Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Die o.g. Compilation soll im Herbst bei Westpark erscheinen und u.a. ein neues Lied von Hannes Wader umfassen.

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Viktor

#1

Hallo miteinander,

Manfred Hausin wurde letzte Woche 70 - happy birthday!

In der Presse sah ich zu diesem Anlass zwei Artikel, die für den Liedermacher-Kosmos auch insofern relevant sind, als dort auf eine neue Compilation hingewiesen wird, die verspricht, interessant zu werden (nicht zuletzt, weil ein neues Lied von Hannes Wader aus seinem eben-doch-nicht-Ruhestand angekündigt ist.)

Weil das erwähnte Label Westpark Music seine Webseite seit 2019 wohl nicht mehr aktualisiert hat, gibt es dort noch keine Informationen, aber ich stelle hier einmal zusammen, was in den Artikeln jeweils zur Doppel-CD preisgegeben wird:

Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 21.08.2021: Die Stimme Niedersachsens wird 70 (von Ralf Neite) - Link zur Online-Version
  • Der Emmerker hat den Text [zu 'Dass wir so lang leben dürfen'] 2003 verfasst, nachdem einige seiner engsten Weggefährten gestorben sind: Herwig Steymans von Lilienthal, Ulrich Roski, Anselm Noffke von Liederjan. Sie alle und viele mehr finden sich auf einer Doppel-CD, die im Herbst beim Label Westpark Music erscheinen wird: „Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin“.
Cellesche Zeitung vom 21.08. 2021: Dichter, Autor, Poet, Liedermacher: Manfred Hausin wird 70 Jahre alt (von Jürgen Poestges) - Link
  • Als verspätetes Geburtstagsgeschenk erscheint im November als Hommage an ihn eine Doppel-CD auf dem Plattenlabel „WestparkMusic“ aus Köln mit Liedern aus seinen Texten. Darunter ist auch ein neues, vertont von Hannes Wader. „Es heißt treffenderweise ,Noch hier‘“, sagt Hausin. „Das[sic!] wir so lange[sic!] leben dürfen“ heißt das Album. „Nach einem halben Jahrhundert ziehe ich da auf meine Weise ein Fazit.“ Neben Hannes Wader sind auf dem Album unter anderem auch Liederjan, Der Black mit einem Lied über Bergen-Belsen, Lydie Auvray, Lilienthal und Joana zu hören.
Ich bin gespannt, Ihr auch?
Hoffentlich klappt es wirklich mit einer Veröffentlichung im November -- ist ja auch gar nicht mehr so lange hin ;-)

Viele Grüße
Viktor
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Neue Doppel-CD im Januar 22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Viktor

#2

+++ Update +++
Bei manchen Online-Händlern findet sich ein Eintrag mit Vorderseiten-Cover. Darauf sind folgende Beteiligten genannt:
Bild
Hannes Wader,
Lydie Auvray,
Lilienthal,
Liederjan,
Bömmes,
Alix Dudel,
Gottfried Schlögl,
Joana,
Annett Kuhr & Sue Sheehan,
Der Black,
Paul Bartsch & Freunde,
Helmut Debus,
Otto Groote Ensemble,
Stellmäcke & Band,
Reiner Panitz,
Cantus Firmus,
Siegfried W. Kernen,
Heiko Ahrend,
Jochen Wiegandt,
Bernhard Lassahn,
Die Melankomiker,
Kai Degenhardt,
Helmut Volpers

Das ist doch eine illustre Runde.

Die "schlechte" Nachricht ist, dass das Veröffentlichungsdatum 28. Januar 2022 angesetzt ist: Nicht mehr ganz das Jahr mit dem runden Geburtstag erwischt ;-)

--V.
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Marc
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Neue Doppel-CD im Januar 22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#3

Ihr Lieben,

vor siebzig Jahren „urkundlich erstmals erwähnt“, zählt der Dichter, Schriftsteller und Satiriker Manfred Hausin sicherlich zu den bemerkenswertesten Dichtern dieses Landes. Über dreißig Bücher hat der „Erzpoet“ in fünf Jahrzehnten veröffentlicht, seine Texte erschienen in Schulbüchern, in über 400 Anthologien, auf LPs, CDs, als Konzertfilm und vielem mehr - und doch: Mit der 2-CD-Box Dass wir so lang leben dürfen erscheint bei Westpark Music eine echte Premiere der „Stimme Niedersachsens“, denn erstmalig sind auf einer CD Künstlerinnen und Künstler der „Langen Nacht der Poesie“ vereint zu hören.

Die imposante Namensliste aus den Reihen der „Compagnie Poesie“ liest sich wie das Who-Is-Who der deutschsprachigen Liedermacher-, Chanson- und Kleinkunstszene: langjährige Kollegen und Kolleginnen wie Hannes Wader, Joana, Helmut Debus, Bömmes und Kai Degenhardt sind ebenso zu hören wie die legendären Folk-Gruppen Liederjan und Lilienthal und selbst ausgezeichnete Schriftsteller wie Bernhard Lassahn sind mit von der Partie - jeder Beitrag nimmt sich der Lyrik Manfred Hausins mit der ureigenen künstlerischen Handschrift an, spürt auf, was in den Worten klingt, und bringt dies spielend, singend oder auch lesend zum Ausdruck.

