Ich hab sie!

Stef Bos (* 12. Juli 1961 in Veenendaal, Niederlande) ist ein niederländischer Sänger, Liedermacher und Schauspieler. Seit 1990 konzentriert sich seine Arbeit auf das Schreiben und Produzieren eigener Lieder. In den Niederlanden und in Belgien wurde er vor allem 1991 bekannt durch den Song Papa.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 01.06.2018 | Foto ©by Wikepedia
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Piet hat dieses Thema gestartet
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Ich hab sie!

#1

Beitrag von Piet »

Ich hab sie endlich, die neue CD Ruimtevaarder.
Mein erster Eindruck: Tolle Lieder, tolle Gestaltung der CD insgesamt.
Auf der CD finden sich neue Lieder, die aber den Konzertgängern der Theatertouren "Dichtbij" und "Licht" schon vertraut sind. Ziel von Stef Bos war es ja, auf der CD eine Atmosphäre zu schaffen, die den Konzerten ziemlich nahe kommt. Wenn ich mir die CD anhöre, ertappe ich mich dabei, dass ich nach jedem Lied applaudieren möchte. Kann es einen besseren Beleg dafür geben, dass Stef Bos sein Ziel erreicht hat?
Auch das neue Buch "Alles Wat Was" ist in der Zwischenzeit bei mir eingetroffen. Ich war erst ein bisschen skeptisch. Würden außer seinen Liedtexten viele neue Informationen in dem Buch aufgenommen sein?
Jetzt halte ich ein Buch in den Händen, in dem Stef Bos sehr persönlich, mit vielen persönlichen Dokumenten seine Entwicklung von den Anfängen bis heute beschreibt.
Ich wußte beispielsweise nicht, dass Stef Bos für den belgischen Rundfunk ein Lied zur Wiedervereinigung der Deutschen schrieb. Es gibt viel zu entdecken in diesem Buch. Und auf einer Bonus CD zusätzlich elf unveröffentlichte Lieder.
Soweit erstmal kurz meine ersten Eindrücke.
Piet
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zodiak
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Ich hab sie!

#2

Beitrag von zodiak »

Hallo zusammen,
ich möchte erzählen von einen Mann, der von sich sagt, er komme aus einer Zeit, die nicht mehr existiert.
Der sagt, er habe das Chaos gesucht und gelernt, nichts zu glauben als das, was er mit eigenen Augen sieht.
Der sagt, dass er es sich selbst nicht erklären könne, warum er eigentlich gern ein Fluss wäre, der gegen den Berg an zur Quelle fließt.
Der sagt, er folge keiner Richtung, keinem Weg. Er folge keinem Licht, keinem Stern, keinem Führer und keiner Fahne - er folge immer noch allein seinem Herzen.
Dieses Credo, entnommen dem Song "Volg Alleen Mijn Hart" (Folge nur meinem Herzen), stammt von einem Mann, den es im Musikgeschäft eigentlich gar nicht geben dürfte. Er ist subversiv, radikal, unerbittlich und geduldig. Und er hat eine Botschaft. Er ist Sänger, Instrumentalist, Poet, Philosoph - vor allem aber Mensch.
Und nun ist er ein Raumfahrer ("Ruimtevaarder"), so der Titel seiner soeben erschienenen CD.
Stef Bos, geboren 1961 im niederländischen Veenendaal, war schon immer ein Raumfahrer. Einer, der vor allem die Innenwelten bereist, ein poetischer Berichterstatter all der Schönheit und all der Abgründe, die uns umgeben.
Aber auch in der "Außenwelt" ist Stef Bos viel unterwegs; kreuz und quer durch die Niederlande, durch Belgien und zuweilen auch am Kap in Südafrika - seine zweite Heimat, wie er sagt - wo einige Sondereditionen seiner CDs erschienen sind.
Seit 1999 erprobt und perfektioniert er neue Songs zunächst in Live-Konzerten, bevor er sie im Studio festhält. So sind nahezu alle Titel aus "Ruimtevaarder" schon auf der Solotour "Dichtbij" (2004) sowie auf der Bandtour "Licht" 2004/2005 präsentiert und zur "Reife" gebracht worden.
Das Frontcover von "Ruimtevaarder" zeigt als knallige Collage ein Close-up von Stef Bos, der offensichtlich amüsiert sein Alter Ego, einen altertümlichen, auf einer Rakete sitzenden Raumfahrer beobachtet. Im Innenteil des so wohltuend an ein Büchlein erinnernden Digipaks bewegt sich eben dieser Raumfahrer auf eine alte Darstellung des astrologischen Tierkreises zu. Der grafischen Umsetzung liegt eine Arbeit des Groninger Objektkünstlers Harry Arling zugrunde.
Es ist schwer zu sagen, das wievielte Stef-Bos-Album ich in Händen halte. Es müssen bisher um die 12,13 Longplayer-Veröffentlichungen sein und mindestens noch einmal so viele Singles.
Nicht berücksichtigt ist die Armada von Tonträgern, die er mit seinen Freunden veröffentlichte oder an denen er in irgendeiner Form kreativ beteiligt war.
Wie gut, dass ich die gigantische Backlist dieses Mannes nur peripher kenne; eine Tatsache, die mich nun ein wenig vor der Gefahr schützt, gleich alles sezieren und einordnen zu müssen.
"Ein Album muss auch unabhängig von der Historie des Schöpfers funktionieren", überspiele ich mein Defizit, während ich den CD-Player auf Zufalls-Wiedergabe schalte.
Obwohl ich bewusst nicht linear hören wollte, bekomme ich die Startnummer 1 von insgesamt 19 Titeln präsentiert: " Het midden I " (Die Mitte I)
"Ich stehe hier in der Mitte
Um mich herum die Welt
Die linke Seite ist blutleer
Die rechte Seite ist aus Stein
Der Eine stirbt für einen Gott
Den der Andere für tot erklärt
So, als ob wir vergessen haben
dass die Mitte noch existiert."

