Wichtig: Spam-Nachrichten von Bot-Konten – bitte keine Links anklicken!

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen haben einige von euch private Nachrichten von unbekannten Konten mit Links erhalten, zum Beispiel mit dem Betreff „Darf ich dich was fragen?".

Vielen Dank an alle, die diese Nachrichten gemeldet haben!

Was passiert ist
Das Forum wurde vor einiger Zeit auf einen aktuellen Stand gebracht. Dabei sind einige Dateien nicht vollständig übertragen worden. Dadurch sind wohl wichtige Sicherheitsfunktionen ausgefallen, unter anderem bei der Abfrage im Rahmen der Neuregistrierung (Captcha). So konnten sich diese Bots anmelden.

Das Besondere: Anders als bei früheren Spam-Wellen wurden keine Beiträge in den Foren erstellt, die ich sehr schnell entdeckt hätte, sondern es wurden wahllos aktive Mitglieder per PN angeschrieben. Das ist eine neue Qualität und lässt sich schwieriger bekämpfen.

Was ich getan habe
- Die Bot-Konten sind gelöscht.
- Die Systemdateien wurde nochmals gecheckt und in 2 Fällen musste tatsächlich korrgiert werden.
- Neue Registrierungen muss ich jetzt zuerst freischalten. So kann ich selbst entscheiden, wie dringlich das Problem noch ist.
- Den E-Mail-Anbieter, über den die Anmeldungen liefen (zum Glück immer derselbe), habe ich gesperrt. Erfahrungsgemäß ist das aber nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Hürde genommen wird.

Was ihr tun könnt
- Klickt auf keinen Fall auf die Links in solchen Nachrichten und gebt dort keine Daten ein.
- Löscht die Nachricht oder meldet sie über die Funktion „Melden".
- Falls ihr doch geklickt und irgendwo Daten oder ein Passwort eingegeben habt, ändert bitte sofort das betroffene Passwort (und überall dort, wo ihr dasselbe noch verwendet).
- Steht als Absender „Anonymous", stammt die Nachricht von einem bereits gelöschten Bot-Konto. Ihr könnt sie einfach löschen.
- Kommt eine verdächtige Nachricht von einem Konto mit einem Namen der Euch "komisch" vorkommt, z.B. MiaAbc23 oder sowas, leitet sie bitte an mich weiter oder meldet sie, dann kümmere ich mich darum.

Und wie immer gilt, auch im Hinblick auf die KI-Technik („neu" ist vielleicht übertrieben ;-) ): Alles kann zum Guten wie zum Schlechten genutzt werden.

Administrative Grüße von migoe aus der KI-Hölle ;-)

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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Nov 2010 12 19:20

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Nicole

#1

Das ist ja mal der Kracher! Bin mal auf Sky´s Ausführungen gespannt :-)
http://www.shortnews.de/id/860540/Pirat ... ins-Lieder
LG von der Mosel
Nicole :guitargirl: (die froh ist dass sie durch ist mit Martinsliedern)
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Skywise
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GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Skywise

