Lässt sich daraus ein Lied konstruieren ?

*DER SINN DER POLITIK IST FREIHEIT
Das Leben ist immer ein Leben mit anderen. Der Mensch ist ein „zoon politikon“, ein „staatsentwickelndes Tier“, wie Aristoteles formulierte. Er bedarf zu seiner Vervollkommnung der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Die Frage ist nicht, wie uns heute im Zeitalter des begrenzungslosen Individualismus (und Egoismus) eingehämmert wird: Wie soll ich leben? Sondern: Wie sollen wir leben? - und darüber kann in diesem Forum diskutiert werden!

*Quelle: Webseite Akademischer Verein Kyffhäuser e.V. | Foto © by Pixabay.com
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migoe hat dieses Thema gestartet
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Lässt sich daraus ein Lied konstruieren ?

#1

Beitrag von migoe »

Dieser Beitrag fand sich im Gästebuch der Seite wieder, wo er aber wirklich nix verloren hat, deshalb habe ich ihn hierher verschoben, vielleicht entwickelt sich ja eine Diskussion - leider hat der Autor seinen Namen nicht hinterlassen...
Läßt sich daraus ein Lied konstruieren?
Jene die Gesetze machen, müssen diese auch einhalten. Nicht jene, die die Gesetze nicht gemacht haben.
Denn ein Gesetz ist etwas, dass man vor sich selber macht und demzufolge vor G o t t ! ( Ein Gesetz ist etwas unumstößliches und man sollte sich vorsehen welches Gesetz man macht. )
Wer also eine Öko~~~~~~ einführt und dann Ausnahmen schafft ist nicht der Führung fähig, denn jene die dieses Gesetz gemacht haben haben sich selbst unterlaufen, sie haben Teile von sich selbst betrogen.
Jeder kennt noch mehr Beispiele, ungezählt ist die Liste von Gesetzen, Versprechen und Lügen und Schönschleimerei.
Die Worte die sie sprechen sind sie selbst, jene Worte die sie sprechen müssen sie selbst umsetzen, und nicht jene die sie nach ihnen hören.
Hier ein paar Worte die sie reden aber selbst tun müssen, aber von euch verlangen :
- Wir müssen flexibler sein
- Wir müssen teilen
- Wir müssen Opfer bringen
- Wir müssen solidarisch sein
- Wir müssen objektiv sein
- Wir müssen an die Zukunft denken
- Wir müssen sparen
- Wir müssen gerechter sein
- Wir müssen dem Menschen näher sein
- Wir müssen faire Wirtschaftregeln schaffen
- Wir müssen innovativ sein
- Wir müssen Vorbild sein
- Wir müssen die westlichen Werte verteidigen
- Wir müssen bewußter Leben
- Wir müssen einander helfen
- Wir müssen neue Produkte finden
- Wir müssen Arbeit billiger machen ( Wo bitte schön ist Eure unseliges Tun billiger geworden ? )
- Wir müssen mehr für Erziehung und Bildung tun
- Wir müssen weitsichtiger und vorausschauender sein
- Wir müssen unsere Schulden abtragen
- Wir müssen mehr informieren
- Wir müssen sorgsam mit unserer Welt umgehen
- Wir müssen die Weltprobleme lösen ( Weit außerhalb in der 3. Welt natürlich ! )
und und und
Was soll also G o t t noch alles zu diesen Menschen mit deren Mündern durch sie sprechen damit sie endlich begreifen, das aus ihren eigenen Mündern die Worte kommen die sie selbst zuerst und als erste tun müssen. Wen wollt sie belügen ?
Wie groß und wissend sind diese Menschenführer wirklich ?
Spaltung, Ausspielerei, Auslese, Sezierung, Selektierung, Klassifizierung sind die Eigenschaften des Intellekts und die der aktuellen Gesetzgebung.
( Be~~~~~~ungung von Reich von Arm, von Rauchern, Alt gegen Jung, Menschenfresser - wie es in alten Vorraussagen steht, Feuer das vom Himmel fällt, Regentschaft des Weiblichen, Chaos im Wetter, Verschiebungen usw. - Was brauchst noch ? )
Der Intellekt, euer überbordender Führer in dieser Welt, soll nur der Betrachtung dienen - nicht aber dem Gesetz soll er dienen. Mit euren Gesetzen, eurem Intellekt enteignet ihr ganze Völker. Aufschwung gibt es dann in der Arbeitswelt für ein paar Jahre und weiter ?
Was machen dann jene Völker die einst ihre Herde über das Land führten, jene die ihr Sesshaft gemacht habt, sollen sie sich dann nach euren Regeln das Wasser kaufen, den Boden pachten, die Gensaat kaufen ? Sollen sie sich kaufen was sie schon immer hatten, was sie sich selbst schenkten ? Ihr habt sie verführt und bestohlen !
Glaubt ihr wirklich das die Gegensätze zwischen Intellekt und Gefühl nichts mit Bomben oder der sich immer mehr entfesselnden Naturgewalten zu tun hätte ?
Die Übersteigerung jener Eigenschaften in den Völkern und auch individuell im Menschen wird, wie von Gott gemacht, bald als Antwort für alle ins Sein gelangen und Intellekt und Gefühl zum Ausgleich bringen.
Welches Gesetze wird es dann geben ?
Welche Werte werden wir dann haben ?
Neue Werte wird es daher geben und niemand wird davor entfliehen können, denn niemand kann uralten Rhythmen entfliehen !
Jene, Gesetzesbrecher, jene die Ihr eigenes Gesetz brachen und jene die mit ihnen waren, werden zurückgeworfen, werden vergessen, werden neu ausgeworfen bis G o t t sie ernten kann.
Fremder