Dieser gesprochene Prolog geht unter die Haut und genau das soll er offensichtlich.
Stef Bos schreibt ihn am Tag, als der niederländische Regisseur Theo van Gogh in Amsterdam von einem radikalen Fundamentalisten ermordet wird. Und er rezitiert ihn am selben Abend zu Beginn seines Konzerts in Brüssel.
Die Stille, die an jenem Abend in Brüssel nach diesen wenigen Sätzen geherrscht haben muss, ist mit Händen zu greifen.
Was kann auf solch eine bewegende Einleitung folgen?
Ich gebe meinen Plan der zufälligen Wiedergabe auf, springe auf Track 2 und da ist sie, diese Hymne, die wie eine Fortsetzung des Prologs mit anderen Mitteln scheint.
"Volg alleen mijn hart" (Folge nur meinem Herzen) ist, obwohl in Teilen durch eine Begegnung mit einem Menschen in Südafrika inspiriert, ein sehr autobiografischer Song, in dem Stef Bos mit einigen wenigen Pinselstrichen seine Herkunft und seinen Weg skizziert. Selbstkritisch reflektiert er, dass er die Kritiken, die er bekam, meistens verdient hat. Dass das Herz zwar getroffen, aber nicht gebrochen sei. Die Beschreibung seines individuellen Weges führt zur Analyse einer Gesellschaft von Liebe, Krieg und Hass, in der man einander "mit Liebe kaputt macht".
Im groovenden Refrain schließlich formuliert Stef Bos mit einfachsten Worten eine klare Absage an jegliche Dogmen und jeglichen Extremismus. Dies jedoch nicht lärmend und lamentierend, sondern eher wie jemand, der in schwierigen Prozessen ein Fazit für sich geklärt hat und dies als Denkanstoß auch anderen mit auf den Weg geben will: Der Weg des Herzens ist die verlorene Mitte und das Gleichgewicht, das wir benötigen.
Ein Song, der sich schon allein aufgrund seiner rockig-mainstreamigen Machart als Singleauskoppelung eignet. Vor allem aber die Botschaft darin würde der aufgewühlten niederländischen Gesellschaft, die sich nach den Morden an Pym Fortuyn und Theo van Gogh in einer tiefen Identitätskrise befindet, sicherlich konstruktive Impulse geben.
"Voor nu" (Für jetzt) kommt mit Akustikgitarren und Mundharmonika leicht und folkig daher. Vom Brechen des Brotes und vom Trinken des Weins ist da die Rede. Davon, dass es für jetzt, für dieses eine Mal und für alle Zeiten sein möge. Und davon, dass der Sänger sich an sich selbst und an seinem Gegenüber festhält.
Schöne Bilder, so tief und doch so flüchtig. Stef Bos hat einmal gesagt, seine Songs seien Momentaufnahmen, Fotografien. Und genau solch ein tönendes Polaroid zieht gerade an mir vorüber…
Gleich noch ein Liebeslied schließt sich an, sparsam arrangiert mit Piano, Bass, Akkordeon und Schlagzeugbesen. "De verliefden" (Die Verliebten) erzählt von zwei Menschen, die, weil sie nicht schlafen können, im Schatten eines Engels durch die nächtliche Stadt streunen: ihrem Verlangen folgend, flüsternd, fragend.
Stef Bos gelingt es scheinbar mühelos, innerhalb dieser zweidreiviertelminütigen Miniatur eine Stimmung zu erzeugen, die neben der Romantik der Verliebtheit gleichzeitig auch die ihr innewohnende Fragilität transportiert: ".. Es ist die Angst, dass etwas vorbeigeht, obwohl es noch beginnen muss…".
In der Zeile "…und sie wissen nicht was wahr ist, aber sie trauen sich, zu glauben.." lässt Stef Bos die beiden genau das tun, was er in Song Nr. 2 eben noch besungen hat: er lässt sie ihren Herzen folgen…
Während ich noch rätsle, was mit dem "Segen des Himmels" gemeint sein könnte, den der Autor den Protagonisten zum Schluss spendiert, geht der Song über in einen instrumentalen Walzer, den "Wals der verliefden I" (Walzer der Verliebten I).
Ich beschließe, dass nun die Zeit für ein geistiges Getränk gekommen ist. Dieser Walzer ist vom allerfeinsten: mitreißend, substanzvoll und brillant gespielt.
Das Akkordeon fliegt nur so dahin, mir dreht es sich wohlig, obwohl ich erst einmal an meinem Getränk genippt habe.
Die hochkarätige Band spielt mit traumwandlerischer Sicherheit; es ist zu spüren, dass die Musiker während über 90 Konzerten der "Licht"-Tour die Songs wirklich durchdrungen und entschlüsselt haben.
Jan van Looy (Akkordeon, Piano, Keyboards) und Francis Wildemeersch (Gitarren) sind bereits seit den 90er Jahren feste Mitglieder der Bos-Familie und waren auf nahezu allen seitdem entstandenen CDs und Band-Tourneen dabei.
Roberto Mercurio (Bass) und Martin de Wagter (Drums, Perkussion) komplettieren dieses dynamisch-organische Ensemble, in dem Stef Bos selber zuweilen Piano, Gitarre und Keyboards bedient. Das Booklet gibt leider keinen Aufschluss darüber, in welchen Songs er selbst Hand anlegt.
Den "Wals der verliefden" gibt es übrigens in drei Teilen, jeweils zwischen die gesungenen Titel platziert. Stef Bos sagt, er hätte damit einen roten Faden spinnen wollen, der unterschiedliche Gestalten annimmt. Ob dieses Album tatsächlich einen roten Faden benötigt, werde ich erst nach dem neunzehnten Song wissen.
Glücklicherweise bin ich erst bei Track Nr. 6 "Feest" (Fest) angelangt, für mich einer der Höhepunkte auf "Ruimtevaarder".
Originalton Stef Bos zu diesem Song: "In 'Feest' beobachtet ein alter Schauspieler den Opportunismus der Anwesenden während eines Empfanges, auf dem die Egos sich wie Schachfiguren bewegen."
Das Stilmittel der Reduktion scheint Stef Bos auf den Leib geschrieben:
"Voller Aschenbecher auf dem Tisch, Lippenstift auf leeren Gläsern
Der Eine schaut ein bisschen in die Runde, der Andere plaudert über Theater…"