#2

Wie man's nimmt.
Also - nur mal grundsätzlich: es ist Blödsinn, daß das Lied 70 Jahre alt sein muß, ehe es lizenzfrei wird. Richtig ist, daß der/die/das Urheber des Stückes 70 Jahre lang in den Ewigen Jagdgründen geweilt haben muß (beginnend mit dem 1. Januar, der auf seinen Todestag folgt), ehe das Stück gemeinfrei wird. Wenn Herr Heesters also mit 37 Jahren ein Stück geschrieben und veröffentlicht hätte, muß ich alle Aufführungswilligen enttäuschen - die 70-Jahre-Frist ist noch nicht mal angelaufen, selbst wenn das Stück 1940 das Licht der Welt erblickt hat. Ist der Urheber des Stücks bereits vor über 70 Jahren zu Pflanzendünger geworden, so hat die GEMA gerade mal gar nix zu wollen. Das Standard-"Rabimmel rabammel" kostet also die Kindertagesstätten keinen einzigen Cent GEMA-Gebühren. Ausnahmen - müssen auch hier erwähnt werden, nur mal der Ordnung halber - dürften (Neu-)Bearbeitungen der "klassischen" Laternen-Lieder bilden. Sobald also jemand noch zusätzlich Kreativität in die alten Lieder steckt, weitere Strophen verfaßt oder 'ne ganz kreative Begleitung ausarbeitet, dürfte sich die GEMA wieder die Hände reiben.
Wenn eine Kindertagesstätte also ausschließlich auf die Klassiker zurückgreift (St.-Martins-Lied, "Laterne Laterne", "Ich geh' mit meiner Laterne" etc.), dann braucht sie die Regelung der GEMA eigentlich nicht zu kümmern. Gilt auch für die althergebrachten Weihnachts- oder Osterlieder.
Dann ist es so, daß die GEMA gewissermaßen für entgangene Einnahmen für Liedbücher eine Art "Entschädigung" verlangt. Im Grunde genommen verständlich, immerhin hat ja der Komponist eines Laternenliedes dieses vermutlich geschrieben, weil er damit sein Brötchen nebst Belag finanzieren will. Dazu muß er es verkaufen. Verkauft er es nur einmal und es wird einige Dutzend Male kopiert, steht er natürlich in der Ecke und schmollt. Aus diesem Antrieb heraus ist die GEMA aktiv geworden und fordert nun. Wenn's nun also wirklich unbedingt der Rolf Zuckowski sein muß, dann muß er entsprechend entlohnt werden. Übrigens nicht erst seit gestern oder vorgestern. Das Thema wird gerade zum Teil einer Stimmungsmache, die einen bestimmten Hintergrund hat. Da komm' ich gleich noch einmal drauf zurück.
Entgehen kann man dieser Situation, indem man beispielsweise die Noten und Texte nicht kopiert, sondern abschreibt (wichtig: auch diese Sachen sind dann urheberrechtlich geschützt, dürfen also nicht kopiert werden). Besonders clevere KiTa-Leuts sind auch schon auf den Dreh gekommen, die Sachen zu kopieren (GEMA-Gebühr abdrücken nicht vergessen!), eventuell einzuschweißen oder zu binden und dann die Sachen nach gehabter Festivität wieder einzusammeln für nächstes Jahr. Sollten Eltern schlampig sein, dürfen sie für den Ersatz geradestehen. Dann hat man erst mal für ein paar Jahre Ruhe.
Die allerbeste Methode, die GEMA-Gebühren zumindest in dieser Hinsicht zu umgehen, ist aber schlicht und ergreifend das Auswendig-Lernen der Lieder. Das traue ich den meisten Kindern auch schon im Kindergartenalter zu. Den meisten Erwachsenen eher nicht.
In dem Beitrag steht etwas von 56,00 Euro pro 500 Kopien. Das ist auch nicht ganz richtig. Erstens kommen zu den 56 Ohjo noch 7% Mehrwertsteuer. Wir wollen ja ehrlich sein. Zweitens müssen kirchliche oder kommunale KiTas "nur" 44,80 Euronen (zzgl. Märchensteuer) zahlen. Und drittens muß man vielleicht noch den Grund für den Zoff erwähnen, denn Schulen sind im Prinzip von dieser Regelung ausgenommen, da es hier bereits seit Jahr und Tag einen Pauschal-Vertrag mit den einzelnen Ländern gibt, der die GEMA ruhig stellt und in den meisten Schulen das Kopieren von Noten und Texten gestattet. Im Schulsektor war diese Regelung möglich, weil es hier deutlich weniger Träger gibt als im KiTa-Bereich; in der Regel ist der Träger im Schulbereich das Land, bei den Ausnahmen gibt es auch einige Möglichkeiten der Bündelungen, da kann man ordentlich Verhandlungen führen. Im KiTa-Bereich ist das leider nicht so, da liegt die Verantwortung meistens bei den jeweiligen Kommunen; die KiTas wollen aber auch in derselben Liga wie die Schulen mitspielen, daher drängen derzeit einige KiTas, Kommunen und private Träger auf einen vergleichbaren Pauschal-Vertrag wie im Schulsektor. Da die Kassen in vielen Kommunen so leer sind wie schon lange nicht mehr, dringt jetzt der Ruf eben an die Presse. Daß die Regelung nicht neu ist, zeigt sich allein schon daran, daß etwa 3.500 KiTas die von der GEMA angebotene Rahmenvereinbahrung bereits unterschrieben haben (nach Angaben von Herrn Krauß, VG Musikedition).
Soweit mir bekannt, hat die Sache noch ein bis zwei kleine "Beigeschmäckle", weil zum einen bereits seit Jahrzehnten die VG Wort bei jedem verkauften Kopierer, Faxgerät und Drucker eine gewisse Pauschale vom Hersteller erhält, mit der Kopien und nicht verkaufte Bücher eigentlich abgegolten sein sollten. Was damals mit der GEMA los war, weiß ich nicht, aber ich schätze, daß sie bei dieser Pauschale nicht berücksichtigt wird. Zum anderen ist streng genommen auch das öffentliche Absingen oder Abspielen von urheberrechtlich geschütztem Material kostenpflichtig ... öhm. Ich sag' nix.
Gruß
Skywise
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Reino
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Nov 2010 12 21:39

