Tag 14 - Was in der Zeitung steht

Über die negativen Folgen von Meldungen in der sogenannten Regenbogenpresse gibt es auch ein Lied von Reinhard Mey

In diesem Unterforum werden die Rezensionen und Gespräche zu den einzelnen Lieder Reinhard Meys zusammengefasst
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Das Projekt "Jeden Tag ein neues Lied" startete am 01.01.2023 und wurde am 27.01.2023 beendet.

Am 01.02.2023 startete die aktuelle Aktion "Ein Lied - viele Perspektiven" und auch mit diesem Projetk habe ich mir das Ziel gesetzt, mich nach und nach mit allen Liedern von Reinhard Mey zu beschäftigen und über meine Gedanken und Erlebnisse zum jeweiligen Lied zu erzählen.

Ich lade alle ein, die eigenen Gedanken beisteuern. Die Lieder sind es wert.
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Das Lied "Was in der Zeitung steht"...

Umfrage endete am So 22. Jan 2023, 00:53Bitte beachte, dass die Ergebnisse nach Anzahl der abgegebenen Stimmen absteigend sortiert sind.

...finde ich gut und höre es gerne
7
100%
...kenne ich, gehört aber nicht zu meinen Favoriten
0
Keine Stimmen
...kannte ich bisher nicht, bzw. habe ich nie richtig wahrgenommen
0
Keine Stimmen
...finde ich langweilig bzw. unbedeutend
0
Keine Stimmen
...ist zu oberflächlich und platt
0
Keine Stimmen
...ist Ausdruck eines Künstlers, der mit seiner prominenten Stellung nicht umgehen kann
0
Keine Stimmen
...braucht kein Mensch, weg damit!
0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 7

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Tag 14 - Was in der Zeitung steht

#1

Beitrag von migoe »

Was hat es mit dem Projekt "Jeden Tag ein neues Lied" auf sich?
Am 01.01.2023 habe ich mit das Projekt Jeden Tag ein neues Lied gestartet mit dem Vorsatz, ein Jahr lang jeden Tag ein anderes Lied von Reinhard Mey zum Thema zu machen und aus einer eigenen Perspektive zu beleuchten.

Das Prinzip ist simpel und bereits im Namen wird erklärt, was genau ich damit meine: ich werde jeden Tag in diesem Forum ein Lied des Tages posten und in Form eines Videos in den Beitrag einbauen. Die Idee dahinter ist, mich selbst mit den Liedern auseinanderzusetzen, meine Einstellung bzw. meine "Beziehung" zum jeweiligen Lied zu beschreiben UND gleichzeitig alle dazu einladen, die eigene "Geschichte zum Lied" mit den anderen Besuchern des Forums zu teilen.

Zu jedem Lied starte ich zudem eine Umfrage, die je nach Situation einen Tag oder eine Woche laufen soll und bei der alle kurz und knackig ihre Einstellung zum Lied abgeben können, ohne einen eigenen Beitrag dazu schreiben zu müssen - obwohl das natürlich auch erwünscht und geboten ist, schließlich ist das hier ein Forum ;-)
Das heutige Lied des Tages ist:
Was in der Zeitung steht

Auftritt bei "Na sowas!"

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Reinhard performt zum Playback der Studio-Version von 1983 (Album: "Die Zwölfte") in der Sendung "Na sowas!" (mit Thomas Gottschalk), Folge vom 5. Dezember 1983. Das Video habe ich auf dem YouTube Kanal LiedermacherRaritäten gefunden.

Bühnenversion auf "Live '84"

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Reinhards Ankündigungstext auf der Bühne (Quelle: Album "Live '84") Zitat:
Ich muss dazu sagen, dass ich ... keineswegs ein gestörtes Verhältnis zu den Fotografen oder zur Presse habe ... es ist ganz anders, ich freue mich, wenn ich beim Friseur sitze und noch ein bißchen Zeit habe und nicht gleich rangenommen werde, wenn ich dann noch ein bißchen in der Rosa Post blättern darf, die da meistens ausliegt. Und wenn ich dann noch eine Geschichte über mich finde in der Neuen Rosa Post, dann ist mein Glück perfekt, weil ich dann endlich wieder einmal erfahre, was sich für wilde, herzzerreißende Dramen in meinem Leben abspiele - während ich gemütlich zuhause auf dem Sofa sitze und den Seniorenclub gucke ... Nun ist mir natürlich - das gebe ich zu - ein dickes Fell gewachsen, was mittlere Anwürfe und Verleumdungen anbetrifft und ich denk mir "Wie es einem gehen mag, der nicht so im Training ist und der vielleicht durch Zufall oder durch 'ne Verwechslung oder durch bösen Willen in das Getriebe der Revolverpresse gerät?" ... da hab' ich auch ein Lied 'drüber gemacht und das ist auch gar nicht so erfunden und das heisst ...