Diese wenigen Bilder reichen aus, um mich als Hörer augenblicklich mitten ins Geschehen zu werfen, das vor Dekadenz und Eitelkeit nur so trieft: "Ich höre sie über Kunst reden, als ob sie über Gott sprechen…",
"…Schau, der Hofnarr redet dem König mit einem Scherz nach dem Mund…"
Bei aller Ironie bleibt Stef Bos doch zärtlich: "…Ich sehe sie leuchten wie Sterne an ihrem selbstgemachten Himmel…"
Dies alles eher gesprochen, erzählt, geraunt und herrlich situationskomisch auf den Punkt gebracht. Die Band setzt diese dekadente Stimmung kongenial um und quietscht dabei vor Vergnügen.
Der Song atmet ein wenig von dem skurril-ironischen Geist eines Jacques Brel, und mit dem Einsatz einer Trombone (!) lugt zuweilen ein verschmitzter Tom Waits durchs Fenster…
"Dun ijs" (Dünnes Eis) ist eine Fortsetzung von "Feest". Stef Bos sagt dazu: "Einer der Anwesenden vereint den Ruhm auf sich, mit der Gefahr, sich selbst um Kopf und Kragen zu spielen." Es liegt nahe, dass Stef Bos dieses Bild auf seine eigene Biografie münzt und sich einmal mehr fragend und zweifelnd mit der Brüchigkeit seiner eigenen Identität als Mensch und Musiker befasst:
"Die Welt liegt dir fast zu Füßen
Aber es ist Frühlingsanfang
Und der Winter ist vorbei
Du tanzt auf dünnem Eis"
Stef Bos sagt, er begreife diese Botschaft als Warnung an sich selbst. "Ich habe selber mehrmals auf der Grenze balanciert, in dem das Lied dem Sänger diente und ich der Meinung bin, dass es genau umgekehrt sein muss."
Diese Selbstreflexion mündet jedoch nicht etwa in eine Elegie voller Mollakkorde, sondern in einen beschwingten jazzigen Walzer, der die Poesie perfekt transportiert und das Bild des Tanzes aufrechterhält.
Und wie so oft hinterlässt Stef Bos statt vorgefertigter Antworten leise und weise Fragen, die ganz unmerklich seinen eigenen individuellen Horizont verlassen, um den Erfahrungshintergrund der Hörer zu berühren:
"Wo gehst du hin
Wer zeigt dir den Weg
Wer willst du sein
Wo liegt die Grenze
Wohin geht die Reise
Wer bezahlt den Preis
Du tanzt auf dünnem Eis"
Szenenwechsel. Ende der 90er Jahre bereist Stef Bos Albanien, Mazedonien und den Kosovo. Im Jahr 2000 wird er dort noch einmal sein und in der Folge seiner Eindrücke drei bewegende und anklagende Songs schreiben, die er schließlich auf dem Album "Donker en Licht" (Dunkel und hell) im Jahre 2003 veröffentlicht.
Während seiner ersten Reise lernt er Fabiola kennen, Mitarbeiterin einer Frauenorganisation, die den Frauenhandel bekämpft. Aus ihren Schilderungen entstand "De ware liefde" (Die wahre Liebe), Stationen eines Leidensweges, der im Europa des 21. Jahrhundert tägliche und traurige Wirklichkeit ist.
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die von Menschenhändlern mit falschen Versprechungen auf die andere Seite der Adria gelockt wird.
Stef Bos beobachtet ihre Abfahrt, voller Hoffnung auf ein besseres Leben.
Doch als sie am Kai steht und der vermeintliche Geliebte kommt, "verschwindet die Sonne und es führt kein Weg zurück. Es regnet in Kübeln, in Kübeln vom Himmel…"
Und nun?
"Sie steht da an den Straßen von Brüssel und Berlin, sie kennt die Männer, die sich besser benehmen, als sie sind…der erste ist unsicher, der zweite ist betrunken, der dritte träumt von einem Feuer, das schon vor Jahren erloschen ist. Und das Geld ist für den Scheißkerl, der ihr das Blaue vom Himmel versprochen hat."
Es ist kein Zufall, dass Stef Bos diesen Text mit einem Blues verbindet, ist doch der Blues seit jeher die Musik der Unterdrückten und Geknechteten. Die Band brodelt und kann ihren Zorn nur schwerlich im Zaum halten. Die atmosphärische Dichte von Text, Gesang und Musik nimmt mich gefangen. Eine ganz und gar zeitgemäße Form des politischen Lieds. Gänsehaut pur.
Mit "Droom" (Traum) hat es ein zehn Jahre alter Song auf "Ruimtevaarder" geschafft. Als er erstmals im Jahr 1995 auf "Schaduw in de Nacht" (Schatten in der Nacht) erschienen, hieß er "Vrouwen an de macht" (Frauen an der Macht).
Nun hat Stef Bos diesen Song - offensichtlich in Reaktion auf die Vorgänge in den Niederlanden - musikalisch "orientalisiert" und auch textlich ein wenig verändert.
Auf humoristische und leicht zugängliche Weise beschäftigt sich der Song mit der Geschlechter- und Emanzipationsfrage. Erzählt wird ein Traum, in dem der "Wachwechsel" vollzogen wird:
"…Die Regierung war gefallen
Vor dem Gesetz der weiblichen Schönheit
Der General brachte nur noch
Die Kinder in die Schule
……………
Es war schöner als ich dachte
Was ich heute Nacht sah…"
Die eigentliche Botschaft liegt für mein Empfinden nicht im Refrain "Frauen an der Macht", sondern versteckt sich in der Zeile "Aber Herren, alles muss sich verändern und es wird langsam Zeit für einen Wachwechsel…"
Auf "Ruimtevaarder" hat sich Stef Bos erstmals gegen Gastmusiker entschieden, weil er auch im Studio die Livesituation möglichst unverändert erhalten wollte.
In "Droom" macht er eine einzige kleine Ausnahme: die südafrikanischen Sängerinnen Wes Lee und Stella Khumalo intonieren orientalische Tonskalen und komplettieren damit das neue Arrangement, das u.a. mit östlichen Perkussionsinstrumenten unterlegt ist.
Stef Bos hat sich zu dieser neuen Version nicht öffentlich geäußert. Es kann nur gemutmaßt werden, dass er den Song als seinen Beitrag zur (von Theo van Gogh maßgeblich mitinitiierten) kritischen Auseinandersetzung mit der Frauenrolle im Islam sehen möchte.

