame" Vater ein Lehrbuch:
"Der perfekte Liebhaber" (Sextechniken, die sie verrückt machen)
von Lou Paget.
Für alle Herren, die nicht sowieso schon immer alles gewusst haben, aufschlussreich und anregend. Für die Damen gibt es das Gegenstück.
Herzlich Clemens

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 20. Aug 2010, 00:21
von Petra
Hallo Rex,
Die Päpstin
das Buch kenne ich nicht, aber nach jahrelanger Kino-Abstinenz habe ich diesen Film im letzten November gesehen. (Jetzt weiß ich endlich wieder den Unterschied zwischen Fernsehen und Kino. ;-)) Mir hat er gut gefallen, aber wie sich das Buch liest oder wie nahe er sich an die Buchvorlage hält, weiß ich natürlich nicht.
Viele Grüße von Petra

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 20. Aug 2010, 08:51
von Benutzer 63 gelöscht
Habe im Urlaub den "Nachtzug nach Lissabon" zu Ende gelesen. Ist ja ein bißchen ein Modebuch (bzw. war es vor ein paar Jahren, bin bekanntlich immer spät dran). Die Themen, die da angesprochen werden, sind durchaus meine, werde wohl noch was von diesem Autor versuchen.
Es geht in diesem Werk insbesondere auch um Worte. Z.B. daß Dinge erst wahr oder erkennbar werden, wenn das Licht der Poesie auf sie fällt, oder so ähnlich. Also durchaus ein Thema für Liedermacher(-Interessierte).
Jetzt habe ich in diesem verregneten Urlaub noch "Die Illusion von 1917" gelesen (ein Buch von 1992), das enthält die Sicht von Peter Klein auf die Oktoberrevolution. Mir hat es auf meiner Suche wieder weitergeholfen, aber nicht jeder wird Gefallen an einem Buch finden, in dem Lenin sowohl als Theoretiker wie auch als Praktiker und sogar "Populist" recht hohe Wertschätzung erfährt.
Jürgen

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 20. Aug 2010, 12:47
von Anne1986
Hallo Rex,
zu deiner Bücherfrage:
Die Päpstin habe ich gelesen, und zwar an einem Tag durch, das Buch ist ziemlich spannend, im Nachhinein fand ich aber, dass sich die dramatischen Situationen etwas zu sehr häuften, um das Ganze für Realistisch zu halten... na ja, mein persönlicher Eindruck!
Zu "Die Asche meiner Mutter" gibt es auf jeden Fall auch eine Verfilmung, meine Mutter, die Literaturreferentin ist, war begeistert von beidem, wenn ich mich richtig erinnere.
Bei dem Titel über die Schwabenkinder bin ich nicht sicher, ob ich nicht sogar auch mal eine Verfilmung gesehen habe - geht es da um Kinder, die von ihren Bauernfamilien meilenweit in einen anderen Ort als Arbeitskräfte "verkauft" werden? Wenn dem so ist - der Film war ziemlich heftig!
Eine schöne Sommerlektüre wünscht dir
Anne
(die momentan froh ist, keine Fachtexte für ihre Examensarbeit mehr lesen zu müssen, dafür aber bald mit Religionspädagogik anfangen muss, weil Anfang September die nächste Examensklausur ist, und die sich schon sehr darauf freut, danach endlich wieder etwas privat zu lesen, was ihr gefällt! ;) )

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 20. Aug 2010, 19:39
von Rex2005
Hallo
Bei dem Titel über die Schwabenkinder bin ich nicht sicher, ob ich nicht sogar auch mal eine Verfilmung gesehen habe - geht es da um Kinder, die von ihren Bauernfamilien meilenweit in einen anderen Ort als Arbeitskräfte "verkauft" werden?

ja genau, das ist es!
Mein Bauchgefühl schien gar nicht so verkehrt zu liegen, werde mit "Die Asche meiner Mutter" anfangen, danach die Schwabenkinder. Ich zwinge mich ab und zu mal ein Buch zu lesen, sonst wird´s nichts. Bin auch kein Bettleser, weil eine Glotze davor steht und es gibt ja noch soooooo viel anderen Zeitvertreib. Mal sehen, ob ich die 3 Wälzer bis Weihnachten durch hab :-)
LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 20. Aug 2010, 22:21
von fille
Hallo Siegrun!
"Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt
"Die Schwabenkinder" von Elmar Bereuter
"Die Päpstin" von Donna W. Cross

Ich habe "Angelas Ashes" gelesen und auch noch das Nachfolgerbuch "Tis" (heißt glaube ich auf Deutsch "Ein wunderbar weites Land"). Beide Bücher sind ja seine eigene Lebensgeschichte und sehr interessant. Allerdings gibt es Stimmen, dass Frank McCourt die Armut übertrieben hätte.
Beim zweiten Buch hat mich etwas gestört: Frank McCourt war als junger (amerikanischer) Soldat in der Nachkriegszeit in Lenggries (bei Bad Tölz). Dort gab' es viele Flüchtlinge aus Schlesien usw. Die Beschreibung was junge Flüchtlingsfrauen für ein paar Lebensmittel oder ein Päckchen Kaffee alles gemacht haben, hätte er sich sparen können. Ich hatte das Gefühl, dass er sie als Huren gesehen hat.
Von "Die Schwabenkinder" kenne ich nur die Verfilmung. Sie ist mir sehr nahe gegangen. Eine wahre Geschichte und noch nicht mal so lange her.
Zur "Päpstin" kann ich nichts sagen.
Ich selbst lese zur Zeit "David Copperfield", den Klassiker von Charles Dickens. Auch in diesem Buch geht es über Kinderarmut usw. Es hat starke autobiographische Züge, da Dickens bereits mit 12 Jahren die Schule abbrechen und arbeiten musste, um seine 7 jüngeren Geschwister und seine Mutter über Wasser zu halten. Der Vater war im Schuldengefängnis gelandet. Die Lebenshaltungskosten in London waren für eine 10-köpfige Familie zu hoch.
"David Copperfield" ist genau wie Dickens trotzdem Journalist und später ein angesehener Schriftsteller geworden.
Nachdem das Buch erschienen ist, war die Gesellschaft wachgerüttelt und es wurde viel über Kinderarbeit, Bedürftigkeit usw. diskutiert und ich glaube, es gab sogar Gesetzesänderungen.
Ein interessantes Buch. Sehr schön auch die vielen Charaktere.
Liebe Grüße
Marianne
PS: Übrigens ist meine Lektüre der Grund dafür, das ich Forum vernachlässige.....

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 21:46
von Rex2005
Hallo
wollte mal kurz einen "Rechenschaftsbericht" über die drei von mir angesprochenen Bücher abgeben - ich habe es tatsächlich geschafft, alle zu lesen.
"Die Asche meiner Mutter" - kann man lesen aber es hat mich nicht wirklich begeistert. Sämtliche Episoden beginnen mehr oder weniger damit, dass die Familie völlig arm war, der Vater immer das Geld, wenn er mal was verdiente, versoffen hat und deshalb Kinder und Wohnung völlig verlaust und runtergekommen waren. Das zog sich von Anfang bis Ende so hin. Am Schluss klaute der sonst immer brave Sohn von einer Verstorbenen Geld, womit er sich denn nach Amerika aufmachte ...
"Die Schwabenkinder" - ein wirklich spannend geschriebenes Buch, sehr empfehlenswert! Die Charaktere und Hintergründe sind sehr plastisch beschrieben - viel viel besser als im Film (der vorgestern auf BR lief) und nicht annähernd an die Qualität des Buches heranreicht.
"Die Päpstin" - auch lesenswert! Als Heide hatte ich allerdings einige Probleme mit den vielen kirchlichen Begriffen und den oftmals zitierten lateinischen Bibelsprüchen. Auf jeden Fall ein guter historischer Einblick in den Machtapparat Kirche. Ich habe mich allerdings gefragt, ob man in einem Alter von 9 bis 11 Jahren die Schriften, mit denen die Johanna lesen lernte, wirklich verstehen kann. Aber gut, hochintelligente Kinder gab´s sicher auch schon in dieser Zeit.
LG
Rex2005


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 28. Jan 2011, 14:15
von Helmut
Hallo ihr Leseratten
Auch ich lese, sogar Bücher.
Ich hab mich über folgendes Buch köstlich amüsiert:
E-Mail an alle von Matt Beaumont.
Auf 430 Seiten gibt es lediglich E-Mails zu lesen, die in einer Werbefirma kursieren.
Intrigen, Sauf- und Sexgeschichten, unfähige Chefs und vorgeschoben fleißige Faulpelze, Zicken, Selbstdarsteller und Psychopathen schreiben sich gegensetig Mails beruflich und privater Natur, wobei man manchmal erst im nachhinein kapiert, was eigentlich abgeht.
Ich finde, absolut lesenswert.
Helmut

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 25. Jul 2011, 22:34
von Jim_Stark
Ich lese zur Zeit "Johnny Got His Gun" von Dalton Trumbo. Ich lese das Buch jetzt zum vierten mal im Original und habe es schon diverse Male in der Übersetzung gelesen und bin jedesmal auf's Neue fasziniert.
Also: Dem, der das Buch nicht kennt, kann ich es nur ausdrücklich empfehlen!

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 26. Jul 2011, 23:57
von Benutzer 298 gelöscht
Ich habe meine Bücherregale umgeräumt und dieses köstliche Buch fiel mir wieder in die Hände:
Susanne Schmidt/ Sven Severin, Spaghetti im Rohbau
Kiepenheuer & Witsch

Sven und seine Lebensgfährtin Susanne wollen sich einen Traum erfüllen: Ein Haus in Rom- 16 Kilometer vom Petersdom entfernt! Luftlinie.
Am Anfang war ein Grundstück, dann ein Brunnen, aber keine Baugenehmigung. Aber benötigt man die in Italien wirklich? Haben nicht alle Nachbarn ihre Häuser „abusiv“, also missbräuchlich gebaut?
Susanne und Sven kratzen ihre finanziellen Reserven zusammen, spucken in die Hände und bauen. Dumm, dass die italienische Polizei gerade an den Deutschen ein Exempel statuieren will. Der Abrissbagger steht vor dem Rohbau, sämtliche Nachbarn eilen zur Hilfe, der Polizist hat Tränen in den Augen- und Susanne hält tapfer die Stellung. Ein einziges Zimmer wurde im Rohbau hergerichtet. DerAbriss ist damit erstmal in letzter Sekunde verhindert.
Beide nehmen den Kampf mit der Bürokratie und Herrn Berlusconi auf, lernen eine Menge über Sickergruben, Fundamente und italienische Handwerker. Hausbau ist ja eigentlich gar nicht die Branche der beiden Freiberufler, die als Drehbuchautoren und Regisseure aus der Filmbranche kommen und jetzt manchmal glauben, im falschen Film zu sein.
Es geht chaotisch zu in ihrem Leben und in ihrem Buch. Machmal braucht man ein leckeres Pastagericht zum Durchatmen. Ihre Lieblingsrezepte haben die Beiden zum Glück aufgeschrieben. Ich war vor ein paar Jahren auf einer Lesung- Susanne und Sven haben gekocht. Lecker!
Ich habe den Hausbau mit allen Höhen und Tiefen aus der Ferne quasi live verfolgt. Susannes Mutter war meine Chefin und hielt uns alle über das italienische Drama auf dem Laufenden.
Wir haben sie getröstet und aufgebaut...alles wird gut!
Und es wurde alles gut. Heute kann man in der wunderschönen
"Villa verde" bei Rom Urlaub machen. Individuell und mit Familienanschluss. Ich war noch nicht da- aber ich garantiere euch- ich fahre bald hin!
Nein, dies war nicht der Werbeblock. Dann hätte ich früher in die Schuhe springen müssen. Das Taschenbuch erschien nämlich bereits 2003. Als Italienfan habe ich es gleich noch mal gelesen und wollte es euch nicht vorenthalten.
Liebe Grüße
Annette
:goethe:


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 27. Jul 2011, 21:48
von Charlotte
Hallo,
ich habe nach langer Zeit wieder einmal hier herein geschaut und will nun auch ganz schnell eine Lanze für ,, Die Bücherdiebin" brechen.
Dieses Buch steht auch auf meiner Liste der lesenswerten Bücher ziemlich weit oben. Wer es noch nicht gelesen hat sollte dies nachholen. Da ich ja ehrenamtlich in unserer Stadtbücherei arbeite, empfehle ich es auch sehr häufig und bis jetzt habe ich nur positive Rückmeldungen gehabt.
Und wer von den Leserinnen ,,Die Klatschmohnfrau" von Noelle Chatelet noch nicht gelesen hat (natürlich können es auch Männer lesen, aber ich glaube es spricht Frauen mehr an) sollte dies auch unbedingt tun. Ein wunderbares Buch über die Alterslosigkeit der Liebe.
Lesenswert fand ich auch ,,Die Insel der Witwen" von Dagmar Foh
Und zur Zeit lese ich Rebecca Gable ,,Das zweite Königreich". Rebecca Gable wurde in der Bücherei von einigen Lesern gelobt und da ich mich ja langsam durch den Geschmack der Nutzer der Bücherei durchlesen möchte, habe ich mir einmal ein Buch von ihr mitgenommen.
Dicke Bücher, klein geschrieben aber wer Historisches mag, dem kann man es wirklich empfehlen.
Und zuletzt noch ein Tipp aus dem Krimibereich: Nele Neuhaus
Die sogenannten Taunuskrimis. Die ersten Zwei fallen mir im Moment nicht ein, aber der dritte ist ,,Tiefe Wunden", dann ,,Schneewittichen muß sterben" und der neuste ,,Wer Wind sät". Dies Krimis kommen auch bei Lesern an, die eigentlich keine Krimis lesen.
So jetzt höre ich aber auf, sonst finde ich kein Ende. Bücher sind für mich einfach unentbehrlich und ein unerschöpflicher Gesprächsstoff.
Liebe Grüße von
Charlotte



Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 3. Aug 2011, 21:45
von Holgi
Ich habe gerade angefangen, Mark Twain´s "Huckleberry Finn" zu lesen.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 4. Okt 2011, 20:21
von Rex2005
Hallo
bin gerade bei "Marthe und Mathilde" von Pascale Hugues - ein Buch dass ich schon 2009 lesen wollte. Nach Umzug in eine Wohnung ohne Dachschrägen (und 80 Parkplätzen vor der Nase) habe ich jetzt jede Menge Platz für Bücher und vor allem Ruhe zum Lesen. Außerdem ist der goldene Herbst laut Wetterbericht vorbei und der hiesige Buchladen nur 3 Minuten weg ... Also war ich vor kurzem dort shoppen :-)
Das Buch ist sehr lesenswert, wenn auch etwas anstrengend. Es ist sozusagen eine Mischung aus Erinnerungen der beiden Großmütter - Marthe und Mathilde - und dem Abgleich mit historischen Fakten der Autorin, eine Journalistin.
HIer wird das Buch in Wort und Bild vorgestellt, daher brauche ich gar nichts weiter zu schreiben.
... ach ja, das Elsass :anhimmel:
Als nächstes liegt "Die Bücherdiebin" bereit - man will ja hier mitreden können :-D.
LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 4. Okt 2011, 20:43
von Benutzer 63 gelöscht
Ich lese jetzt Herzzeit, den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan (und einigen anderen). Bei solchen Hochpoetern kann man natürlich nur staunen. Aber warum ich es hauptsächlich erwähne: Was ich im Internet bzw. Emailwechsel nur zu gut kenne, was ich auf das Medium und mich schob, das gabs halt auch damals bei Dichters schon, nämlich diese ständigen Entschuldigungen "Ja ich habe lange nicht geschrieben, obwohl ich es wollte, du weißt ja, wie das so geht...."
J.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 16:41
von Benutzer 298 gelöscht
Ich habe es auch gelesen, Jürgen.
Beide so wortgewaltig. Aber da sind auch die Banalitäten des Alltags. Keiner erfüllte so recht die Ansprüche des anderen.
Und beide enden tragisch.
LG Annette

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 21:06
von Clemens
Ich habe grad mal zurück"gescrollt" und festgestellt, dass mich das Buch "Herzzeit" vor anderthalb Jahren sehr beschäftigt hat :-)
Herzlich Clemens :-)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 7. Okt 2011, 20:59
von Benutzer 63 gelöscht
Genau, amori, welch Frechheit, diese Heroen mit so Kram wie Visum-Beschaffung usw. zu belästigen ;o) Und ja, die Erwartungen...Celan kann durchaus recht kühl werden, wenn es ihm emotional zu intim wird, nun ja, wie ausm richtigen Leben halt.
Jürgen

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 30. Jan 2012, 12:30
von schusselchen
Iny Lorenz: Töchter der Sünde...ein Muss für alle Lorenzfans!
Wie jeder Teil einfach nur Klasse!