Album Version (Spotify)

Knut Severin Cover

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Eine sehr schöne Cover-Version von Knut Severin, die er auf seinem YouTube-Kanal veröffentlich hat.
Was in der Zeitung steht ist ein oft unterschätztes Lied, weil es teilweise irrtümlich als "politisches Lied" eingeordnet wird und vor allem Querdenker und Rechtsextreme müllen die Kommentarspalten teilweise voll mit der Behauptung, Reinhard Mey hätte mit diesem Lied schon auf die angeblichen tendenziellen und problematischen Berichte in den sogenannten Mainstream-Medien (wird häufig in den einschlägigen Kreisen mit MSM abgekürzt) hingewiesen bzw. würde "die Presse" damit offen angreifen.

Das ist natürlich vollkommener Quatsch, denn die Kritik, die in diesen Lied mitschwingt, geht nicht an die politische Presselandschaft, sondern an den nicht journalistischen Teil der deutschen Presse, also die sogenannte Klatsch- bzw. Regenbogenpresse! Insofern sehe ich dieses Lied einerseits als Medienkritik, aber auch als Gesellschaftskritik, denn die Klatsch- und Regenbogenpresse ist ein Phänomen der westlichen "freiheitlich" orientierten Gesellschaften und bilden meiner Meinung nach eine Art "Geschwür" von falsch verstandener Freiheit dar. Ich denke, es ist keine "Errungenschaft" von Freiheit, wenn es möglich ist, völlig frei erfundene Lügengeschichten über Menschen in der Öffentlichkeit so zum Besten geben zu dürfen, als würden sie der Wahrheit entsprechen.

Doch zunächst...

Worum geht es in dem Lied?
Die Wikipedia fasst es sehr kurz - und leider etwas "unscharf" zusammen:
Wikipedia Artikel zum Album "Die Zwölfte" Zitat:
Das Album beginnt mit Was in der Zeitung steht, in dem Reinhard Mey die Ungenauigkeiten der Zeitungsberichte anprangert.
Ich versuche, es etwas differenzierter zu formulieren:
Zu Beginn des Lieds wird berichtet, dass der Protagonist wie jeden Morgen pünktlich und unbedarft bei der Arbeit erscheint, doch seine Kollegen fragen ihn, ob er schon die Zeitung gelesen hätte. Als er sie aufschlägt, entdeckt er auf Seite 2 einen Artikel über einen Finanzskandal mit seinem Bild. Er erkennt sofort, dass es sich um eine Falschmeldung handelt, aber er weiß nicht, wie er sich dagegen wehren soll. Seine Kollegen raten ihm, sich erstmal zurückzuziehen und Urlaub zu machen. Er geht zu seinem Chef und der versichert ihm, dass alle zu ihm stehen würden, und schickt ihn erst einmal nach Hause. Er verlässt das Gebäude, wählt aber den Weg durch die Tiefgarage, damit ihn keiner sieht, und geht zu Fuß zur U-Bahn-Station. Auf der Fahrt nach Hause fühlt er sich unbehaglich und beobachtet und befürchtet, dass auch die Nachbarn bereits von dem Skandal wissen. Er stellt schließlich den Redakteur der Zeitung zur Rede und konfrontiert ihn mit der Verantwortung über die Berichte, die er als Redakteur innehat. Damit stößt er aber auf taube Ohren, denn der Zeitungsredakteur vertritt die Meinung, dass er nichts dafür könne, wenn die Leute alles glaubten, nur, weil es in der Zeitung stünde. Der "Chef vom Dienst" sieht letztlich den Fehler ein und am Abend erscheint eine Gegendarstellung, jedoch so klein und versteckt platziert, dass die Geschichte mit der Frage endet: "Wer liest schon, was so klein in der Zeitung steht?". Die Geschichte hat somit kein befriedigendes Ende.