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Reino

#3

Da ich keine näheren Informationen zu dieser obskuren Meldung habe, bin ich etwas verwundert. Die GEMA hat keine Rechte an den Noten, sondern verwaltet nur die Aufführungsrechte (und mechanischen Vervielfältigungsrechte, also die Rechte an Tonträgern). Und das auch nur bei richtigen Veranstaltungen. Laternenumzüge gehören nicht dazu.
Dieser Beitrag enthält 52 Wörter



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Mario
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Nov 2010 13 21:37

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Mario

#4

macht einfach mal was neues, singt meine Lieder - sind alle Gema frei:_)
Mario
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12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden

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Nicole hat dieses Thema gestartet
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Nov 2010 14 21:31

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Nicole

#5

Also Mario, dann schick mir mal all deine martinslieder für Kinder.....ach da fällt mir ein, bald ist Weihnachten, die advents- und weihnachtslieder auch :D.
Sky, das klingt ja sehr interressant. Ich weiß, dass unser Träger, die Kita-gGmbH, Linzensverträge hat, ich denke, damit wäre unser Kindergarten abgesichert.
Ich dachte aber immer, dass wen ich original Noten kaufe (z.B. Rolf Zuckowski) dass ich das "Recht habe" das im Kindergarten zu spielen!?
Das meiste kann man ja nach Jahren eh auswendig :-)
LG Nicole
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Reino
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Nov 2010 15 18:10

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Reino

#6

Nicht verwechseln: Spielen darf man die Lieder natürlich (ob zusätzlich GEMA anfällt, hängt vom Rahmen der Aufführung ab). Aber Kopieren darf man die Noten nur für den eigenen Gebrauch.
Dieser Beitrag enthält 35 Wörter



Benutzer 141 gelöscht
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Jan 2011 23 19:20