Szenenwechsel. Als im August 2004 der niederländische Schwimmer Pieter van den Hoogeband bei den Olympischen Spielen in Athen Gold gewinnt, landet zur selben Zeit ein aus dem Irak kommendes Militärflugzeug in den Niederlanden, aus dem ein Sarg heraus getragen wird. Der Name des junge Mannes: Jeroen Severs. Beide Ereignisse werden in den Medien groß aufgemacht.
Stef Bos: "Das Bild einer niederländischen Fahne, die auf dem Sarg drapiert war und zur gleichen Zeit die gleiche Fahne, die für den Sportler gehisst wurde, veranlasste mich zum Schreiben dieses Liedes."
Der Song "Welkom Thuis" (Willkommen zu Hause) ist eine dieser leisen Stef-Bos-Hymnen, die man auch nach Jahren nicht vergisst.
Auf der einen Seite der gefeierte Sportler, auf der anderen Seite das Opfer eines sinnlosen Krieges:
"..Das Vaterland hat an diesem Tag
Gold gewonnen
Die Nationalhymne klingt so schön
Wenn jemand gewonnen hat
Aber du, du hast verloren
Und liegst unter der Fahne
Die später gehisst wird
Für den Helden an diesem Tage
Die Menge teilt die Freude
Der Sportler bekommt den Preis
Acht Männer trugen dich heute Nacht
Aus dem Flugzeug heraus
Willkommen zu Hause…."
Eine traurige Geschichte. Eine wahre Geschichte. Eine, die für mich mehr aussagt über den "beschissenen Schwachsinn des Krieges" (Jacques Prevert) als viele antimilitaristische Kampflieder.
Und weiter heißt es: "Die Soldaten machen die Drecksarbeit, der Präsident beschließt. Ich höre, wie er noch immer durchhält, obwohl er sich geirrt hat."
Stef Bos ist radikal in seiner Offenheit. Er versteckt sich nicht hinter seinen Sätzen, auch und vor allem nicht, wenn es ihn selbst betrifft. Und schonungslos konstatiert er am Schluss des Songs:
"Die Welt ist verändert, der Wind hat sich gedreht. dieses Land, in dem ich geboren bin, es ist mir manchmal fremd."

