Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Gesch
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Eure Lieder und die Geschichten dahinter

#101

Beitrag von Gesch »

hey, nicole,
du hältst das beachtliche niveau!!!
sylt scheint gute inspirationen zu haben.
herzlich
gerd
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


Burgunder
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#102

Beitrag von Burgunder »

Aber vielleicht passt das ganze ja gerade in die Location, wo Ihr das spielt, bzw. zu Eurem Publikum dort. Die Situation, vor Leuten zu spielen, die das eigentlich gar nicht interessiert...

@ cARSCHti:
Danke für deine Rückmeldung!!! Ich muss es aber gerade auflösen. An dieser Stelle hat gerade die Pause des Poetry-Slams angefangen in dessen Rahmenprogramm wir spielten. Da sind dann einfach alle raus zum rauchen...
Aber vielen lieben Dank für die Aufmunterung und Tipps. Ich arbeite weiter an meine Bühnenpräsenz. Seht ich selbst auch als Manko.
Viele liebe Grüße
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Marcus Müller-Thurgau

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Marc
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#103

Beitrag von Marc »

Liebe Nicole,
Du weißt, dass ich Dein Fan bin! :-) Bei Deinen Texten habe ich den Eindruck, dass Du immer tiefer aus Deinem Talent schöpfen kannst und dass Du den Umgang mit Deinem Handwerkszeug von Lied zu Lied verfeinerst. Bei Deiner Vertonung von "Mosaik des Lebens" fragte ich mich jedoch, wie das Lied wohl klingen würde, wenn Du Dich ganz der Melodie hingeben könntest, die Dir zufliegt, ohne Grenzen, die Dir Dein Gitarrenspiel (noch) setzen. Hast Du schon mal darüber nachgedacht, eine Melodie, die Dir in den Sinn kommt, in andere Hände zu geben? Hier im Forum gäbe es ja einige Virtuosen an der Gitarre, die man fragen könnte...! ;-)
Lieben Gruß aus dem allmählich auftauenden Hannover!
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

Hannes Wader

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Nicky hat dieses Thema gestartet
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#104

Beitrag von Nicky »

Lieber Marc,
ich hab nen Fan, wie schön :-) Lieben Dank für deine Worte :-)
Jemanden anderen die Gitarre spielen zu lassen ist an sich keine schlechte Idee um schneller zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Würde ich im Prinzip auch gerne mal testen. :-) Beim LT im letzten Jahr habe ich schon gemerkt, dass ich freier singe, wenn ich mich nicht selbst begleite. Da hast du absolut recht.
Allerdings wäre das ein sehr einfacher Weg um ans Ziel zu kommen und du kennst mich lange genug um zu wissen, das „einfach“ nicht immer unbedingt MEIN Weg ist.... ;-)
Die Reaktionen, die mich hier oder auch per Mail erreicht haben, haben meinen Ehrgeiz schon ganz schön gepuscht besser zu spielen. Da hilft wohl nur üben, üben, üben.... ;-)
Liebe Grüße
Nicole
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Carsten K
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#105

Beitrag von Carsten K »

Liebe Nicole,
tolles Thema, toller Text!
Du hast auf Sylt wirklich eine solche Flaschenpost gefunden?
Ich kenne Flaschenpost vor allem von Pippi Langstrumpf, die eine findet, in der sie ihr Papa um Hilfe bittet, weil er gerade von Piraten irgendwo in der Südsee gefangengehalten wird. Ich habe als Kind bestimmt mehrere Flaschen mit Post in diversen Gewässern auf die Reise geschickt, aber ich habe noch nie eine gefunden bis auf die eigenen, die an irgendeinem Ast oder Stein hängengeblieben waren...
Und bei allen spaßigen Kindheitserinnerungen, die mir bei Deinem Text einfallen... Vielleicht ist Kasimir tatsächlich ein Kind, das Tine, seine Mutter, verloren hat, und Bernd, der Vater, versucht Kasimir (und vielleicht auch sich selbst) zu trösten, indem die beiden diese Flaschenpost abschicken... Irgendwie auch eine schöne Art, die Trauer um einen geliebten Mensch zu verarbeiten, finde ich...
Einerseits bringt mich Dein Text zum Schmunzeln, Nicole, andererseits bin ich gleichzeitig nachdenklich berührt, und das ist wirklich eine große Qualität! Vielleicht war diese Flaschenpost ja ebendoch gerade für DICH bestimmt, damit DU dieses tolle Lied schreibst! :-)
Liebe Grüße
Carschti
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Nicky hat dieses Thema gestartet
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#106