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Benutzer 141 gelöscht

#7

Etwas Neues und Erfreuliches zum unangenehmen Thema "Gema-Gebühren" für Kindergartennoten:
Eine neue Internetseite nimmt sich des Problems an und sammelt Noten von Liedern, die gemeinfrei sind (z.B die üblichen Kinderlieder wie "Laterne, Laterne" u.ä) oder von Autoren unter einer sog. CC (Common-Creative-License) freigestellt sind.
Wer also Lust und Zeit hat diese Aktion zu unterstützen kann/darf/sollte seine Zeit am PC dazu verwenden, alte Kinderliederklassiker mit einem Notensatzprogramm zu setzen und auf die Webseite hochzuladen. Natürlich dürfen es auch die eigenen Kinderlieder sein (sofern man nicht der VG-Musikedition oder der GEMA als Mitglied angehört) und sie zur Verwendung freigibt. Wer eine CC-Lizenz wählt, kann verschiedene Differenzierungen vornehmen, z.B. dass er die kommerzielle Verwertung seines Werkes nicht gestattet oder Einschränkungen macht, was die Veränderung des Werkes angeht usw.
Hier ist der Link zur Seite:
kinder-wollen-singen.de
Hier gibt es die Informationen über CC-Lizensen:
de.creativecommons.org
Die Dateien für die Kinderliederseite werden im pdf-Format erbeten oder im Dateiformat des freien Musikeditors "musescore", der für alle Betriebssysteme kostenlos erhältlich ist.
Erhältlich ist musescore hier:
musescore.org/de
Es sei noch erwähnt, dass musescore Capella-Dateien zum Teil importieren kann, so dass zumindest Noten und Liedtext übernommen werden. Nacharbeit ist zwar dann notwendig, aber das Wichtigste wäre damit schon in der Datei drin.
reino schrieb:
Da ich keine näheren Informationen zu dieser obskuren Meldung habe, bin ich etwas verwundert. Die GEMA hat keine Rechte an den Noten, sondern verwaltet nur die Aufführungsrechte (und mechanischen Vervielfältigungsrechte, also die Rechte an Tonträgern

Dazu möchte ich Folgendes von der Seite "Kinder-wollen-singen.de" zitieren:
Jahrelang haben Kindergärten und Chöre Noten für ihre Kinder einfach kopiert und niemand hat sich daran gestört. Erst in den letzten Jahren hat es sich bedauerlicherweise durchgesetzt, dass die VG Musikedition (vertreten durch die GEMA) deratige Verwendungen in Rechnung stellt und die Kindergärten ermahnt Gebühren zu zahlen.

Die GEMA fungiert hier quasi als Inkassounternehmen, obwohl es sich nicht um Aufführungsrechte und -gebühren handelt.
Aber warum müssen Kindergärten zahlen? Musik ist prinzipiell urheberrechtlich geschützt, das gilt nicht nur für Tonaufnahmen (bsp. MP3s oder CDs) sondern eben auch für die zugehörigen Noten. Dazu kommt noch, dass nicht nur die Musik selbst geschützt ist, sondern auch das Arrangement und unter Umständen der Notensatz selbst. Das heißt, selbst wenn ein Musikstück "gemeinfrei" ist (also niemandem mehr gehört, beispielsweise traditionelle Kinderlieder) darf das Notenblatt selbst eventuell noch nicht kopiert werden. Ein Kindergarten müsste also prüfen ob das Stück gemeinfrei ist und das vorhandene Notenblatt selbst kein geschütztes Arrangement darstellt bevor er es kopieren darf.

Wer sich die Arbeit macht "Alle Vögel sind schon da" (ein sog. gemeinfreies Lied) in Noten zu setzen, hat das Recht für den Notensatz Gebühren zu verlangen und dies machen die Verlagen seit Neuestem eben. Also holt die Liederbücher raus, setzt die gleichen Noten nochmals (aber keine - i.d.R. geschützten -Arrangements!!) und stellt es den Kindern zur Verfügung - denn kein Mensch kann Euch zwingen, Eure Arbeit nicht verschenken zu dürfen.
Liebe Grüße
Michael X
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Mario
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Jan 2011 23 21:10

GEMA möchte Lizenzgebühren von Kindergärten

Beitrag von Mario

#8

Ich mache mit und werde meine Liedermal setzen.
Mario
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12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden

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