migoe
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Liebe Grüße aus Rothenburg

migoe | www.liedermacher-forum.de
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Manche Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

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Michael
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Lässt sich daraus ein Lied konstruieren ?

#2

Beitrag von Michael »

Klar kann man da ein Lied draus machen. Ich weiß auch schon einen Titel: "Selig sind die geistig Armen"
Michael
Dieser Beitrag enthält 20 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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greymagicvoice
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#3

Beitrag von greymagicvoice »

Ich weiß nicht ... Sicher, das ist in einer ziemlich verquasten Sprache geschrieben. Und der Rückgriff auf Gott setzt die Ansichten des Schreibers in einen religiösen Kontext, der zum einen vielleicht seinen eigenen Glaubenshintergrund andeutet, andererseits ihm vielleicht zur Rechtfertigung dient, so dass ich ihn gern fragen möchte "Und was tust Du?".
Aber hinter all dem sprachlichen Nebel spüre ich doch die Wut und die Verzweiflung über die Entwicklungen in der Welt und in unserem schönen Land, die für mich mit dem Verlust von Wahrhaftigkeit zu tun haben. Es fehlt an Wahrhaftigkeit in der politischen Landschaft, in den Medien, mitten unter uns. Dem sich entgegenzustellen ist - so verstehe ich es - nicht zuletzt Anliegen der Liedermachergilde.
Er mag ja verworren schreiben, der Fremde und manche seiner Äußerungen sind schwer miteinander in Beziehung zu bringen - aber die Geste ist mir vertraut.
freundliche Grüße an alle
Stephan
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auf und ab vor und zurück
das leben ist ein einzelstück
und nicht für geld zu haben
es steht dir bei und stellt dich bloß
vergnügen pur und kummer groß
vom schoß bis zum begraben
S.G.

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Carsten
...hat schon mal ein LT organisiert
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Lässt sich daraus ein Lied konstruieren ?