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 9. Sep 2012, 15:05
von fille
Ich lese zur Zeit....
.."Peter Camenzid" das Erstlingswerk von Hermann Hesse. Danach folgt endlich das "Glasperlenspiel", ich glaube sein letztes Werk. Auf jeden Fall hat er den Nobelpreis dafür bekommen.
Im Oktober geht es auf kleine Hermann-Hesse-Tour (Calw, Basl, Bodensee) und bis dahin lese ich noch einiges von und über ihn. Nächstes Jahr ist das Tessin und damit Montagnola dran.
Nach dem Liedertreffen waren wir ja in England auf Dickens und P.D.James Spuren. Ich habe in letzer Zeit von Dickens "Little Dorrit" und "Große Erwartungen" gelesen. Es macht mir einfach Spaß nicht nur in die Bücher einzutauchen, sondern auch die Schauplätze der Handlungen und Lebensorte der Dichter zu besuchen.
Außerdem haben Benny und ich nach "Der Henkerstochter" wieder mal Schongau besucht. In bin zwei Jahre dort zur Schule gegangen, aber nach so einem historischem Krimi sieht man den Ort mit anderen Augen.
Zurück zu "Peter Camenzid". Ich habe erst 40 Seiten gelesen, aber seine Naturbeschreibungen haben es mir angetan. Peter liebt wie ich den Föhn :-)
So, jetzt geht's aber zum Schwimmen. Da kann ich "Peter" ja mitnehmen.
Liebe Grüße aus dem wunderbar spätsommerlichen Oberbayern.
Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 9. Sep 2012, 22:49
von Holgi
Ab morgen ist der neue Stephen King-Roman "Wind" dran. ;-)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 10. Sep 2012, 11:01
von Timbo
Bin gerade erstmal in diesem Thema gelandet und war geradezu entzückt, das hier zu finden:
>>
Ich hab mich über folgendes Buch köstlich amüsiert:
E-Mail an alle von Matt Beaumont.
Auf 430 Seiten gibt es lediglich E-Mails zu lesen, die in einer Werbefirma kursieren.
<<
Möchte diese Empfehlung dringend noch mal aufwärmen. Ein absolut köstliches und in seiner Machart ziemlich einzigartiges Buch.
@Helmut:
Kann von Matt Beaumont auch "Staying Alive" empfehlen. Hab ich gelesen, nachdem ich zufällig auf "E-Mail an alle" gestoßen und völlig begeistert war (wieso ist Beaumont eigentlich so relativ unbekannt??), und es ist ebenfalls extrem temporeich und unterhaltsam. Nicht ganz so "speziell", aber... ich hab's gefressen. :-)
Als letztes mit Begeisterung gelesen habe ich übrigens "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper...


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 10. Sep 2012, 11:36
von Skywise

Timbo schrieb:
Als letztes mit Begeisterung gelesen habe ich übrigens "Sieben verdammt lange Tage" von Jonathan Tropper...
Das ist wirklich ganz nett, wobei ich mich ein wenig darüber geärgert habe, daß das anfängliche Niveau nicht gehalten werden konnte. Und daß sich der Autor zu weit von seinem ursprünglichen Thema (Tod des Vaters) entfernt, aber das mag mein persönlicher Eindruck gewesen sein.
@Thema:
Heinrich Böll "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen"
Gestern mal wieder nach langer Zeit gelesen und immer noch für genial befunden. Witzig, tiefgründig, mehrschichtig.
Davor:
Richard Thiess "Wenn das Grauen zum Alltag wird"
Schilderungen des (ehemaligen?) Leiters der Münchener Mordkommission mit dem Schwerpunkt Ermittlungsmethoden bei Mordfällen, die sich tatsächlich ereignet haben. Staubtrocken zu lesen, aber ein interessantes Gegengewicht zu den fiktiven Darstellungen in TV und Radio ...
Wahrscheinlich steht als nächstes an:
Jasper Fforde "Der Fall Jane Eyre"
Ich habe drei Bände der "Thursday-Next"-Reihe gelesen, mittlerweile gibt's drei weitere. Ich habe aber das Gefühl, die Erinnerung an die Reihe und die letzten Geschehnisse nochmal auffrischen zu müssen, ehe es an die neuen Bücher geht, daher der erste Band nochmal :-). Macht aber auch Spaß. Und ich will auch einen Dodo als Haustier haben ...
Gruß
Skywise

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 10. Sep 2012, 15:51
von Helmut
Hallo
Vor Kurzem hat mir meine Tochter die "Heilige Scheiße" von Stefan Bonner/Anne Weiss zu lesen gegeben. Eigentlich sehr viel Gedanken, die man selber schon gedacht hat. Trotzdem tut es unheimlich gut, wenn man feststellt, dass es immer mehr Leute gibt, die nicht mehr glauben, sondern schon denken.
So hab ich mir von den gleichen Autoren die "Generation doof" besorgt. Fand ich nicht ganz so gelungen. Trotzdem fand ich auch hier seitenweis Passagen, die ich unterschreiben könnte, besonders, was über die Kindererziehung der Generation doof zu sagen ist.
Vor Kurzem stieß ich auf einem Wühltisch auf "die Brücken der Freihet" von Ken Follett. Wie alle seine Bücher realtiv trivial. Ich denke aber, dass man einen guten Einblick bekommt in des Herrschaftssystem der Zeit der industriellen Revolution. Lesenswert. Unverkennbar, dass seine Frau für die Lobour-Party im Unterhaus sitzt.
@ Timbo.
Ich muss offenbar nach Matt Beaumont Ausschau halten. Danke für den Tipp
Gruß
Helmut

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 11:07
von Timbo
@Skywise:
Ich hab ehrlich gesagt das Thema "Tod des Vaters" nie als eigentlichen Gegenstand der Geschichte empfunden, sondern eher als Aufhänger, weswegen es mich kein bisschen verwundert hat, dass es zwar am Anfang eine Rolle spielt, aber dann nach und nach in den Hintergrund tritt.
Ich fand vielmehr spannend, wie sich die Beziehungen zwischen den Personen, über die man nach und nach immer mehr erfährt, entwickeln, wieviel auf- und/oder zusammenbricht und wieviel von den "Schubladen" übrig bleibt, wenn alle sich gezwungenermaßen miteinander beschäftigen müssen...

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 13:07
von Skywise

Timbo schrieb:
@Skywise:
Ich hab ehrlich gesagt das Thema "Tod des Vaters" nie als eigentlichen Gegenstand der Geschichte empfunden, sondern eher als Aufhänger, weswegen es mich kein bisschen verwundert hat, dass es zwar am Anfang eine Rolle spielt, aber dann nach und nach in den Hintergrund tritt.
Schon, aber damit trat auch gleichzeitig der staubtrockene schwarze Humor in den Hintergrund, mit dem der Autor den Leser zu Beginn bedacht hat (nach meiner Erinnerung ist das anfängliche Telefonat mit seinen eingestreuten Erinnerungsfetzen und der Schilderung der Personen schlichtweg brillant). Auf mich hat es so gewirkt, als ob Tropper nach ca. fünfzig Seiten darüber nachgedacht hätte, ob er den Humor wirklich bis zum Ende durchhält - und danach zwei Gänge runtergeschaltet. Am Anfang dachte ich noch, daß es sicher amüsant wäre, eine so verkorkste Familie zu beobachten, aber diese ganzen Kalauer und skurrilen Wortduelle oder bissigen Kommentare des Erzählers nahmen in Anzahl und Niveau leider etwas zu stark ab. Ich denke, auch in puncto Situationskomik oder Religions... nun ja ... -kritik? -kommentierung? -aufarbeitung? wäre deutlich mehr drin gewesen. Damit meine ich jetzt aber bitte nicht diesen Holzhammerhumor, wie er in den letzten Jahren mal Mode war, sondern eher etwas Bissig-Unterschwelliges. Ich hätte mir gewünscht, Kishon hätte das Buch lektoriert ;-)
Ich fand vielmehr spannend, wie sich die Beziehungen zwischen den Personen, über die man nach und nach immer mehr erfährt, entwickeln, wieviel auf- und/oder zusammenbricht und wieviel von den "Schubladen" übrig bleibt, wenn alle sich gezwungenermaßen miteinander beschäftigen müssen...
Hm. Das war schon okay - vielleicht ein wenig konstruiert ... Ich hab' den Roman nicht mehr vollständig im Kopf, aber ich fand einige Figuren ungeachtet ihres schillernden Auftretens ziemlich blaß und ihre Motivation eher zweifelhaft. Manchen fehlte eine zweite Ebene - irgendwas hinter der zur Schau gestellten Exzentrik. Mag natürlich sein, daß das der gewählten Erzählperspektive geschuldet ist. Aber es hat mich auf der anderen Seite beruhigt, daß der Ich-Erzähler ebenfalls seine Kopfwäsche abbekam - und dies wahrscheinlich sogar verdient.
Gruß
Skywise

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 14:01
von Timbo
Wow, wollte jetzt keinen so ausführlichen Diskurs über ein einzelnes Buch lostreten... obwohl's spannend ist... allerdings wahrscheinlich maximal für zwei. ;-)
Nur soviel noch:
Konstruiert - definitiv, was die ganze Situation angeht. Aber finde mal was, woran man eine "eine ganze Familie samt Anhang ist gezwungen, tagelang aufeinander zu sitzen"-Situation aufhängen kann. Da ist mir das vorliegende Konstrukt bei weitem lieber als, sagen wir mal, der Absturz einer Privatmaschine auf einer einsamen Insel...
Und dass das Bissige abnahm - was es ebenfalls zweifelsohne tut - mag tatsächlich der Erzählperspektive geschuldet sein. Es geht ja gerade darum, dass auch der Erzähler einiges an Bissigkeit verliert und dafür einiges an Einsicht gewinnt.
Dass sich eine festgefahren scheinende Situation auf einmal ändert, wenn man sie gezwungenermaßen einer näheren Betrachtung unterziehen muss, ist übrigens womöglich das typische Tropper-Motiv. "Stadtfeind Nr.1" gelesen? Ähnlich, was das angeht, nur dass da der Erzähler selbst der Böse ist bzw. sich so sieht...
Immerhin hinsichtlich des Holzhammerhumors sind wir uns offenbar einig. Habe auch "hummeldumm" gelesen. Fürchterlich...

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 3. Mär 2013, 10:03
von fille
Schönen guten Morgen euch allen!
Zur Zeit lese ich A short history of tractors in Ukrainian (Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch) von Marina Lewycka.
Es geht um eine Familie, die aus der Ukraine nach Großbritanien ausgewandert, bzw. geflüchtet ist.
Die beiden Schwester (Ende 40 und Ende 50) sprechen seit dem Tod der Mutter nicht mehr miteinander. Es ging um ein paar tausend Pfund, die die Mutter hinterlassen hatte.
Aber jetzt kommen sie sich wieder näher. Denn der Vater (84) will wieder heiraten. Die Braut ist eine 36-jährige, üppige, falsche Blondine aus der Ukraine. Es ist offensichtlich, dass sie den alten Mann nur heiraten will, damit sie in GB bleiben kann. Doch was tun? Der Vater ist stur! Er heiratet die Dame, samt Sohn, der natürlich auf eine teure Schule gehen muss. Dafür braucht man ein teures Auto, denn wie sieht das aus, den Sprössling im billigen Ford Fiesta zur Schule zu fahren und und und.
Der Vater ist ja gar nicht reich und somit sehr schnell pleite. Dann muss er seine Töchter anpumpen. - So weit bin ich jetzt. Auf Seite 97 von 324.
Wie wird es weitergehen? Tak, tak.
Auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames und hintergründiges Buch. Gerade richtig, um mal wieder über den Gartenzaun zu schauen. Nebenbei wird die Geschichte der Industrialisierung erzählt und vieles über die Geschichte der Menschen in der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert in Russland.
Die Autorin stammt selbst aus einer ukrainischen Familie, wurde in Kiel in einem Flüchtlingslager geboren und lebt heute in England.
Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 17. Mai 2013, 19:40
von fille
Liebe Leseratten,
Vor ein paar Tagen habe ich Becks letzter Sommer von Benedict Wells beendet. Das viel beachtete Debüt des damals 23-jährigen Schriftstellers. So viel älter ist er heute noch nicht (28).
Amazon: Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens, von München durch Osteuropa nach Istanbul. Unter den Fittichen eines alternden Rockstars und seiner unsterblichen Songs. Ein Roman über die Musik, die Liebe und das Leben - schräg, witzig, weise und berührend. Das Debüt eines dreiundzwanzigjährigen Autors.


Auch wenn Sex, Drugs und Rock'n Roll nicht jedermanns Sache sind, ist das Buch doch interessant und lesenswert. Ich wollte zuerst das Handtuch werfen, weil mich kiffende Lehrer eigentlich nicht so sehr interessieren, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und – es hat ja was mit Musik zu tun. Die Kapitel sind alle mit Songtiteln von Bob Dylan überschrieben. Auch sonst ist der Urvater der Singer/Songwriter allgegenwärtig.

