Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Johnny Cash (* 26. Februar 1932 in Kingsland, Arkansas als J. R. Cash; † 12. September 2003 in Nashville, Tennessee) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber. Die Einrichtung dieses Forums wurde von unserem Mitglied Indie angeregt.
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Indie
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Indie

#21

Hallo Marrianne,
das finde ich auch. Ich lese ja sehr viel über Johnny Cash. Sein Sohn hat ein Buch über June Carter Cash heraus gegeben."Anchored in Lowe"In diesem Buch schreibt er ganz ausrührlich
über die Drogenprobleme seines Vaters.Über diese Probleme ist sicher genug berichtet worden.Aber das Schlimmste ist, dass er auch über die Esstörungen und Droggenprobleme von seiner Mutter(ab1993) schreibt. Bis dahin wußten nur ganz wenige Menschen von ihren Suchtproblemen. Wie kann man so etwas als Sohn machen. Nach dem Tod seine eigene Mutter bloßstellen.Das Buch hat sich gut verkauft.Also geht es wieder einmal nur um ProfitI
Indie
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Holgi
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Holgi

#22

Es ist ja immer so eine Sache. Ob altes Material Qualität hat, um veröffentlicht zu werden, wird immer subjektiv empfunden. Warum vernichtet der Künstler es nicht, wenn er es nicht veröffentlichen will?
Gerade ein Johnny Cash, der das Buisness mit Sicherheit gekannt hat, hätte vielleicht vorgesorgt.
Deshalb finde ich aber nicht alles gut, was auf den Markt kommt.
Wer sich den unsäglichen Remix von "I walk the Line" mal antun möchte, bitte sehr:

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Ich hatte Gelegenheit, mir das Album anzuhören und mir klappten fast die Fußnägel hoch. Da wird ein Cash vergewaltigt, man kann es sich als Liebhaber seiner Musik wirklich nicht anhören.
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Skywise
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Skywise

#23


Holgi schrieb:
Es ist ja immer so eine Sache. Ob altes Material Qualität hat, um veröffentlicht zu werden, wird immer subjektiv empfunden. Warum vernichtet der Künstler es nicht, wenn er es nicht veröffentlichen will?
Sentimentale Gründe? Falsche persönliche Einschätzung des Wertes der Aufnahme? Keine Lust, sich nochmal intensivst mit dem Material auseinanderzusetzen?
Gerade ein Johnny Cash, der das Buisness mit Sicherheit gekannt hat, hätte vielleicht vorgesorgt.
Meinst Du wirklich, er hätte sich, nur um sein Testament glattzubügeln, noch einmal durch 50 Jahre Tonmaterial gearbeitet, das vermutlich reichlich unstrukturiert in seinem Keller rumflog?
Deshalb finde ich aber nicht alles gut, was auf den Markt kommt.
Kommt drauf an.
Der Name "Jimi Hendrix" fiel bereits an anderer Stelle. Hierzu - und auch zu Johnny Cash - ist eigentlich zu sagen, daß ein Teil des Materials ohnehin auf dem Markt zu finden war. Bootlegger nehmen sich ja gerne solchen Materials an. Wenn das Material also bereits auf dem Markt verfügbar ist, spricht meines Erachtens nichts dagegen, den Geldstrom in die eigene Tasche umzuleiten und den Krempel noch einmal offiziell auf den Markt zu bringen.
Abgesehen davon muß man auch immer berücksichtigen, daß man die Kuh nur über einen bestimmten Zeitraum melken kann. Da hat auch der Gesetzgeber eine gewisse Grenze gezogen. In den letzten paar Jahren hat die Anzahl von Samplern, die sich mit den frühesten Jahren von Elvis Presley beschäftigen, drastisch zugenommen, weil hierzulande die Nutzungsrechte nach 50 Jahren ausgelaufen sind, sprich: praktisch jeder kann - unter Berücksichtigung der anderen Rechte, d. h. Urheberrechte - das Material auf den Markt bringen, ohne dafür die Erlaubnis des ursprünglichen Labels oder des Interpreten bzw. dessen Erben zu haben. Es gibt daher einige Interpreten/Erben, die in der letzten Zeit häufiger noch mal Material aus den 50ern neu auf CD veröffentlicht haben, um zumindest noch ein paar Monate bzw. Jahre etwas von ihrem Archivbestand zu haben.
Ich hatte Gelegenheit, mir das Album anzuhören und mir klappten fast die Fußnägel hoch. Da wird ein Cash vergewaltigt, man kann es sich als Liebhaber seiner Musik wirklich nicht anhören.
Joah, sehe ich im Prinzip auch so. Es gibt ein paar Stücke, bei denen der Remix sehr sanft ausgefallen ist (war der Respekt vor dem Original zu groß?), will sagen: für den Extra-Bums im Rhythmus- oder Baßbereich braucht man den Remix gar nicht. Es gibt einige Stücke, da erkannt das Original nicht mehr, da wurde zerhackt, zerstückelt und wieder unter neuen Gesichtspunkten zusammengefügt, was eigentlich gar nicht zusammen gehört ... kann man machen, aber wenn das Ergebnis nicht überzeugend gerät, sollte man es besser bleiben lassen. Es gibt aber auch zwei, drei Stücke, bei denen sich anscheinend jemand richtig Mühe gegeben hat, aus einem Titel noch einen interessanten neuen zu machen. Sind halt nur zu wenig, um von einem guten Album zu sprechen ...
Gruß
Skywise
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Reino
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Reino