Beitrag von Nicky »

Lieber Carschti,
ja, ich habe tatsächlich diese Woche die erste Flaschenpost meines Lebens gefunden. :-)
Solang ich denken kann habe ich am Strand immer nach einer gesucht. Und endlich, endlich eine gefunden. Genau wie du habe ich in meinem Leben schon unzählige Flaschen ins Meer geworfen. Zwei davon wurden auch gefunden. Eine ca. 4 Jahre später in Dänemark und eine ca. einen Monat später am anderen Ende von Sylt.
Der Text der Post war tatsächlich so ähnlich. Nur Kasimir mußte ich erfinden, weil sich kein anderer Name auf „hier“ reimte....;-) Es sei denn, ich hätte einen arabischen Namen genommen. Da enden mehrere auf „ir“. Die echten Unterschriften konnte ich leider nicht lesen....... Und die Flasche war auch nicht aus grünem Glas........verbuche ich mal unter „künstlerischer Freiheit“ ;-)
Liebe Grüße
Nicole
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#107

Beitrag von Bardou »

Liebe Nicky,
ich habe gerade die Flaschenpost erhalten - du hast sie wieder auf den Weg gebracht.
Mir geht es gut - und wenn ich darüber nachdenke- sogar sehr viel besser als je zuvor. Die Entscheidung damals war richtig: einfach loszulassen, nicht mehr zögern, warten, zaudern. Mein Leben hat Luft gekriegt, ich komme dem näher, was ich werde und schon immer gewesen bin.
Die Post in der Flasche war nicht die erste - das Meer ist wahrscheinlich voll von Vermissen, Sehnen, Herbeiwünschen, rückgängig Machen wollen. Aber so geht das Leben nicht. Meine Zeit ist knapp und ich fülle sie mit starken Wellen, tosender Brandung, weichem Regen und nicht aufhören wollendem, singendem Wind. In der Flasche begegnet mir eine Geschichte, die nicht mehr meine ist und das ist gut so. Hätte ich sie nicht erhalten, wüßte ich es vielleicht nicht - jetzt bin ich sicher - Danke Nicky
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Bardou

Burgunder
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Eure Lieder und die Geschichten dahinter

#108

Beitrag von Burgunder »

Hi,
ich melde mich mal mit einem neuen Demo zurück.
Als Geschichte dahinter nur mein Entsetzen der letzten Landtagswahlen, und ein Versuch der Erklärung und der Suche nach Hilfe? Dazu noch eine Frage: Alt-68er? Noch jemand da?
Marcus Müller-Thurgau
"Volker hört die Signale"

Volker hört die Signale
Er hört sie schrill und laut
Erst war’n es ganz banale
Und irgendwie vertraut
Er ist empört
Das sich da niemand wehrt
Deren eigenes Schicksal
Zu dem der ander’n verklärt
Das was ihm gefällt
Wär eine bessere Welt
In der Liebe und Friede (mehr als)
Alles andere zählt.
Volker hört die Signale
Nicht mehr nur im Kopf
Er neigt sonst nicht zur Randale
Doch packt sich selbst am Schopf
Er macht sich bereit
Und jeder der sich scheut
Wird mit Kanonen der Liebe
Von seinem Hass befreit
Das was ihm gefällt
Wär eine bessere Welt
In der Liebe und Friede (mehr als)
Alles andere zählt.
www.youtube.com/watch?v=F5ai8o8k3ac&index=1&list=UUHXJRlseHuyi16rR-FY_eGQ
Viele Grüße
Marcus Müller-Thurgau
P.S.: Ich gebe zu, dass das Intro des Special Edition Demos etwas provokant wirken kann ;)
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Marcus Müller-Thurgau

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Carsten K
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Eure Lieder und die Geschichten dahinter

#109

Beitrag von Carsten K »

