Hallo, liebe Forumler,
das Konzert in Hamburg war spitzenklasse, und da Nicky mir rückgemeldet hat, dass sie meinen Konzertbericht, den ich für den Fanclub geschrieben habe, auch für forumstauglich hält, will ich euch unsere Erlebnisse nicht vorenthalten - viel Spaß beim Lesen!
Hamburg, das Tor zur Welt – über den Atlantik gedanklich nach Haiti
Konzertbericht über „Na und- wir leben noch!“ in der Hamburger Klangkirche mit anschließendem Treffen à la Katja
Wie die deutsche Bahn hat nun auch mein Bericht etwas Verspätung – doch gut Ding will Weile haben und bisher hatte ich einfach nicht den Kopf frei zum Schreiben!
Am Freitag, den 7.9. machte ich mich via ICE auf den Weg nach Hamburg – eine halbe Stunde früher als gedacht, aber durch die Verspätung kam im Endeffekt das Gleiche heraus! Bis auf einen Zwischenfall in Osnabrück, wo ein Fahrgast zwei Mal mit dem falschen Gepäck ausstieg, sein eigenes aber nicht wiederfand (eine ziemliche Aufregung, er hatte auch sämtliche Papiere in seinem Koffer gelassen und seine Verwechslungen legten nahe, dass ein anderer Fahrgast nun mit seinem Koffer früher ausgestiegen und nach Hause gegangen war), verlief die Fahrt ruhig und im Wechsel mit Sitzplatz und ohne. Angekommen in Altona holte mich Nicole ab, bei der ich das Wochenende logieren durfte.
Durch das diesige Wetter beschlossen wir, zunächst in ihrer Wohnung zu klönen, und bei selbstgebackener Pizza ließen wir es uns gut gehen. Eigentlich wollten wir ja auch gar nicht so lange quasseln, weil uns Samstag das Konzert von Katja bevorstand, aber wenn man sich seit dem letzten Liedertreffen im Mai nicht gesehen hat… ich glaube, es war nach Mitternacht, bis wir in die Federn kamen.
Da Nicole neben echter Liedermacher-Freundin eine begabte Künstlerin und Handwerkerin ist, und das Hamburger Wetter auch am Samstag zu wünschen übrig ließ, klapperten wir zunächst die Kreativläden der Innenstadt ab und fuhren dann zum Hafen für einen kleinen, gemütlichen Rundgang. Die Zeit verging wie im Flug und wir waren schon voller Vorfreude auf das Konzert. Schnell ins Konzert-Outfit geschmissen, die Karten und den Routenplan eingesteckt, konnte es losgehen, zur Klangkirche nach Hamburg-Harburg.
Wir hatten Karten für die 4. Reihe Mitte – die Reihen bestanden tatsächlich aus Kirchenbänken, die mit Klebezetteln durchnummeriert waren. Ein älteres Ehepaar meinte scherzend zu uns: „Setzen Sie sich doch ganz nach vorne!“ Wir erklärten ihnen daraufhin die Sitzplatzreservierung auf den Karten und sie stellten fest, dass sie selbst in der ersten Reihe sitzen durften. „Wir tauschen aber gerne mit Ihnen, wenn Sie wollen!“, meinten wir scherzend. „Nee, wir haben die Karten von unseren Kindern zur Silberhochzeit bekommen, wenn Sie mal soweit sind, bekommen Sie auch die erste Reihe!“ Sehr optimistisch, selbst wenn wir auf der Stelle weg heiraten würden, befürchte ich, dass zu unserer Silberhochzeit keine Katja-Konzerte mehr stattfinden!
Die Atmosphäre in der Klangkirche war wunderbar, wozu sicherlich die gute Akustik sowie die herzliche Veranstalterin beitrugen. Sie kündigte Katja mit vielen lobenden Worten an und begrüßte die beiden Rollstuhlfahrer im Publikum (sicherlich „Stammkunden“ des Programms in der Klangkirche) mit einem fröhlichen Händedruck.
Katja war richtig gut drauf, ihre Zwischenansagen nicht gar so bissig, eher wohlwollend, wenn auch immer noch eindringlich und so lang, dass sie zuweilen vergaß, wie sie überhaupt auf das Thema gekommen war und mit welchem Lied es nun weiterging… besonders bei den uns bekannten Liedern von Wader und Hoffmann, aber auch zwischendurch, lächelten Nicole und ich uns immer wieder an – ohne Worte, Liederschwester!