„Es gibt Verse von Manfred Hausin, und gar nicht so wenige, bei denen die Grenzen verschwimmen, bei denen sich die Poesie vom Boden der Tatsachen erhebt und in der flirrenden Luft anfängt zu zaubern. Verse, die zeigen, was für eine zarte Seele hinter den Augen dieses Mannes wohnt...“ - Vielleicht drücken die berührenden Worte des Schauspieles Siegfried W. Kernen in besonderer Weise aus, was jedem einzelnen Beitrag der 2-CD-Box Dass wir so lang leben dürfen - Die Lieder des Erzpoeten & Eulenspiegel Manfred Hausin deutlich anzumerken ist: aufrichtige Wertschätzung.

So ist jeder Beitrag von Leidenschaft getragen, ganz gleich ob groovend wie Heiko Ahrends Vertonung der skurrilen Hausin-Ballade „Endloser Trip“ oder feinsinnig wie die Interpretation des Gedichts „Viele Lieben“ des Otto Groote Ensembles. Das titelgebende Stück des Doppel-Albums kann in gewisser Weise als dichterische DNA Manfred Hausins gedeutet werden und ist - was rückblickend kaum verwundert - zu einem wahren Klassiker im Repertoire Hannes Waders geworden: „Dass wir so lang leben dürfen“.

Zum 70. Geburtstag schenkte Manfred Hausin seinem Freund das gleichermaßen resümierende wie vorausweisende Gedicht „Noch hier“, das Hannes Wader nun - endlich, möchte man ihm dankend zurufen! - vertont hat und hier - quasi „unplugged“ - erstmals veröffentlicht wird. Mit jedem Durchlauf des Doppel-Albums entdeckt man als Hörerin oder Hörer neue sprachliche und musikalische Details, sei es die „Pfefferminzteelyrik“ im Lied „Der alte Dichter“, gesungen von Paul Bartsch, Lydie Auvrays mitreißendes Akkordeonspiel und charmanter Akzent im Lied „Der Dinge Lauf“ (sie singt hier erstmals auf Deutsch!), das wunderbare Saxophon-Intro von Stellmäcke & Band in „Es fängt schon an zu frieren“, die berührende Harmonie der Stimmen von Annett Kuhr und Sue Sheehan in „Endlich“, oder auch Jochen Wiegandts intensive Interpretation der Ballade „Schiffbruchers Lied“. „Jahrzehnte schweigen die Toten schon laut“, singt Lothar „Black“ Lechleiter wiederum in „Das Heidelied“, den vielleicht bedrückendsten, intensivsten Hausin-Versen auf diesem Doppel-Album.

„Bis zum tiefen Fall ins Loch will ich noch Gedichte schreiben“, singt Kai Degenhardt aus Hausins Text „Zwei Gedichte“ - eine schöne Zielsetzung des Dichters, der am Ende des Doppel-Albums selbst zu Wort kommt: „Dass sich die Menschen erheben, dafür müssen die Worte sitzen“.

Liebe Grüße aus Hannover
Marc
Presseinfo Various Artists - Dass wir so lang leben dürfen.pdf
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Zuletzt geändert von migoe am Do 9. Dez 2021, 22:03, insgesamt 1-mal geändert. Dieser Beitrag enthält 586 Wörter
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Beitrag von Viktor

#4

Vor zwei Tagen erschien in der Celleschen Zeitung ein Artikel von Jürgen Poestges (einem Journalisten, den ich auch oben schon einmal zitiert hatte): "Eine musikalische Hommage". Allerdings hangelt sich der Text seeeehr nah am tollen Pressetext aus Marcs Feder entlang. Ich will es also gar nicht als tatsächliche Rezension bezeichnen; der Autor hat die CD vielleicht gar nicht selbst angehört, wer weiß.
Aber zumindest angeschaut, denn diese kleine Bonus-Info entnehme ich dem Artikel:
Im umfangreichen Booklet erzählt im Übrigen Hannes Wader die Geschichte, wie er und Hausin sich kennengelernt haben. Das war nach einem Auftritt im Haus der Jugend in Celle.
Na, das ist doch mal was. ;-)

Viele Grüße
Viktor
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Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Viktor

#5

Hallo Forum,

die Compilation ist seit heute offiziell veröffentlicht.

Wer mit einer Anschaffung zögerlich oder nur auf manches einzelne Lied neugierig ist, wird sicher froh sein, dass alle Titel auch im Streamingangebot aller einschlägiger Portale gelandet sind.
So etwa:
- YouTube Music
- Apple Music
- Spotify

Aber das "echte" Produkt mit Booklet, Poster/Textblatt in einer "Stülpdeckelbox" (wieder ein neues Wort gelernt) wirken wirklich liebevoll und hochwertig gemacht.

