Hallo Freunde der guten Musik!
Hier nun mein Erlebnisbericht vom Liedermacherfestival in Erfurt. Leider reicht die zeit nicht um alles ganz genau aufzuschreiben. Die Bilder stelle ich nach und nach ein.
Los geht´s:
Erlebnisbericht vom 5.Erfurter Liedermacherfestival
Am 14.01. ist man früh um drei im Chat. Man unterhält sich. Einer sagt, „So ein Mist ich muss Wochenende arbeiten“. Ich nicht, sagte ich. Daraufhin fragte Michael ob ich mit nach Erfurt kommen würde. So kostete mich der Vormittag Schlaflosigkeit und Organisation.
Aber, dank meiner Frau und Ihr Verständnis, klappte alles und ich konnte zusagen.
Um 15:30 Uhr holte mich Michael ab und wir fuhren in seinem Auto Richtung Erfurt. Kurz vor Jena ein tiefes brummendes Geräusch. Auspuff ab! Runter von der Autobahn. ADAC!
Keine Vororthilfe möglich. ADAC fährt vor und wir hinterher zu ATU. Zum Glück war dort ein Schlosser der was von basteln versteht. Stück Rohr zwischengesetzt, zusammengeschweißt, passt! Weiter ging´s.
Am Museumskeller angekommen, schnell hinein, Bachstage saßen schon alle Musiker.
Der Raum füllte sich schnell, auch mit Zigarettenrauch. Vicki Vomit an der Technik, kurze Ansage vom flotten Totte und als erstes spielten die beiden von Scamp. Echt Klasse texte.
Es ging Schlag auf Schlag weiter. Ich möchte Andrea Eberl erwähnen. Eine hübsche blinde Sängerin mit einer Stimme zu Herzerweichen. Ihr ganzer Auftritt war so von Wärme umgeben. Der Beifall gab ihr Recht.
Katze Klose, ein junger Liedermacher, der es Verstand das Publikum mit Witz und Charme sofort auf seine Seite zu ziehen.
Dann Lutz Drenkwitz, er hat es sich ein wenig schwer gemacht. Zuviel Technik, zwei Gitarren, Verzerrer, Mundharmonika. Die Musik war ganz gut, aber durch sein rumgewirtschafte mit allem ging die Stimmung flöten.
Danach kam Michael Günther, er war der letzte an diesem Abend. Der Anfang war etwas schwer, da die Stimmung durch seinen Vorgänger nicht mehr da war. Aber Michael hatte sich schnell durchgesetzt, alles hörte Ihm gespannt zu, Lied für Lied, Text für Text, alles stimmte.
Ein Beifall nach dem anderen, er hatte das Publikum in der Tasche. Es war super.
Nach dem letzten Beifall und Zugabe war dann offene Bühne. Danach ging es in die Pension zum schlafen, ne weitermachen! Bis früh um sechs. Ich selbst hatte die einmalige Möglichkeit mit fast allen persönlich zu quatschen. Alles super Leute. Jeder erzählte von sich. Es wurde Musik gemacht. Ich habe viel gelernt von allen.
Frühstück um zwölf, Mittag um 17 Uhr und 21 Uhr zum Hauptabend im HsD.
Durch den Abend führte Vicki Vomit. Saal wie immer völlig verraucht.
Als erstes ging es los mit Gitarre und Harfe. Einmalig. Ganz super war Rüdiger Bierhorst mit seinem Lied von Rangsdorf (Dorf vor Berlin). Denn nur dort ist das Wetter am schönsten.
Der flotte Totte sang von „Türen“. Ich habe nicht geglaubt, dass dabei der ganze Saal abfeiert.
Echt super. Und so ging auch der Abend viel zu schnell vorbei.
Der Rückweg nahte, Verabschiedung von Katze Klose, Lutz, Conny, Andrea, Bernd und all die anderen. Ein wenig Wehmut kam auf.
Dann sind wir beide auch los. Erst zu Vicki Vomit in die Wohnung. Ein Erlebnis, überall Gitarren in den Ständern und an der Wand. Klavier, Computer und Millionen von CD´s. Irre Schuhe in den Regalen. Er lachte, gab mir einen Kaffee, sagte: „Setz dich hin und halt die Klappe!“ Aber freundlich gemeint, weil ich so verdutzt geschaut habe.
Dann haben wir den flotten Totte zum Bahnhof gebracht, und Rüdiger Bierhorst mit nach Berlin genommen. Im Auto habe ich erfahren wie das Lied von Rangsdorf entstanden ist. Nach drei Stunden Autofahrt war ich wieder zu Hause.
Alles um mich herum wirkte auf einmal sehr still. Mir ging jede einzelne Szene durch den Kopf.
Es war ein besonderes Erlebnis, für das ich Michael Günther nochmals herzlich Danken möchte.
P.S. Leider sind die Bilder vom Hauptabend nichts geworden. Zu dunkel, keine Ahnung, blöder Apparat. Aber die vom Museumskeller sind ganz gut!
