Der Klang der ungespielten Töne: Nachtarocken?

Konstantin Wecker ist ein deutscher Musiker, Liedermacher, Komponist, Schauspieler und Autor. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Liedermacher. Wecker engagierte sich in all den Jahren seiner künstlerischen Karriere auch politisch. Seine bekannte Ballade Willy behandelt die Konfrontation der 68er-Bewegung mit rechtem Gedankengut. Trotz seines seit den 1970er anhaltenden politischen Engagements war Wecker nie Mitglied in einer Partei und möchte sich nicht parteipolitisch festlegen lassen, weil er das als eine Einschränkung empfinden würde. Er setzt sich in seinen Konzerten und in vielen seiner Lieder für eine gewaltfreie und sozialere Gesellschaft ein, auch Bewegungen wie Fridays for Future werden von ihm unterstützt, er grenzt sich politisch klar und deutlich gegen rechtes Gedankengut ab.
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Geert hat dieses Thema gestartet
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Der Klang der ungespielten Töne: Nachtarocken?

Beitrag von Geert »

Liebe Leute,
Letzte Woche habe ich Konstantin Weckers Roman "Der Klang der ungespielten Töne" gelesen. Darin ist mir auf S. 74 ein Satz begegnet, den ich nicht verstehe:
"[Ich erinnere mich noch gut an einen Abend, als ich völlig entnervt in einer Bar saß, unweit einer Galerie, in der ich ein Klaviertrio zur Aufführung gebracht hatte.] Ich wollte dem hochgestochenen verbalen Nachtarocken entfiehen und verabschiedete mich mit dem Argument, noch eine Partitur schreiben zu müssen."
Was bedeutet „Nachtarocken“?
Laut Duden gibt es das Kartenspiel „Tarock“ und die zugehörigen Verbformen „tarocken“ bzw. „tarockieren“. Ich kenne aber die Regeln des Tarocks nicht – gibt es ein Nachtarocken nach dem Tarocken? Oder heißt es, wie das niederländische „nakaarten“, im eigentlichen Sinne ‚über ein bereits gespieltes Kartenspiel noch weiterreden’ und im übertragenen Sinne ‚auf eine bereits abgeschlossene Sache noch einmal zurückkommen’?
Was meint ihr Muttersprachler dazu?
Viele Grüße,
Geert
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fille
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Der Klang der ungespielten Töne: Nachtarocken?

Beitrag von fille »

Hallo Geert!
Nachtarocken bedeutet eigentlich "nochmal verhandeln" oder "nochmal darüber reden". Wahrwscheinlich wollte Wecker der Fachsimpelei von selbsternannten Fachleuten, die sein Klavierspiel zerpflücken wollten, entgehen.
Tarock ist ein altes Kartenspiel. Ich kann es nicht. Ich kann nur "Schafkopfen" :-)
Liebe Grüße
Marianne
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Geert hat dieses Thema gestartet
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Der Klang der ungespielten Töne: Nachtarocken?

Beitrag von Geert »

Vielen Dank, Marianne! So ergibt der Satz einen Sinn.
Liebe Grüße
Geert
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