Lied "Silbermond/Träumerein"

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Mhartainn hat dieses Thema gestartet
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Lied "Silbermond/Träumerein"

Beitrag von Mhartainn »

Hallo!
ich hoffe ich übereile nichts da ich erst gestern einen Text von mir hier eingestellt habe - und ich jetzt schon mit einem "Lied" herantanze.
Mir persönlich bedeutet das Lied sehr viel - "Silbermond/Träumerein".
Das Lied birgt Träumerein in sich, meine eigenen Träumerein. Es ist sehr langsam gehalten, einfach, nur mit etwas Klavier und wenigen Streichern in Szene gesetzt. Es ist und bleibt allerdings ein "Rohentwurf" den ich zu Hause in meinem Wohnzimmer aufgenommen habe.
Die beigefügten Bilder entstammen Aufnahmen von "meiner" Insel Irland, wo ich seit einiger Zeit lebe.
Ich bedanke mich sehr herzlich für Eure Zeit
Mhartainn
Link zum Youtube Video:
http://www.youtube.com/watch?v=nWwGcu1FOXg 

Text:
Silbermond/Träumerein

Träumerein sind nur ein Stück vom Himmel
Unendliche Weiten auf dieser Welt
Träume Leben, sich Gedanken besinnen
Tage der Trauer in der mächtigen Welt
Wir leben gemeinsam, in einer stählernen Wüste
Den Glauben in uns man kann alles zerstören
Wir leben nur um dieses zu vollenden
Und nicht um es zu leben in dieser Welt.
Träumerein, der Beginn aller Weisheit
Des Lebens und des Glücks
Der Furcht und Magie
Lebe doch in Träumen, Realität verschwinde
Hier in dieser mächtigen Welt
Wir leben gemeinsam, in einer stählernen Wüste
Den Glauben in uns man kann alles zerstören
Und wir leben nur um dieses zu vollenden
Und nicht um zu leben in dieser Welt.
Sonnenlicht nach einer dunkel Nacht leuchtet und vergeht
Mensch in der Sonnenflut, lächelt und versteht
Tanzt in der Silbernacht voller Reinheit und Magie
Lebt in dieser Silbernacht voller Harmonie
Träumerein als Stück vom Himmel
In einer Welt die dadurch besser wird
Nimm Dir Zeit für Deine Träume
Der Silbermond er scheint für Dich
Scheint für Dich – Du wirst verstehn....
Dieser Beitrag enthält 312 Wörter

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Skywise
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Lied "Silbermond/Träumerein"

Beitrag von Skywise »