In der Pause meinte Nicole dann auch gleich: „Das war nicht mein letztes Katja-Ebstein-Konzert!“ Richtig so, denn für Freunde der Liedermacherei bietet „Na und- wir leben noch“ bekannte und schöne Lieder in einem neuen Zusammenhang und eben ein klein wenig anders interpretiert! Also, wen darf ich das nächste Mal mitnehmen???
Vor dem zweiten Konzertteil überraschte uns die Veranstalterin mit der Nachricht, dass es zwar heute noch keine, aber in 2-3 Wochen eine CD von „Na und…wir leben noch!“ geben würde, und dass man bei ihr diese vorbestellen könnte. Die andere Ankündigung war nicht so erfreulich, 2013 wird die Klangkirche schließen müssen bzw. die kulturellen Veranstaltungen müssen ausweichen, weil der Träger die Kosten nicht mehr tragen will (wobei das Kulturprogramm das allermeiste wieder reinspielt, also, da sollte doch noch was zu machen sein!)
Stefan Kling eröffnete den zweiten Konzertteil wie immer bravourös auf dem Klavier, dann ging es mit dem Thema „Liebe“ weiter. Wie auch schon im ersten Teil stieß Katja auf ein ziemlich euphorisches und begeisterungsfähiges Publikum, die meisten Lacher hatte natürlich „Wenn Vata wieda aus Zuchthaus kommt“.
Ich hatte ja ehrlich vor, diesmal nichts, aber auch gar nichts reinzurufen, und wurde von Katja zunächst auch nicht in die Versuchung gebracht, weil sie diesmal nicht nach Hannes Wader fragte, aber im Zugabenteil ging es dann doch mit mir durch: Absoluter Texthänger mitten in „He, du da!“ und Stefan Kling hatte zwar die Noten, nicht aber Katjas Text! „Das gibt’s doch nicht, mir fehlt ein Wort…“ , entschuldigte sich Katja und lief nervös auf und ab. Angestrengt kramte ich in meinem Gehirn nach dem Text und sprach es halblaut vor mich hin – denn gerade dieses Lied gehört nicht zu den vielen, die ich wortwörtlich auswendig kann. Doch da kam mir der Blitzgedanke: „War das nicht..“ „Wer spricht da?“ fragte Katja abrupt. Später fiel mir ein, ich hätte antworten können: „Eine Stimme aus dem dummen Publikum“, aber so blieb ich einfach inkognito und sprach die Zeilen: „Warum hat die so ein irres Gesicht, und dazu noch einen Platz im Licht – oder so ähnlich?!“ „Gesicht, ja das war’s!“ Vor mir drehten sich ein paar beeindruckte Zuschauer zu mir um. Katja setzte noch mal ein und zeigte bei der Stelle beide Daumen hoch – „Wie schön, wenn das Publikum deinen Text kennt!“, meinte sie abschließend noch. Für donnernden Applaus sorgte Weckers „Prost Deutschland“, und „Sag mir, wo die Blumen sind“ inspirierte Nicole und mich sofort für das nächste Liedertreffen…
Glanzvoll ging das Konzert zu Ende – unser Abend aber noch lange nicht. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Christoph und Rico – denn: Ratet mal, wer noch im Konzert war und sich schwesternmäßig mit Katja danach ablichten ließ! Na? Mary Roos! Sie kam aber nicht mehr mit ins Atlantikhotel, dadurch, dass sie am nächsten Tag bei einer Charity-Veranstaltung auftreten sollte, wollte sie bald ins Bett „Und bei Katja wird das nichts vor 4 Uhr morgens!“ Sie sollte Recht behalten. Katja begrüßte uns und sorgte dafür, dass ihre Freundin TiCorn (Liedermacherin aus Haiti, klasse Frau und großartige Künstlerin, wie ich jetzt herausgefunden habe, interessierte sich übrigens fürs Liedertreffen!) und deren Freunde uns mit dem Auto in die Bar des Atlantikhotels – laut Nicole die erste Adresse in Hamburg! – mitnahmen. Wir waren zunächst auch mächtig beeindruckt und fürchteten, dem Dresscode nicht zu genügen, denn alle anderen Frauen liefen dort im Ballkleid herum und die Herren im schnieken Anzug.