#24


Skywise schrieb:
Es gibt daher einige Interpreten/Erben, die in der letzten Zeit häufiger noch mal Material aus den 50ern neu auf CD veröffentlicht haben, um zumindest noch ein paar Monate bzw. Jahre etwas von ihrem Archivbestand zu haben.
Die Rechte laufen 70 Jahre nach em Tod der Urheber aus. Oder nach altem US-Recht 75 Jahre nach Eintrag ins Copyrightverzeichnis.
Das Copyright musste in den USA bis vor einigen Jahren, im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland, explizit angemeldet werden und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt für neue Werke auch in den USA ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen (Copyright Term Extension Act).
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Skywise
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Skywise

#25


Reino schrieb:

Skywise schrieb:
Es gibt daher einige Interpreten/Erben, die in der letzten Zeit häufiger noch mal Material aus den 50ern neu auf CD veröffentlicht haben, um zumindest noch ein paar Monate bzw. Jahre etwas von ihrem Archivbestand zu haben.
Die Rechte laufen 70 Jahre nach em Tod der Urheber aus. Oder nach altem US-Recht 75 Jahre nach Eintrag ins Copyrightverzeichnis.
Die Schutzrechte für Musikaufnahmen laufen allerdings bereits nach 50 Jahren aus. Jedenfalls gilt das für Europa. Und meines Wissens auch nur derzeit, denn da gibt es auch schon wieder einige Anstrengungen ...
Das Copyright musste in den USA bis vor einigen Jahren, im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland, explizit angemeldet werden und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt für neue Werke auch in den USA ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen (Copyright Term Extension Act).
Wikipedia
95 Jahre für Firmen ist eigentlich ziemlich heftig ... aber außer einer Handvoll Interpreten dürfte von dieser Regelung doch keiner betroffen sein, oder? Könnte diese Frist nicht auch verhindern, daß man Interpreten wiederentdeckt? :gruebel:
Gruß
Skywise
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Reino

#26


Die Schutzrechte für Musikaufnahmen laufen allerdings bereits nach 50 Jahren aus. Jedenfalls gilt das für Europa. Und meines Wissens auch nur derzeit, denn da gibt es auch schon wieder einige Anstrengungen ...
Wieso gilt in Europa nicht eurpäisches Recht (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers)?
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Skywise
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Beitrag von Skywise

#27


Reino schrieb:

Die Schutzrechte für Musikaufnahmen laufen allerdings bereits nach 50 Jahren aus. Jedenfalls gilt das für Europa. Und meines Wissens auch nur derzeit, denn da gibt es auch schon wieder einige Anstrengungen ...
Wieso gilt in Europa nicht eurpäisches Recht (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers)?
Es gilt in Europa ja europäisches Recht, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen den Rechten des URHEBERS (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers ist hier einschlägig) und dem NUTZUNGSRECHT des Interpreten oder sonstigen Rechteinhabers:
"Ist die Darbietung des ausübenden Künstlers auf einen Bild- oder Tonträger aufgenommen worden, so erlöschen die [...] Rechte des ausübenden Künstlers 50 Jahre [...] nach dem Erscheinen des Bild- oder Tonträgers oder, wenn dessen erste erlaubte Benutzung zur öffentlichen Wiedergabe früher erfolgt ist, nach dieser. Die Rechte des ausübenden Künstlers erlöschen jedoch bereits 50 Jahre [...] nach der Darbietung, wenn der Bild- oder Tonträger innerhalb dieser Frist nicht erschienen oder erlaubterweise zur öffentlichen Wiedergabe benutzt worden ist.[...]"
Quelle: UrhG § 82 "Dauer der Verwertungsrechte"

Gruß
Skywise
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Holgi
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Was nun? American recordings oder Love,God,Murder,Life ?

Beitrag von Holgi

#28


Meinst Du wirklich, er hätte sich, nur um sein Testament glattzubügeln, noch einmal durch 50 Jahre Tonmaterial gearbeitet, das vermutlich reichlich unstrukturiert in seinem Keller rumflog?
Wenn er Wert darauf gelegt hätte, was nach seinem Tod damit passiert - ja!
Allerdings glaube ich, dass es ihm unter´m Strich völlig wurscht war. Ein Künstler ist ja im Grunde auch ein Handwerker. Und ein Handwerker baut das, was Kohle bringt. Ob Cash so dachte, weiß ich natürlich nicht. Aber an Beispielen wie "Status Quo", die ja auch ihre alten Klassiker verwursten, ohne rot zu werden, sehe ich, dass es so ist.
Aber das ist ja eh alles Spekulation.
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