Liebe Leute,
Letzte Woche habe ich Konstantin Weckers Roman "Der Klang der ungespielten Töne" gelesen. Darin ist mir auf S. 74 ein Satz begegnet, den ich nicht verstehe:
"[Ich erinnere mich noch gut an einen Abend, als ich völlig entnervt in einer Bar saß, unweit einer Galerie, in der ich ein Klaviertrio zur Aufführung gebracht hatte.] Ich wollte dem hochgestochenen verbalen Nachtarocken entfiehen und verabschiedete mich mit dem Argument, noch eine Partitur schreiben zu müssen."
Was bedeutet „Nachtarocken“?
Laut Duden gibt es das Kartenspiel „Tarock“ und die zugehörigen Verbformen „tarocken“ bzw. „tarockieren“. Ich kenne aber die Regeln des Tarocks nicht – gibt es ein Nachtarocken nach dem Tarocken? Oder heißt es, wie das niederländische „nakaarten“, im eigentlichen Sinne ‚über ein bereits gespieltes Kartenspiel noch weiterreden’ und im übertragenen Sinne ‚auf eine bereits abgeschlossene Sache noch einmal zurückkommen’?
Was meint ihr Muttersprachler dazu?
Viele Grüße,
Geert