Hi Marcus,
erstmal Danke für den Song! Er spricht mir (gerade in diesen Tagen) aus dem Herzen! Und auch die musikalische Umsetzung finde ich gelungen.
Alt-68er bin ich nicht, dafür bin selbst ich (Jahrgang 1964) zu jung. Aber ich bin von einigen (zu meiner Schulzeit jungen, enthusiastischen und sehr engagierten LehrerInnen) unterrichtet worden, und die haben mich (hoffentlich) stärker geprägt als manche ihrer älteren (übrigens ausschließlich männlichen) Kollegen, die z. T. noch Wehrmachtssoldaten im 2. Weltkrieg waren und aus ihrem Stolz darauf keinen Hehl machten (die es auch gab, die aber dank der "68er-Genration" in den 70ern und 80ern zum Glück schon in der Minderheit waren).
Und ich hatte auch das Glück, von meinen Eltern von klein auf vermittelt zu bekommen, dass Krieg das Schlimmste überhaupt auf der Welt ist, dass es nie wieder Krieg geben darf. Beide hatten den 2. Weltkrieg noch persönlich erlebt, meine Mutter als Kind in "Kinderlandverschickung", mein Vater als junger Mann als Wehrmachtssoldat, worauf er übrigens keineswegs stolz war...
So bin ich nicht erst seit dem letzten (Wahl-)Wochenende entsetzt, dass die AfD nun in allen drei zu wählenden Landtagen zweistellig vertreten ist, in Sachsen-Anhalt sogar mit fast einem Viertel der Sitze. Noch viel mehr bin ich entsetzt, wie sich Rassismus und Hass bereits lange zuvor (auch befördert durch "soziale Netzwerke") verbreiten konnten, selbst in meiner eigenen "Nach-68er-Generation" - und auch bei viel viel jüngeren Menschen...
Nach diesen Wahlergebnissen macht mir noch etwas weiteres Sorgen, nämlich dass sämtliche Parteien jenseits der Nazis (AfD, NPD usw.) plötzlich beliebig miteinander koalieren können, selbst Gysi schließt Koalitionen zwischen Linkspartei und CDU nicht mehr aus. Für die Kultur eines demokratischen Gemeinwesens eigentlich ein Unding, oder?
Andererseits, hätten sich die Nicht-Nazi-Parteien Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre konsequent gegen Hitler und seine Unterstützer aus dem "bürgerlichen Lager" zusammengetan, wäre die NSDAP vielleicht nie "an die Macht" gekommen...
Du siehst, Marcus, mir geht auch ohne Dein Lied schon jede Menge durch den Kopf diese Tage, aber Dein Lied regt mich dazu an, meine eigenen Gedanken hier in Worte zu fassen. Und dass Du die "Internationale" als Intro gewählt hat, verstärkt bei mir diese Wirkung!
Liebe Grüße
Volker, äh... Völker, nee ;-)
Carschti
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Burgunder
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#110

Beitrag von Burgunder »

Hello again,
hierzu weiß ich noch gar nicht, was ich davon halten soll. Ist einfach so rausgeplatzt.
Marcus Müller-Thurgau – Was fehlt!?

Er schaut nach rechts, sie schaut nach links
Er in die Mitte allerdings
weiß niemand wo der Wind her weht
Sie tritt nach vorne, er zurück
Sie tritt nach unten und hat Glück
Das unter Ihr noch jemand steht
Doch was da fehlt ist etwas Mut
Sich selbst zu fragen was man tut
Yeah!
Glück verloren, Glück zurück
Vom großen Kuchen noch eine Stück
Vom Stück das übrig blieb ereilt
Und das nächst schon im Blick
keine Blick mehr weit kein Blick zurück,
nur wer schon satt ist der verweilt
Was ihnen fehlt ist etwas Zeit
Für Liebe und für Uneigenheit
Yeah!
(Stophe ohne Gesang)
Doch was da fehlt ist etwas Mut
Sich selbst zu fragen was man tut
Was ihnen fehlt ist etwas Zeit
Für Liebe und für Uneigenheit
Yeah!

Viele liebe Grüße
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Physdet
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Eure Lieder und die Geschichten dahinter

#111

Beitrag von Physdet »

Ich wollte eigentlich meinen LT- Song hochladen, leider ist die Datei viel zu groß... Mist...
Aber dafür möchte ich ein anders Lied aus dem Jahr 2016 vorstellen:

"Spiegelbild meiner Seele"
Ich hoffe das die Audiodatei zu öffnen ist...
Dieses Lied hat das Thema Demenz, welches in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung hat und uns vor große Aufgaben stellt! Fast jeder hier wird ein, oder mehrere Menschen kennen, die unter Demenz leiden (oder auch nicht.. ?!?)
Ich habe mir die Demenz- Erkrankung meiner Mutter zum Anlaß genommen, dieses Lied zu schreiben. Mit anzuschauen wie ein Mensch, der voller Humor, Ironie und spitzem Verstand, so langsam eintrübt... und das bei vollem Bewusstsein, ist schwer zu ertragen...
Aber das ist das Leben!
Ihr ist dieses Lied gewidmet!
Spiegelbild meiner Seele
1. Graue Nebel ziehen auf
Vergangenes verblasst
auf irren Wegen mich verlauf
den Takt des Lebens oft verpasst...
2. Am Fenster fühl ich mich geborgen
mein Blick tastet die Leere ab
ohne Gefühl für heut noch morgen
wird es größer, kälter mein Gedankengrab...
Refr.: Am Ende, bleiben leere Säle
als Spiegelbild meiner Seele....
3. Grausam breitete sich die Fremde...
aus, löscht Gegenwart und Empathie
in einer Schleife ohne Ende
gewinnt die trübe Amnesie...
4. Verlier ich mich auch Stück für Stück
mein Gleichgewicht, mein Fundament
vielleicht gibt´s da ein großes Glück
dort wo mich niemand kennt...
Refr.: Am Ende, bleiben leere Säle
als Spiegelbild meiner Seele....
5. Ist dein Gesicht auch mir bald fremd
obwohl du meines Fleisches bist
bist du es der dann mich erkennt
und ich, der jemand fremdes küsst...
6. Vergib mir heut´ schon jene Dinge
die ich mache, ignoriere die ich schrei
erkenne, das ich mit dem ringe
was mich auffrisst ... und bitte ich dich verzeih....
Refr.: Am Ende, bleiben leere Säle
als Spiegelbild meiner Seele....


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Carsten K
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Eure Lieder und die Geschichten dahinter

#112

Beitrag von Carsten K »

Um diesen leider eingeschlafenen Thread mal ein wenig wiederzubeleben - ein altes Lied von mir, das ich gerade neu aufgenommen und eben auf meiner Webseite ins Netz gestellt habe:

Hausfrauensex
Morgens halb zehn in Deutschland
Die Rentner stehn bei Aldi in der Schlange
Corned Beef im Angebot - alle Kassen
Sind vorübergehend geschlossen
Morgens halb zehn in Deutschland
Briefträger gehen auf große Tour
Bis so ein Dienstfahrrad bestiegen ist
Kann wertvolle Zeit verstreichen
Morgens halb zehn in Deutschland
Zeit für Hausfrauensex
Die Kittelschürze wird vom Leib gerissen
Doch das muss ja schließlich nicht jeder wissen
Morgens halb zehn in Deutschland
Morgens halb zehn in Deutschland
Morgens halb zehn in Deutschland
Frühstückspause im Sittendezernat
Die Hochschulabsolventin muss zum Kaffeeautomat
Ein Hauptkommissar putzt seine Waffe
Morgens halb zehn in Deutschland
Im Seniorenstift gibt's gleich Mittagessen
Glasschälchen eindecken nicht vergessen
Für ein Dessert aus frischen Eiern
Morgens halb zehn in Deutschland
Zeit für Hausfrauensex
Die Kittelschürze wird vom Leib gerissen
Doch das muss ja schließlich nicht jeder wissen
Morgens halb zehn in Deutschland
Morgens halb zehn in Deutschland
Morgens halb zehn in Deutschland
Bestattungsunternehmer fahren rechts ran
Leberwurstbrote werden ausgepackt
Niemals geht man so ganz, singt Trude Herr
Morgens halb zehn in Deutschland
Der Bunderstag debattiert den Haushalt
Bei mancher Bestattungsunternehmersgattin
Bleibt der Haushalt heute mal liegen
Morgens halb zehn in Deutschland
Zeit für Hausfrauensex
Die Kittelschürze wird vom Leib gerissen
Doch das muss ja schließlich nicht jeder wissen
Morgens halb zehn in Deutschland
Morgens halb zehn in Deutschland