Hm. Nun ja.
Zunächst mal zur Schriftform - "Träumerein" erweckt in mir irgendwie den Eindruck, daß es auch an anderer Stelle "Träumeraus" geben muß. "Träumereien" sind aber anscheinend gemeint. Alternativ, um Mißverständnisse zu vermeiden, kann man auch mit Apostroph arbeiten: "Träumerei'n". Wäre zumindest eleganter, auch wenn man's nicht hört ... das ist aber ehrlich gesagt das kleinere Übel.
Träume Leben, sich Gedanken besinnen
Tage der Trauer in der mächtigen Welt
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber ich habe das Gefühl, daß an diesen beiden Zeilen wirklich gar nichts stimmt. Das geht bei der Zeichensetzung los und endet letzten Endes damit, daß ich nicht weiß, wo ich die "Tage der Trauer in der mächtigen Welt" hinstecken soll. Ein erstes Gefühl sagt mir, daß es direkt zu den "Träumereien" aus der ersten Zeile gehört, eine Ausführung dieser Idee ist, aber das würde inhaltlich nicht passen. Ein zweites Gefühl sagt mir, daß der Bezug so herzustellen wäre, daß man sich der Gedanken an die Tage der Trauer in der mächtigen Welt besinnen sollte. Würde einen Sinn ergeben, aber dann wäre der Anschluß zu der Aufforderung, das Leben zu träumen nicht mehr sinnvoll. Hm.
Den Glauben in uns man kann alles zerstören
Auch hier fordert der Deutschfanatiker eine Aufklärung mangels Satzzeichen. "Den Glauben in uns" - soweit kapier' ich's - "man kann alles zerstören".
Möglichkeit 1:
"Den Glauben in uns (hier wahlweise ein Punkt, ein Semikolon, ein Bindestrich ...) man kann alles zerstören."
Das würde aussagen, daß "man" auch den Glauben in uns zerstören kann.
Möglichkeit 2:
"Den Glauben in uns, man könne alles zerstören."
Das würde aussagen, daß wir den Glauben in uns tragen, daß man alles zerstören könne. Würde mehr Sinn ergeben als Möglichkeit 1.
An dieser Stelle denke ich auch an das gesungene Wort, denn momentan schimmert an dieser Stelle eher Variante 1 durch.
Und nicht um es zu leben in dieser Welt.
Was für ein "es"? Dieses "es" läuft ziemlich ins Leere, weil es außer "alles" kein Bezugswort im Refrain hat, und sowohl das als auch alle Möglichkeiten in der vorherigen Strophe keinen Sinn ergeben.
Und nicht um zu leben in dieser Welt.
Hier ist das "es" plötzlich weg
Sonnenlicht nach einer dunkel Nacht leuchtet und vergeht
Mensch in der Sonnenflut, lächelt und versteht
Tanzt in der Silbernacht voller Reinheit und Magie
Lebt in dieser Silbernacht voller Harmonie
Keine richtige Kritik (jetzt mal abgesehen von der Zeichensetzung), eher ein Gefühl: das Präsens tut dieser Strophe meines Erachtens irgendwie nicht gut. Wenn Du schon in den nächsten Zeilen etwas forderst, warum diese Forderung nicht als utopischen Gedanken oder als Idealvorstellung hierher vorziehen?
"Sonnenlicht nach einer dunklen Nacht, leuchte und vergeh'
Mensch in der Sonnenflut, lächle und versteh'
Tanz' in der Silbernacht voller Reinheit und Magie,
leb' in dieser Silbernacht voller Harmonie."
Wie gesagt - nur so eine Idee, keine Kritik.
Und dann zur akustischen Umsetzung:
Du glaubst ja gar nicht, wie schnell mir dominante Synthi-Streicher auf den Sack gehen können, wenn sie nichts zu bieten haben. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn sie im Hintergrund eine Art Basis bilden und nicht größer auffallen. Nur - wenn sie gleichberechtigt neben einem Klavier auftauchen, dann erwarte ich eigentlich schon, daß sich im Laufe der Zeit etwas tut, sei es durch entsprechende Streicherarrangements, eine begleitende Violinstimme (wobei ich ja auch gleich einschränkend sagen muß, daß es sehr, sehr viele sehr, sehr schlechte Violin-Samples in dieser, unserer so grausamen Synthi-Welt gibt), entsprechende Cello-Einsätze, Überleitungen zu einzelnen Akkorden oder ähnliches. Aber gut, ist ja nur ein "Rohentwurf" ... unter Umständen wäre auch eine kleine "Auflockerung" keine schlechte Idee, denn 3:30 Minuten immer im Wechsel Strophe - Refrain - Strophe - Refrain ist auf die Dauer ziemlich ermüdend für den Hörer, wenn auch musikalisch nichts geschieht.
Beim Hören ist mir auch aufgefallen, daß Du anscheinend selbst Probleme damit hast, ein wenig Harmonie aus dem Text herauszuholen, da Du doch ordentlich mit dem Versmaß am Kämpfen bist. Wenn Du von "Träumereien" singst, aber gleichzeitig versuchst, alle ungrad' geschriebenen Silben in eine Sinneinheit reinzuwurschteln, kann sich kein harmonisches Gefühl entwickeln. Reime sind dazu nicht unbedingt notwendig, aber ein gewisses Versmaß, an das man sich zumindest grob hält, schon:
Mal verdeutlicht:
"Träumerein, der Beginn aller Weisheit" - 10 Silben
"Des Lebens und des Glücks, der Furcht und Magie" - 11 Silben
"Lebe doch in Träumen, Realität verschwinde" - 13 Silben
"Hier in dieser mächtigen Welt" - 8 Silben.
Diese krassen Abweichungen innerhalb einer Strophe führen dazu, daß man auch als Hörer darüber stolpert. Klar kann man das musikalisch geschickt lösen, aber das ist leider bei Deiner Umsetzung nicht der Fall.
Aber - immer weitermachen und nicht durch meine persönliche Meinung verunsichern lassen :-D
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 842 Wörter
"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

