live-stream aus ahaus

Dieses Forum beinhaltet Themen rund um das Werk von Gerd Schinkel, Sänger eigener Lieder, deutschsprachiger Rootsmusiker, Jahrgang 1950. Gerd Schinkel ist hier im Forum unter dem Nicknamen "Gesch" bekannt. Weitere Informationen auf seinen Webseiten: http://www.gerdschinkel.de/ und http://gerdschinkel.jimdo.com/
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live-stream aus ahaus

#1

Beitrag von Gesch » So 10. Mär 2019, 11:36

ihr lieben,
am samstag, 9.3. wurde von der anti-atom-demo in ahaus, zu der nach veranstalterangaben rund 1300 leute zu fuss und 70 mit traktoren kamen, wieder ein livestream ins netz gestellt, den man -frau auch - sich anschauen kann. ich hatte das vergnügen, mehrere lieder bei auftaktkundgebung spielen zu dürfen. falls es sich jemand ansehen möchte...
herzlich
gerd
Dieser Beitrag enthält 63 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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Carsten K
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Re: live-stream aus ahaus

#2

Beitrag von Carsten K » Mo 11. Mär 2019, 21:13

Lieber Gerd,
danke für das Video! :-) Ich hab es mir ab Min (ca.) 9:30 angeschaut, wo Du im Bild zu sehen und zu hören bist, vorher war es ja eher (in der Situation durchaus angemessenes) Traktoren-Gehupe, oder? ;-)
Ahaus? Anti-Atom-Demo? Worum geht es eigentlich? Hier ein WDR5-Radiobeitrag dazu:
https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/187/1872444/wdr5morgenechointerview_2019-03-09_atommuellinahausvomzwischenzumendloslager_wdr5.mp3
Die Frage, was mit dem schon jetzt vorhandenen Atommüll passieren soll, wird aber nicht geklärt, egal, ob man schon seit Jahrzehnten zurecht gegen die Atomindustrie, die diesen Müll verursacht hat, war oder nicht. Dieser Müll ist vorhanden, und wir haben in unzähligen Generationen nach uns hinterlassen, das lässt sich leider nicht mehr wegdiskusstieren und leider auch nicht wegdemonstrieren. Klar möchte niemand diesen Müll verständlicherweise in Ahaus (Münsterland), auch nicht in Gorleben (Wendland) oder Jülich (Rheinland). Niemand möchte wahrscheinlich zurecht keinerlei Atommüll in seiner Nähe, ich auch nicht. Aber wohin damit? Auf diese Frage scheint niemand eine Antwort zu haben, ich habe jedenfalls keine Antwort auf diese Frage, und mir ist bislang auch niemand begegnet, der mir auf diese Frage eine überzeugende Antwort hätte geben können...
Liebe Grüße
cARSCHti
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Re: live-stream aus ahaus

#3

Beitrag von migoe » Mo 11. Mär 2019, 22:04

Hallo Carsten,

sehr provokativ gesagt, könnte ich damit leben, dass der Müll genau dort gelagert werden soll, wo er verursacht wurde. Es sollten dann genau diejenigen in der Nähe der betreffenden Orte untergebracht werden, die sich als Politiker und Wissenschaftler sowie Betreiber solcher Anlagen für die Einführung und das Betreiben dieser Technik eingesetzt haben.

Ich frage mich, ob es wirklich eine so gute Idee ist, den Atommüll irgendwo im Erdboden verschwinden zu lassen.
Dieser Beitrag enthält 79 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg

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Re: live-stream aus ahaus

#4

Beitrag von Gesch » Di 12. Mär 2019, 21:25

lieber carsten, lieber migoe,

ich sehe auch nicht ein, dass ich mich - vor dem hintergrund, dass die verursacher des atommülls sich vor einer lösung des entsorgungsproblems drücken - damit abfinden soll, dass der müll schliesslich irgendwo bleiben muss. das ist doch nicht mein problem und auch nicht das problem derjenigen, die protestiert haben und immer noch protestieren. es ist das problem der verursacher und derer, die in kenntnis der entstehung des nuklearen abfalls nichts dagegen getan haben, dass die entsorgungsfrage ungeklärt blieb.

das unverantwortliche handeln der stromkonzerne und der involvierten regierungen ist ungeheuerlich, ja im grunde kriminell. und der verweis auf arbeitsplätze, die durch atomkraft gesichert worden seien und müssten, zeigt nur die mangelnde zukunftsfähigkeit der industrie und der politik. dann sollen sie eben einen haufen arbeitsplätze in der entsorgung schaffen und denjenigen die stellen anbieten, die so vehement an der atomkraft festhalten wollen... aber solche arbeitsplätze will dann sicherlich genauso wenig jemand haben, wie niemand ein atomklo in der nachbarschaft will.

aber die atomindustrie hat in den letzten jahrzehnten ne menge geld verdient - und jetzt wollen sie sich auch noch aus der verantwortung stehlen und sollen es offenbar auch dürfen. ich halte das für kriminell und singe auch dann dagegen an, wenn die verstärkeranlage suboptimal ist.

was die entsorgung angeht, dafür sind andere zuständig und in der pflicht, die gefälligst ihre arbeit machen sollen, ohne menschen und regionen zu gefährden!!!
herzlich
gerd
Dieser Beitrag enthält 249 Wörter


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