Ich konnte das Tributalbum privilegierter Weise schon eine Weile durchhören und sickern lassen und habe dabei einen insgesamt sehr positiven Eindruck gewonnen.
Nun will ich mich nicht mit langen Ausführungen aufschießen - nur so viel in Stichworten:
  • Von den bekannteren Künstlern haben besonders die Beiträge von Kai Degenhardt, Lydie Auvray und Otto Groote Ensemble meine hohen Erwartungen erfüllt. Hannes Wader auch, aber da bin ich vor lauter Grundbegeisterung vielleicht auch zu voreingenommen.
  • Eher enttäuscht bin ich von dem, was die Helmut Debus und Jochen Wiegandt beigesteuert haben, jeweils recht schwache Leistungen für so "große Namen", finde ich.
  • Tolle unerwartete Highlights für mich waren Annett Kuhr & Sue Sheehan sowie Stellmäckes zwei Beiträge.
  • Die nicht-gesungenen Tracks unterbrechen den Albumfluss für meinen Geschmack zu sehr (außer Hausins Rezitationen ganz am Ende -- das passt). Besonders Helmut Volpers' Stück ist ja einfach nur die Tonspur aus einem Interview, das man auch schon auf der "Lange Nacht"-DVD sehen kann - darauf hätte ich nun wirklich verzichten können.
  • Insgesamt bin ich doch positiv überrascht, was Manfred Hausin, in dessen Werk ich mich nie recht reingefuchst hatte, für abwechslungsreiche "singbare Texte" schreibt.
Wer hat sonst noch Eindrücke zu teilen? :-)

Viele Grüße
Viktor
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Feb 2022 05 07:27

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#6

...der BRF widmete dem Album am 31. Januar 2022 eine hörenswerte Radiosendung, die >>hier nachgehört werden kann.
Liebe Grüße aus Hannover
Marc
Chansons, Lieder und Folk: Zum 70. Geburtstag von Manfred Hausin

„Dass wir so lang leben dürfen“ heißt eine hundertminütige Hommage an den „Erzpoeten & Eulenspiegel“ Manfred Hausin, den großen Dichter, der Heiterkeit und Bitterkeit zu einem einfühlsamen Ganzen zu verwortlauten weiß wie kein Zweiter.

Bild

Zwei Dutzend Wegbegleiter haben Lieder zu seinen Texten komponiert und eingespielt, Anekdoten gesammelt und eingesprochen: Es ist ein Gipfeltreffen der Compagnie Poesie, jenes bunten Volks, das seit Jahren die legendäre Lange Nacht der Poesie bespielt.

Manfred Hausins Geburtstag war bereits am 21. August, doch am Freitag erst ist diese Premiere erschienen: eine Zusammenschau der Sänger, Diseusen, Gitarrengaukler und Wortakrobaten, die dem Ruf des Dichters und Satirikers Manfred Hausin gerne folgen, solange sie leben dürfen. Vielen kommt das ganz schön lange vor, Hannes Wader, Paul Bartsch oder Bernhard Lassahn zum Beispiel. Bömmes dagegen grüßt schon von der anderen Seite … „Dass wir so lang leben dürfen“ ist ein Herzensdokument von Künstlerinnen und Künstlern, die jeden Zweifel beseitigen (sollte es je welche gegeben haben): Ein Leben ohne Lieder ist undenkbar.

Quelle: BRF [zuletzt eingesehen am 05.02.2022]
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Feb 2022 15 20:14

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#7

…und hier noch ein lesenswerter Bericht der HNA vom 15. Februar 2022.
Liebe Grüße aus Hannover
Marc
Kleinkunst soll in Bad Karlshafen wieder einen Hafen finden

Musikfreunde möchten gerne die legendäre Lange Nacht der Poesie nach Bad Karlshafen zurückholen. Eine neue CD mit Musik zu Texten von Manfred Hausin gibt es dazu schon.

Bad Karlshafen - Seine Texte sind legendär. Künstler wie Hannes Wader, Kai Degenhardt, Siegfried W. Kernen, die Gruppen Liederjan und Lilienthal sind mit ihnen aufgetreten. 23 von ihnen, die meisten traten auch bei den seit Jahrzehnten beliebten „Langen Nächten der Poesie“ in Bad Karlshafen auf, finden sich auf einer neuen Doppel-CD, mit der dem Texter und Dichter Manfred Hausin ein großer Wunsch erfüllt wurde, denn viele gute Freunde versammeln sich darauf. Ein großer Wunsch würde sich erfüllen, wenn sie wieder in Bad Karlshafen auftreten könnten.

Musik und Varieté

2019 hatte es in Bad Karlshafen den letzten Auftritt der „Compagnie Poesie“ gegeben, in der zahlreiche Musiker, Puppenspieler, Poeten, Varietékünstlern, Kabarettisten und Schauspieler in wechselnden Besetzungen und je nach Auftrittsort bis zu 500 Besucher begeisterten, im Weinhaus Römer, im Rosengarten, im Kursaal und an anderen Stellen.