So! Nach Becks letzter Sommer, kommt als nächstes Buch Klingsors letzter Sommer dran. Das ist allerdings schon fast 100 Jahre alt. Und wer hat es wohl geschrieben?
Amori hat es mir beim LT nochmal wärmstens empfohlen. Es liegt ja schon lange in meinem Stapel „noch nicht gelesene Bücher“.
Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 5. Jun 2013, 12:26
von Gast
Ich lese gerade Stephen Kings The Green Mile.
Kenne aber den Film auch schon. Finde das Buch aber wesentlich bildhafter.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 5. Jun 2013, 16:53
von Maren
... zwanzigtausend Meilen unter dem Meer und ergötze mich an der alterthümlichen Sprache des Herren Verne.
:maren:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 6. Jun 2013, 22:00
von Charlotte
Hallo,
ich beende heute abend den 6. Band der Saga "Das Lied von Eis und Feuer" von G.R.Martin und bedauere es jetzt schon, wenn ich den Deckel des 10. Bandes schließen muss. Der 11. Band ist noch in Arbeit. Ich finde die Saga einfach toll geschrieben. Wie Martin die ganze Facette menschlicher Charaktere und Empfindungen verarbeitet ist Klasse. Es gibt keine ganz Guten und auch keine ganz Bösen, aber jede Menge dazwischen.
Und obwohl die Bücher stellenweise auch sehr brutal in ihrer Schilderung sind, sind sie alterübergreifend ein Lesevergnügen.
LG Charlotte
Teilt jemand meine Meinung oder lest ihr noch nicht?

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 8. Jun 2013, 15:01
von fille
Hallo Charlotte,
gestern bin ich schon vor dem Stapel der Feuer-und-Eis-Bücher gestanden. Meine Freundin meinte auch, dass das eine ganz tolle Geschichte wäre.
Also, gestern habe ich keines dieser Bücher gekauft, aber ich werde bestimmt damit anfangen.
;-)
Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 11. Jun 2013, 23:32
von Benutzer 141 gelöscht
Meine Bettlektüre ist momentan ein ziemlich alter Schinken - eine Biographie: "Das Staunen der Welt - Friedrich II. von Hohenstaufen" Dies ist nicht mal so weit weg von Eurem Thema, weil die Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" und die darauf beruhende Fernsehserie "Game of Thrones" ja sehr viele Anleihen in der real stattgefundenen Geschichte nimmt. Und das Leben des Stauferkaisers war recht interessant und abenteuerlich. Hätte vermutlich gut in die Fantasyserie gepasst, wie er praktisch als Straßenkind in den Straßen von Palermo herumgestreunert ist, offiziell zwar Thronfolger des Reiches, aber ohne jegliche praktische Macht. Dann als Jüngling die wagemutige Reise über die Alpen um sich seine Rechte zu sichern und dies gegen den übermächtigen Herrscher Otto den Welfen. Mit Glück und der Unterstützung durch den Papst aber auch durch hohe Intelligenz und diplomatische Fähigkeiten hat er sich durchgesetzt. Und dann natürlich die Schattenseiten der Macht, die den Herrschenden immer eigen sind: Grausamkeiten, Folter, Kriege, absolute Ich-Bezogenheit usw.
Wenn ich dann über die damaligen Ränkespiele und Machtkämpfe lese, muss ich seltsamerweise immer an die Firma denken, an die ich leider - noch - gefesselt bin. Woran dies wohl liegt :-D Tja, man hat das Gefühl es wiederholt sich alles und die primitiven Verhaltensmuster bleiben den Menschen wohl eigen.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 16. Jul 2013, 15:42
von Skywise
Ich hatte gestern die Gelegenheit, nach viertägiger Lektüre den Buchdeckel zu der 2005 erschienenen Autobiographie "Schloß aus Glas" von Jeannette Walls zu schließen ... na ja, oder was davon übrig ist - ist ein entweder oft benutztes oder selten geschätztes Bibliotheksexemplar.
Die US-Amerikanerin Jeannette Walls ist das, was man hierzulande wohl etwas herablassend als "Klatschjournalistin" bezeichnen würde. Sie treibt sich auf den Partys mit den Reichen (Einfluß und Geld) rum, hat ihre eigenen Kolumnen in Zeitungen und sogar einen Sendeplatz im TV. Über ihre Kindheit und Jugend hat sie nie gern gesprochen, und wenn, dann hat sie gelogen. Ihre Autobiographie deckt denn auch den Grund dafür auf, und zwar direkt mit einem der bizarrsten Einstiegssätze, die mir bislang in einem Buch begegnet sind:
"Ich nestelte an meiner Perlenkette und fragte mich, ob ich nicht doch zu elegant für die Party angezogen war, als ich aus dem Taxifenster schaute und Mom sah, die gerade einen Mülleimer durchwühlte."
Damit beginnt ein ebenso humorvoller wie berührender Rückblick auf eine Kindheit in einer ebenso sonderbaren wie bettelarmen Familie. Ihr Vater ist ein intelligenter, kreativer, aber unangepaßter Querkopf, der keinen Job lange behält, sondern sich eher mit Gelegenheitsarbeiten und Glückspiel durchschlägt, und immer weiter in die Fänge des Königs Alkohol gerät, während ihre Mutter eine egozentrische Künstlernatur ist, die Verantwortung oder Verpflichtungen als Einschränkung ihrer Persönlichkeit ansieht. Beiden Elternteilen ist gemein, daß sie das Leben als großes Abenteuer betrachten, das ungebunden gelebt werden will, was zur Folge hat, daß sie staatliche Hilfen ablehnen und so gemeinsam mit ihren vier Kindern Stück für Stück auf der sozialen Leiter nach unten fallen. Ein ruhiges Leben ist so gut wie unmöglich; häufig kommt es zu fluchtartigen Ortswechseln, wenn mal wieder die Geldeintreiber hinter der Familie her sind. Es dauert daher recht lange, bis die Kinder begreifen, daß ihre Familie anders ist als die anderen - und noch ein wenig länger, bis ihnen klar wird, daß sie für ein Leben nach eigenen Vorstellungen nicht gerade die idealen Voraussetzungen mitbringen. Trotz des Hungers und manch brenzliger Situation bezeichnet Jeannette Walls ihre Kindheit als "glücklich", und das glaubt man auf jeder Seite, dank der einfühlsamen Beschreibungen ihrer Eltern und Wohnorte, den teils naiven Gedankengängen, die sie während bestimmter Situationen hatte und natürlich dem sarkastischen Unterton, mit dem die erwachsene Jeannette Walls rückblickend die Ereignisse oder die Erläuterungen ihrer Eltern kommentiert. Wenn man dieses Buch lesen möchte, braucht man eine Vorliebe für skurrile Situationen, die das Leben Jeannette Walls in die Feder diktiert hat. Man liest nicht alle Tage, daß sich ein Mädchen aus Geldmangel seine eigene Zahnspange bastelt oder daß die Eltern einer Frau, die an der Park Avenue lebt, das Leben von Obdachlosen führen. Oder auch die Anekdote über die von ihr während einer Vorlesung geäußerten Theorie, daß einige Leute in sozialer Armut leben, weil sie es genau so haben wollen, woraufhin ihre Professorin derart entrüstet aufbraust, daß sie ihre Äußerung kleinlaut wieder zurückzieht.
Ein entwaffnend offenes Buch, das eher unterschwellig zum Nachdenken über Werte und Menschenbilder anregt. Kann ich empfehlen :-D
Gruß
Skywise

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 4. Aug 2013, 17:24
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,
ich möchte Euch die Biographie "Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht" von Oss Kröher empfehlen, die erst vor wenigen Wochen, Anfang Juli 2013, im Spurbuchverlag erschienen ist. Ich weiß, dass wir viele Freunde alter Volkslieder unter uns haben, für die wird das Buch ein Leckerbissen sein. Der Verlag schreibt über das Buch:
Vom Zauber schöner Lieder seit ihrer Kindheit besessen, hatten die Kröhers hunderte davon schon über drei Jahrzehnte zusammengetragen und gesungen - als da waren: Lieder der Handwerksburschen auf der Walz, Tanzweisen der Kosaken, Cowboysongs, Shanties der Seeleute auf den Weltmeeren, Balladen französische Amouren, Partisanenlieder, Freiheitsgesänge, Arbeiterlieder, und viele mehr.

Der Vollbluterzähler schildert auf über 300 Seiten sein Leben als Lehrer an amerikanischen Schulen und als Handelsvertreter auf den Straßen des Wirtschaftswunderlandes. Dazu die Heirat, den Hausbau und die Geburt zweier Söhne. Stets hört der Leser aus dem Hintergrund die Musik jener Tage, Calypsoweisen und Skifflejazz, Big Band-Sounds und Lagerfeuerromanzen.
Quelle: Spurbuchverlag

Lieben Gruß,
Marc

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 24. Feb 2014, 07:43
von Nicky
Ihr Lieben,
ich lese gerade „Geliebter Schmerz“. Nein, hier handelt es sich nicht um die Fortsetzung von Shades of Grey, sondern um das zweite Buch von David Wonschewski. :-)
David ist euch vielleicht schon als Forumsmitglied und Herausgeber vom „achtel Lorbeerblatt“ bekannt. Am Freitag hatte ich das Vergnügen mit Rike zusammen eine Lesung von David in Hamburg zu besuchen. Obwohl es nur ein kleiner Kreis an Zuhörern war, fand ich die Lesung sehr schön. Jeder von euch, der die Möglichkeit hat, eine Lesung von David zu besuchen, sollte sie nutzen. :-)
„Geliebter Schmerz“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die mal lustig, mal mit schwarzem Humor und oft auch sehr traurig und nachdenklich machend daherkommen. Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Buch, finde es aber schon jetzt sehr gut gelungen und wirklich empfehlenswert. :-)
Alles Liebe
Nicole

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 24. Feb 2014, 12:18
von noway
@fille: Fred Vargas? Was für ein Zufall: Letzte Woche las ich den "Comic-Roman" Das Zeichen des Widders (Original: Les quatre fleuves) von Fred Vargas, der in Zusammenarbeit mit Edmond Baudoin (Illustrationen) entstand.
Und jetzt sehe ich, dass Du diesen "Ich lese zur Zeit"-Thread mit Vargas eröffnet hast ;-)

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 17. Mai 2015, 16:07
von fille
Liebe Leseratten!
Lange habe ich nichts mehr in dieses Forum geschrieben. Darum ...schubs, schubs... nach oben damit.
Zur Zeit lese ich mal wieder ein Buch von meiner geliebten Daphne du Maurier. Es heißt "Das Geheimnis des Falken" und wurde 1965 veröffentlicht.
Es ist keines ihrer berühmten Werke (wie Rebecca, Meine Cousine Rachel, Jamaica Inn usw.) aber nichts desto trotz empfehlenswert. Gewohnt spannend und anspruchsvolle englische Literatur.
Die spätestens seit "Rebecca" weltberühmte Erfolgsautorin beweist auch in ihrem neusten Roman ihre meisterliche Kunst der spannenden Unterhaltung. Die Geschehnisse in einer italienischen Kleinstadt, in der sich dramatische Ereignisse der Verganhenheit auf seltsame Weise wiederholen, verdichten sich zu einer beklemmenden Atmosphäre von Angst und Schrecken... In der Vergangenheit des italienischen Städtchens Ruffano liegt die Wurzel des Verhängnisses für Armino, den ein spontaner Entschluß in die Heimat zurückführt. Er hatte geglaubt, in einer alten römischen Bettlerin sein ehemaliges Kindermädchen wiederzuerkennen, und blitzartig war in ihm die Erinnerung an seine Kindheit in dem Universitätsstädtchen mit der Renaissance-Atmosphäre wach geworden. Er kann nicht wissen, dass sein bislang in ruhigen Bahnen verlaufenes Leben nun auf schicksalhafte Weise mt dem der alten Bettlerin verbunden wird, dass er sich in Ereignisse verstrickt, die mit seiner eigenen Familie zusammenhängen und mit jeder Stunde seines Aufenthalts geheimnisumwitterter und unergründlicher werden.


Quelle: Lovely Books
Ich würde dem Buch 5 von 5 Sternen geben. Kennt es jemand?
Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 19. Mai 2015, 22:56
von Anne1986
Hallo Marianne,
die Autorin sagt mir definitiv etwas, ich habe auch schon mal Werke von ihr begonnen zu lesen, meistens aber nicht das Durchhaltevermögen bis zum Ende gehabt. Meine Lieblingsautorin ist und bleibt Agatha Christie - ihre Kriminalromane habe ich nach der Autobiografie "Meine gute alte Zeit" noch mal gelesen, unter einem ganz anderen Blickwinkel - wobei ich sicher viele, aber immer noch nicht alle Krimis kenne. Im Moment bleibt mir leider nicht viel Zeit zum Lesen, außer natürlich die Fachliteratur für meine Abschlussarbeit! Aber ich freue mich schon auf den Sommerurlaub, allein schon bei der Fahrt wird ein schönes Buch verschlungen!
Viele liebe Grüße,
Anne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 18. Jun 2015, 17:53
von fille
..."Herbstblond" von Thomas Gottschalk
Vielleicht ist es so, dass man am meisten Spaß an dem Buch hat, wenn man in den 50-ern geboren wurde. Und vielleicht noch besser, wenn man in Bayern (im Großraum München) aufgewachsen ist. Ich weiß es nicht!
Das Buch ist locker, flockig geschrieben. Nicht zu ernst, aber echt. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugend im oberfränkischen Kulmbach, als Sprössling einer niederschlesischen Flüchtlingsfamlie. Auch ernste Momente werden nicht ausgelassen. Dann wie er zum "Studieren" nach München gekommen ist, aber von Anfang versucht hat, beim Bayerischen Rundfunk reinzukommen.
Viele Dinge fallen einem wieder ein, die man schon ein bisschen vergessen hatte. Auch wenn ich keine Bravo-Leserin war und Perry Rhodan noch nie zu meiner bevorzugten Literatur gehörte, gibt es manches Deja-Vu.
Tatsache ist, dass wir (Benny und ich) sehr viel Spaß an Thommys Biographie haben. Er gehörte ja seit dem 70-er Jahren zu unserem Alltag und brachte angenehm frischen Wind ins Radio. Sendungen wie "Pop nach Acht", "Thommys Radioshow" usw. haben uns durchs junge Erwachsenenleben begleitet. Er war mir so vertraut, dass ich ihn beinahe mal gedankenlos mit "Servus" begrüßt hätte, wie er mir in München mal über den Weg gelaufen ist.
Ich erinnere mich heute noch an seine Sprüche und kleinen (unsinnigen) Gedichte. Gab es morgens die Schlagzeile, dass Gorbatschow und Reagan sich treffen, eröffnete Gottschalk seine Sendung am Nachtmittag mit: "Macht bei uns das Wetter Zoff, kommt nach Reagan Gorbatschow". Ja, man muss nicht alles so ernst nehmen.
Später haben wir alle zwei Wochen seine Fernsehsendung "Na sowas" im bayerischen Rundfunk angeschaut. Und wir waren enttäuscht, als er "Wetten dass..?" übernahm. Damit hatte er etwas von seinem Wesen aufgegeben. Aber er hat es ja dann doch gut gemacht.
Gottschalk hat viel zu erzählen. Er hat alles getroffen, was Rang und Namen hat. Das Buch liest sich flüssig. Er ist nicht nur ein guter Entertainer, er kann auch gut schreiben. Er war und ist ein bodenständiger Typ.
Liebe Grüße, Marianne



Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 29. Sep 2015, 20:38
von Rex2005
"Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin" - von Thommie Bayer.
Ich hatte mir das Buch in einem Laden eher aus Mangel an Zeit für längeres Suchen einfach vom Grabbeltisch gegriffen. Der rote Umschlag stach ins Auge, das Buch klein und handlich und der Titel auch nicht uninteressant.
Laut Umschlag ist der Bayer Maler, Liedermacher und Schriftsteller. Thommie Bayer ist ja denn doch eher ein Allerweltsname, da fragt man doch den, der es wissen muss - und wie vermutet, hat Sky natürlich schon mal was vom Bayer im Plattenbau gespielt und für die nächste Sendung notiert (Plattenbau-Hörer wissen, dass man bei Sky Musikwünsche abgeben kann, dazu ist nur rechtzeitiges Erscheinen im Chat erforderlich ;-) )
Kurzum - das Buch ist das, was man leichte Lektüre nennt, liest sich gut weg und das Lesen macht Spaß. Habe mich zwar zu Anfang etwas erschrocken, als eine sprechende Katze ins Spiel kam aber die Geschichte driftet dadurch nicht ins Alberne ab. Katzenfreunde wird´s gefallen, die Katze heißt übrigens Isso, vom Erzähler so genannt, weil sie auf seine Fragen oft mit: "is so" antwortet. Man kann in diese Geschichte eine Menge hineinpacken, von großen philosophischen Gedanken über´s Leben, Verdrängen von Problemen, Einsamkeit usw. Man kann aber auch einfach nur der leichten Erzählweise folgen und in die beschriebene Landidylle eintauchen. Allemal gut für ein gemütliches Stündchen auf der Gartenliege in der Herbstsonne ...
Bayer hat einen kurzweiligen Schreibstil, wenn seine Songtexte auch so sind, lohnt es sich vielleicht auch seine Lieder zu hören ...
LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 15:56
von Gesch
hallo rex,
gerade dieser tage ist ja wieder viel die rede davon, wie gut zusammengewachsen ist, was zusammen gehört, wie willy brandt seinerzeit dozierte. dass jemand mit interesse an liedermachern thommie bayer nicht kennt, ist für mich nur erklärbar durch die tatsache der späten geburt oder als folge eingeschränkter kultureller sozialisation. ich nehme mal an, dass du dich bei wikipedia oder google zu informieren wusstest und inzwischen mehr in erfahrung bringen konntest, sofern du es wolltest. es gab in den 70er jahren in ergänzung der namhaften barden degenhardt, süverkrüpp, mey, wader, hüsch, neuss und biermann sicher zwei dutzend (wenn nicht drei oder vier), die dieses genre der liedermacherei im westen des deutschsprachigen mitteleuropa mehr oder weniger peripher bereichert haben (biermann rechne ich mal im westen dazu, weil er offiziell ja im osten nichts veröffentlichen durfte). thommie bayer gehörte genauso dazu wie beispielsweise bernhard lassahn, der sich ebenfalls als schriftsteller profilieren konnte, ferner etwa jürgen slopjanka, frank baier, erich virch, fred ape, burkhard ihme oder - ganz peripher - meine wenigkeit..., bekannter waren da schon walter mossmann, christof stählin, schobert und black, joana, ulrich roski, irgendwann auch konstantin wecker und klaus hoffmann, dann waren da noch lerryn, lothar von versen, ulrik remy, günter gall, thomas felder, buki aus freiburg, der liederschmidt, bernd köhler (schlauch), ekkes frank, knut kiesewetter, fredl fesl oder willy michl, um das spektrum mal breiter zu ziehen und die kollegen aus österreich oder der schweiz grundlos gänzlich unerwähnt zu lassen. in der ag song waren, glaub ich, mehrere hundert in der kartei... sky hätte viel zu spielen und kaum zeit für newcomer, was sicher nicht sinnvoll wäre. jeder von ihnen hat hörenswerte lieder gesungen. wer sich in einer bestimmten zeit für das genre interessiert hat, kennt die namen wohl auch noch und es lohnt sich sicher mal zu schauen, wer noch aktiv ist...
herzlich
gerd

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 16:58
von Helmut
Ich möchte euch erzählen, dass ich bei Thommie Bayer ganz andere Assoziationen habe:
Ich erlebte Thommie Bayer am 26. September 1980 in einer Münchner Kleinkunstbühne irgendwo in der Nähe vom Rosenheimer Platz.
Es war für uns für längere zeit das letzte Konzert. Kurze Zeit später wurde unsere 1. Tochter geboren.
Warum ich das Datum so genau weiß? Während der Vorstellung hörten wir ständig Autos mit Martinshörner vorbeifahren. Auf dem Nachhauseweg hörten wir im Autoradio, dass auf dem Oktoberfest ein Bombenattentat statt gefunden habe.
Ich weiß zwar noch, dass Thommie Beyer seine bekannten Lieder gespielt hat, mehr aber nicht mehr, das Andere ist mir aber im Gedächtnis geblieben.
Thommie Bayes LP "Abenteuer" hab ich immer noch zuhause.
Übrigens, vor ein paar Jahren las ich von Thommie Bayer "Das Aquarium". Hat mir gut gefallen


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 20:05
von Rex2005
Hallo Gesch

.... dass jemand mit interesse an liedermachern thommie bayer nicht kennt, ist für mich nur erklärbar durch die tatsache der späten geburt oder als folge eingeschränkter kultureller sozialisation.

mein Interesse an der Liedermacherei betreibe ich nicht als Hochleistungssport und meine kulturelle Sozialisation ist auch mit Sicherheit nicht eingeschränkt. Ich hatte in diesem Thread lediglich (und vor allem kurz ) etwas zu dem Buch schreiben wollen. Mir war nicht klar, dass jemand wie du hier einen geballten Aufsatz über die Einordnung des Schriftstellers in die LM-Szene erwartet. Falls jemand unter so einem Thread alles über Katzen, Katzenrassen, Katzennamen, Katzenkrankheiten, Katzenallergien etc dokumentarisch aufgelistet erwartet , den verweise ich denn schon mal vorsorglich auf Wikipedia, das Web und ...fragt Geisch, kulturell sozialisiert , tierisch sicher auch :-D

LG
Rex2005

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 21:24
von Gesch
dann eben nich, liebe tante, heiraten wir eben den onkel, dann sind wir auch verwandt...
soviel zum thema zusammenwachsen...
is wohl schwieriger, als willy vermutet hat, wenn schon versuche, zum ausgleich eingestandener defizite bzw wissenslücken, über westliedermacher vergangener zeiten aufzuklären, quasi als einmischung in die pflege der eigenständigen kultureller identitäten zurückgewiesen wird. wird mir bei dir nicht mehr unterlaufen...

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 21:47
von Benutzer 76 gelöscht
Hallo Rex,
vielen Dank für den interessanten Lektüre-Tipp!
Lieben Gruß!
Marc
PS.: Vielen Dank auch an Helmut für die bewegende Erinnerung!
PPS.: Und vielen Dank an Gerd für die Teilhabe an Deiner intellektuellen Selbstbefriedigung!

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 22:30
von Nicky
@Gesch: wo dir doch rex schon soviel tierisches wissen zutraut bring ich doch auch gleich mal ein tier ins spiel. ;-)
"Manchmal ist sein wissen teilen auch einfach nur wie perlen vor die saeue werfen... ;-) "
ich kannte t.bayer auch nicht. Kann mich aber trotzdem drueber freuen, wenn mich jemand ueber was aufklaert, das ich nicht kenne. :-) danke :-)
Das leben kann manchmal so einfach sein....
Liebe gruesse
Nicole

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 23:05
von Benutzer 141 gelöscht
Was lese ich zur Zeit, weil ich aufgrund aktueller Ereignisse darauf verfallen bin, dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen?
Von Paul Watzlawick:
"Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien"

Liebe Grüße
Barde :barde:
P.S
Nach dieser Niederschrift an einen unbekannten Ort verreist :flücht:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 1. Okt 2015, 06:47
von Nicky
Ihr Lieben,
ich kehr dann auch mal wieder zum eigentlichen Thema zurück…..
Ich lese zur Zeit „We shall overcome“ die Biographie von Joan Baez.
Das Buch ist aus den achzigern und beim lesen so mancher Zeile habe ich mich gefragt, ob Joan Baez das heute knapp dreißig Jahre später alles auch noch so sieht, bzw. so schreiben würde.
Wohl ein Grundproblem bei Leuten, die Ihre Biographie schon in recht jungen Jahren schreiben……
Aber trotzdem ist es ein Buch, prall gefüllt mit Begegnungen und Offenbarungen, die vermutlich nicht jeder Künstler so von sich Preis geben würde. Mit jeder Seite die ich lese wächst meine Bewunderung für diese „Künstler-Legende“
Ein spannendes Leben und eine spannende Frau.
Alles Liebe
Nicole

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 21. Nov 2015, 14:42
von fille
.... Lonesome Traveller von Jack Kerouac.
Besser gesagt, ich versuche es auf Englisch zu lesen.
Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Reisen Ende der 50-er in USA, Mexiko, Marokko, Frankreich und England beschreiben.
Jack Kerouac ist ein Pioneer der Beat-Generation (literarisch) und ich habe ihn in einer Sammlung von Reisebeschreibungen über Südfrankreich entdeckt. Sein berühmtestes Buch war wohl On the Road.
Und hier ein Zitat von ihm, das mir besonders gefällt:
Some people are so poor.
All they have is money.

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 25. Nov 2015, 22:42
von MichelS
Doktor Sleep von Stephen King, die Fortsetzung von Shining. Ob es gut ist, sag ich dann noch. Bin erst auf Seite 80. :)


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 27. Nov 2015, 09:20
von Westwind
Ich lese gerade Roger Willemsen: "Das Hohe Haus".
Roger Willemsen hat sich ein Jahr lang als Zuhörer auf die Besuchertribüne des Berliner Reichstages gesetzt, was ich an sich schon als eine enorme Leistung ansehe, und dann über seine Eindrücke ein Buch geschrieben. Einige Seiten habe ich noch zu lesen, aber irgendwie stellt sich mir jetzt schon immer mehr die Frage, wer es überhaupt noch verdient hat, von mir gewählt zu werden.
An einer Stelle im Buch zieht er folgenden Vergleich:
"So entwickeln sich die Abgeordneten allmählich zu Charaktermasken. Wie die handelnden Personen im Kasperletheater erfüllen sie die Aufgaben ihrer Rollen-Charaktere: Gretel, Polizist, Teufel, Hanswurst, Krokodil."
Natürlich fiel mir gleich das entsprechende Lied von Reinhard Mey ein, der es damals so formulierte:
„ Du glaubst, da regier‘n Menschen mit Charakter und Profil,
Doch wenn du hinsiehst, sind‘s Gretel und Kasperle, Großmutter, Wachtmeister und Krokodil. “
Roger Willemsen beschreibt aber nicht nur das Verhalten der Politiker während der Debatten, sondern zieht auch Vergleiche zu dem, was jeweils zu den Debatten-Themen in den Medien geschrieben steht oder gesendet wird, oder schaut auch mal auf politische Ereignisse und Aussagen aus der Vergangenheit.
Insofern ein für mich lesenswertes Buch, das meine Zweifel an der Seriosität des Bundestags-Palamentes allerdings eher bestärkt als entkräftet.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 14:53
von Helmut
Lieber Georg
Zugegeben, ich kenne das Buch nicht. Ich finde es aber sehr befremdlich, wenn sich ein politisch interessierter Mensch überhaupt ein Jahr lang in den Reichstag setzt und andererseits daraus seine Rückschlüsse auf die Parlamentarier und ihre Arbeit zieht.
Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.
Einem Liedermacher sei dies zugestanden, einem Journalisten nicht.
Liebe Grüße
Helmut

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 15:08
von Westwind

Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.

Wer behauptet denn, daß Willemsen das nicht weiß ?
Und wo gibt es einen Anspruch auf Objektivität ?
Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger. Den Ausschüssen konnte er ja nunmal nicht beiwohnen.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 17:38
von Helmut
Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger.

Genau das ist es, was ich nicht als enorme Leistung empfinde. Es befremdet mich, dass er sich nicht bemüht hat, sein Urteil. das er ja gefällt hat, auf andere Art und Weise zu begründen. Die Zeit hätte sinnvoller genützt werden können.
Ich hab den Eindruck, da will einer mit einem Blick durchs Schlüsselloch das Geschehen im Zimmer zu einem Buch verarbeiten.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 30. Sep 2016, 23:13
von Westwind
Ich lese zur Zeit:
"Laufen, Essen, Schlafen" von Christine Thürmer.
Die Autorin beschreibt in dem Buch ihre Erlebnisse während ihrer monatelangen Wanderungen auf dem "Pacific Crest Trail" (4277km), dem "Continent Divide Trail" (4900 km) und dem "Appalachian Trail" (3508 km).
Das Buch hat mich gepackt ich schau mir parallel dazu auch in den Mediatheken Dokumentationen über die Trails an. Beeindruckend.

Irgendwann vor diesem Buch las ich "Tosende Stille" von Janice Jakait, der Frau, die über den Atlantik gerudert (!) ist.
Ich bewundere den Mut der Menschen, die monatelang so radikal aus dem gewohnten Leben ausbrechen und teilweise ihre Jobs aufgeben, um solche extremen Dinge zu tun. Meine erste Frage wäre immer, wie sie sich das leisten können und ob sie keine Miete bezahlen müssen. Vielleicht wirkt es auf mich auch nur so radikal, weil ich es selbst noch nie probiert habe....
Aber scheinbar geht alles, wenn man nur wirklich will.
Viele Grüße,
Georg

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 3. Nov 2016, 21:45
von Westwind
Ich las innerhalb der letzten 4 Tage:
Reinhold Messner: Der nackte Berg (Nanga Parbat).
Das Buch habe ich verschlungen und finde es sehr beeindruckend.
Gruß
Georg

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 3. Nov 2016, 22:41
von Carsten K
Ich lese gerade den Roman LEBT von ORKUN ERTENER, der eigentlich TV-Krimi-Drehbuchautor (mehrere Tatorte und Grimme-Preis für "KDD-Kriminaldauerdienst") und Ehemann einer früheren Marburger Kollegin ist... Ich hab das Buch vor ein paar Wochen gekauft, als ich in Marburg war (wo Orkun Ertener studiert hat). Liegt das Buch auch in Buchhandlungen anderer Städte aus? Würde mich echt interessieren, hier in Berlin hab ich es noch nirgendwo gesehen...
Jedenfalls, es geht u. a. um jüdisch-muslimische Kultur im heute "christlichen" Thessaloniki (Griechenland) und um die deutsche Geschichte (Kriegsverbrechen) dort... Sehr spannend und sehr bewegend, auch wenn ich den Einstieg in den Roman (Wer ist wer? Wo bin ich gerade?) schwierig fand. Doch das Einlesen lohnt sich, und der Roman ist mehr als Krimi-Drehbuch oder -Serie...