Den Pannen, die uns dort begegneten, zufolge, sollte es allerdings die letzte Adresse in Hamburg sein, zumindest was den Wohlfühlfaktor angeht! Katja meinte am Ende belustigt: „Daraus könnte man eine Kurzgeschichte schreiben!“ – und das mache ich auch, sonst werde ich mit dem Bericht wieder nicht fertig (gleich ist Sperrstunde hier im Rechenzentrum der Uni, da komme ich erst morgen wieder ans Internet!).
Also, hier habt ihr nun Teil 1, Teil 2 über das Treffen, der nicht minder spannend wird, folgt morgen!
Ganz liebe Grüße,
eure Anne
PS: Nach dem Amrumer Konzerttermin 2013 müssen wir unbedingt in St. Augustin fragen, den brauchen wir für die Urlaubsplanung, nicht wahr, Susan?
Hamburg, das Tor zur Welt – über den Atlantik gedanklich nach Haiti
Konzertbericht über „Na und- wir leben noch!“ in der Hamburger Klangkirche mit anschließendem Treffen à la Katja (Teil 2)
So, wir waren in der Bar des Atlantikhotels stehengeblieben.
Katja hatte uns vorgeschickt, weil sie noch ihre Mikros etc. einräumen musste – vielleicht hat sie auch noch einmal mit der Veranstalterin gesprochen. Die Bar war ziemlich voll und verfügte nur über Vierertische. Einen konnten wir in Beschlag nehmen – Nicole, einer von TiCorns Freunden (Ticorn ist übrigens ein Künstlername, steht für „petite Cornelia“, ihr echter Name ist Cornelia Schütt, deutsche Eltern, aber auf Haiti groß geworden) – ich glaube, er hieß Hartmut, und ich nahmen deshalb direkt an der Bar Platz und bestellten ein Getränk – das uns, oh Wunder, unverzüglich gebracht wurde.
Katja traf ein und wollte umgehend dafür sorgen, dass wir alle an einem Tisch sitzen konnten – leichter gesagt, als getan, denn es war nichts mehr frei. Zwischenzeitlich rauschte Helge Schneider an uns vorbei (überhaupt nicht herausgeputzt, na, da waren wir wenigstens nicht die einzigen „Underdressed“). Bis 1 Uhr morgens spielte wacker ein Barpianist – Stefan Kling kam übrigens nicht mehr zum Treffen dazu, dadurch, dass am nächsten Abend noch mal ein Konzert stattfinden sollte, das früher begann, wollte er wohl ausspannen. Hartmut fand das Klavierspiel nach Katjas tollem Konzert nervtötend, ihr selbst und uns hat es aber ganz gut gefallen – wir verpassten bloß alle Möglichkeiten, zu applaudieren. Mit Hartmut an der Bar stellte ich zunächst richtig, dass ich Fan, aber nicht Stalker von Katja bin (Nein, ich war auch auf Amrum , um mich zu erholen, nicht nur wegen ihres Konzerts, und nein, ich habe nicht vor ihrem Haus im Garten campiert! Was sich manche Leute denken???).
