goile Diskussion,
und natürlich - wie immer im Leben - sind alle kontroversen Meinungen richtig - halt Meinungen.
Moin erstmal,
also, ich bin heutzutage so leidlich in der Lage Lieder auf der Gitarre zu begleiten, ja ich schaffe es sogar beim "big mainstream" während der Übertragung im Radio direkt mitzuspielen. Ich mache mir eigentlich gar nicht mehr die Mühe Akkorde herauszuhören, weil ich einfach die Meldodie in der richtigen Lage zupple und der Rest der Finger legt sich - in gewohnheitsmäßiger Manier - auf die richtigen Stellen und ich kann dann den Akkord sehen

(Ich werde oft belächelt, weil ich mir mein Spiel so schwer mache, indem ich immer!!! den vollständigen Akkord greife, auch wenn ich einige Töne überhaupt nicht brauche).
Wie bin ich aber in diese leicht einem gewissen Können (oder besser Wissen, oder noch besser intuitiv richtigem Handeln) angelehnten Lage gekommen? Weil ich Akkord Vorlagen für meine damaligen Liedvorlagen hatte (ist glaube ich so 1000 Jahre her, als die Arbeiterlieder noch kein Kommerz, sondern Ausdruck der persönlichen Situtaion waren:-) ) - ich habe seeeeeehr lange gebraucht, bis ich überhaupt Interesse hatte etwas selbst rauszuhören und noch viel länger bis ich es ein wenig könnte (ist also kein Phänomen heutiger Menschen, sondern einfach ein Unterschied zu anderen Ehrgeizen)
Was will ich eigentlich sagen:
Hier wird aneinader vorbei geredet: Zum einen geht es um Akkorde, zum anderen um Dankbarkeit und Beteiligung und zum weiteren um Wissen.
Akkorde: Wer welche hat und weitergeben will, soll es tun!
Dankbarkeit: Clemens, da bist du doch ein gewisser Experte. Hat nicht mal jemand in etwa gesagt "Geben ist seliger denn nehmen" und bedeutet dies nicht, dass das Geben ohne Gegenleistung wie der Wassertropfen ist, der den Stein höhlt? Wenn der Stein nur wenige Wassertropfen abbekommt, wird er nie ausgehöhlt, wenn der Gitarrespieler (ich weigere mich Gitarrist zu sagen) aber ständig wohl bediehnt wird, wird er/ sie/ es irgendwann einmal das Gefühl haben, sich bedanken zu wollen. Wenn nicht, verschönert er wenigstens die Freizeit mit richtigen Schwingungen in der Luft.
Und wenn ich den Wassertropfen angesprochen habe, so komme ich wieder auf meinen Werdegang zurück. Wenn ich nicht penetrant vorgekaute Akkorde nachgespielt hätte, dann wäre ich gar nicht in das Stadium gekommen auch die Lieder spielen zu wollen, von denen es keine Vorlagen gibt, dann wäre ich auch nicht in die Situation gekommmen (ohne Musiklehrer) mir beizubringen, was eine Dominante (nicht zu verwechseln mit Domina), eine Subdominante (HiWi einer Domaina?), eine Tonika (das war doch was zum anziehen - ach nein, das war ja die Tunika) oder gar Mollparalleakkorde sind. Und ein Quintenzirkel wäre für mich heute noch ein unverständliches, aber wahrscheinlich in der Mathematik einzuordnendes Gerät, was nur selten von den Lehrern ausgeliehen wird

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Ich finde es toll, dass diese Diskussion fast unbemerkt zu einer musikalischen Unterrichtsstunde wird, aber wir sollten doch unsere typisch menschlichen (deutschen?) Gewohnheiten ablegen und die Dinge einfach so nehemen wie sie sind:
Ein Frage taucht auf - ich habe eine Antwort und gebe sie (i.O)
Eine Frage taucht auf - ich habe eine Antwort und gebe sie nicht (auch i.O)
Eine Frage taucht auf - ich habe keine Antwort und gebe sie auch nicht ( auch i.O)
Ein Frage taucht auf - ich kenne jemand, der sie beantworten könnte und leiet die Frage weiter (wieder i.O.)
Ein Frage taucht auf - ich gebe Hinweise, wie sie geklärt werden könnte (na? auch i.O.?)
usw. usw. usw. Mein Lohn dabei ist meine Zufriedenheit etwas getan oder gelassen zu haben und manchmal langjährige Freund-/ Bekanntschaften, die mir viel schöne Stunden bescheren.
So nun such ich Akkorde füe unser privates Oktoberfest heraus, weil, meine Lieder kann die Meute nicht mitsingen und deshalb spiele ich mainstream:-)
Mario
P.S. ich hatte mal große Angst das Kopfrechnen durch die Benutzung eines Taschenrechners zu verlernen:-(