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 9. Nov 2016, 19:59
von Charlotte
Hallo Westwind,
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.
LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 10. Dez 2016, 13:01
von fille

... mal wieder "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist.
Nachdem kürzlich eine hochgelobte Verfilmung im Fernsehen gesendet wurde, die mich aber etwas enttäuscht hat, habe ich die Novelle, die als Reclam-Heftchen in meinen Regalen schlummerte, wieder mal herausgeholt.
Vor Jahrzehnten hat mich die Geschichte schon fasziniert. Die Geschichte eines Mannes, dem Unrecht geschehen ist und der zuerst alles versucht, sein Recht legal zu bekommen und der, nachdem er es nicht bekommt, vollkommen maßlose Rache nimmt. Er greift zur Selbstjustiz und wird zum Mordbrenner. Zum Schluss bekommt er Gerechtigkeit, aber zu welchem Preis?
Eine Geschichte, die alt ist und immer wieder neu.
Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 14. Dez 2016, 00:15
von Westwind
.... "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad.
Manche Bücher wie "Animal Farm", "Childhood's End", "Of Mice and Men" oder "Watership Down" lese ich lieber im Original, aber bei diesem Buch habe ich mich doch für die deutsche Übersetzung von "Heart of Darkness" entschieden.
Dabei frage ich mich, warum wir in der Schule nicht mal solche Sachen gelesen haben. Neben "Faust" mußten wir für mich so uninteressantes Zeug wie "Fräulein von Scuderi", "Woyzeck", "Mutter Courage", "Maria Stuart", "Kleider machen Leute" oder "Der gute Mensch von Sezuan" lesen. Weitere Werke habe ich sicherlich verdrängt. Natürlich war das teilweise auch Weltliteratur, aber damals für mich eben stinklangweilig, wo es bestimmt auch andere Literatur gegeben hätte, die mich mehr interessiert hätte. Aber Schule ist eben ein Thema für sich.
Wie auch immer: Über "Herz der Finsternis" wurde ich irgendwann mal nur durchs Hörensagen aufmerksam. Das Buch stand seit Jahren auf meiner Liste. Es geht kurz gesagt um die Ausbeutung der Bodenschätze Afrikas (Belgisch-Kongos) und die Unterdrückung der Einheimischen zu Hochzeiten des Kolonialismus. Bin erst am Anfang des Buches und kann somit noch keine Inhaltsangabe liefern.

Charlotte schrieb:
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.


Ja, "In eisigen Höhen" wird eines meiner nächsten Bücher sein. Den Film habe ich nicht gesehen, er interessiert mich auch erstmal nicht. Frühestens, wenn ich das Buch gelesen habe.
Gruß
Georg

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 11. Jan 2017, 09:55
von Westwind
….
„Scham – die tabuisierte Emotion“ von Stephan Marks.
In dem Buch werden zunächst verschiedene Arten von Scham klassifiziert, beschrieben und anhand von Beispielen dargestellt, wie sie jeweils erlebt bzw. bewußt provoziert werden.
Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, in wie vielen Bereichen des Lebens Schamgefühle sowohl individuell als auch gesellschaftlich auftreten, bzw. in der Geschichte der Menschheit in verschiedenen Kulturen damit umgegangen wurde.
Beim letzten Teil des Buches bin ich noch nicht angelangt, aber laut Überschrift geht es um den konstruktiven Umgang mit Scham.
Gespickt mit sehr vielen Beispielen und Statistiken ist das Buch aus meiner Sicht sehr lesenswert. Der Autor scheint sich wirklich Mühe gegeben zu haben, Informationen aus so vielen unterschiedlichen Quellen gesammelt zu haben, hält sich aber mit eigenen Ansichten auch nicht zurück. Es entsteht leicht der Eindruck, daß Scham das dominierende Gefühl im menschlichen Zusammenleben sein könnte. Andererseits schimmern Aspekte der Psychologie in den Beispielen auch immer mit durch.
In einem Buch können nicht alle Themen behandelt und beschrieben werden. Mir fehlt bisher aber bei dem Thema Scham in dem Buch bisher aber komplett der Querverweis zum Thema Angst. Vielleicht vermisse ich es, weil ich erst vor kurzem Fritz Riemanns „Grundformen der Angst“ gelesen habe. Es hängt ja Vieles zusammen, und es ist aus meiner Sicht immer schwierig, aus allen Zusammenhängen ein Thema herauszufiltern, wie es hier geschieht. Es gibt zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis, aber es wird (bisher) nicht explizit auf andere Literatur verwiesen.
Wie auch immer, ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Noch ein Nachtrag zu „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, was ich zuvor las. Das Buch werde ich eventuell nochmal lesen müssen, um es irgendwie schätzen zu können. Irgendwie finde ich da keinen Zugang. In die düstere Stimmung, die der Autor gefühlt in fast jedem dritten Satz aufzubauen versucht, kann ich mich nicht reinversetzen, die kommt bei mir einfach nicht an. Ich dachte immer noch, da passiert noch irgendwas an spannenden Dialogen oder Beschreibungen, wenn schon mal ständig vom „Grauen“ die Rede ist, aber irgendwann war dann einfach Schluss.
Gruß Georg
:georg:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 26. Jan 2017, 11:15
von Westwind
.... „Die Oktave – Das Urgesetz der Harmonie“ von Hans Cousto.
Ausgehend von den Zusammenhängen einer Oktave und den Obertonfrequenzen geht es in dem Buch hauptsächlich um Schwingungen, wie sie im Makro- und im Mikrokosmos wirken, wie sie gezielt verwendet werden und wo sie im Alltag und natürlich auch in der Musik erscheinen.
Der Autor schwingt den Bogen über unser Sonnen- und somit Planetensystem und irdische Zusammenhänge in physikalischem und (bio-)chemischen Bereichen (u.a. Akupunktur) über musikalische Aspekte im westlichen und asiatischen Raum bis hin zur Mythologie, Sexualität, Religionen und zu Chakren.
Obwohl es so viele unterschiedliche Bereiche anschneidet, ist das Buch doch relativ kompakt gehalten und ist an einigen Stellen schon ziemlich wissenschaftlich.
Ich habe eine Ausgabe der 4.Auflage aus dem Jahr 1992. Inzwischen wurde der Inhalt noch überarbeitet und ergänzt.
Weitere Beschreibungen sowie das Buch in Form einer pdf-Datei finden sich unter Die_Oktave bei Planetware
:georg:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 22. Apr 2017, 13:08
von Westwind

Charlotte schrieb:
Hallo Westwind,
dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.
LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.

Ich las neulich besagtes Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Es war sehr beeindruckend.
Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer nahm 1996 an einer von mehreren zeitgleich stattfindenden Expeditionen auf den Mount Everest teil und wurde Zeuge der dramatischen Umstände, unter denen einige Bergsteiger ums Leben kamen.
Neben den erschütternden Ereignissen umreißt Krakauer aber auch die Geschichte der ersten Everest-Besteigungen. Die abgedruckten Photos lassen einen Flachland-Tiroler wie mich nur erahnen, um welche Dimensionen es sich handeln mag, in die sich die Bergsteiger vorwagen.
Der Ausgang der Katastrophe ist bekannt, der 2015 erschienene Film "Everest" war ein kommerzieller Erfolg und belebte noch mal die Verkaufszahlen des Buches.
Krakauer beschreibt die kommerziellen Expeditionen, bei denen auch unerfahrene Bergsteiger, die physisch und psychisch den Herausforderungen teilweise nicht gewachsen sind, von Bergführen möglichst bis auf den Gipfel begleitet werden, zwar mit einer gewissen journalistisch kritischen Distanz, aber er kann sich der Faszination der Bergwelt doch nicht entziehen.
Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Mit der Bergsteigerei in solchen Höhen kann ich selber nicht viel anfangen, aber ich kann ansatzweise nachvollziehen, was manche Menschen antreibt, solche Herausforderungen anzugehen und die eigenen Grenzen auszuloten. Mir persönlich reichte es vollkommen, mal auf den Gran Cir am Grödner Joch in Südtirol "geklettert" zu sein. Und wenn ich dann den ein oder anderen Hügel mit dem Rad erklimme, genieße ich auch das Gefühl, den Berg ohne abzusteigen erklommen zu haben ;-).
Den Film werde ich mir nicht anschauen. Da habe ich mir den Trailer angeschaut, und das war für mich abschreckend genug.
Das Buch hingegen kann ich - auch bzw. insbesondere auch für Nicht-Bergsteiger - empfehlen.
Georg

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 10:56
von Westwind

"Edelweißpiraten" von Fritz Theilen aus dem Jahr 1984.
Das Buch habe ich vor ca. 15-20 Jahren irgendwann mal gelesen, und nun in einem Antiquariat wiederentdeckt.
Fritz Theilen beschreibt in dem Buch seine Zeit als Jugendlicher in Köln zur NS-Zeit. Die Hitlerjugend rigoros ablehnend und bereits aus dem Deutschen Jungvolk rausgeworfen, fand er Gleichgesinnte, mit denen er sich regelmäßig traf. Einige der Gruppen bzw. deren Angehörige nannten sich "Edelweißpiraten", sie entstammten ideologisch der 1933 verbotenen Bündischen Jugend. Im November 1944 wurden einige Mitglieder der "Ehrenfelder Gruppe" ohne Gerichtsurteil in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehenkt.
Die Edelweißpiraten kämpften jahrzehntelang nach dem Krieg um öffentliche Anerkennung ihrer Rolle als Widerstandskämpfer. Von den Behörden und auch von weiten Teilen der Bevölkerung wurde ihr Handeln allerdings kritisch beäugt. Um nicht von der Gestapo geschnappt, verhört und gefoltert zu werden, lebten einige in der Illegalität. Um zu überleben, klauten sie demzufolge auch Lebensmittel. Sie halfen Juden, desertierten Soldaten und geflohenen Zwangsarbeitern, sie verteilten Flugblätter und versuchten, Nachschubtransporte für die Front zu sabotieren.
Seit den 80er Jahren wurden sie nach und nach rehabilitiert. Als Widerstandskämpfer wurden sie zwar teilweise anerkannt, dennoch gab es dazu immer wieder Diskussionen, ob sie wirklich Widerstandskämpfer oder eher Kriminelle waren. Zu dieser Zeit schrieb Rolly Brings das Lied "Edelweißpiraten", welches durch die Bläck Fööss in einer gekürzten Form und mit veränderter Melodie zu höherer Bekanntheit gelangte. Die offizielle Anerkennung als Widerstandskämpfer erfolgte letztendlich erst im Jahr 2005.
Franz-Josef Degenhardts Lied "Die Ballade vom Edelweißpiraten Nevada-Kid" befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.
Im Jahr 2004 kam ein Film mit dem Titel "Edelweißpiraten" von Niko von Glasow ins Kino. Edelweißpirat Jean Jülich begleitete die Arbeiten an Drehbuch und Film. Ich fand es klasse, daß das Thema auch in einem Film aufgenommen wurde, jedoch fand ich die Umsetzung des Films sehr schlecht. Im Vordergrund des Films stand eher eine Liebes-Dreiecks-Geschichte. Die Motive und die Handlungen der Edelweißpiraten rückten dabei stark in den Hintergrund. Wirklich schade, wie ich finde. Das Thema ist so vielschichtig, daß da viel mehr geschichtliche Aspekte und sogar Fakten hätten beleuchtet werden können.
Fritz Theilen überlebte unter anderem, weil ihm keine unmittelbare Zugehörigkeit zu den Edelweißpiraten nachgewiesen werden konnte. Andere Edelweißpiraten fürchteten nach dem Krieg Repressalien und verschwiegen ihre Zugehörigkeit. Erst in den 70er Jahren begann eine mediale Aufarbeitung der Geschehnisse um die Edelweißpiraten. Fritz Theilen gehörte zu den Ersten, die sich in der Öffentlichkeit dazu äußerten.
In der Berliner Zeitung gibt es einen zusammenfassenden Artikel: =>Berliner Zeitung - Edelweißpiraten
Georg :georg:

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 8. Jun 2017, 18:31
von Nicky
Ihr Lieben,
ich lese zur Zeit, bzw. habe schon zu Ende gelesen: „Zwischen zwei Leben“ ein Buch von Guido Westerwelle.
Ich bin nie ein großer Westerwelle Fan gewesen, sondern habe ihn eher neutral beobachtet. Einige Dinge fand ich gut, andere eben nicht. Das ist meine Ansicht zu sehr vielen Politikern.
Was Guido Westerwelle allerdings von den anderen Politikern unterscheidet ist, dass er sich durch seine Leukämieerkrankung sehr gewandelt hatte. Aus dem „arroganten Großmaul“ ist ein demütiger, dankbarer Mensch geworden, der nach seiner Erkrankung erstaunliche andere Prioritäten gesetzt hat. Schade, dass sein Leben nach dieser Erkenntnis zu schnell zu Ende ging.
Für mich als angehende Krankenschwester war es nicht nur interessant zu lesen, wie sich der Politiker Westerwelle verändert hat, sondern auch wie diese Krankheit aus Sicht eines Patienten erlebt wird. Und da ist es völlig egal, was man in seinem 1. Leben mal war....
Meine nächste Station in meiner Ausbildung wird die Hämatologie sein. Und ich bin mir sicher, dass dieses Buch dazu beigetragen hat die Dinge nochmal aus anderer Sicht zu sehen......
Das Buch ist recht einfach geschrieben und mit seinen 250 Seiten auch nicht außergewöhnlich dick. Auf jeden Fall aber zu empfehlen, weil es lange nachklingt......
Alles Liebe
Nicole