Eine halbe Stunde später entdeckte Katja, das auf der kleinen Empore der Bar ein Tisch mit etwas mehr Platz frei wurde, was wir alle zu einem gemeinsamen Umzug nutzten. Wir baten darum, dass noch 3 Stühle gebracht werden, sorgten dann aber für mindestens 2 selbst. Die Pannenshow konnte beginnen. Katja hatte von der Veranstalterin einen kleinen Blumenstrauß erhalten und bat die Bedienung um eine kleine Vase. Wir baten drei Mal darum, bis uns halbherzig eine gebracht wurde – jauchzet und jubilieret, die Blumen haben überlebt! Als nächstes wollte Katja gerne einen Wein bestellen (welchen es, wie auf Amrum, nur in ganzen Flaschen gab, zu horrenden Preisen, wie man sich vorstellen kann!). „Sagen Sie, ich kann nicht vorher den Wein probieren, bevor ich eine Flasche auswähle und bestelle?“, fragte Katja die Kellnerin. „Doch, natürlich, können Sie!“, lautete die Antwort der Azubine (wie sich später herausstellte), „und essen können Sie hier auch, die Küche hat noch bis halb zwei geöffnet.“ Also verlangte Katja nach der Speisekarte und bestellte Fisch – TiCorn ebenfalls. Es verging einige Zeit, dann kam unsere Kellnerin zurück. „Es tut mir sehr leid, aber die Küche schickt mich – Sie können den Wein doch nicht vorher probieren!“ Katja hatte zwei in der engeren Auswahl. „Reinhard Mey hätte jetzt gesungen „Ich brauche einen Sommelier!““, raunte Nicole mir zu. Ich nutzte die Pause, um die Toilette aufzusuchen und den anderen danach eine Wegbeschreibung dorthin zu geben. Als ich wiederkam, war wohl auch Katja selbst auf die Idee mit dem Sommelier bekommen. „Dieser hat seit 23 Uhr Feierabend!“, lautete die nächste Auskunft. Die Essensbestellung war einfach überhört worden. Katja bestellte letztendlich den etwas günstigeren Wein von den beiden und teilte ihn mit TiCorn , Hartmut und Ehefrau. Danach wiesen wir freundlich auf die Essensbestellung hin. „In der Küche sind auch nur noch Azubis!“, lautete nun die Entschuldigung, „und es gibt nur noch den Mitternachts-Snack – Currywurst!“ Unserer Kellnerin muss echt die Pumpe gegangen sein. Wir konnten bei einer solchen Anhäufung an Missgeschicken nur lachen! Hartmut wartete seit bald einer Stunde auf seinen Biernachschub. Als es ihm gebracht wurde, bestellte er sofort das nächste – „damit es auch da ist, wenn ich dieses hier ausgetrunken habe!“.
Katja erzählte daraufhin viel von ihren Aufenthalten auf Haiti (ihr Mann hat dort wohl einen Film gedreht und sie waren häufig im Urlaub dort, bei TiCorns Familie – von Hochzeitsreise war auch die Rede, nun weiß ich aber nicht sicher, ob von ihrer eigenen oder von Freunden). Es gab überall Ratten in der Unterkunft :„Schöne Ratten, mit silbrig-grauem Fell!“ (O-Ton Katja), die aber insofern unangenehm wurden, als dass die an alles Essbare herangingen. Katja sperrte daraufhin eine Katze ins Zimmer, mit der Vorstellung, diese würde die Ratten verjagen, wenn nicht auffressen. Der Plan ging buchstäblich nach hinten los. Die freiheitsliebende Katze geriet in ihrem „Gefängnis“ in Panik und hinterließ einen riesigen Haufen auf Katjas Bett. Mit den Ratten musste man sich also arrangieren.
Die Gespräche verliefen weiter und kamen auch auf das Thema „Klangkirche“ zurück. Einer von Katjas Freunden, wohl seinerzeit beim Radio NDR beschäftigt, wollte sich an die richtigen Stellen wenden, um sich für den Erhalt der Klangkirche einzusetzen. „Wenn ich euch unterstützen kann, sag mir Bescheid!“, meinte Katja.
Sie erzählte später auch wieder von Naturthemen, die sie beschäftigen, und kam dann auf Canada und ihren Besuch in einem Indianerreservat zu sprechen, wo sie, nachdem sie einem Häuptling Löcher in den Bauch gefragt hatte, indianisch getauft wurde. Den indianischen Namen weiß ich leider nicht mehr, aber die Übersetzung lautete „die im Kopf weit reist“. Wenn ich mir vorstelle, dass ich je solch einen Namen erhalten sollte, dann würde der wohl „die im Konzert Texte einsagt“ lauten!
Katja verspeiste ihre Currywurst, die Soße war wohl auch lecker, aber der Rest nicht wirklich. „Ist eine Biowurst“, lautete die Antwort der Bedienung – aha, Bio darf also nicht schmecken, oder was???