Finanzierungslücke

Trotz vorhandener Sponsoren hatte eine Finanzierungslücke dazu geführt, dass die Musiker, die in Bad Karlshafen jeweils im Januar auch ihre Tagung abhielten, ihre Tradition fortsetzen konnten. Bürgermeister Marcus Dittrich sagte auf Anfrage der HNA, dass die Stadt durchaus interessiert sei, das beliebte Programm wieder nach Bad Karlshafen zu holen. Für die Finanzen werde sich sicher eine Lösung finden lassen, zumal das Programm der Compagnie Poesie weithin anerkannt sei.

Wunsch, dass alle mitziehen

Dorothe Römer, die gute Kontakte zu den Künstlern hat und auch viele Auftritte in ihrem Weinhaus organisierte, ist optimistisch, dass es eine Fortsetzung geben kann, wenn alle in der Stadt mitziehen. Schon ein kurzer Blick ins Internet genüge, um die Bedeutung dieser Konzertereignisse einschätzen zu können.

Bekannt als Stimme Niedersachsens

26 dieser Sternstunden der Kleinkunst sind jetzt auch auf einer gerade erschienenen Doppel-CD (wie früher schon in einem Video) dokumentiert. Zwei Dutzend Künstler haben sich ihre Lieblingsstücke und Gedichte aus dem Repertoire des gerade 70 Jahre alt gewordenen Dichters und Autors Manfred Hausin ausgesucht. Sie versammeln sie als Hommage und Reise in das Werk der „Stimme Niedersachsens“, wie der in Emmerke im Kreis Hildesheim lebende Hausin auch genannt wird.

Im Schneesturm entstanden

Das sehr ausführliche Booklet liefert nicht nur Fotos und Biografien aller beteiligten Künstler, sondern schildert auch das Leben Hausins von der ersten urkundlichen Erwähnung 1951 bis heute und schildert, wie die Idee der „Langen Nacht“ zufällig 1978 in einem Schneesturm entstand.

Neues Lied mit Hannes Wader

Die Vielfalt der Musik und der Texte ist frappierend. Den Auftakt bildet Hannes Waders Lieblingslied „Dass wir so lang leben dürfen“, in dem es nicht nur ums Rotweinschlürfen geht. Erstmalig wird jetzt „Noch hier“ veröffentlicht, das Hausin seinem Freund Hannes Wader zum 70. Geburtstag schenkte und das dieser nun vertonte und aufnahm. Bei jedem Hören offenbaren die CDs neue Einblicke in eine vielfältige Lebenssicht zwischen Musikerträumen, GSG 9-Einsätzen, Liedermacherschicksalen, Schiffbruch, Bergen-Belsen, Melancholie und Lebenslust. Sehr hörenswert. (Thomas Thiele)

Quelle: https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/bad-karlshafen-ort74607/kleinkunst-soll-wieder-hafen-finden-91348667.html, 15.02.2022
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Skywise
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Feb 2022 18 15:23

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Skywise

#8

Nun ja ... ich drück' mal meinen Senf dazu.