Was sagt der Künstler selbst über sein Lied?
Während der Tournee zum Album Die Zwölfte erzählte und sang er über seine Erfahrungen mit den Vertretern der sogenannten Regenbogenpresse in seinem Lied Homestory und zog direkt im Anschluss die Klammer zu seinem damals aktuellen Song zum selben Thema, nämlich Was in der Zeitung steht, und machte somit klar, dass diese beiden Lieder thematisch zusammengehören.
Reinhards Ankündigungstext auf der Bühne (Quelle: Album "Live '84") Zitat:
Ich muss dazu sagen, dass ich ... keineswegs ein gestörtes Verhältnis zu den Fotografen oder zur Presse habe ... es ist ganz anders, ich freue mich, wenn ich beim Friseur sitze und noch ein bißchen Zeit habe und nicht gleich rangenommen werde, wenn ich dann noch ein bißchen in der Rosa Post blättern darf, die da meistens ausliegt. Und wenn ich dann noch eine Geschichte über mich finde in der Neuen Rosa Post, dann ist mein Glück perfekt, weil ich dann endlich wieder einmal erfahre, was sich für wilde, herzzerreißende Dramen in meinem Leben abspiele - während ich gemütlich zuhause auf dem Sofa sitze und den Seniorenclub gucke ... Nun ist mir natürlich - das gebe ich zu - ein dickes Fell gewachsen, was mittlere Anwürfe und Verleumdungen anbetrifft und ich denk mir "Wie es einem gehen mag, der nicht so im Training ist und der vielleicht durch Zufall oder durch 'ne Verwechslung oder durch bösen Willen in das Getriebe der Revolverpresse gerät?" ... da hab' ich auch ein Lied 'drüber gemacht und das ist auch gar nicht so erfunden und das heisst ...
"Presse" ist nicht gleich "Journalismus" - die Geheimnisse hinter der "Neuen Rosa Post"
Mit dem Begriff die Neue Rosa Post meint der Künstler die Art von Presseerzeugnisse, die wie folgt funktionieren:
  1. Irgendein Schmierblatt schreibt irgendeine erfundene Geschichte
  2. und wenn dagegen vorgegangen wird,
  3. wird eine Gegendarstellung in einem der folgenden Ausgaben irgendwo hinten im Anzeigenteil abgedruckt
  4. und die Sache ist (formal) erledigt.
Diese Art des "Schmierenjournalismus" ist in Wahrheit gar kein Journalismus, sondern es handelt sich um reine Fantasiegeschichten, die in Form von Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht werden. Diese Art von Presseerzeugnissen wird auch Regenbogenpresse genannt. Die Mechanismen, nach denen diese Magazine und Zeitschriften funktionieren, hat Jan Böhmermann in der ZDF Sendung "ZDF Magazin Royale" am 16.04.2021 unterhaltsam (wie ich finde) auseinandergenommen. In einem weiteren Video (beide hinter dem folgenden Spoiler) zeigt er dann auch noch, wie viel Geld mit diesem Schund verdient wird!
2 Sendungen "ZDF Magazin Royale" vom 16.04.2021 und 08.03.2022 zum Thema "Das Geschäft mit der Klatschpresse"
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Begleitender Text unter dem Video auf YouTube Zitat:
Geschäfte machen mit Lügen und menschenfeindlichen Geschichten unter dem Deckmantel der Pressefreiheit? Das geht nur bei Magazinen mit “Neue”, “Freizeit” oder “Woche” im Namen. Hubert Burda Media, Medienholding Klambt, Funke Mediengruppe, Bauer Media Group und Co. erreichen mit Skandal-Schlagzeilen sagenhaftem Reichtum & schockierende Auflagezahlen. Doch welche süßen Geheimnisse verstecken Deutschlands Verlegerinnen und Verleger?
Jan Böhmermann hat damals in seiner Sendung angekündigt, selbst ein solches "Presseerzeugnis" zu veröffentlichen und versprach, das Ergebnis dieser Aktion auszuwerten. Am 08.03.2022 war es dann soweit und er verkündete in einem "inoffiziellen Redaktionsvideo" die harten Fakten zu den Erlösen aus dem Verkauf dieses Pamphlets:
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Begleittext unter dem Video Zitat:
Geld, Geld, Geld! Darum ging es uns beim Verkauf des "Freizeit Magazin Royale" wirklich. Vor rund einem Jahr haben wir Deutschlands einzig wahres Klatschmagazin rausgebracht, um der Frage nachzugehen: Kann man mit Skandal-Schlagzeilen und halbseriösem Halbwissen sagenhafte Auflagenzahlen erreichen und unermesslichen Reichtum erlagen? Wir haben Bilanz gezogen und das Ergebnis lässt Hubba Bubba Burda vor Schock glatt die Kaugummiblase platzen. Der Gewinn des Freizeit Magazin Royale wird an 15 medienpädagogische Einrichtungen in ganz Deutschland gespendet. Pressekodex-Ehrenwort.
Mit dem Themenkomplex "Klatschpresse" hat sich auf YouTube der Kanal RobBubble in zwei Videos auseinandergesetzt. In einem Video von 2021 wurde über das Projekt "Ich habe ein Jahr lang jedes Klatschmagazin gelesen" berichtet und das aktuellstes Video von 2022 hat dieses Thema noch einmal aufgenommen unter dem Titel "Die Lügen der Klatschpresse werden immer schlimmer" und der YouTuber Rezo (ja genau, der mit den blauen Haaren ;-) ) hat dazu ein Reactionvideo gemacht...aber seht es Euch selbst an, wenn Ihr verstehen wollt, was ich damit meine und vor allem, was diese jungen Leute (im Vergleich zu Böhmermann und Mey) an dieser Neuen Rosa Post so problematisch finden.
Videos von RobBubble und Rezo -> Zusammenfassung aller Videos
Ich habe ein Jahr lang jedes Klatschmagazin gelesen
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Text unter dem Video auf YouTube Zitat:
Was passiert, wenn man ein Jahr lang jedes Klatschmagazin der Regenbogenpresse ließt und dann am Ende des Jahres einen Rückblick für die Stars baut? Denn laut den Lügen dieser Zeitschriften ist das Leben der Stars der absolute Wahnsinn. Promis wie Helene Fischer oder Prinz Harry und Meghan Markle werden da die wahnsinnigsten Dinge angedichtet. Selbst die Queen und Angela Merkel sind vor den Clickbait-Überschriften nicht sicher. Wie absurd ist es wirklich? Was passiert, wenn man alle Storys zu einer Geschichte zusammenfasst? Es gibt alleine über 40 Freizeit Magazine, knapp 20 Magazine mit Woche im Titel und mehr.
Alleine bei Harry und Meghan kam es zu 8 Fällen, bei denen Harry herausfinden musste, dass er einen anderen Vater hat. 6 Mal kam raus, dass er nicht der Vater seiner Kinder ist und ganze 25 Mal haben Harry und Meghan sich in 2021 scheiden lassen!
Die Lügen der Klatschpresse werden immer schlimmer
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Text unter dem Video auf YouTube Zitat:
Letztes Jahr habe ich ein Jahr lang jedes Klatschmagazin der Regenbogenpresse gelesen. Seitdem sind die Lügen nicht besser geworden - Zeit also mit den absurdesten Überschriften zu Beweisen, dass laut dieser Zeitschriften das Leben der Stars der absolute Wahnsinn ist. Sind Helene Fischer und Florian Silbereisen doch zusammen? Wie viele Blitzscheidungen hatten Prinz Harry und Herzogin Meghan Markle eigentlich? Welche Clickbait-Überschriften gibt es über den Tod von Queen Elizabeth II. oder Prinzessin Diana?
Kritik an der Klatschpresse gab es letztes Jahr von Jan Böhmermann, Walulis, RobBubble und Rezo, Zeitungen wurden exposed: Aber hat sich seitdem etwas verändert oder ist es schlimmer geworden?
Sehr interessant finde ich auch die Gedanken des YouTubers "Rezo" in der Reaktion auf das Video von RobBubble...
Rezo reagiert auf RobBubble Video "Ein Jahr Klatschpresse gelesen"
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Nachdem ich mir diese Videos auf YouTube zu Gemüte geführt habe, ist mir erst aufgefallen, was für eine (bittere) Ironie in dem Auftritt von Reinhard Mey in der "Na sowas!"-Sendung von Thomas Gottschalk steckt, weil: Reinhard Mey singt ein Lied, welches auf ein Problem hinweist, unter dem Thomas Gottschalk jeden Tag persönlich leidet!