Und als wolle Stef Bos das "Welkom Thuis" noch ein wenig nachklingen lassen, reduziert sich der instrumentale "Wals der verliefden II" (Walzer der Verliebten II) auf eine meditative Variation des Themas, gespielt allein vom Piano. Der Walzertakt ist verflogen, die Verliebten halten einen Moment inne…

Die verhaltene Form des vorangegangenen Walzers stimmt ein auf "Jericho",
in dem Stef Bos das Scheitern einer Liebe schildert. Lediglich vom Piano begleitet, muss er einsehen, dass er nicht in der Lage ist, die Mauer zu durchbrechen, die sein Gegenüber errichtet hat.
"Du lebst verborgen in deiner Welt
Verschlossene Türen, Stadt aus Stein
Auch wenn ich bis zum Morgen singe
Ich dringe mit keiner Stimme zu dir durch…"
Und so wehmütig und nachdenklich, wie er begann, endet der Song:
"Unsere Zukunft wird Vergangenheit
So oft ich auch meine Hände falte
Ich kann die Mauer nicht brechen
Die du um dich gebaut"
Da ist sie wieder, diese einfache, klare Sprache, die immer ihren Weg findet. Und ich frage mich wieder, wo genau der Moment ist, der sie zur Poesie macht. Ist es der Augenblick, in dem Geschriebenes intoniert und gesungen wird? Ist es im besten Fall die Synthese aus Text, Sänger und Musik? Und welche Rolle spiele ich als Rezipient dabei?
Vermutlich müssen diese Fragen mit jedem neuen Song erneut gestellt werden. Und dennoch werden wir diesem Geheimnis nie auf die Spur kommen.
Vielleicht ist es auch gut so…

"Und immer wenn du denkst, das ist das Ende
Stehst du an der Grenze zu einem Anfang.."
Diese ersten Verse aus "Duizend jaar" (Tausend Jahre) lassen mich langsam erkennen, wie sehr die Songs auf "Ruimtevaarder" miteinander kommunizieren.
War gerade eben noch vom Erlischen des Feuers die Rede, so geht’s nun groovig und rockig steil bergauf. Plötzlich wird "..aus der Stille eine neue Stimme geboren und du fühlst, wie ein anderes Gleichgewicht entsteht..",
Ist das noch derselbe Stef Bos aus dem vorherigen Song? Na klar, er ist es und genau das macht ihn aus. Er ist einer, der "reingeht" in die Emotionen. Einer, der keine Scheu davor hat, sie sich und der Welt zu zeigen. Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern still und unaufgeregt:
"…Und aus dem Dunkel kommt die Liebe zum Vorschein
Das Verlangen schließt sich selbst nicht länger ein.."
Stef Bos zur Entstehung von "Duizend jaar":
"Das Lied ist im Herbst 2004 im Waasland, wo ich wohne, entstanden. Von meinem Fenster aus blickte ich auf eine Reihe Pappeln, die ihre Blätter im Wind verloren. Ich sah plötzlich den Wechsel der Jahreszeiten und wie relativ das Ende ist. Dachte an diejenigen die nicht mehr hier sind und verspürte eine Lebenslust, die in diesen Text mündete. "
Stef Bos hat entgegen gängiger Studiopraxis seine Stimme gleich mit den Musikern aufgenommen, anstatt sie später "auf" die Instrumentalspuren zu singen. Eine gute Entscheidung.
Die hierdurch entstandene unmittelbare Nähe und Synchronizität zwischen Sänger und Band fällt mir in diesem Song besonders auf.

Mit "Dolfijnen" (Delphine) folgt ein weiterer relaxter Song, in dem es um eine Szene am Meer geht. Stef Bos erzählt von der Macht des Mondes, der bei ihm die weibliche (und ursprüngliche) Form der "Mondin" bekommt.
Er erzählt von Delphinen im Meer und von ebensolchen in seinem Bauch. Pure Poesie fernab aller Denke.
All das zu entspannter Musik mit südlichen Marimba- und Vibraphonelementen.
Aber wie so oft hat auch dieser Song eine spezielle Geschichte.
Stef Bos: "Der Refrain dieses Liedes entstand Anfang der neunziger Jahre in einem Zug Richtung München. Ich war ein paar Stunden lang verliebt in ein Mädchen, das mir gegenüber saß. Zehn Jahre später an der belgischen Küste schoss mir diese Begebenheit wieder in den Kopf und fand in diesem Lied seinen Ausdruck. Die Musik dazu entstand wieder ein paar Jahre später während der Nah-Theatertour. Einige Worte wurden von einem auf den anderen Moment geboren, andere Worte brauchten etwas länger bis sie ausgetragen waren."
Und so ist das, was auf Anhieb wie "aus einem Guss" klingt, in Wahrheit ein über die Jahre gesammeltes und sorgsam gehortetes "Magazin" aus Erlebtem, Erinnertem und Gedichtetem, das irgendwann zu einem Mosaik wurde.
Am Ende des Songs gesteht Stef Bos sich ein, dass er zuviel denkt. Er blättert in einem Wörterbuch, wo er nicht findet, wonach er sucht. "…Die schönsten Worte sind nicht schön genug." Schön.