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 19. Jul 2017, 15:07
von Westwind
Hallo zusammen,
ich lese zur Zeit mal wieder ein paar alte "Micky Maus" - Hefte aus den Jahren 1976-1982. Dank einer Internetverkaufsplattform konnte ich mal irgendwann diese Jahrgänge vervollständigen, nachdem mir von damals viele Hefte fehlten oder sie in einem sehr schlechten Zustand waren.
Am liebsten habe ich immer die Geschichten mit Donald Duck, Tick, Trick und Track, Onkel Dagobert, Gustav Gans, den Panzerknackern, Mac Moneysac, Klaas Klever und Gundel Gaukeley gelesen. Und davon am liebsten die Fortsetzungsgeschichten wie z.B. "Die Hungerblockade" oder "Die sieben Städte von Cibola".
Die Micky- und Goofy-Geschichten haben mich fast nie interessiert. Etwas bereue ich es, daß ich Ende der 80er Jahre ca. 30-40 "Lustige Taschenbücher" auf dem Trödelmarkt verscherbelt habe. Aber die Hefte habe ich von damals eben noch.
In den "Entenhausen Edition" - Donald - Bänden, die es seit einigen Jahren gibt, sind viele Geschichten aus den Anfangszeiten noch einmal verlegt worden. Und in manchen Arztpraxen liegen heute ja auch aktuelle Micky Maus Hefte, wo ich auch immer wieder gerne reinschnuppere.
Interessant dabei ist, wie in die Comics die Sprache und manche Sprüche und Zitate aus den jeweiligen Epochen eingeflossen sind. Ich erinnere mich an Zeiten der Neuen Deutschen Welle, wo dann in irgendeiner Sprechblase "Völlig losgelöst" zu lesen war.
Was mich an mir selber stört, ist, daß ich heutzutage viel mehr auf den Text fixiert bin und diesen meistens relativ zügig durchlese. Das passiert unbewußt, daß ich immer schneller werde, bis ich es merke und mich mal wieder ausbremse. Früher hatte ich mir viel mehr Zeit genommen, auch die Bilder mit allen Details zu betrachten. Vermutlich schlägt da zu sehr der Alltag durch, in möglichst wenig Zeit möglichst viele Informationen aus einem Text zu ziehen. Mein Fazit daraus: ich achte bewußter darauf, die Geschichten mit Muße zu genießen und mitzuerleben in Schrift und Bild :-).
Viele Grüße
Georg :book:


Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 4. Jan 2018, 11:22
von Skywise
"Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens"
Ist im Oktober '17 auf dem Markt gelandet.
Das Buch enthält einige Geschichten/Anekdoten/sonstwie literarische Aufarbeitungen von Personen, bevorzugt (Klein-)Kunst- und Kulturschaffende, zu einem Titel, der diese Person besonders geprägt hat. Klingt nach einer sehr beliebigen Aufgabenstellung, Richtung Schulaufsatz. Aber die Ergebnisse lesen sich sehr spannend und abwechslungsreich. Während einer der Beteiligten sich selbst und dieses Lied mit einem Augenzwinkern in Verbindung bringt, erinnert sich ein anderer an sein erstes Lieblingslied, ein anderer versucht, den damaligen Zeitgeist nachzuzeichnen, wieder einer versucht, die Faszination zu beschreiben, die damals von diesem Stück ausging und einer pickt sich ein Lied heraus und schreibt eine kleine persönlich gefärbte Interpretation dazu. Einer wählt sein Lieblingslied, ein anderer ein eher "schicksalhaftes" Stück, das ihn dazu bewog, selbst Musiker zu werden, und ein Dritter benennt einen Song, den er mit einer bestimmten Person oder Situation in Verbindung bringt, die ihm viel bedeutet.
Zu den Hörenden ge-hören unter anderem Thommie Bayer, Marcel Brell, Georg Danzer, Sonny Hennig, Franz Hohler, Heinz Rudolf Kunze, Bernhard Lassahn, Udo Lindenberg, Tom Liwa, Annett Louisan, Manfred Maurenbrecher, Reinhard Mey, Wolfgang Niedecken, Thomas Pigor, Georg Ringsgwandl, Ernst Schultz, Stefan Stoppok, Lüül, Herman van Veen, Konstantin Wecker, Hans-Eckardt Wenzel, Pe Werner und Roger Willemsen.
Unter den Gehörten befinden sich Jacques Brel, Joni Mitchell, Franz Schubert, Louis Armstrong, F. R. David, Astrud Gilberto, Lil Wayne, Ennio Morricone, Charles Aznavour, Georg Kreisler, Little Richard, Teho Teadro & Blixa Bargeld, Giacomo Puccini, Janis Joplin, The Libertines, Joachim Ngoi & Les Troubadours du Roi Baudouin, Patty Pravo, Rocco Granata. Na ja, und 'n bißchen was von den üblichen Verdächtigen sowieso - Velvet Underground, Simon & Garfunkel, Bob Dylan, Beatles, Springsteen, Rolling Stones, Who, Kinks und so.
Gruß
Skywise

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 4. Jan 2018, 20:38
von fille

Ich habe gerade gelesen und zwar The Adventures of Huckleberry Finn. In meiner Jugend hatte ich es auf Deutsch gelesen und nun wollte ich es im Original lesen. Huck war in meiner frühen Teeniezeit der Inbegriff von Freiheit, Freundschaft und eigenbestimmten Leben
Nachdem ich im Radio gehört hatte, dass das Buch überarbeitet worden war und das Wort "Nigger" durch "Slave" ersetzt wurde, habe ich mir extra eine alte Ausgabe besorgt.
Ganz ehrlich, es ärgert mich maßlos, wenn moderne Moralapostel die Stirn haben, Klassiker umzuschreiben!
Ich habe das Buch sehr genossen und am liebsten würde ich jetzt auf einem Floß
den Mississipi runterschippern... :-)
Liebe Grüße, Marianne


Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 24. Nov 2018, 20:16
von Rex2005
Hallo

gut, dass es diesen Thread gibt und ich so nachlesen konnte, dass ich in den letzten Jahren doch ein paar Bücher gelesen hatte. Wie jedes Jahr nehme ich mir ja vor, mehr zu lesen, im Moment ist es mal wieder soweit und damit ich nicht vom Weg abkomme, habe ich mir zunächst eine Leselampe gekauft und mich mit der Frage : ist e-book lesen gemütlich befasst.

Rein zufällig habe ich bei der Suche im WWW eine Gesamtausgabe von Fallada entdeckt für nur 0,99 €, was mich zuschlagen lassen hat. Ich lese allerdings per Lap, weil ich mir noch so´n technisches Gedöns nicht kaufen will, soll sich aber besser lesen. Wie dem auch sei - ich lese zur Zeit "Jeder stirbt für sich allein". Es liest sich gut, die Schrift ist schön groß und was ich zunächst befürchtet hatte , ich muss nicht runterscrollen. Den Lap hab ich auf dem Schoß, na gut mehr oder weniger liege ich auf der Couch lang - muss also nicht die ganze Zeit den Klapperkasten halten. Insofern könnte ich mich an e-books gewöhnen.

"Jeder stirbt für sich allein" - eines der bekanntesten Werke von Fallada basiert auf einem authentischen Fall eines Berliner Ehepaares, das 1943 in Plötzensee hingerichtet wurde. Den Roman hatte Fallada in nur 4 Wochen kurz bevor er starb geschrieben und gilt als erster Roman, der in der Nachkriegszeit von einem Autor verfasst wurde, der nicht emigriert war.

In seinem Wohnhaus in Carwitz, Falladas langjährigem Wohnort, befindet sich ein Museum. Die Hans-Fallada-Gesellschaft pflegt Haus und Gründstück sowie das literarische Erbe. Hier finden regelmäßig Lesungen und Konzerte auch mit Liedermachern statt. Ich war natürlich schon öfter dort, ist ja nur um die Ecke.

LG
Rex2005

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 24. Nov 2018, 23:51
von Westwind
Jetzt, wo Rex das Thema glücklicherweise mal wieder aus den dunklen Tiefen des Archivs ans Tageslicht geholt hat, kann ich ja auch mal berichten, was ich zur Zeit lese:

"Nur keine Sentimentalitäten" von Ernst Horst.

Ich wette mal, daß das kaum jemandem von Euch etwas sagt.
Wer jedoch schon mal im Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale war, weiß genau, was ich meine und worum es in dem Buch geht. Na, wer traut sich, sich zu outen ? ;-)

Es geht darum , wie Frau Dr. Erika Fuchs Entenhausen in die deutsche Sprache übersetzt hat. Die Donald-Duck- und Onkel-Dagobert-Geschichten der 50er und 60er Jahre wurden ja maßgeblich von Carl Barks geschrieben und gezeichnet, und Erika Fuchs hat sie eben übersetzt, aber nicht wortwörtlich, sondern mit ihren eigenen Wortschöpfungen, mit ihren Erfahrungen , mit aus deutschsprachiger Literatur und Musik versehenen Zitaten und Redewendungen geschmückten Phrasen, und mit diesen Zutaten eben die Charaktere in den Geschichten (und vermutlich Generationen von Kindern und Teenagern vielleicht auch teilweise) mit geprägt.

Ich war in diesem Jahr zweimal im Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach und kann es jedem aktuellen oder ehemaligen Micky-Maus-Hefte oder Lustige Taschenbücher- oder sonstwo vorkommende Donald- oder Dagobert-Duck-Leser empfehlen, mal dort reinzuschauen.

Reinhard Mey hat sich in dem Lied "Sven" ja auch bereits geoutet, zumindest Fan von Carl Barks, Don Rosa und Erika Fuchs zu sein. Ich teile diese Phaszination um diese einschlägige Art der Literatur, auch wenn ich nicht soweit gehen würde, ein Donaldist zu werden (Auch hier wissen die Eingeweihten, um was es sich dabei nun wieder handelt ;-) ).

Im Moment bin ich dabei, meine Carl-Barks-Sammlung zu erweitern, und glücklicherweise steht ja Weihnachten vor der Tür :-).

Viele Grüße
Georg

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 2. Jun 2019, 21:23
von fille
… mal wieder einen spannenden Krimi von Fred Vargas :-)

Liebe Grüße, Marianne

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 29. Jun 2019, 21:37
von Rex2005
"Dreimal Deutschland und zurück" von Armin Mueller-Stahl.

Das Buch ist viel mehr als die Biografie eines Schauspielers, der lieber Musiker geworden wäre. Mueller-Stahl beschreibt sehr genau und differenziert Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen in einem Zeitraum von fast 80 Jahren. "Ich habe in drei Deutschlands gelebt und konnte mit keinem richtig warm werden". Liest sich sehr gut.

Ich habe Mueller-Stahl im letzen Jahr mit dem Programm "Es gibt Tage .... " gesehen ( mit Günther Fischer,Tobias Morgenstern und Tom Götze ). Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, seine Bilder zu sehen obwohl die Ausstellungen ganz in der Nähe waren. Aber das lässt sich ja noch nachholen... ein wirklich interessanter Künstler!

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 5. Jul 2019, 18:01
von Helmut
Zur Zeit lese ich zum 3. Mal "Waisen der Schöpfung" von Roger MacBride Allen.
Das Buch aus dem Jahr 1988 läuft unter Science Fiction, das einzig fiktive daran ist, dass eine Gruppe von Australopithecus in Zentralarfrika überlebt hat. Der Roman beschreibt unter dieser Annahme, wie diese Wesen als Sklaven nach Amerika kommen, ihre Leichen über hundert Jahre später von Paläontologen ausgegraben werden und lebende Exemplare aus Afrika nach den USA gebracht werden. Das Buch beschreibt die Reaktion von anderen Paläontologen, der Presse, von Nationalisten und christlichen Fundamentalisten und das Dilemma wie man mit diesen Wesen umgeht und welche Rechte man ihnen zugesteht.

Auch beim 3. Mal fesselnd.

:teufel:

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 17. Sep 2019, 12:33
von Michael
...ein Buch, das für Musikfreunde vielleicht interessant ist: "Vintage" von Grégoire Hervier. Ein junger Journalist und Gitarrenfan begibt sich im Auftrag eines Millionärs auf die Suche nach einer "Gibson Moderne" - einer 1957 zum Patent angemeldeten Gitarre, von der man nicht so genau weiß, ob auch Prototypen hergestellt oder heute noch existent sind. Vor diesem realen Hintergrund entspinnt sich eine krimimäßige Spurensuche. Das erfindet das Genre nicht neu, ist aber unterhaltsam und man lernt einiges über die Anfänge der Rock- und Bluesmusik. Zwar wird in desem Forum niemand der weiß-gewaschenenen Geschichtsschreibung glauben, der Rock'n'Roll hätte mit Bill Haley begonnen, aber viele Vorbilder waren auch mir nicht bekannt.

Michael

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 19. Sep 2019, 20:31
von fille
Lieber Michael,

ein Buch, das für Musikfreunde vielleicht interessant ist: "Vintage" von Grégoire Hervier

Gott sei dank, bin ich mal wieder im Forum gelandet, um dir zu antworten.

Dieses Buch hat mich vor ein paar Monaten förmlich aus dem Taschenbuchständer eines Ladens
angesprungen !!!

Schon der Titel "Vintage" und das Bild vom Gitarrenhals... Das Buch hat mich direkt angesprochen:
"Kauf mich, bitte, bitte kauf mich - für Benny".

Tja, dann habe ich das getan. Und es war ein voller Erfolg. Benny war begeistert. Danach habe ich es
gelesen und war ebenfalls begeistert. Man kann es nur jedem empfehlen. Ob Gitarrenfan oder nicht,
es ist sooo spannend und nebenbei lernt man allerlei.

Wer sich mehr mit dem Blues und seinen Anfängen befassen will, dem möchte ich noch einige DVD's
empfehlen, z. B. "Crossroads" der Film. Dort kommt auch Willie Brown vor, der Weggefährte von
Robert Johnson, der ja praktisch eine Schlüsselrolle im Buch "Vintage" spielt (wenn auch etwas
versteckt). Ja Robert Johnson hat 29 Songs geschrieben. Ob es noch ein 30. gibt?

Aber noch empfehlenswerter ist das Box-Set
von Martin Scorsese:

- "Feel Like Going Home" von Martin Scorsese.
- "Red, White & Blues" von Mike Figgis
- "The Soul Of A Man" von Wim Wenders
- "Piano Blues" von Clint Eastwood
- "The Road To Memphis" von Richard Pears und Robert Kenner
- "Warming By The Devil's Fire" von Charles Burnett
- "Godfathers And Sons" von Marc Levin

Wir haben dieses Set schon lange und haben uns unter anderem auch gewundert, wieviele
Songs, die heute noch gesungen werden, schon ziemlich alt sind.

Liebe Grüße, Marianne

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 27. Sep 2019, 20:37
von Westwind
Weil Marianne gerade darüber schrieb, daß sich Adriano Celentano verbal gegen die Kreuzfahrtschiffe in Venedig wehrt, und Marianne selbst gegen diese Art des Reisens ist, kann ich Interessenten ein Buch zu dem Thema empfehlen, das ich gerade lese:

"Wahnsinn Kreuzfahrt: Gefahr für Natur und Mensch"
von Wolfgang Meyer-Hentrichs.


Der Autor hat selbst in seiner Vergangenheit solche Reisen unternommen und darüber geschrieben. Er beleuchtet nicht nur die Umweltbelastung und die Überfüllung der besuchten Hafenstädte, die durch die Kreuzfahrer annähernd keine Einnahmen haben, sondern beleuchtet auch andere Aspekte wie z.B. die Rekrutierung und Ausbeutung von Billigarbeitskräften auf dem Schiff, für die auf hoher See keine national geregelten Arbeitsbestimmungen gelten.