Presse ist nicht gleich Presse!
Die meisten deutschen Verlage bekennen sich mit einer Selbstverpflichtungserklärung dazu, den Pressekodexund den Redaktionsdatenschutzzu achten. Viele Redaktionen weisen in ihrem Impressum darauf hin, dass sie die im Pressekodex definierten Qualitätsstandards als Maßstab für ihr journalistisches Arbeiten anerkennen. So steht es zumindest auf der Webseite des deutschen Presserats.

Der deutsche Presserat ist eine Freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien und deren Online-Auftritte in Deutschland. Anhand von Beschwerden überprüft er die Einhaltung ethischer Regeln im Journalismus, die im Pressekodex festgehalten sind. Der Presserat hat sich selbst die Aufgabe gegeben, das Ansehen der deutschen Presse zu wahren und gleichzeitig die Pressefreiheit zu schützen. Darüber hinaus tritt der Presserat für den ungehinderten Zugang von Journalistinnen und Journalisten zu Nachrichtenquellen ein und sorgt für die Selbstregulierung des Redaktionsdatenschutzes und der Finanzmarktberichterstattung.

Soweit der "offizielle Sprech".
Wie unterscheidet der Presserat wirklich zwischen "guter" und "schlechter" Presse?
Gar nicht!

Wer Scheiße schreibt erhält eine "Rüge" und das war's!

Keine Pointe.
Und ist es überhaupt sinnvoll, solch eine Unterscheidung vorzunehmen?


JA ! ! ! Absolut macht das Sinn!


Schon im eigenen Interesse, sollten die Verlage schauen, dass solcher Schund NICHT mehr zur "Presse" gezählt werden darf! Ich persönlich fühle mich davon nicht angesprochen und ignoriere das komplett, schon immer. Aber die Punkte von Jan Böhmermann, RobBubble, Rezo und - als "Vorreiter" sozusagen - auch Reinhard Mey sind absolut berechtigt und sollten wirklich ernsthaft angegangen werden. Es macht etwas mit einem Menschen, wenn er in eine Situation gebracht wird, in die der Protagonist von Was in der Zeitung steht gebracht wird. Ohne eigenes Verschulden. Ohne Möglichkeit, sich vorher dagegen zu wehren. Ohne Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten. Ohne Möglichkeit, die Familie davor zu beschützen. DAS ist ein Skandal, weil sich die Situation seit 1983 ja verschlimmert hat und nicht verbessert. Trotz Presserat, Ehrenkodex und Selbstverpflichtung. Klingt das nur für mich wie die Alibi-Argumente der FDP zum Thema "Freiheit" und "Eigenverantwortung"? :schimpfen:

BURDA und SPRINGER sind die wahre "Lügenpresse"!
Die Springer-"Presse" wirft seit jeher in Form der B I L D - "Zeitung" ein täglich gedrucktes Machwerk auf den Markt, welches unter dem Deckmantel von "Journalismus" eben jede Methoden der "Regenbogenpresse" auch im Bereich der Tageszeitungen anwendet. Viele Menschen kaufen diese Zeitung, lesen die dort veröffentlichten Inhalte und nehmen sie für bare Münze. Das ist leider Realität. Leider ist der Begriff "Zeitung" nicht geschützt und "Journalist" ist eine Bezeichnung, den sich jeder auf die eigene Visitenkarte drucken kann.

Zu den Methoden der Redakteure dieses Presseerzeugnisses bei der "Recherche" zu den "Berichten" in ihrem Machwerk, hat der Anwalt Christian Solmecke auf dem YouTube-Kanal der Rechtsanwaltskanzlei WBS legal heute erst wieder ein aufschlussreiches Video veröffentlicht.
Drachenlord: BILD fällt auf Fake rein und druckt „Exklusiv-Interview“ | Anwalt Christian Solmecke
Christian Sollecke reagiert...
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Online ist es aber noch viel schlimmer!
Fakenews und Desinformation ist ein großes Thema im Internet, das ist sicher allen klar und mit dieser Weisheit oute ich mich jetzt nicht als "Insider". Doch gerade wenn es um das Thema "Klatsch und Tratsch" geht, ist der Level an IchKotzdieWandanContent fast unermesslich schäbig. Es ist aber auch zu einfach. Ich z.B. könnte mich auch "Online-Journalist" nennen und das Liedermacher-Forum könnte ich als Blog oder Magazin getarnt ebenfalls als "Journalismus" verkaufen.