Der Titelsong "De ruimtevaarder" (Raumfahrer) ist für mich einer der ausdrucksstärksten Songs dieses Albums. Begleitet nur von einem Piano und einem Synthesizer, entwirft Stef Bos seine persönliche Fassung der alten Vision vom Fliegen.
Er sagt, dass er nicht wisse, ob er fliege oder falle, dass die Verbindung abgebrochen sei und dass er dort tanzen wolle bis ans Ende seiner Tage. Er sagt, er folge einem Kurs, den er nicht kenne und dass er das Recht habe, sich zu verirren - so könne er werden, wer er sei.
Er sagt, er habe sich selbst losgelassen und sei am Wendepunkt vorbei. Er sagt, er habe seine Stadt und sein Land verlassen, er gebe sich dem Raum und der Zeit hin.

Eine phantastische Geschichte. Und doch auch so real, wie Träume und Visionen eben sein können. Stef Bos setzt hier einen Kontrapunkt zu allen anderen Texten auf "Ruimtevaarder". Es lässt die Wirklichkeit los, gestattet sich und uns den Blick von oben. Er ist allein, aber nicht einsam. Und dort oben, wo er schwebt wie ein moderner Juri Gagarin, scheint er eine Sache gar nicht zu bedauern:
"Hier haben Worte wenig Wert,
Hier haben Worte kein Gewicht."

Im "Wals der verliefden III" (Walzer der Verliebten III) sind die Musiker nun wieder zum Walzertakt zurückgekehrt. Die E-Gitarre hat jetzt die Führung übernommen, während das Piano einen angenehm wohligen Teppich zaubert. Genau die richtige Stimmung, um noch mal am Glas zu nippen.
Ob die drei Walzer tatsächlich ein "Roter Faden" sind, weiß ich noch immer nicht - sicher ist, sie verschaffen eine Atempause in einem sehr dichten Werk.

Das Lied "Hillbrow" widmet Stef Bos dem im Jahre 2002 verstorbenen südafrikanischen Musiker Johannes Kerkorrel, der es auch geschrieben hat.
Stef Bos: "Hillbrow war ein Stadtteil in Johannesburg, in dem verschiedene Rassen zusammenlebten. Obwohl das durch das Gesetz verboten war. Ende der achtziger Jahre ähnelte Hillbrow dem Berlin der zwanziger Jahre mit seinem brausenden Leben. In diesem Viertel lebten viele Künstler, die sich gegen das Regime wehrten. Durch dieses Liebeslied für Hillbrow drückte Kerkorrel aus, wofür er stand und setzte dadurch seine Gegner schachmatt. Er war derjenige, der mir das Land Südafrika zeigte. Er war ein Gefährte, der mich dort führte, wo ich eine zweite Heimat fand."
Auch dieser in Afrikaans geschriebene Song ist definitiv eine Hymne. Er erzählt vom bunten und inspirierenden Leben in Hillbrow. Er nimmt uns mit in die Straßencafes und Wimpy-Bars, wir sehen die barfüßigen Kinder, die für eine Münze Parkplätze anweisen. Wir schlendern vorbei an Hare-Krishna- und Jesusfreaks, vorbei am "Hillbrow-Record-Shop" und am kleinen Bookstore. Wir hören die Musik von überall und sitzen mit den Menschen, die gelernt haben, dort zu überleben, weintrinkend in der Sonne.
Sie alle geben, wie es im Refrain heißt, ihre Träume, ihre Zukunft und ihr Herz für Hillbrow.
Stef Bos singt diesen Song so zärtlich, als hätte er ihn selbst geschrieben. Als ginge es um ein ihm vertrautes Viertel Amsterdams. Diese Nähe und Zärtlichkeit lässt erahnen, wie sehr ihm inzwischen Südafrika und seine Menschen zweite Heimat geworden sind.

Mit "Samen staan we sterk" (Zusammen sind wir stark) definiert Stef Bos das "Wir-Gefühl" aus "Hillbrow" noch einmal von einer sehr persönlichen Warte aus:
"Ich habe es oft gedacht
Besser läufts allein
Aber Einzahl beschränkt
Zusammen sind wir stark"
Auch wenn der Titel gewisse Assoziationen hervorruft, hat dieser langsame, zum Piano intonierte Song so gar nichts gemeinsam mit den oft allzu platten "Solidaritätsliedern", in denen der Hörer aufgefordert wird, sich kämpfend einzureihen.
Hier spricht jemand, der aus Erfahrung weiß, wie schwierig und fast unmöglich der Weg des Einzelkämpfers ist. Jemand, der erkannt hat, dass gemeinsames Handeln nicht notwendigerweise den Verlust von Individualität bedeutet.
"Es ist die Einzahl in der Mehrzahl
Du findest es nicht, wenn du danach suchst
Dafür musst du niemandem folgen
Es kommt manchmal ganz von selbst zu dir.."
Dieser vorletzte Song auf "Ruimtevaarder" ist eine Aufforderung zu mehr Offenheit,
die früher oder später, wie Stef Bos sagt, in Gemeinsamkeit münden wird.
Und als wolle er diese Aussage noch einmal bekräftigen, rezitiert Stef Bos in
" Het midden II" (Die Mitte II) diesen schonungslos klaren Text, mit dessen erster Strophe er diese CD eingeleitet hat.
Er sagt, dass keine Seite wählbar sei, dass sie uns was vormachen. Er sagt, dass wir alles ausschließen, was uns noch retten kann. Dass wir Angst haben zu verlieren, was schon längst verloren ist. Und dass wir nicht sehen, dass der Ausweg offen vor uns liegt.
Stef Bos wendet sich hier vehement gegen einen Dualismus und eine Schwarzweiß-Malerei, die auf extremen Positionen gründet. Er macht sich stark für die Mitte, die Balance, das Gleichgewicht.
Die Band ist hier noch ein letztes Mal verhalten zu hören, die Musiker werfen einige Akkorde ein, während Stef Bos konstatiert: "Wir sind zu wenig zusammen, wir sind zu viel allein."
Die letzten Worte auf "Ruimtevaarder" klingen in meinen Ohren wie eine sanfte Aufforderung, diesen Zustand zu verändern. Und Stef Bos wird nicht müde, immer wieder seine Wege dorthin, die möglicherweise auch unsere sein könnten, aufzuzeigen.