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Mhartainn hat dieses Thema gestartet
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Lied "Silbermond/Träumerein"

Beitrag von Mhartainn »

Hallo Skywise!
Danke für die gut gemeinten und sehr ausführlichen Ratschläge. Das beeindruckt mich sehr, dass Du Dir diese Mühe machst!
Ich hoffe, Du liest noch meine Antwort.
Der Text war oder ist, wie Du richtig erkannt hast, ein Versuch das offensichtliche auszuschließen und Raum für Interpretation zu lassen.
Der "verworrene" erste Vers hätte eigentlich einen Traum symbolisieren sollen oder eine Traumreflektion. In Zeile 4 wacht der Träumende/Reflektierende auf und sieht "Die Tage der Trauer" - etwas ist passiert.
Den Glauben in uns, man kann alles zerstören

Das Wort steht wie es ist - gemeint war wirklich der Glaube den die Menschheit in sich trägt, dass (man) wir alles auf dieser Welt untertan machen können, um es zu zerstören. Wir sind ja achtlos.
"Und nicht um es zu leben in dieser Welt"

Geht eigentlich Hand in Hand mit der Zeile darüber. Der ausgesprochene Satz müsste natürlich lauten: "Wir leben das Leben nur noch um es zu vollenden, und nicht um das Leben zu leben"
Deshalb kam die wohl etwas unglückliche Hilfestellung durch es/usw.
Hier ist das "es" plötzlich weg
Das war Absicht.
"Sonnenlicht nach einer dunklen Nacht, leuchte und vergeh'
Mensch in der Sonnenflut, lächle und versteh'
Tanz' in der Silbernacht voller Reinheit und Magie,
leb' in dieser Silbernacht voller Harmonie."
Wie gesagt - nur so eine Idee, keine Kritik.

Ich sage, vielen Dank für diesen Vorschlag! Wirklich sehr nett.
Das Präsenz habe ich damals für meine Zeilen verwendet um meine Gedanken zu manifestieren.
"Sonnenlicht nach einer dunklen Nacht" - Sonnenaufgang, ein neuer Morgen. Ein neuer Tag, neue Chancen. Leuchtet für uns, vergeht aber auch wieder. Es wird Nacht.
Der Mensch blüht in der Sonne auf, ist froh und versteht die Gedanken, seine Träume, seine Wünsche plötzlich.
Und dann geht er allerdings auch wieder zurück in die Nacht, wo er einsieht, dass doch nicht alles dunkel und kalt ist. Es ist Magie und Harmonie in der Nacht. Frieden. Liebe....


Ich muss Dir auch zustimmen, dass die unrealen Streicher schrecklich sind. Grundsätzlich ist ja die Idee der (lauten) Streicher gewesen, das Klavier zu ergänzen. Spielt das Klavier zB einen A-Dur akkord fügen sich die Streicher in einem "Cis" zusammen, das heißt, die Streicher hätten im Akkord den dritten oder fünften Ton verstärken sollen. Umsetzung war - wie mir jetzt bewusst wird - nicht glücklich.

Aber - immer weitermachen und nicht durch meine persönliche Meinung verunsichern lassen

Keine Sorge - die Aufnahme ist auch schon ein paar Jahre alt. Sie passierte zu der Zeit, als "unser" Gröni sein "Mein Weg" publiziert hatte und ich auch so etwas sinnfremdes versuchte.

Jedenfalls danke noch einmal für die ausführliche Kritik. Ich bin über Ratschläge immer sehr erfreut, auch wenn Sie nett formuliert sind!
lg
Mhartainn
Dieser Beitrag enthält 485 Wörter

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Helmut
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Lied "Silbermond/Träumerein"

Beitrag von Helmut »

Hallo
Also, wie gesagt, mangels Ahnung kann ich ein Lied nur nach dem Bauch heraus beurteilen.
Ich brauche handfeste Texte, die auch ein Mathe-Lehrer versteht, ich brauche eine eingängige Melodie, die jeder Banause nachpfeifen kann und ich brauche einen Rhythmus, bei dem ich nicht einschlafe. Für dein Lied bin ich -ehrlich gesagt- nicht genügend qualifiziert, es hat mich leider nicht zu Jubelausbrüchen animiert.
Nix für ungut
Helmut
Dieser Beitrag enthält 73 Wörter
"Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen." Richard Dawkins

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