Das ist diese "Freiheit", die das Internet bietet :oh: und manchmal kommen dabei so Sachen raus wie z.B. ein YouTube-Kanal, von dem ich hier nur einen Screenshot von einigen Videos veröffentlichen werde. Einen Link dazu binde ich nicht ein. Bei YouTube habe ich mich bereits mehrfach über die Videos dieses Kanals beschwert, bzw. diese als "Spam" und "Irreführende Desinformation" gemeldet. Warum das so ist?
Screenshot YouTube Kanal mit "IchKotzdieWandanContent" der schäbigsten Sorte:
Digitale Desinformation - YouTube-Kanal - Beispiel.jpg
Ja, Ihr lest richtig: Konstantin Wecker, Hannes Wader, Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken, Reinhard Mey, Peter Maffay undsoweiterundsofort sind alle "vor ein paar Minuten" oder "vor 8 Minuten" oder "vor 30 Minuten" gestorben. Genau DAS behaupten die Titel der Videos - und wenn man sich dann die furchtbar langweiligen Videos wirklich anschaut, stellt man am Ende fest, alles gar nicht wahr, die sind NOCH NICHT gestorben, aber könnten ja bald, und dann wäre es ja gut, wenn man schon einmal "an sie erinnert hat". DAS ist Grütze aus dem Kotze-Eimer in den vorher die Kuh geschissen hat... :schimpfen: und jetzt hör ich aber auf mit diesem Thema, sonst...
Was gibt es über "Was in der Zeitung steht" noch zu berichten?
Das Lied eröffnet die Platte Die Zwölfte und legt für mich einen starken Auftakt für das Album hin. Die Melodie ist sehr eingängig und das Arrangement von Wilfried Grünberg gefällt mir gut. Die musikalische Begleitung ist dezent gehalten. Die Gitarre übernimmt die Führung und wird durch ein zurückhaltendes Drumset begleitet.

Die Geschichte wird in 5 Strophen zu jeweils 12 Zeilen erzählt. Das Versmaß ist metrisch ungebunden und Reinhard Mey verwendet auch in diesem Lied keinen Versfuß, was bedeutet, dass es keine regelmäßige Abfolge von Hebungen und Senkungen – also betonten und unbetonten Silben - gibt. Soweit ich das jetzt in den letzten 12 Tagen gesehen habe, kommt das bei Reinhard Mey häufiger vor...ist aber natürlich nur eine Momentaufnahme :-D .

Was bei Was in der Zeitung steht besonders ist, ist das Reimschema innerhalb der Strophen. Der Text verwendet einen Kreuzreim als Reimschema in der Art aab-ccb-ddb-eeb, es wird also die dritte Zeile jeweils 4x wiederholt. Das wird über alle Strophen hinweg durchgehalten. Die Phrase "Was in der Zeitung steht" steht stets am Ende dieser Verszeilen. Dadurch wird verdeutlicht, wie die Gedanken des Protagonisten ständig nur darum kreisen, dass etwas Falsches über ihn in der Zeitung steht und welche persönlichen Folgen es für ihn und seine Familie haben kann/wird. Sehr eindrücklich!

Einen Refrain gibt es nicht, ist aber auch nicht nötig, denn durch die ständige Wiederholung der Phrase "Was in der Zeitung steht" wirkt es so, als wäre dieser Satz der Refrain, was er aber natürlich nicht ist!

Eine Sache, die in der Live-Version und beim Cover von Knut Severin nicht vorkommt, aber in der Album-Version sehr eindrucksvoll auffällt ist die 3-fache Wiederholung der Phrase als eine Art Echo am Ende der dritten Strophe. Das lässt einem - wenn man es bemerkt - einen Schauer den Rücken herunterfahren, weil es die Verzweiflung und das (eingeengte) Gedankenkarussel des Protagonisten sehr gut wiedergibt. Es ist förmlich zu spüren, wie sehr ihn dieser Gedanke quält. Toll umgesetzt und im Video bei "Na sowas!" auch mit dabei - weil Vollplayback! In diesem Fall ist das, meiner Meinung nach, angemessen.

Mein Fazit: kurz und knapp :pfeifen:
Meine Wertung: rating von 5 Sternen, weil es Reinhard Mey schon 1983 geschafft hat, dieses überaus wichtige Thema in Form einer Ballade zu verbalisieren und das ganz ohne Spott und Ironie! Das Lied bietet keine Lösung und kein Happy End, was zeigt, dass ihm bewusst ist, dass es keine wirkliche Lösung gibt - und das ist die eigentliche Stärke dieses Lieds.
Das Lied Was in der Zeitung steht wurde auf dem Album Die Zwölfte veröffentlicht. Das Album war - nicht nur dem Namen nach - das zwölfte deutsche Studioalbum von Reinhard Mey und erschien im Jahr 1983 bei Intercord. Es enthält insgesamt 12 Lieder mit einer Gesamtspiellänge von 40:03 Minuten. Alle Lieder haben eine Länge von 2:32 bis maximal 4:01 Minuten und somit ist es für mich nachvollziehbar, dass Reinhard Mey damals den (etwas spöttischen) Titel "3-Minuten-Poet" bekam. Naja, das hat sich spätestens mit der Manfred-Leuchter-Phase erledigt ;-)