#4

Beitrag von Carsten »

Zur Beantwortung der Frage im Titel des Threads: Definitiv ja. Lässt sich.
Der Fremde hat es - aus meiner Sicht - doch eigentlich völlig richtig gemacht. Wenn ich ein Lied schreiben will würde ich genau so vorgehen. Man fängt an mit einer Stoffsammlung - Schritt eins. Also: was soll alles rein in das Lied, was soll gesagt werden. Und das hat der Fremde geliefert, Schritt eins ist getan. Nun geht es natürlich weiter, und da wird es komplizierter. Aus den ganzen Ideen sortiert man das aus was man wirklich im Lied haben will, dann fängt man an singbare, also möglichst irgendwie gereimte Zeilen zu konstruieren, stellt Strophen zusammen. Diese beiden Schritte können sich je nach Laune und Fähigkeit oder Zufriedenheit mit dem Ergebnis beliebig oft wiederholen. Tja, und hat man dann endlich einen geeignet erscheinenden Text, braucht man sich "nur" noch eine Melodie einfallen lassen. Und zu der Melodie dann je nach Laune und Fähigkeit ein schönes Intro oder Instrumentals. Ein paar nette abgefahrene Gitarren-Riffs kommen immer gut. :-D
Tja und dann übt man das ganze wie verrückt und dann ab damit ins Studio... usw.
Also: Den ersten Schritt hat der Fremde geliefert, es muß sich nur noch jemand finden der den Rest des Weges geht.
Dann mal los, mal sehen wer eher fertig ist :-D
Carsten
Dieser Beitrag enthält 225 Wörter


Glaubt keinem Sänger - ist meine erste und letzte Parole.
Glaubt keinem Sänger - schlachtet die Idole!
(Heinz Rudolf Kunze 1984)

:murmel3:

Gast
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#5

Beitrag von Gast »

Hallo zusammen,
jetzt möchte ich mich doch auch mal zu Wort melden...
Erst einmal gefällt es mir nicht, dass jemand einen (eigen verfassten?) Text zur Diskussion stellt, ohne seine Identität preiszugeben. Das schützt nämlich auch davor, hinterfragt zu werden oder vielleicht auch, seine Argumente genauer zu durchdenken und zu formulieren.
Spaltung, Ausspielerei, Auslese, Sezierung, Selektierung, Klassifizierung sind die Eigenschaften des Intellekts und die der aktuellen Gesetzgebung.

Ich verstehe die Motivation dieses Satzes, auch mich ärgert es, wenn man über Handlungsmöglichkeiten diskutiert, ohne letztlich zu handeln. Andererseits können auch emotional motivierte (Bauch-) Entscheidungen ungewollte Effekte mit sich bringen. Nicht umsonst gibt es ganze Wissenschaftszweige, die sich mit der Komplexität von Entscheidungsverhalten beschäftigen, da ein Verhalten in sozialen, politischen u.a. Kontexten niemals eindeutig ist. Will heißen, ich weiß letztlich nicht, ob mein Verhalten die Auswirkung hat, die ich mir erwünsche.
Denn ein Gesetz ist etwas, dass man vor sich selber macht und demzufolge vor G o t t ! ( Ein Gesetz ist etwas unumstößliches und man sollte sich vorsehen welches Gesetz man macht.

Das halte ich für schlichtweg falsch! Warum sollte ein Gesetz etwas Unumstößliches sein? Das wäre ja fatal! In diesem Zusammenhang und weil der Schreiber selbst Gott ins Spiel bringt, möchte ich auf den biblischen Satz von Jesus verweisen: "Das Gesetz ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für das Gesetz." Es wird immer Situationen geben, in denen wünschenswerte Verhaltensweisen miteinander in Konflikt stehen und sich vielleicht sogar gegenseitig ausschließen. Das ist ein Dilemma, in dem die Menschheit steckt, weil sie sich in gewisser Weise immer an jemandem "schuldig" macht. Wer kann sich schon in allen Bereichen widerspruchsfrei verhalten? (Das heißt nicht, dass es nicht wünschenswert wäre!)
Ich empfinde -- bei aller Sympathie für Forderungen nach mehr Gerechtigkeit und dem Anstoß, auch seinen Intuitionen zu folgen -- diesen Text als ein selbstherrliches Pamphlet (es wird immer nur von "ihr" und "euch" gesprochen), unreflektiert und mit drohend erhobenem Zeigefinger.
Grüße an alle,
Bianca
Dieser Beitrag enthält 346 Wörter



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