"Ruimtevaarder" ist für mich ohne Zweifel ein starkes Album. Songs, mit denen Stef Bos aufs Neue überrascht. Überrascht mit seiner Nähe, seiner Direktheit. Mit seiner Zuversicht, aber auch mit seinen ehrlichen Zweifeln, die nicht selten auch meine eigenen sind.
Wenn ich einen roten Faden definieren sollte, wäre es für mich der Slogan "Folge nur meinem Herzen", der alle Songs - mal sichtbarer, mal versteckter - durchzieht.
Vielleicht ist dies der rote Faden in Stef Bos' Arbeit überhaupt.
Musikalisch auf hohem Niveau, kann ich die Kontemplation und Intimität der Live-Konzerte gut nachvollziehen. Dabei scheint mir die Band weniger als eingeschworene Gemeinschaft denn als seelenverwandte Familie.
Klar ist auch, dass sich dem Hörer solch ein Werk, für dessen Entstehung sich Stef Bos viel Zeit gelassen hat, nicht in 58:41 Minuten Spielzeit erschließt. Und so freue ich mich darauf, nach und nach neue Aspekte zu entdecken.
"So viel was du siehst noch nicht geschrieben…" singt Stef Bos in "Duizend Jaar" (Tausend Jahre).
Mit den Songs auf "Ruimtevaarder" hat er die Liste des Ungeschriebenen ein Stück kürzer gemacht - schön für ihn und schön für uns…
Hätte ich nun einen Befehl frei, würde der lauten: kaufen!!
Liebe Grüße!
*Dirk*

Bedanken möchte ich mich bei Piet, dem Initiator und guten Geist des Stef-Bos-Forums, dafür, dass er mich mit dem Werk von Stef Bos bekannt gemacht hat.
Alle von mir verwendeten und kursiv gesetzten Textauszüge sowie die Stef-Bos-Statements wurden von ihm ins Deutsche übersetzt.
Links: Originaltext (Niederländisch) Stef Bos über die CD Ruimtevaarder
Stef Bos Liedtexte (Niederländisch)
Liedtexte der CD Ruimtevaarder (Raumfahrer) in deutscher Übersetzung
Dieser Beitrag enthält 4533 Wörter


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Clemens
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#3

Beitrag von Clemens »

Hallo Dirk,
danke für diese wunderbare Beschreibung.
- Jetzt will ich sie auch! -
Danke auch an Piet, durch dessen unermüdliches Übersetzen meine Neugierde gemildert wird, wie die Traurigkeit ob meiner mangelnden Sprachkenntnisse.
Bislang sind es "nur" die Texte, welche mich unglaublich anrühren. Von der Musik kenne ich noch nichts, aber das soll sich ändern. Vielleicht schreibe ich dann auch noch einmal unter "ich hab sie endlich gehört"...
Liebe Grüße von Clemens
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)
Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)

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Suikerheks
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#4

Beitrag von Suikerheks »