Ich stelle mir das vor - irgendwann kommt ein gönnerhafter Zeitgenosse auf die Idee: Mensch, der Manfred wird 70. Das könnten wir doch so richtig mit Stil begehen, in Tateinheit mit einer hübschen Veröffentlichung, auf der sich eine Reihe von Weggefährten, die die Zeit zum Teil zu Weggeführten gemacht hat, sowie einige weitere Herrschaften jüngeren Baujahrs vor dem Dichter und seinem Werk verneigen. Wäre doch ein nettes Geschenk. Ein anderes Menschenkind findet Gefallen an dieser Idee, gibt aber zu bedenken, daß der Herr Hausin ein recht umfangreicher Geist ist, der neben Buchveröffentlichungen, Liedtexten, kabarettistischen Einlagen und so weiter immerhin auch noch für die "Lange Nacht der Poesie" verantwortlich zeichne. Nun, so lautet die Entgegnung, dann sollte es doch ein Leichtes sein, dieses Werk fein zu filetieren und auf diverse Medien aufzuteilen, vielleicht in Form mehrerer CDs, die sich jeweils einer eigenen Kategorie widmen, plus eventuell noch einer gesonderten CD/DVD, die die "Lange Nacht der Poesie" zum Thema hat; 2010 habe man sich ja bereits mit einer solchen DVD auf den Markt versucht, der Aufwand sei also abzuschätzen. Woraufhin sich einige Hebel umlegen und diverse kontaktierte Personen so tun wie ihnen geheißen. Im weiteren Verlauf kommt es erwartungsgemäß zu dem einen oder anderen Problem. Man kennt das ja. Der eine Künstler stellt plötzlich fest, daß ihm doch nicht so viel am Werk Hausins liegt, daß er sich daran beteiligen möchte, der andere kriegt es terminlich nicht hin, eine dritte Station kommt mit rechtlichen Problemen um die Ecke, eine vierter Stelle erzählt von unzureichender Technik, eine fünfte Stelle läßt sich urplötzlich eine Pandemie einfallen, die unschön diversen Beteiligten jeweils einen Teller voll Suppe spuckt, ... und dann ist da auch noch der gnadenlose Kalender, der recht erbarmungslos darauf verweist, daß auch ein 70. Geburtstag sich nur ein einziges Mal ereignet. Im weiteren Verlauf der Ereignisse merken die Verantwortlichen, daß sie vielleicht innerlich darauf vorbereitet waren, die eine oder andere Idee zu knicken, daß aber mittlerweile das Falten und Ablegen eher zum Alltag gehört als das Verbuchen von Erfolgsmeldungen. Irgendwann stellt sich bei ihnen also die Einsicht ein, daß das Ergebnis selbst dann himmelweit von den eigentlichen Vorstellungen entfernt läge, investierte man weiterhin Zeit, Geld, Energie und Arbeit in die Geschichte. Also lautet der Beschluß, daß die Sache enden muß. Es wird das Gesammelte zusammengestellt, anschließend eine Vervielfältigung beauftragt, die sich in diesem Fall artig an Murphys Gesetzgebung hält und sich verzögert. Anschließend gibt man die Box erstens an das Geburtstagskind und zweitens an den Markt weiter. So ungefähr jedenfalls könnte das gewesen sein. Natürlich gibt es diverse Variationen dieses Spekulatius'. Ein Punkt könnte beispielsweise gewesen sein, dass die Plattenfirma gesagt hat "Ich find' das total super, was ihr macht, aber wir wollen das Produkt am Ende auch noch verkaufen, also übertreibt nicht so, daß wir für die Geschichte aus preislichen Gründen keinen Abnehmer finden" ... denkbar.

Ich persönlich kam beim Auspacken und Durchblättern der Box bereits ins Grübeln: meine Wenigkeit hätte ja auf dem Cover beim Untertitel "Die Lieder des Erzpoeten & Eulenspiegel Manfred Hausin" den "Eulenspiegel" ebenfalls in den Genitiv gesetzt, wenn ich mir die Mühe schon beim "Erzpoeten" gebe, beim "2-CD Set" hätte ich das "Set" ebenfalls noch mit Bindestrich angeschlossen (oder zumindest deutlich eher als die "2" an die CD). Bei der einzigen doppelt enthaltenen Adaption "Es fängt schon an zu frieren" wird das "Frieren" mal groß, mal klein geschrieben - schön nach dem Motto "Eins von beiden ist bestimmt richtig" (stimmt auch, nämlich das kleine), die MelanKomiker schreiben sich nicht nur am Anfang, sondern auch in der Mitte groß (so wie auch in der Mitte des Booklets, auf der Box halt nicht). Ist erst mal wurscht, da gibt's wüstere Veröffentlichungen, ehrlich. Es sind halt so ein paar Kleinigkeiten, die ins Auge fallen. Beim Durchlesen des Booklets oder des Textblatts habe ich dann die schlechtere Brille getragen, um solche Sachen zu überlesen. Vielleicht sind mir dabei auch einige weiterführende Informationen durchgerutscht. Beispielsweise wurden zwar die Interpreten, nicht aber die Verfasser der einzelnen Stücke aufgelistet - was mich spätestens beim zweiten Stück der Box interessiert hätte. Daß Carsten Langner als jemand, der offenkundig in Zusammenarbeit mit dem Erzpoeten ein vollständiges Album mit Hausin-Vertonungen vorgelegt hat, in der Box nicht enthalten ist, mag Gründe haben. Ich bin beim Lesen der Liedtitel davon ausgegangen, daß sich Joana, mit der Langner ja ebenfalls zusammengearbeitet hat, mit "Liebe für immer" eine Adaption von diesem Album herausgepickt hat, was sich allerdings als falsch herausgestellt hat. Tendenziell würde ich die Melodie Joanas Haus-und-Hof-Gitarristen Adax Dörsam zuschreiben, bestätigt fand ich das in der Box allerdings nicht. Es hatte was von "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" ;-) . Aber okay, vielleicht ist das in meinem Fall auch falsches Erwartungshaltungsmanagement - wenn sogar bestimmte Interpreten schon dadurch benachteiligt werden, daß sie in der Vorstellungsgalerie des Booklets nicht vorkommen (Lilienthal? Heiko Ahrend?), wie kann ich dann erwarten, daß die Urheber neben Hausin selbst Erwähnung finden ... obwohl - Hausin selbst, obwohl erst einige Seiten zuvor biografisch intensiver unter die Lupe genommen, taucht ebenfalls mit einem Lebenslauf in der Interpretengalerie auf ...? Und ich vermute, die meisten enthaltenen Informationen zu Künstlern fußen auf dem jeweiligen Pressematerial des Künstlers. Das ist zwar in Ordnung, allerdings frage ich mich dann, warum man nicht wenigstens ein wenig auf die Ausgewogenheit der Inhalte geachtet hat. Ein Künstler nimmt mit seiner Außendarstellung eine komplette Seite in Anspruch, andere sind dem Booklet nur einen Sechszeiler wert (wie gesagt: sofern überhaupt), darüber hinaus stilistisch recht unterschiedlich, ... es wirkte entweder unrund oder gar mit der heißen Nadel gestrickt.