Ich möchte hier keinen Amazon-Link zu dem Buch verbreiten, dafür aber für die, die es interessiert, eine erweiterte Inhaltsangabe des Buches auf einer Seite des Deutschlandfunks bereitstellen:
Wahnsinn-Kreuzfahrt auf Deutschlandfunk

Ich persönlich habe 1996 an einer Kreuzfahrt teilgenommen, weil sich die damalige Lebensgefährtin meines asthmakranken Großonkels kurz vor einer Reise das Bein gebrochen hatte und keine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen wurde. Diese Chance wollte ich nutzen, so eine Art der Reise mal kennenzulernen. Es war damals ein relativ kleines Schiff und es war schon eine tolle Reise, aber es sollte die einzige dieser Art bleiben, weil ich schon an Bord viele Aspekte kennengelernt habe, die mir nicht gefielen.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen und würde mir fast wünschen, daß es sich vor allem auch unter Kreuzfahrtteilnehmern rasch verbreitet, ggf. auch zu Weihnachten oder so, auch wenn man sich mit einer solchen Art eines Geschenkes sicherlich bei Kreuzfahrtliebhabern nicht sonderlich beliebt machen würde.

Viele Grüße von
Georg

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 9. Jan 2020, 18:18
von moni
Ich lese zur Zeit ein Buch von Herbert Renz-Polster.
Der Titel lautet: Erziehung prägt Gesinnung
Renz-Polster ist Kinderarzt, er beschäftigt sich in seinen Büchern vorwiegend mit den Hintergründen des kindlichen Verhaltens.
Beim lesen seiner Bücher hatte ich ziemlich viele Aha-Erlebnisse.
Er hat längere Zeit mit seiner Familie in Amerika gelebt und bei einigen Kapiteln, im oben genannten Buch, kommt auch der aktuelle amerikanische Präsident vor.

Re: Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 10. Jan 2020, 18:49
von fille
… einen Roman, der im ausgehenden Mittelalter spielt: "Der Tuchhändler" von Richard Dübell.

Interessant ist für alle regelmäßigen LT-Besucher die Stadt, in dem der Roman spielt.

Nämlich.... Landshut :-D

Einige erinnern sich bestimmt an die stimulierende Führung, durch den Kostümfundus
für die Landshuter Fürstenhochzeit.

Der Roman ist kurz vor der eigentlichen Fürstenhochzeit angesiedelt. Im November 1475.

Die Handlung ist natürlich fiktiv, aber einige Personen gab es natürlich wirklich. Die beeindruckende
Kirche St. Martin, mit dem höchsten Backsteinturm der Weld, ist im Roman gerade im Bau. Dort
wird die Leiche einer polnischen Adligen gefunden. Das gefährdet die Hochzeit erstmal. Mehr
wird nicht verraten.

Und da ich literarische Reisen liebe, ist mal ein Ausflug dorthin fällig. ;-)

Das Buch ist spannend und farbenfroh beschrieben. Ich kann es allen empfehlen, die gerne
historische Romane und Krimis lesen. Beim Lesen kann man ja wunderbare in eine andere
Welt eintauchen.

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 21. Apr 2020, 01:13
von Westwind
...noch einmal nach zig Jahren: "The Stand" - "Das letzte Gefecht" von Stephen King.

Aber nicht aus aktuellem Anlass, sondern wirklich zufällig.

Ich habe diesen Roman vor knapp 30 Jahren gelesen, damals irgendwie um die 1000 Seiten. Das Buch hatte ich damals nur geliehen. Letztes Jahr irgendwann im Oktober/November, also vor Corona, sah ich im Buchladen eine neue Auflage des Romans, in diesem Fall eine Art "Director's Cut", das heißt in diesem Fall, daß Stephen King seine ungekürzte Version veröffentlicht hat, was damals nicht möglich war, weil sein Verlag ihn zu Kürzungen gezwungen hat. Das Exemplar, das ich gerade lese, kommt auf gut 1700 Seiten. Die ersten 600 Seiten habe ich durch.

In dem Buch geht es um eine Pandemie: ein Virus, der aus einem Versuchslabor entfleucht, für die meisten Menschen tödlich ist, und wo sich letztendlich zwei Gesellschaften herausbilden, die das Gute und das Böse repräsentieren, was auf ein "letztes Gefecht" hinausläuft.

Schauplatz sind die USA, aber die Pandemie breitet sich über die gesamte Welt aus.

Ich bin nicht unbedingt Fan von Stephen King, aber Anfang bis Mitte der 90er Jahre habe ich einige Romane gelesen. Von sämtlichen Verfilmungen halte ich gar nichts. Wenn ich überhaupt eine Verfilmung halbwegs akzeptiere, dann ist es "The Body" - was ich damals in einer Novellensammlung namens "Different Seasons" im Original las. Der deutschsprachige Titel war "Frühling, Sommer, Herbst und Tod". Die Verfilmung hieß "Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers".

Wie auch immer: ein paar seiner Werke mochte und mag ich sehr. Und als ich die Neuauflage von "The Stand", was übrigens als Vierteiler auch verfilmt wurde, sah, habe ich das Buch erstmal mitgenommen.

Es war schon ein Zufall, daß ich das Buch im Oktober/November irgendwann gekauft und dann erst im Januar zu lesen angefangen habe, als sich dann Corona in Europa so langsam ausbreitete.

Ich habe in den letzten Tagen nach aktuellen Interviews mit Stephen King gesucht. In einem Interview sagt er, daß er sich wundert, daß, obwohl es seiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit war, bis irgendein Virus eine globale Pandemie aulösen wird, keine ausreichenden Vorbereitungen getroffen wurden. Diese Aussage bestätigt sich für mich in Deutschland beispielsweise am Mangel der (wirklich schützenden) Masken, aber in anderen Ländern auch an mangelnden Versorgungsmöglichkeiten der Erkrankten.

So manche Übersetzungen widersprechen ja leider dem Urheberrecht, daher fasse ich meine interpretierte Kernaussage aus einem Interview mal zusammen:
"Gottseidank ist die jetzige Pandemie nicht so schlimm wie die, die ich in 'The Stand' beschrieb, aber ich schrieb den Roman 1979 und es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Es verwundert, daß niemand vorbereitet schien.".

Quelle:
Interviewzusammenfassung Stephen King auf "The Guadian.com".

Ein weiteres Interview verknüpfe ich hier nicht, weil der Aufruf der Seite auf meinem Rechner sämtliche Blocker aktiviert hat.

Der Roman fesselt mich auch heute noch, obwohl ich das Ende kenne. Zumindest die erste Hälfte. In der zweiten Hälfte wird wieder eine Seite von Stephen Kings Phantasie durchkommen, die meinem Geschmack nicht so sehr entspricht, aber ich werde trotzdem bis zum Ende lesen in der Hoffnung, daß alles gut werden wird ;-).

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 22. Apr 2020, 19:57
von Benutzer 298 gelöscht
Westwind hat geschrieben: Di 21. Apr 2020, 01:13
Von sämtlichen Verfilmungen halte ich gar nichts. Wenn ich überhaupt eine Verfilmung halbwegs akzeptiere, dann ist es "The Body" - was ich damals in einer Novellensammlung namens "Different Seasons" im Original las. Der deutschsprachige Titel war "Frühling, Sommer, Herbst und Tod
Hallo Georg,

ich bin grundsätzlich auch lieber Leser und vermeide Verfilmungen. Aber weil du King erwähnst:
Ganz großartig verfilmt wurde aus der o.g. Novellensammlung "Die Verurteilten* mit Morgan Freeman und
Tim Robbins. Einer der wenigen Filme, die ich immer wieder sehen kann. Jetzt auch auf Netflix.

Und natürlich "The Green Mile" mit Tom Hanks. Da habe ich vor Jahren schwer beeindruckt das Kino verlassen.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 4. Mai 2020, 19:19
von Rex2005
ausgelesen: "Mayas Tagebuch" von Isabel Allende

liest sich gut weg, sehr gut beschriebene Charaktere und Natur. Die 19jährige Maya ist bei ihren Großeltern aufgewachsen, haut eines Tages nach Las Vegas ab und driftet ganz ins Drogen-Milieu ab mit allem was dazugehört - Beschaffungskriminalität, Prostitution etc. In kriminelle Machenschaften verstrickt, muss sie vor dem Chef der Dealer-Bande fliehen, wenn sie nicht umgebracht werden will. Durch Verbindungen Ihrer Großmutter versteckt sie sich auf die chilenischen Insel Chiloé vor dem Rest der Welt und schreibt Tagebuch.

Abwechselnd wird ihr Leben auf der Insel und das völlig gegensätzliche Leben in Las Vegas beschrieben. Wenn die Geschichte schon in Chile angesiedelt ist, spielt der Putsch 1973 auch eine Rolle. Also auch ein interessanter Rückblick auf die Historie.

Ein lesenswertes Buch, wenn mir auch 2-3 Stellen ein bisschen merkwürdig oder zu einfach gestrickt vorkamen.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Di 25. Aug 2020, 17:09
von fille
Von Anthony Scaduto "Bob Dylan - eine indiskrete Biografie"

Die Biografie ist schon älter. Sie hört nämlich 1979 auf.

Er war und ist wahrscheinlich heute noch eine widersprüchlich Person.

Aber das ist egal. Er hat uns viele, viele Lieder gegeben, die schon lange
Klassiker sind. Sie werden noch lange gesungen werden und zwar weltweit.

Zitat: Ich muss schreiben, sonst werde ich verrückt

Dem Autor hat er gesagt: Mir gefällt dein Buch. Und das ist das Merkwürdige daran.

Daraufhin habe wir uns mal wieder die Doku Don't look back angeschaut. Unter
anderem mit Joan Baez und Donovan.

Wieviele Lieder muss ein Mann schreiben, bevor er nichts mehr zu sagen hat?
The answer my friend, is blowing in the wind. The answer is blowing in the wind...

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 16. Okt 2020, 11:24
von Benutzer 76 gelöscht
Ihr Lieben,

ich habe gerade von Katja Ebstein „Das ganze Leben ist Begegnung“ gelesen (erschienen im Oktober 2020, Fischer Krüger Verlag), keine Autobiographie, sondern ein Buch, in dem es „nicht um oberflächliche Treffen und Ereignisse“ gehen soll, „sondern um wirkliche Begegnungen, die etwas in uns auslösen, uns herausfordern oder beflügeln, uns prägen und uns im Leben begleiten, auch wenn sie schon lange her sind, nur in Gedanken stattgefunden haben oder leider nie verwirklicht werden konnten“ (S. 243).

Dementsprechend erfährt man auf insgesamt 254 Seiten nur wenig über Katja Ebstein, wohl aber über die Menschen, die sie geprägt und beeinflusst haben. Streckenweise liest sich das Büchlein wie eine Aneinanderreihung von Wikipedia-Artikeln, in der Regel sind dies die Passagen über Menschen, denen Katja Ebstein nur flüchtig begegnet ist (z.B. den Protagonisten auf der Burg Waldeck) oder deren Denkweisen sie beeinflusst haben (z.B. Franz von Assisi, Hildegard von Eibingen). Ich vermute, dass diese doch recht langatmigen, rein deskriptiven Passagen Uwe Baumann zugeordnet werden können, Katja Ebsteins „Schreibkomplizen“, den sie ein paar Mal beiläufig erwähnt. Lesenswert empfand ich die Passagen über die „echten“ Begegnungen mit Willy Brandt, Benno Ohnesorg, den Dalai Lama oder auch Hanns Dieter Hüsch.

In der „NDR Talkshow“ vom 2. Oktober 2020 und in der Sendung „DAS!“ vom 15. Oktober 2020 (beide Sendungen sind aktuell in der ARD Mediathek zu finden) sprach Katja Ebstein über einige Begegnungen und ihr Buch; der sehr temperamentvollen und resoluten Erzählweise Katja Ebsteins kann ich persönlich letztlich wesentlich mehr abgewinnen als dem Buch selbst. Ich mag die Leidenschaft sehr, mit der Katja Ebstein über sich und die Dinge, die sie beschäftigen, spricht. In dem Buch schimmert diese Leidenschaft leider nur punktuell durch.

Lieben Gruß
Marc

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 4. Nov 2021, 20:02
von fille
Wir waren immer Liebhaber des kleinen Gallier.

Wir haben alle Bänder auf Deutsch und einige im Original. Und jetzt natürlich
den neuesten "Asterix und der Greif"!

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://images.nordbayern.de/image/cont ... $w=ecddbf9


Asterix, Obelix und Idefix begleiten Miraculic in den wilden Osten (Barbaricum) zu den Sarmaten,
um einen dortigen Schamanen zu treffen, der Hilfe braucht. Und natürlich sind zufällig auch
Römer dorthin unterwegs, denn dort soll es einen "Greif" geben. Und dann gibt es dort auch
Amazonen.

"Asterix und der Greif" gefällt mir ausnehmend gut. Für mich der beste Asterixband seit langem.
Es ist gespickt mit Anspielungen auf unsere Zeit. Zum Beispiel hat Cesar "auf allen Foren"
Kritik einstecken müssen. Auch "Passwort vergessen?" darf nicht fehlen, wenn jemand sich nicht
authentifizieren kann.

Sehr gut finde ich auch die Figur des Legionärs "Fakenius", der es immer wieder schafft
andere Legionäre hinter sich zu vereinen. Und wenn er es schon immer verdächtig findet,
dass die Sonne jeden Tag im Osten aufgeht. "Genau!" "Fakenius hat Recht!", "Alles hat sich gegen
uns verschworen", "Wir werden manipuliert!"

Asterix und der Greif ist sehr empfehlenswert. Wir haben uns köstlich mit den Galliern, Römern
und Amazonen amüsiert.

Ich möchte mir den Band noch in der Originalfassung besorgen (Astérix et le Griffon).

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 4. Nov 2021, 20:02
von fille
Wir waren immer Liebhaber des kleinen Gallier.

Wir haben alle Bänder auf Deutsch und einige im Original. Und jetzt natürlich
den neuesten "Asterix und der Greif"!

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://images.nordbayern.de/image/cont ... $w=ecddbf9


Asterix, Obelix und Idefix begleiten Miraculic in den wilden Osten (Barbaricum) zu den Sarmaten,
um einen dortigen Schamanen zu treffen, der Hilfe braucht. Und natürlich sind zufällig auch
Römer dorthin unterwegs, denn dort soll es einen "Greif" geben. Und dann gibt es dort auch
Amazonen.

"Asterix und der Greif" gefällt mir ausnehmend gut. Für mich der beste Asterixband seit langem.
Es ist gespickt mit Anspielungen auf unsere Zeit. Zum Beispiel hat Cesar "auf allen Foren"
Kritik einstecken müssen. Auch "Passwort vergessen?" darf nicht fehlen, wenn jemand sich nicht
authentifizieren kann.

Sehr gut finde ich auch die Figur des Legionärs "Fakenius", der es immer wieder schafft
andere Legionäre hinter sich zu vereinen. Und wenn er es schon immer verdächtig findet,
dass die Sonne jeden Tag im Osten aufgeht. "Genau!" "Fakenius hat Recht!", "Alles hat sich gegen
uns verschworen", "Wir werden manipuliert!"