Es war schon kurz vor drei, da zogen wir wegen frischerer Luft in die Lobby um. Katjas Freundin wollte einen Espresso bestellen, bekam aber keinen: „Die Kaffeemaschine wurde gerade ausgestellt, ab 6 Uhr morgens gibt es wieder einen!“ Katja verschwand für längere Zeit auf Toilette, TiCorn ging schließlich nach ihr schauen, denn wir wollten uns auch nicht ohne Verabschiedung und Dankeschön verdrücken, und vielleicht war ihr der Wein zu Kopf gestiegen? Nebenan begannen die Kellner lautstark mit Aufräumarbeiten. Katja kam zurück und sah ziemlich müde aus. Ich bestellte ihr endlich die Grüße von Lucian Plessner und übermittelte seine Begeisterung, nochmals mit „Nina Gluckstein“ aufzutreten. Katjas Antwort: „Ja –aber wo?“.
Wir gewannen den Eindruck, dass man uns loswerden wollte. „Joa, wir hätten schon ganz gerne, dass Sie gehen, wir schließen die Bar.“
Es folgte die Odyssee der Rechnungen. Die erste, die Katja erhielt, hatte ihren Wein nicht mit aufgeführt. „Bevor die arme Azubine das bezahlen muss, bin ich so nett, und weise sie darauf hin!“, meinte Katja (sehr lieb und anständig!). es folgte Rechnung Nummer 2, die den um 40 Euro teureren Wein enthielt. „Nee, so sozial bin ich dann auch nicht, dass ich den günstigeren trinke und den teureren bezahle!“ (wir, d.h. die Weintrinker, beteiligten uns übrigens diesmal, von Nicole und mir wollte Katja aber kein Geld annehmen). Ewigkeiten verstrichen – „Wahrscheinlich suchen die jetzt noch mal die Flasche und prüfen das Etikett – peinlich!“, dachten wir. Die dritte Rechnung stimmte dann.
„Bei all den Pannen des heutigen Abends – meinen Sie nicht, Sie könnten uns einen Absacker bringen, auf Kosten des Hauses?“, meinte Katja lachend. Hier ereignete sich dann die letzte Panne, denn der Kellner konnte nicht zählen. „O, jetzt habe ich einen zu wenig gebracht – soll ich noch einen holen?“ Wir sagten mindestens dreimal freundlich „Ja, holen Sie noch einen!“, bis er sich in Bewegung setzte. Dafür verlangte er aber auch ein sofortiges Urteil des Mixes, der nach Nicole wie geschmolzene Rumkugel schmeckte. „Es fehlt noch eine Kaffeebohne, dann ist es nicht zu süß!“, riet Katja.
Es war 4 Uhr morgens und wir brachen auf. Katja holte ihren Schlüssel an der Rezeption. „Um wieviel Uhr möchten Sie geweckt werden?“ Falsche Frage! „Gar nicht…“, mehr von Katjas Antwort hörte ich nicht. Sie umarmte uns und rief mir dann noch herzlichste Grüße an Karl Knott und Familie hinterher. Hab ich ja auch nicht vergessen, auszurichten!
TiCorns Freunde brachten uns noch – sehr, sehr nett! – bis vor die Haustür. Sie sammelten zunächst große Pluspunkte „Ich liebe die Lieder von Reinhard Mey!“, bekamen aber wieder Abzug „Aber das Live-Konzert war scheiße!“. Das sollte ich wohl lieber nicht im Liedermacherforum posten…
Den nächsten Tag hielten Nicole und ich im Katja-Rhythmus: mittags aufstehen, den Frühstückstisch um 15.30 Uhr abräumen, dazwischen Gitarre spielen und gemeinsam singen – schööööön! Wir scherzten schon, dass wir, wenn wir so weiter machten, eher die CD fertig bekämem als Katja und unser verehrter Liedermacher Stephan Graumann aus dem Forum – na ja, nur so laienhaft, wie wir Musik machen, wollte die wohl erst mal keiner hören.
Nachmittags fuhren wir noch in die Speicherstadt und zum Michel und hatten herrliches Sommersonnenwetter. Abends zeigte mir Nicole den Kiez und wir aßen königlich im Restaurant „Herzblut“ zu Abend, wo uns im Kontrast zum glamourösen Atlantikhotel eine ungelernte (!) Kellnerin, Dani, herzlichst bediente.
Hamburg, ich komme wieder! Wenn Katja wieder dort konzertieren sollte, aus doppeltem Grund!
So, ihr Lieben, das war’s für diesmal! Herzlichen Dank an Nicole und viel Spaß euch in allen kommenden Konzerten! Ich hoffe, den ein oder anderen bald wiederzusehen!
Viele liebe Grüße,
Anne