Auch Quellenangaben waren nicht zu finden. Natürlich weiß ich, daß das vertretene Titelstück Hannes Waders Album "Nah dran" entnommen wurde, auch Annett Kuhrs/Sue Sheehans Lied "Endlich" erfuhr im Vorfeld eine Veröffentlichung auf "Eine Reise - A Journey", Lilienthals "Jetzt ist Zeit und Stunde da" habe ich zwar schon längere Zeit nicht mehr auf dem Plattenteller gehabt, aber ich meine, das "Spätsommerlied" kommt in dieser Einspielung aus jener Richtung, ... Aber das weiß halt ich als jemand, der sich in den Bereichen tummelt. Ich bin ziemlich sicher, daß das eine oder andere Wörtchen, das wenigstens zur korrekten Jahreszahl führt, bestimmt dem einen oder anderen Konsumenten als Querverweis willkommen gewesen wäre, gerade bei einem umfangreicheren Œuvre wie etwa bei Hannes Wader oder bei fehlenden "offiziellen" Informationen wie bei Lilienthal, Bömmes, Schlögl. Das mit den Quellenangaben hätte ich deshalb interessant gefunden, weil ich wenigstens bei Liederjan und Gottfried Schlögl davon ausgehe, daß hier Material an die Öffentlichkeit fand, das eigentlich im jeweiligen Giftschrank der unveröffentlichten Aufnahmen lagerte. Bei Liederjan deshalb, weil das Trio nicht mehr in der Besetzung existiert, die an der Aufnahme beteiligt war, bei Gottfried Schlögl deshalb, weil ich ziemlich sicher bin, daß die "Lange Nacht der Poesie" als mögliche Quelle für diese Live-Aufnahme ausfällt, da Schlögl meiner Einschätzung nach bereits unverdient unter Tage weilte, ehe die "Lange Nacht" das Licht desselben Tages erblickte.

Ich persönlich besitze zwar einige Poster, weil - lagen und liegen einigen Veröffentlichungen ungefragt bei, tatsächlich in Verwendung gemäß Bedienungsanleitung hatte ich zeit meines Lebens nur ein einziges. Bei den allermeisten Postern kann ich mir schon vorstellen, daß es Personen gibt, die sich diese an eine geeignete Stelle hängen würden. Bei Manfred Hausin oder der Langen Nacht der Poesie fällt mir diese Vorstellung allerdings zugegebenermaßen vergleichsweise schwer. Könnte auch bei den Verantwortlichen so sein, aus diesem Grund fand die Zusatzidee Anwendung "Um es sinnvoller aussehen zu lassen, bringen wir auch gleich noch die Texte der Lieder auf dem Faltding unter". Ich weiß nicht, wie oft der Verantwortliche jenes Gedankengangs von Konsumenten in näherer Zukunft mit nacktem Hintern übers Knie und ohne Abendessen ins Bett gewünscht werden wird, aber er hat's definitiv verdient. Den Text zu Cantus Firmus' "Letztem Lied" hab' ich bis heute nicht nachvollzogen, weil's mir zu blöd ist, angedachten Wandputz mehrfach auseinanderzuschlagen, um dem Rauschen des Flusses entgegenzuwirken, an dessen Gestaden die Aufnahme des Chores dem Vernehmen nach stattgefunden hat, was sich ungünstig auf das rein akustische Textverständnis auswirkt. Textbeilagen sind eine lobenswerte Sache bei einer Veröffentlichung, aber ein wenig praxistauglicher als Plakatgröße dürfen sie durchaus sein.

Was den Inhalt der CDs angeht - wenn man mal ein paar Sorgenfalten wegen Liederjan bzw. Jochen Wiegandt zur Seite läßt, fangen meine Probleme an mit Helmut Debus' "Schifferlied", das mich ziemlich ratlos zurückläßt. Im Nachgang habe ich mir überlegt, ob hier in Ermangelung von Alternativen vielleicht zwei Minuten geschunden werden sollten und daher das Lied Aufnahme in die Box fand. Derselbe Grund könnte vorliegen bei der doppelten Interpretation von "Es fängt schon an zu frieren" bzw. dem neben Hannes Wader doppelt vertretenen Stellmäcke. Im Grunde gehe ich davon aus, dass ab dem Debus-Titel (Titel 14) sich der Fokus verschieben sollte Richtung "Lange Nacht der Poesie" (denn daß Helmut Debus das "Schifferlied" in diesem Rahmen darbot, halte ich für wahrscheinlich). Im Anschluß springt der Inhalt zwischen Hausin-Liedgut, zahlreichen warmen Worten in Richtung Hausin und Lange Nacht der Poesie und Live-Mitschnitten unschön unausgeglichen hin und her. Es stellt sich kein richtiger Fluß mehr ein, und die Frage juckt im Hinterkopf pausenlos, wieso die Box im Untertitel von den "Liedern des Erzpoeten & Eulenspiegel Manfred Hausin" spricht, wenn auf der zweiten CD über weite Strecken keine Lieder präsentiert werden und Manfred Hausin nicht der Urheber der dargebotenen Texte ist. Die Suche nach Gründen für diese Stücke führte mich zu oben beschriebenem Szenario von einer eigentlich größer angelegten Box, die allerdings nicht zustande kam.