Produziert wurde auch dieses Album von Walter Richter, der somit alle bisherigen Alben von Reinhard Mey produzierte. Die Arrangement wurden von Wilfried Grünberg gestaltet. Die Aufnahmen entstanden im W.I.R.-Studio in Berlin. Diese und weiter Informationen zum Album habe ich auf discogs.com und in der Wikipedia gefunden.
Titelliste und Cover des Albums "Die Zwölfte"
Cover - Die Zwölfte - 1983.jpg
  1. Was in der Zeitung steht – 3:41
  2. Hilf mir – 3:05
  3. Anspruchsvoll – 3:22
  4. Ich würde gern einmal in Dresden singen – 3:48
  5. An meine alte Jacke – 3:17
  6. Jahr für Jahr – 2:32
  7. Auf eines bunten Vogels Schwingen – 3:12
  8. Verkehrslagebericht – 3:41
  9. Ich habe nie mehr Langeweile – 3:10
  10. Die erste Stunde – 3:06
  11. Im Berg – 4:01
  12. Du hast mir schon Fragen gestellt – 3:08
Die Zwölfte - 1983 - Chartverlauf.jpg
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Dieser Beitrag enthält 3788 Wörter


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Michael
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Tag 14 - Was in der Zeitung steht

#2

Beitrag von Michael »

Hallo,

auch für heute hast du ein ganz starkes Lied ausgewählt, das für die damalige Schaffensphase eher untypisch ist. Eine packende Geschichte, mit nur wenigen Strichen skizziert der Text eine dramatische Situation. Wir haben ja schon mal darüber diskutiert, ob der Protagonist sich am Ende vor den Zug wirft, oder ob die ‚Erlösung“ darin besteht, den Blicken der Menschen auf dem Bahnsteig durch Einsteigen zu entgehen. Auch das wird - ich denke mal bewusst- nur angedeutet.

Die Aktualität des Liedes liegt ja auf der Hand, wenn man sich so manche Berichterstattung ansieht. Wobei es ja in den seltensten Fällen wirklich erfundene Geschichten sind (auch die gibt es) als verzerrende Schlagzeilen oder das Aufblasen von Gerüchten oder Verdachtsmomenten. Und natürlich das Machen von Skandalen - gerne durch die „Bild“-Zeitung, wenn es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht oder die Grünen und die oft auf Lappalien beruhen oder darauf, dass jemand schlicht eine andere Meinung hat. Aber auch wenn man der radikalen Interpretation folgt, dass der Protagonist Selbstmord begeht, wäre das nicht mal überzeichnet, ich erinnere nur an Kasia Lenhardt. Und das ist sicher nicht die einzige Leiche, die der Boulevard im Keller hat.

Wirklich ein bemerkenswertes Lied. Seltsam und schade, dass Reinhard Mey das später nicht mehr im Programm hatte.

Michael
Dieser Beitrag enthält 221 Wörter


Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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#3

Beitrag von migoe »

Lieber Michael,
Michael Zitat: Sa 14. Jan 2023, 10:40
Wir haben ja schon mal darüber diskutiert, ob der Protagonist sich am Ende vor den Zug wirft, oder ob die ‚Erlösung“ darin besteht, den Blicken der Menschen auf dem Bahnsteig durch Einsteigen zu entgehen. Auch das wird - ich denke mal bewusst- nur angedeutet.
danke für den Hinweis, das war mir gar nicht mehr bewusst und ist auch noch nicht sooo lange her, dass wir genau über diesen Song schon einmal gesprochen haben - siehe Auftritt 1983 bei der ZDF Sendung "Na Sowas" von August 2021. Damals sind ja auch schon einige sehr interessante Aspekte beleuchtet worden, aber die These von den Suizidgedanken ist mir immer noch nicht ganz einleuchtend.

