„Wenn uns nur Liebe bleibt“
(Quand on n´que l´amour)
Klaus Hoffmann im Café Hahn/Koblenz 27.02.2007
Als ich 1,5 Stunden vor dem Konzertbeginn am Café Hahn eintraf, herrschte im Eingangsbereich bereits dichtes Gewühl !! Verständlich – es gab freie Platzwahl und so hieß es sich frühzeitig um einen günstigen Sitzplatz zu kümmern und notfalls dafür zu kämpfen!

. Bereits nach wenigen Minuten der Orientierung, erblickte ich Marion (ISMA70) die es tatsächlich geschafft hatte, sich direkt vor der noch geschlossenen Saaltür zu platzieren.
((Liebe Marion - auch von mir noch mal vielen Dank fürs Freihalten er super tollen Plätze unmittelbar vor der Bühne und im Blickkontakt mit dem Künstler!! Danke!! :haende: ))
Nachdem ich Carsten im Gedränge vor der Eingangstür per Handy kontaktet + er mich gefunden hatte - wurde kurz drauf bereits die Saaltür geöffnet und die Massen strömten herein. Bis wir dann im Saal waren, hatte Marion bereits 6 Plätze in der 2. Reihe für uns reserviert!
Die ‚Stühle-Aufsteller’ vom Café Hahn hatten keinen einzigen Zentimeter verschwendet: Die Stühle und teilweise auch die Tische standen so eng beieinander, dass es schwierig war überhaupt zu unserem Platz zu gelangen!! Kurze Zeit später war der Saal nahezu gefüllt und die Leute hatten ihre Plätze gefunden und dies bereits eine Stunde vor Konzertbeginn!!! Deshalb wurde die verbleibende Zeit genutzt um eifrig Essen + Getränke zu ordern und sich auf das bevorstehende Konzert zu freuen. Übrigens ein sehr gemütlicher Laden, das Café Hahn - mit einer netten + freundlichen, fast intimen Atmosphäre. Ich bin ohnehin kein Fan von großen Konzertsälen und gehe viel lieber in diese kleinen Clubs. Schön, das ein Künstler wie Klaus Hoffmann (der mit Leichtigkeit größere Hallen füllen kann) hier auftritt.
Nachdem wir uns mit der sehr beengten Platzsituation etwas angefreundet hatten, trafen auch Charlotte & Co ein und freuten sich sehr über ihre schönen Plätze. :) Wir wechselten dann noch mal an den Rand der Sitzreihe, so dass Carsten die Möglichkeit hatte, seine Beine auf der Bühnentreppe zu platzieren und zu entfalten…;-)
Aber dennoch war’s gemütlich, da wir sogar ein kleines Tischchen neben uns hatten für Getränke und die Ablage der leeren Teller. :micha:
Hurra, endlich ging’s los: Hawo Bleich betrat die Bühne und spielte bereits ein paar Takte auf dem Klavier an, als Klaus Hoffmann wenige Momente später auf die Bühne kam sogleich ungeschickt über ein am Boden liegendes Kabel stolperte :flöt: Aber wer Hoffi kennt weiß, dass er sich in solche kleinen Missgeschicke nicht aus dem Konzept bringen läßt!

Hoffmann wusste wie eh und je sein Publikum zu unterhalten durch eine gelungene Mischung aus Gesang und Geplauder. So verknüpfte er die Lebensgeschichte Brels mit seiner eigenen und die wiederum mit den Liedern des großen französischen, pardon: belgischen Sängers. Klassiker wie „Marieke“ „Amsterdam“ und „Bitte geh nicht fort von mir“ durften an diesem Abend natürlich nicht fehlen.
Bei dem Lied „Knokke-le-Zoute Tango“ fand ich es sehr beeindruckend, wie die Augen des Künstlers immer feuchter wurden und er schließlich so ergriffen war, dass ihm fast die Tränen kamen um dann - nur wenige Minuten später (passend zum Verlauf des Liedes) seine Augen wieder optimistisch strahlen zu lassen.
Hervorheben möchte ich auch das Lied „Jef“ bei dem Hoffmann mit dem (vermeintlich) am Boden liegenden Jef Zwiesprache hält und ihn ermunternd mit ihm zu Trinken und zu Feiern und nicht ins Wasser zu gehen. Also das war schauspielerisch erstklassig gut umgesetzt und wir haben ihn wirklich dort auf dem Boden an der Treppe zur Bühne liegen sehen den armen Jef.
Klaus Hoffmann spielte, sang, tanzte – er überzeugte wie immer! Was er während des Konzertes dort schauspielerisch, mimisch darstellerisch zeigte, führt durch alle möglichen Gefühle – so wie Brel’s Lieder eben auch. Mal traurig, mal sehr derb und mal berührend melancholisch oder zum Brüllen komisch. Es lohnt sich hinzuhören, die Chansons haben sich weiterentwickelt, seit seiner Tour Ende der 90iger Jahre.
So flog der Abend fort und viel zu schnell waren Hoffmann und sein exzellenter Pianist am Ende des 2-stündigen Programms angekommen. Das Publikum musste sich ich die Hände heiß klatschen um noch mehr hören zu können und war hingerissen. Hoffmann sang im ersten Zugabeteil „Die Bonbons“ und dann das so traurige „Adieu Emile“ Das Licht ging an, aber trotzig blieben die Leute stehen klatschten und pfiffen und holten den Künstler noch ein weiteres Mal auf die Bühne für das letzte Stück des Abends: „Das Lied vom unendlichen Traum“.
Nach wie vor bleibt mir vieles das Brel in seinen Liedern (be)singt fremd, und manchmal auch unverständlich. Durch Klaus Hoffmann habe ich mich jedoch näher mit den Lieder Brels beschäftigt und diesen interessanten Künstler überhaupt erst kennen gelernt.
Aber immer noch höre und mag ich Hoffmann lieber mit seinen eigenen Liedern, die mich immer ansprechen und persönlich betreffen - daran hat auch dieser wunderbare Abend nichts geändert.
P.S. Mehr Fotos gibt's im Bilderalbum: hier