Hallo Zodiak,
hartelijk bedankt voor de leukste recensie die ik hier ooit heb gelezen :-D
Dein Tiefgang hat mir enorm gut gefallen, Du hast das Werk zerpflückt, beschrieben, vor allem auch für Leute, die Stef noch nicht kennen, seine Musik vielleicht noch nicht einordnen konnten. Das hat Seltenheitswert. Wow. Mir gefällt Deine Art zu (be)schreiben, weil Du dem Leser Raum für eigene Ideen und Meinung lässt. Das gelingt den wenigsten.
Dankeschön, es hat irre Spaß gemacht, Deine Eindrücke über einen Künstler zu verinnerlichen, dem ich schon seit über 10 Jahren "folge" (obwohl ich auch eher meinem Herzen und nicht den Minnesängern folge, haha).
Stef hat vielen vieles gegeben, viele inspiriert und getröstet, vielen einen Spiegel vorgehalten oder viele einfach unterhalten. Und "Ruimtevaarder" ist offenbar mal wieder ein Werk, welches doch endlich für Erfrischung sorgt. Ich habe die Scheibe vor 3 Wochen auf den Tisch bekommen und mich auch an einigen Nummern gleich festgesogen, so auch an der leKKeren Nr. 5. Ein van Looy`sches Festmahl.
Zu Deiner Anmerkung, dass im aktuellen Booklet nicht ersichtlich ist, ob der Meister an den Tasten selber Hand angelegt hat: Vermutlich eher nicht, live "wagt" Stef es gerne mal, aber nur, wenn Jan (sein unerbittlicher Lehrmeister aus dem Teirlinck in Antwerpen) nicht zuhört ;-) Da Stef ein irrer Perfektionist ist, wird er - vermute ich mal - wie immer im Studio Jannemann, der alles kann, die Tasteinstrumente überlassen haben.
Amanda Strydom aus Johannesburg (eine gemeinsame Freundin von Stef und mir) hat mir am Wochenende verraten, wie die neue DVD vom SuikerBOSsie ausfallen wird ... Amanda hat u. a. zwei Nummern zusammen mit Stef für diese DVD aufgenommen und gefilmt, die sie schon vor Jahren gecovert hat, sehr genial gecovert hat, weil sie den Songs ein ganz neues Jäckchen übergezogen hat, ihnen ihre Persönlichkeit eingehaucht hat. > "Die taal van my hart" und "Die sag sal kom". Amanda hat vor ein paar Jahren in den Niederlanden ein einziges Konzert mit Stef zusammen gespielt, das Theater mit ihrer wahnsinns genialen Stimme zum Beben gebracht, einzigartig diese La Strydom. Ich hoffe einfach mal, dass wir sie sehr bald mal wieder nach Europa lotsen können. Das schreit förmlich nach Wiederholung :piep:
Hat Spaß gemacht!
Liebe Grüße,
Tina xxx
P. S. Wer Lust und Laune hat, bei Amanda lohnt sich immer mal ein virtueller Besuch: www.amandastrydom.com
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zodiak
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Ich hab sie!

#5

Beitrag von zodiak »

Lieber Clemens,
schön, dass ich dich heiß machen konnte ;-)
Und da die Musik von Stef Bos und seiner Band den Texten absolut ebenbürtig ist, bin ich einigermaßen sicher, dass sie dir ebenso gefallen wird.
Wie sagt man so schön: Come in and find out! ;-)

Liebe Tina,
dank dir für die nette Rückmeldung!
Ich glaube schon, dass Stef Bos irgendwo auf der Produktion auch Gitarre, Piano und Keyboard gespielt hat. Sonst hätte er auf dem Backcover diese Instrumente nicht hinter seinem Namen aufgeführt.
Aus der Tatsache der darüber hinaus fehlenden Arrangement- und Producernamen schließe ich, dass Stef Bos einfach den Charakter der "Gemeinschaftsproduktion" herausstellen wollte.
Wie nah sie im Studio einander waren, dokumentiert ja auch das "Studiotagebuch" …

Liebe Grüße.
*Dirk*
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migoe
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Ich hab sie!

#6

Beitrag von migoe »

Nun ist es schon eine Weile her, daß ich die Rezension von Dirk gelesen habe und Dank Piet, der mir am Ende des Liedertreffens spontan die CD um die es hier geht als Aufmerksamkeit für Claudia mitgab, konnte ich mich mittlerweile auch an den Liedern auf dem Album erfreuen.
Lieber Piet,
vielen Dank für Dein freundliches Geschenk. Claudia war hin und weg und hört sie rauf und runter. Sie weiß gar nicht, was sie sagen soll - will sich aber auch persönlich bei Dir bedanken. Danke auch für die Zusendung der Übersetzungen, die wir uns auf Deiner Seite aber auch schon angesehen hatten.
Den Worten Dirks ist nicht viel hinzuzufügen. Wer in einem Plattenladen auf eine CD von Stef Bos trifft, sollte die Gelegenheit wahrnehmen und zumindest mal reinhören. Die wahre Stärke der Lieder erschließt sich aber erst nach und nach, wenn man sich auch etwas reinhört und sich mit den Texten beschäftigt.
Die Melancholie, die teilweise rüberkommt läßt einen schön aus der Realität entfliehen. Besonders gut hat mir von Anfang an "Die Verliebten" gefallen, und auch die verschiedenen Teile des Walzers schaffen es immer wieder mit zu begeistern.
migoe
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Liebe Grüße aus Rothenburg

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Piet hat dieses Thema gestartet
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Ich hab sie!

#7

Beitrag von Piet »

Lieber migoe,
freut mich, dass die CD „angekommen“ ist. Da ich am vergangenen Dienstag einen ganzen Tag in Groningen war (zur Verleihung der „Diplomurkunde“ an meine Tochter, sie darf sich jetzt „Master of Arts“ nennen), habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und mir schnell wieder eine Ruimtevaarder gekauft. Sonst hätte mir aber auch etwas gefehlt. Denn auch ich höre sie immer noch rauf und runter :-D. Oft zum Leidwesen von Nicky ;-) .
Ansonsten ist nach dem Liedertreffen noch so viel mehr passiert (auf einem so hohen positiven Stimmungslevel wie an diesem Wochenende), dass ich mich frage, was passiert, wenn der Alltag mal wieder vorbeischaut. Im Moment habe ich ja noch Urlaub.
Liebe Grüße
Piet
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