Ist es also gelungen? Nun, viele vertretene Lieder sind es. Aber das Album ist es meiner Meinung nach nicht, und das liegt wohlgemerkt nicht an der künstlerischen Leistung von Manfred Hausin oder zumindest den meisten der beteiligten Künstler - die meisten Umsetzungen von Hausins Texten und die jeweilige Interpretation sind durchaus hörenswert. Das Innenleben des Albums verliert allerdings etwa ab der Hälfte der Laufzeit seinen roten Faden und findet ihn bis zum Schluß nicht wieder. Etwas mehr Konzentration auf das Wesentliche wäre wünschenswert gewesen, bevorzugt auf die Liedtexte des Geburtstagskindes, da hier genügend Material vorhanden war für eine äußerst gelungene Einzel-CD. Etwas Ballast abwerfen, weniger Fachfremdes. Natürlich sind die warmen Worte Siegfried W. Kernens aller Ehren wert, selbstverständlich zählt der Beitrag Bernhard Lassahns zu den Glanzpunkten des Albums, aber sie wirken in einer Lieder-Box fehl am Platz. Und das Drumherum in und um die Box herum hat zwar einiges zu bieten, verschenkt allerdings auch vieles durch Unausgewogenheit oder unschöne Lücken, mitunter greift es auch schlichtweg daneben. Woran's letzten Endes lag - wer kann's sagen ... ich hoffe trotzdem, daß das eine oder andere Lied noch über dieses Album hinaus Bestand haben wird.

Gruß
Skywise
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Beitrag von Viktor

#9

Hallo Skywise,

ui, wie schön, Leben hier in der Bude... Und dann auch noch so ein ausführlicher Beitrag. Ich habe deine Gedanken jedenfalls mit Interesse gelesen.

Manchen Kritikpunkt teile ich ja, wie etwa die Ratlosigkeit zu Helmut Debus' Beitrag.

Und meine Bemerkung zu den gesprochenen Beiträgen hats eigentlich gar nicht so genau getroffen: Du hast viel eher Recht, wenn du manche Beiträge als "fachfremd" bezeichnest und einen Verlust des roten Fadens diagnostizierst. Z.B. der Beitrag der MelanKomiker ist gut, und ja auch ein Lied, aber eben nicht von Manfred Hausin, trifft nicht die Kernkompetenz des Projekts.
Skywise - Zitat: Fr 18. Feb 2022, 15:23
Auch Quellenangaben waren nicht zu finden.
Stimmt, die habe ich auch vermisst.
Ich weiß da wesentlich weniger als du und dachte ganz naiv bei allen Stücken immer erstmal, sie seien 2021 für das Projekt aufgenommen, es sei denn die Leute sind tot oder die Aufnahmequalität ist schlecht/live, ha. Entsprechend hätte ich Angaben in Richtung "Erschien vormals auf dem Album XY", wie man es von anderen Compilations kennt, in der Tat immer ganz wertvoll gefunden.
Vielleicht kann das ja mal jemand allumfassend nachreichen, wie Reinhard Mey damals, als ein ähnliches Problem bei seiner "Lieder von Freunden"-CD kritisiert wurde.
Skywise - Zitat: Fr 18. Feb 2022, 15:23
Beispielsweise wurden zwar die Interpreten, nicht aber die Verfasser der einzelnen Stücke aufgelistet - was mich spätestens beim zweiten Stück der Box interessiert hätte.
Stimmt, auf dem Textposter steht die Musik-und-Text-Angabe ja jeweils nur dabei, wenns nicht-hausinisch ist. Man könnte denken, in allen anderen Fällen ist der Text dann also von Hausin und die Komposition von den jeweiligen Interpreten, aber nein, z.B. Jochen Wiegandts Stück hat Wolfgang Timpe komponiert. Woher ich das wiederum weiß? Die Künstlervorstellungen im Heft haben doch noch entsprechende Angaben zum zugehörigen Lied dabei. (Da lese ich unter Joanas Vorstellungstext auch "Komposition: Joana Emetz" -- keine Erwähnung des von dir eingebrachten Gitarristen).
Warum nicht aufm Textblatt, weiß der Geier.
Apropos:
Skywise - Zitat: Fr 18. Feb 2022, 15:23
Textbeilagen sind eine lobenswerte Sache bei einer Veröffentlichung, aber ein wenig praxistauglicher als Plakatgröße dürfen sie durchaus sein.
Haha, ja, stimmt schon. Ich habe die CDs erstmals beim Bahnfahren gehört und musste mir Sitzgruppen mit Tisch krallen; zum Glück war das Reiseaufkommen recht gering.

