Eine kleine Lanze für die englische Sprache!

*DER SINN DER POLITIK IST FREIHEIT
Das Leben ist immer ein Leben mit anderen. Der Mensch ist ein „zoon politikon“, ein „staatsentwickelndes Tier“, wie Aristoteles formulierte. Er bedarf zu seiner Vervollkommnung der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Die Frage ist nicht, wie uns heute im Zeitalter des begrenzungslosen Individualismus (und Egoismus) eingehämmert wird: Wie soll ich leben? Sondern: Wie sollen wir leben? - und darüber kann in diesem Forum diskutiert werden!

*Quelle: Webseite Akademischer Verein Kyffhäuser e.V.  | Foto © by Pixabay.com 
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Eine kleine Lanze für die englische Sprache!

Beitrag von fille »

Hallo liebe Forumsbesucher!
Es ist ja hinreichend bekannt, dass ich französische Chansons liebe. Allerdings liebe ich auch englische Bücher, englische Filme und England überhaupt.
Darum möchte ich doch eine kleine Lanze für die englische Sprache brechen (obwohl mich die Beimischung der englischen Wörter in unserer deutschen Sprache öfter mal stört).
Ich finde nämlich nicht, dass diese Sprache schlicht ist - im Gegenteil. Sie ist zwar weitverbreitet, aber deswegen wohl auch am stärksten durch Verhunzung gefährdet.
Hier nur mal etwas über den Wortschatz (encarta):

Englisch gehört zur anglofriesischen Gruppe, des westlichen Zweiges der germanischen Sprachen. Es ist sehr verwandt mit dem Friesischen. Die Sprache besitzt einen großen Wortschatz. Das vollständigste Wörterbuch Oxford English Dictionary (13 Bände) beinhaltet 500.000 Wörter. Man nimmt aber an, dass der englische Wortschatz mehr als eine Million Wörter umfasst.
Englisch besteht zur Hälfte aus germanischen (altenglischen und skandinavischen) und romanischen (französischen und lateinischen) Wörtern sowie Entlehnungen aus allen wichtigen europäischen Sprachen.


Man sieht: Englisch wäre nicht Englisch ohne andere Sprachen!
Auf Rechtschreibung, Wortarten, Geschichte usw. will ich aus Platz- und Zeitgründen nicht eingehen.
Aller Voraussicht nach wird der Einsatz als Verkehrssprache und der Einfluß der Medien zu einer größeren Einheitlichkeit und Nivellierung der Ausspracheunterschiede führen. Auch hier gibt es Warnungen linguistischer Puristen.
Englisch ist nach Chinesisch die am meisten gesprochene Sprache der Welt.
Vielleicht will ja von euch noch jemand etwas dazu sagen.
Schönen Tag noch
Marianne
(Die doch etwas durch den China-Boom beunruhigt ist, da sie keine Lust hat, Chinesisch zu lernen ;-) )
Dieser Beitrag enthält 272 Wörter
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Nordlicht
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Eine kleine Lanze für die englische Sprache!

Beitrag von Nordlicht »

Hallo, Marianne !
Ich weiß gar nicht, ob es nötig ist, die englische Sprache zu verteidigen oder gar eine Lanze für dieselbe zu brechen. Denn sie ist halt die Sprache, die weltweit vielleicht nicht am meisten gesprochen, aber auf jeden Fall am ehesten verstanden wird.
Wenn man diesem Idiom eine "Schlichtheit" nachsagt, dann liegt das sicherlich weniger daran, daß es einfallslos oder sonst irgendetwas ist. Gemeint ist hier sicherlich meist die Grammatik. Verglichen mit der deutschen Sprache mit ihrem "Du" und "Sie", mit ihren vielfältigen Zeiten, Regeln, Ausnahmen, Merksätzen und ähnlichem ist der Aufwand, den man zum Erlernen zumindest der Grundbegriffe benötigt, eher gering, also schlicht gehalten.
Wäre Englisch schlicht, wo wären die Werke eines Shakespeares oder seiner Zeit- und Geistesgenossen ? (Bei der Musik werde ich jetzt mal ausdrücklich NICHT die BEATLES erwähnen, die ja eher Cogney- und damit Gossen- Englisch sprachen bzw. sangen...)
Englisch gehört zur anglofriesischen Gruppe, des westlichen Zweiges der germanischen Sprachen. Es ist sehr verwandt mit dem Friesischen. Die Sprache besitzt einen großen Wortschatz. Das vollständigste Wörterbuch Oxford English Dictionary (13 Bände) beinhaltet 500.000 Wörter. Man nimmt aber an, dass der englische Wortschatz mehr als eine Million Wörter umfasst.
Englisch besteht zur Hälfte aus germanischen (altenglischen und skandinavischen) und romanischen (französischen und lateinischen) Wörtern sowie Entlehnungen aus allen wichtigen europäischen Sprachen.

Da die alten Friesen, die gen Engeland auswanderten, aus dem (heute) schleswig- holsteinischen Lande ANGELN stammten und sich vor der großen Überfahrt auch noch mit fluchtwilligen Sachsen paarten, nennt man die wettergeprüften Engländer ja auch heute noch gern "Angelsachsen". Ganz klar, daß da vielerlei Einflüsse die Sprache geprägt haben. Auch dies ein Argument gegen "schlicht".
Leider muß ich mich beim Sprechen des Englischen heute ziemlich bemühen, weil da nur noch Fragmente des in der Schule erlernten vorhanden sind und die auch noch nicht mal oft genug angewendet werden können. Und obgleich die "Durchmischung" unserer Sprache mit (vermeintlichen) Englisch- Fragmenten einen Höhepunkt erreicht zu haben scheint, ist daran ja nicht die Sprache Schuld, vielmehr ist es eine gewisse, uns eigene Gedankenlosigkeit.
Englisch ist nach Chinesisch die am meisten gesprochene Sprache der Welt.
Vielleicht will ja von euch noch jemand etwas dazu sagen.
Schönen Tag noch
Marianne
(Die doch etwas durch den China-Boom beunruhigt ist, da sie keine Lust hat, Chinesisch zu lernen ;-) )

Ich glaube, die diesbezügliche Gefahr für Dich ist eher gering, denn meines Wissens nach gibt es eine einheitliche Sprache "chinesisch" gar nicht, nur eine Vielzahl von regionalen Dialekten und Abarten, die nur zum kleinen Teil miteinander kompatibel sind. Insofern dann wohl "Entwarnung"...
:-D
Liebe Grüße aus OÖ,
ANDREAS.


(...der sich - wieder einmal - vornimmt, seine Englischkenntnisse bei Gelegenheit ein wenig aufzufrischen...)
Dieser Beitrag enthält 468 Wörter
Ja, ich hab' einen Traum von einer Welt
und ich träume ihn nicht mehr still:
Es ist eine grenzenlose Welt,
in der ich leben will!

(''Ich hab' einen Traum''/ Konstantin Wecker)

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