Asterix und der Greif ist sehr empfehlenswert. Wir haben uns köstlich mit den Galliern, Römern
und Amazonen amüsiert.

Ich möchte mir den Band noch in der Originalfassung besorgen (Astérix et le Griffon).

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 20. Feb 2022, 19:53
von fille
Ian Fleming "Live and Let Die"

Zu Weihnachten hatte ich Benny alle bisher erschienen James-Bond-Filme auf DVD geschenkt.
Und nachdem wir alle der Reihe nach angeschaut haben, bin ich mal auf den "Original-Bond" neugierig
geworden. Also habe ich mir die ersten 3 Bände aus den 50-er Jahren gekauft. "Casino Royale",
"Live and Let Die" und "Moonraker".

Ich bin sehr angenehm überrascht. Der James Bond im Buch ist doch ein bisschen anders, als der im Film.
Er ist nicht so unverletzlich, wie in den früheren Bondfilmen dargestellt. Er hat auch mal Angst. Es bricht ihm
auch mal der Schweiß aus. Aber er ist nie feige. Da musste ich wieder an das Zitat von Zodiak denken.
"Spüre die Angst und tue es trotzdem".

Bereits in "Casino Royale" hat sich auch herausgestellt, dass er nicht sooo der Frauenheld ist. Im ersten Band
will er am liebsten kündigen und heiraten, aber es sollte nicht sein. Auch im zweiten Band geht es nur um
eine Frau, die er rettet.

Spannend sind die Bücher allemal. Und ich werde wahrscheinlich das nächste Mal Angst vor Haien und Barracudas haben,
wenn ich einen Blutstropfen verliere...

Absolut empfehlenswert - nicht nur für Bond-Fans.

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mo 7. Mär 2022, 14:25
von Viktor
Hallo zusammen,

momentan lese ich
Perry Friedmans Autobiographie: »Wenn die Neugier nicht wär'« - Ein Kanadier in der DDR
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com ... RBqMwL.jpg


Man muss dazu sagen, dass der Sänger seine Autobiographie nicht vollenden konnte -- und so ist es ein "Mischwesen" geworden, das irgendwann abbricht. Und den Abschluss bilden dann Beiträge von Freunden, die über Friedman schreiben.

Und so will ich es dem Autor auch nicht ankreiden, dass ich schwer ins Buch reinkam, weil in den Kapiteln zur Kindheit vieles auf mich skizzenhaft und nicht allzu ansprechend geschrieben wirkte. Oftmals wird in einem kurzen Absatz eine Begegnung mit jemandem beschrieben, von dem es dann gleich wieder heißt: "Ich sah ihn nie wieder." Wer weiß, wie der Gesamtaufbau hätte aussehen können, wenn da noch manch letzter Schliff angelegt worden wäre.

Ich gab das Lesen aber doch nie auf, weil Friedmans Leben und Werk nun mal spannend war.
Alltag als Kind jüdischer Abstammung im ländlichen Kanada der 1940er/1950er Jahre: Darüber wusste ich wenig und jetzt vielleicht ein Fünkchen mehr.
Und dann sein Verdienst um Volkslieder! Der gute Mann war in Kanada unterwegs und hat gebrechliche alte Leute ausfindig gemacht, um sich mündlich überlieferte Songs vorsingen zu lassen, na, wenn das keine Hingabe zur Archivierung ist, dann weiß ich auch nicht!
Besser zu lesen -- mit wiederkehrenden Personen und größerem Gesamtzusammenhang -- wird das Buch ab seiner ersten Übersiedelung in die DDR, insbesondere die Einzelheiten zur musikalischen Karriere. Ich wusste vorher von Friedmans Werk ohnehin eher nur über die 1970er/1980er-Periode und Connection zum "Festival des politischen Liedes" usw. Aber als er rüberkam 1959 gabs die Mauer noch nicht, Brecht war erst 3 Jahre tot, Hanns Eisler lebte noch: Das ist irgendwie doch noch so eine Vorab-Generation im Vergleich zu den Künstlern, denen ich sonst so folge, was es spannend macht. Aber die Verbindungen zur nachfolgenden Liedermacherwelt zeichnen sich schon ab, etwa wenn Friedman mit dem frisch entstehenden Pläne-Verlag zu tun hat.
Dass Friedman Kommunist ist, wird quasi als selbstverständlich gegeben und nicht groß erläutert. Wenn es dann in der DDR mit dem real existierenden Sozialismus Probleme gibt, er plötzlich eine Hootenanny nicht mehr so nennen darf, weil ein deutsches Wort her muss, solcherlei Dinge: Dann wirds besonders interessant.
Friedman verließ die DDR dann, kehrte nach einer Weile wieder dorthin zurück, aber da bricht seine eigene Darstellung auch schon ab.

Jetzt gerade bin ich beim Lesen des ersten Beitrags eines anderen Schreibers; so weit so erhellend und lückenfüllend.
Hoffentlich kommt es insgesamt zu einem halbwegs guten Abschluss.

Dafür, dass ich mir das Buch eigentlich nur gekauft habe, um die beiliegende CD zu haben, kann ich nicht meckern!

Hier ein Zitat, das mir gut gefiel:
Sie nannten mich manchmal den Vater der Singebewegung, aber eigentlich hatte ich ihnen nur helfen wollen herauszufinden, wie wundervoll ihre eigenen Volkslieder waren, und sie ermutigen wollen, diese wieder zu singen.
Viele Grüße
Viktor

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 1. Okt 2022, 18:48
von fille
..."Peter Voss der Millionendieb oder das entwendete Defizit" von Ewger Seelinger

Bis jetzt kannte ich nur die Verfilmung mit O. W. Fischer, welche ich vor ca. 40 Jahren im TV gesehen habe.

Nun fiel mir das Buch auf einem Flohmarkt in die Hände. Was soll ich sagen? Das Buch ist 100 Jahre alt, aber es ist nicht von gestern!
Ein wirklich köstlicher Abenteuerroman, die mit der Sprache spielt. Es geht um Aktiensturz, Börsenkrach, Bankenpleite. Das klingt nicht lustig, aber der charmante Peter ist mit allen Wassern gewaschen. Sein Chef (private Bank) verspekuliert das ihm anvertraute Geld seiner Kunden. Sein treuer und gewitzter Kassierer Peter Voss täuscht einen Millionenraub vor, um die Bank zu retten und lässt sich um die ganze Welt jagen.

Auf dem Klappentext steht:

Ein Lehrbeispiel für deprimierte Bankenmanager und all jene, die gerade nach den verlorenen Millionen suchen.

Keine Sorge, ich bin sicher dass die Kunden um Ende ihr Geld bekommen.

Liebe Grüße, Marianne

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 5. Mär 2023, 15:25
von Jurgen23
Danke für die Hilfe, sie hat mir geholfen!

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Mi 8. Mär 2023, 13:16
von martin coulmann
ich lese "Der Anfang der Unendlichkeit" von David Deutsch. Leider muss man das Buch dieses Wissenschaftlers mit dem Fremdwörterlexikon in der anderen Hand lesen, trotzdem sehr interessant!

Liebe Grüße aus Hamburg

martin coulmann

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 6. Aug 2023, 19:22
von Nicky
Ihr Lieben,
einige von euch, mit denen ich in den letzten Jahren mehr Kontakt hatte wissen, dass ich in den letzten 2 ½ Jahren zum absoluten Katzenfan mutiert bin. (Ja, manchmal übertreibe ich es damit auch). ;-)

Weil ich das Buch gerade wieder in der Hand hatte, heute mein Lesetip für euch.

FRANKIE von Jochen Gutsch und Maxim Leo

Ein Mann, der sterben will. Ein Kater, der ein Zuhause sucht. Eine berührende und zugleich Urkomische Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft und den Weg zurück ins Leben.

Ich habe dieses Buch im Frühling diesen Jahres gelesen.
Nach meiner heftigen Covidinfektion im letzten Jahr konnte ich einige Monate (neben vielen anderen Dingen) mich weder konzentrieren, noch lesen. Das war eine schwierige Zeit für eine Leseratte wie mich. Frankie war nach sehr vielen Monaten mein erstes Buch, das ich wieder lesen und auch verstehen konnte und hat deshalb einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen. Mittlerweile kann ich wieder richtig lesen und verschlinge die dicksten Bücher wie früher.

Absolute Empfehlung an alle Katzenfreunde aber auch an alle, die es berührend und lustig mögen.
Alles Liebe
Nicole

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: So 6. Aug 2023, 23:15
von Benutzer 141 gelöscht
Hallo,

ich lese zur Zeit, bzw. habe es gerade fertiggelesen:

"Die Offenbarung" von Robert Schneider.

Nachdem ich eine sehr positive Buchbesprechung darüber gelesen hatte und Robert Schneider mir mit seinem fantastischen Roman "Schlafes Bruder" in sehr guter Erinnerung war, hatte ich mir das Buch vor einem Jahr gekauft und fand nun endlich Zeit für die Lektüre.
Es hat sich gelohnt.

Ein kleiner, unbekannter Organist, Musiklehrer und Hobbymusikwissenschaftler in den neuen Bundesländern findet eine bis dato unbekannte Komposition von J.S.Bach, die plötzlich durch seltsame magischen Wirkungen seine ganze Persönlichkeit erfasst und erschüttert. Das Studium dieser Partitur löst Zeit- und Raumempfinden auf und führt denjenigen, der sich damit auseinandersetzt, an seine innersten Grenzen, Wurzeln, Konflikte und Widersprüche. Eine Katharsis ist die Folge und alles gerät aus den Fugen.

Sehr gut geschrieben, atmosphärisch dicht und emotional bewegend.

Vielleicht fasziniert mich dieses Buch auch deshalb, weil ich in Leipzig in der Bach-Stadt schlechthin lebe und dessen Musik mich wirklich ganz erfassen kann. Im Rahmen der Bach-Tage hatten wir zwei Konzerte besucht und speziell das letzte hat mich wirklich emotional gepackt. Es sang der Windsbacher Knabenchor, der in der Qualität den Thomanern nicht nachsteht. Wenn Bach so meisterhaft dargeboten und interpretiert wird, kann man als Klassikfan Tränen in die Augen bekommen. Das berührt und wühlt auf.

Aus diesem Grund hatte ich keine Schwierigkeiten mich von diesem Buch fesseln lassen zu können. Wer die Bach'sche Musik lebt, kann den Fantasien des Autors sehr gut folgen und verstehen, dass er diese Wirkung der Musik fiktiv-fantastisch, alle Grenzen sprengend weiterführt.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 29. Nov 2025, 10:10
von Lilienthal
Acht Berge von Paolo Cognetti habe ich gerade gelesen....ein ganz tolles Buch!

LG Sven

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 13. Dez 2025, 15:32
von Incredible
Alle Jahre wieder zur Adventszeit lese ich die Harry-Potter-Reihe, circa 7 Jahre her. Bin am Ende vom vierten Band. Bücher noch einmal lesen ist, als ob man alte Freunde wiedertrifft.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Sa 17. Jan 2026, 18:01
von jemflower
Eine alte Freundin hat Bücher aussortiert und drückte mir ein paar davon in die Hand. Davon lese ich gerade die "Meistererzählungen der englischen Literatur", herausgegeben von Erwin Laaths, in einer Ausgabe aus den frühen 60ern.

Die Bandbreite bewegt sich zwischen "richtig gut" bis "das tue ich mir nicht weiter an und lese nicht zu Ende".
Mit Thomas de Quincerys "ein plötzlicher Tod", George Merediths "Geschichte von Chloe" und Walter Paters "Herzog Karl von Rosenmold" konnte ich so überhaupt nichts anfangen. Möglicherweise ist mir diese Gesellschaft, in der das spielt einfach zu fremd.
Charles Dickens "Weihnachtslied in Prosa" (auch als Christmas Carol bekannt) verdient den Titel Meistererzählung zu Recht. Da kannte ich nur Theaterfassungen und eine Comicversion von und hatte es noch nie gelesen. Das würde ich immer wieder lesen.
Ebenso gut fand ich die Geschichte vom "Flaschenteufel" von Robert Louis Stevenson. Es machte richtig Spaß das zu lesen, ebenso wie "Mowgli, der Waldgott" von Rudyard Kipling. Tatsächlich ist das die UR-Mowgli Geschichte, in der wir einem bereits erwachsen werdenden Mowgli begegnen. Ich wollte ja immer wissen, was aus ihm wurde. Die Dschungelbuchversion in unserem Regal enthielt die Geschichte leider nicht.
Etwas anstrengender, aber immer noch sehr lesenswert fand ich "das Duell" von Joseph Conrad.
Oscar Wildes "Lord Arthur Saviles Verbrechen" fand ich gut lesbar, aber sehr seltsam.
John Galsworthys "ein Gentleman" lies sich auch sehr gut lesen, aber ich schüttelte doch die ganze Zeit den Kopf über die Handlungsweise der beschriebenen Personen. Wie schon geschrieben, irgendwie sind mir die Menschen in manchen dieser Geschichten doch sehr fern in ihrer Denk- und Handlungsweis.
Somerset Maughams "Jane" war wieder recht unterhaltsam und auch gut geschrieben für mich.
Vier weitere Geschichten warten noch, ich stecke gerade in Chestertons "Vaudreys Verschwinden", einer Pater Brown Geschichte.

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Do 22. Jan 2026, 16:46
von jemflower
fille hat geschrieben: So 20. Feb 2022, 19:53
bin ich mal auf den "Original-Bond" neugierig geworden
Da hätte ich einen Doku-Tipp: https://www.ardmediathek.de/video/dokum ... MDNiZmE3Zg
"Was steckt wirklich hinter der Filmikone 007? Spannende Interviews und animierten Spielsequenzen beleuchten die kaum bekannten wahren Ereignisse, gefährlichen Missionen und psychischen Abgründe, die sich hinter James Bond und seinem Schöpfer Ian Fleming verbergen."

Ich lese zur Zeit...

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 16:42
von fille
Hallo Jemflower,

vielen Dank für den Tipp. Werde es mir bei Gelegenheit ansehen.

Inzwischen haben wir alle 14 Bond-Bücher gelesen. Es sind 14 Bücher, aus denen 25 Filme gemacht wurden :-)
Gut, 2 Bänder sind Kurzgeschichtensammlungen...

Es ja immer wieder unterschiedliche Ansichten, wer DER beste Bond ist. Nachdem ich die Bücher gelesen habe, ist es für
mich wieder Sean Connery. Als er Bond war, war er genau im richtigen Alter und auch die sonstige Beschreibung passt.
Roger Moore hat ja selbst mal gesagt, dass er 500 Jahre zu alt war. ;-)

"Casino Royal" war das erste Buch. Aber weil die Filmrechte am Film gleich mal verkauft wurden, wurde es in der
007-Serie erst später weit hinten angesiedelt. Die Reihenfolge stimmt sowieso nicht besonders.

Wie gesagt, die Bücher kann ich empfehlen.

Liebe Grüße, Marianne