Dafür freue ich mich, dass Viktor damals schon auf die Erzählerperspektive eingegangen ist. Was er dazu schrieb, sehe ich genauso und frage mich jetzt, ob ich von der damaligen Diskussion unbewusst durch ihn auf die Idee zum Projekt mit dem täglichen Lied gebracht wurde :grübel: mich interessiert es echt sehr, welche Gedanken Leute zu bestimmten Themen und Liedern haben.
Michael Zitat: Sa 14. Jan 2023, 10:40
Und natürlich das Machen von Skandalen - gerne durch die „Bild“-Zeitung, wenn es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht oder die Grünen und die oft auf Lappalien beruhen oder darauf, dass jemand schlicht eine andere Meinung hat.
Die B I L D hat hier sicher (noch) eine herausgehobene Stellung, aber gerade die schiere Anzahl an den verschiedenen Formaten der Neuen Rosa Post - wie Mey diese Art von Pressezeugnissen nennt - zeigt, dass es wohl auch ein gesellschaftliches Phänomen ist, welches gelöst werden muss, um zu verhindern, das Lüge nicht irgendwann Wahrheit wird (und umgekehrt!). Wenn ich mir vorstelle, dass ein Archäologe in 1000 Jahren den letzten erhaltenen Bunker aus unserer Zeit bei Ausgrabungen entdeckt und sich dort nur noch eine Kiste mit diesem Schund (Bild-der-Frau, Freizeit-Woche, Laura usw.) findet... was wird die Erkenntnis sein?
Dieser Beitrag enthält 330 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg
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#4

Beitrag von Viktor »

Hallo miteinander,

ihr habt schon viele kluge Worte gesagt.

Ich mag das Lied.

An die damalige Besprechung erinnere ich mich auch vage. Vor allem abgespeichert habe ich den angedeuteten Selbstmord, der für viele ja ganz offensichtlich aus dem Text rauszuziehen ist, ich allerdings vor euren Anmerkungen nie so recht erkannt hatte.

Wahrscheinlich liegt Reinhards Stärke jedenfalls darin, dass (mal wieder) die Perspektive einer einzelnen Person in den Fokus gerückt wird.
migoe Zitat: Sa 14. Jan 2023, 11:29
Wenn ich mir vorstelle, dass ein Archäologe in 1000 Jahren den letzten erhaltenen Bunker aus unserer Zeit bei Ausgrabungen entdeckt und sich dort nur noch eine Kiste mit diesem Schund (Bild-der-Frau, Freizeit-Woche, Laura usw.) findet... was wird die Erkenntnis sein?
Vielleicht ist es ein kleiner Trost, dass auch vor tausenden von Jahren Leute schon Freude an verschriftlichten Halbwahrheiten hatten. Wenn ich da an die Kaiserviten von Sueton (1./2. Jh. n. Chr.) denke: Da wird auch mal gern über sexuelle Vorlieben spekuliert, Lebenswandel generell bewertet, Quellen ohnehin nie überprüft... Was meint ihr, warum wir Julius Caesar heute alle mit Haarausfall vor Augen haben? ;-)

Bin kein großer Böhmermann-Fan, aber die Sache mit der Klatschpresse, die du verlinkt hast, migoe, habe ich damals sehr interessiert verfolgt - ganz spannend.

Viele Grüße
Viktor
Dieser Beitrag enthält 219 Wörter


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#5

Beitrag von Heinz »

Hallo,
ich habe mich mal für Option 1 entschieden (und damit zwei weitere Optionen verschenkt).
Das heißt, mir gefällt das Lied immer noch sehr gut und es ist aktueller denn je. Ja, damals habe ich pflichtgemäß meinen Wallraff gelesen. Außerdem erinnere ich in diesem Zusammenhang an das Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll, das mit hervorragenden Schauspielern auch verfilmt wurde.
Schade, dass es immer wieder Opfer von Falschmeldungen gibt. Stichwort Rufmord. Aktuell beobachte ich, dass die Bild den Herrn Lauterbach auf dem Kicker hat. Der kann wirklich machen, was er will: Bild macht ihn schlecht. Und das ist nun mal die meist gelesene Zeitung. Große Buchstaben und billig. Das scheint in diesem unserem Lande auszureichen.
Und die schon nicht mehr neuen sozialen Medien haben Denunzierung und Fake News ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Die von Michael als „IchkotzdieWandan “ bezeichneten YouTube Videos waren mir auch aufgefallen und ich habe sie gemeldet und mich beschwert. Sinnlos. Und ja, echt zum kotzen, schamlos, entwürdigend. Wie weit kann man sinken?
Das Album „Die Zwölfte“ gehört nicht zu meinen Favoriten. Plätschert nach dem starken Einstieg so vor sich hin.
Gruß
Heinz
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Hi_do
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Tag 14 - Was in der Zeitung steht

#6

Beitrag von Hi_do »

Aufgrund zweier Erlebnisse in jungen Erwachsenenjahren und das was dann in der Zeitung stand, habe ich immer sehr genau recherchiert, bevor ich mir eine Meinung bildete. Als dieses Lied erschien, fand ich es einfach nur passend und wahr.

Danke für diese "Jeden Tag ein neues Lied" Einladung:-9
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