Anfang 2001, als ich das Lied schrieb, wurden die Medien (neben der Knoppers-Werbung) vor allem von zwei Themen beherrscht, zum einen von Salmonellenvergiftungen in Altersheimen und zum anderen vom Rinderwahn BSE). Ich war damals noch jung, brauchte das Geld und entschied mich für letzteres, stellte mich also bei Aldi in die Schlange, weil Rindfleisch (wie Corned Beef) angesichts BSE dort zu Schleuderpreisen feilgeboten wurde... Leider vergeblich, denn viele Rentner, die sich nicht den Eierspeisen in irgendwelchen Seniorenstiften aussetzen wollten, hatten wohl dieselbe Idee gehabt... Aldi muss damals übrigens einen sehr hohen Krankenstand gehabt haben, weil sich das schlechtbezahlte Personal offenbar beim billigen Corned Beef selbst bedient hatte (ein Skandal, der jeoch erst viele Jahre später in die Medien kam)... ;-)
So viel zu der vordergründigen Geschichte des Liedes, aber eingentlich wollte mein damals hauptsächlich aus StudentInnen bestehendes Publikum aufklären, was morgens um halb zehn in Deutschland so abgeht, während sie noch im Bett liegen und von der nächsten Vorlesung träumen... ;-)
Angesichts der Tatsache, dass mehrere meiner jüngeren Freunde in den letzten Monaten Papa geworden sind, möchte ich dieses Lied jetzt aber auch als Ermutigung verstanden wissen, als junge Väter in Elternzeit zu gehen. Ich selbst war vor 20 Jahren im Erziehungsulaub, und vielleicht hat mich das motiviert, mich nach so langer Zeit wieder mit diesem Lied zu befassen und es neu aufzunehmen... ;-)
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Anja
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#113

Beitrag von Anja »

@Nicky:
Das ist ja nun schon eine Weile her, dass Du den Text zu "unbekannt verzogen (Tine)" gepostet hast. Aber mir gefällt der Text sehr gut und mich würd interessieren, wie es sich weiterentwickelt hat und ob es das vlt. im Netz irgendwo zu hören gibt? In Deinem Profil hab ich irgendwie nichts gefunden (oder war zu blind).
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Helmut
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#114

Beitrag von Helmut »

Hallo Anja
Auch da kann ich dir helfen:
https://nicole-oelmueller.jimdo.com
Der komplette Link klappt nicht, (wegen Umlaut) da musst du auf Hörproben gehen.
Gruß Helmut
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Anja
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#115

Beitrag von Anja »

Danke Helmut, habs hinbekommen.
Hei, das ist schön geworden!! Danke Nicole fürs Posten (wenn auch schon einige Zeit her).
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#116

Beitrag von Nicky »

Danke Helmut, für deine Wegbeschreibung zu meinem digitalen Zuhause :-) ........
..............................
.......und danke Anja, für deine Zeilen. Ich freu mich, dass dir das Lied gefällt :-)
Ich hatte den Thread irgendwie ganz aus den Augen verloren. Aber schön, dass du ihn wieder hervorgekramt hast. Vielleicht können wir ihn ja weiter reanimieren....;-)
Liebe Grüße
Nicole
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Helmut
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#117

Beitrag von Helmut »

Liebe Leute
Vielleicht sollte ich hier mal bekannt machen, warum ich mich auf der Seite von Nicole so gut auskenne:
Nicole und ich planen am 9.5. -einen Tag vor dem LT- bei uns
Kleinkunst im Wohnzimmer "Elbe trifft Inn"
10 Themen - 10 Lieder - 10 Gedichte (10 Gäste, hoffentlich)
Und da gilt es, dass wir Lieder und Gedichte aufeinander abstimmen.
Gruß Helmut
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#118

Beitrag von Nicky »

Lieber Helmut,
ich finde, das war eine tolle Idee von dir und ich freue mich schon riesig auf unser gemeinsames Projekt, das immer mehr Form annimmt. (Besonders dank deines Einsatzes) :-)
Am meisten hab ich gestaunt, wie viele gemeinsame Themen wir haben. Aber auch wie viele tolle Gedichte du hast.
In Vorfreude.... :-)
Nicole
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#119

Beitrag von Helmut »

Liebe Nicole
Mich erstaunt, welche Zufälle es gibt:
Ich suche und entscheide mich für ein 10. (Oder Zugabe) Gedicht, das ich allerdings aktualisieren muss, schicke es dir und dann bastelst du gerade an einem Lied, das zu meinem Gedicht passt.
Elbe und Inn, Watt und Wendelstein, eigentlich nur ein Katzensprung.
Gruß Helmut
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#120

Beitrag von Gesch »

liebe nicole, lieber helmut,
ihr habt ja offenbar einen riesenspass schon bei der vorbereitung eures gemeinsamen hauskonzerts. ich find es toll, was ihr da erarbeitet und wie ihr euch gegenseitig zu kreativen schüben treibt. vergesst nicht, das konzert mitzuschneiden!!!
und dann hoff ich auf eine kopie.
herzlich
gerd
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