Viele Grüße
Viktor
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Feb 2022 25 18:51

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#10

...die Liederbestenliste kürt die Hommage im März 2022 zum „Album des Monats“, Gratulation an alle Beteiligten!
Beste Grüße
Marc

PS:
Skywise - Zitat: Fr 18. Feb 2022, 15:23
Nun ja ... ich drück' mal meinen Senf dazu.
Versuch's mal mit Ketchup! ;-)
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
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Mär 2022 27 19:10

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#11

...und im April 2022: Black singt „Das Heidelied“, persönliche Lied-Empfehlung von Michael Laages.
Als die Stille kam

"Der Black" singt "Das Heidelied" auf der Doppel-CD "Dass wir so lang leben dürfen", einer Hommage an den niedersächsischen Schriftsteller und Lieder-Poeten Manfred Hausin
Wer im Heidestädtchen Bergen abbiegt in Richtung Wissen an der Aller, passiert zwei, eigentlich sogar drei wichtige Adressen – zuerst, am Beginn des Ortsteils Belsen, das Standort-Terrain von Bundeswehr- und Nato-Kräften, etwas später, noch am Rande des riesigen Geländes, die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen; dazwischen geht’s –was meist übersehen wird- auch zu jener Rampe, an denen die Güterzüge mit den Häftlingen ankamen, damals, auf den Extra-Schienen von Soltau her … Dieser Ort stiftet das Motto für "Das Heidelied". Von Schnucken, Bauernkaten und Heidekraut im August ist nicht die Rede – im Bergener Stadtteil Belsen wollte der Schriftsteller Manfred Hausin, Jahrgang 1951 und eigentlich gar kein "Liedermacher", in einem Gedicht die Ermordeten der Zeiten beschwören; in einem kleinen Epitaph.

"Der Black", einst neben Partner Schobert Schulz Teil vom vielleicht originellsten Duo der historischen Liedermacher-Zunft der 70er Jahre, hat Hausins Zeilen mit Musik versehen – und erzählt nun mit ihnen vom Moment, da "die Stille kam"; die immer dann eintrat (und eintritt!), wenn wieder einem oder einer in der historisch unüberschaubaren Menge von Menschen das Leben genommen wurde – und wird. Hausin beschwört die Opfer von Krieg und Gewalt über alle Zeiten hinweg; und Belsen wird zum beispielhaften Ort dafür.

Ein kleiner, durchaus bewegender Moment ist da im Lied entstanden – dieser Black, bürgerlich Lothar Lechleiter und nach zehn Jahren in einem Verlag, die der Zeit mit Schobert folgten, seit 2008 (und mit Beginn der Rente) zurück gekehrt in die Zunft der Liedermacherinnen und Liedermacher, singt klar und geradeaus, mit sorgsam dosiertem Pathos: keine Anklage, eher ein Bilanz-Buch jenseits von Illusion und Hoffnung wird da aufgeblättert. Immer wieder kommt die Stille und nimmt Leben mit Gewalt – daran will dieses kleine Lied erinnert haben.

Es ist Teil eines liebenswert eigenwilligen Projektes jenseits aller Moden, das den Schriftsteller Hausin ehrt; in Emmerke nicht weit von Hildesheim lebt er und wurde über die Jahrzehnte hin zur literarischen Institution im Norden. Für ihn singen Hausins Texte auch Joana und Kai Degenhardt, Bömmes und Stellmäcke, Paul Bartsch, Helmut Debus, der alte Hausin-Freund Hannes Wader – und eben "Der Black."
Michael Laages

"Dass wir so lang leben dürfen" - diverse Künstlerinnen und Künstler als Hommage an den Schriftsteller Manfred Hausin / 2 CD’s mit reich illustrierter Booklet-Dokumentation, erschienen bei Westpark Music (Katalog-Nr. 87415)
Weitere Informationen: www.westparkmusic.de / www.manfredhausin.de

Quelle: https://www.liederbestenliste.de/empfehlungen-lied/index.html, 27.03.2022
Beste Grüße
Marc
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Apr 2022 25 21:59

Neue Doppel-CD im Januar '22 "Dass wir so lang leben dürfen – Die Lieder des Erzpoeten und Eulenspiegel Manfred Hausin"

Beitrag von Marc

#12

...neu in der Wertung der Liederbestenliste im Mai 2022: „Der Dinge Lauf“, gespielt und gesungen (auf Deutsch!) von Lydie Auvray. Auf den weiteren Plätzen: „Das Heidelied“, interpretiert vom Black.
Gratulation und Applaus aus Hannover!
Marc

Liederbestenliste Mai 2022.pdf
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