Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

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Franz Josef Degenhardt (* 3. Dezember 1931 in Schwelm, Provinz Westfalen; † 14. November 2011 in Quickborn, Schleswig-Holstein), auch genannt „Karratsch“, war ein deutscher Liedermacher, Schriftsteller sowie promovierter Jurist und Rechtsanwalt...Franz Josef Degenhardt wohnte in Quickborn, Kreis Pinneberg. Dort starb er am 14. November 2011 im Kreise seiner Familie.

Quelle: Wikipedia mit Stand vom 03.06.2018 | Das Foto zeigt den Künstler 1987 ©by Wikipedia
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Marc hat dieses Thema gestartet
...hat schon mal ein LT organisiert
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Sep 2006 22 17:25

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Marc

#1

Hallo zusammen!
Nun ist es da - Hier noch mal alle Infos kompakt zum neuen Album "Dämmerung":

Und hier die Titel-Liste:
1. Dämmerung
2. Du sollst mir nichts verweigern
3. Sie ist in den Wald gegangen
4. Onkel Allbright
5. Bruder Hans
6. Fuchs auf der Flucht
7. Wohlan, wir wollen schlafen
8. Trampten wir durchs Land
9. Auf der Heide
10. Traum-Ritt
Bei Jpc könnt ihr bereits in die Lieder reinhören.
Musik und Text: Franz Josef Degenhardt, außer
02: M: Hans Leo Haßler, T: Peter Hacks
08: M+T: Werner Helwig
Verlag Manuskript (Titel 1,3,4,5,6,7,9,10)
Eulenspiegel Verlag Berlin (Titel 2)
Voggenreiter Verlag, Bonn (Titel 8)
Franz Josef Degenhardt: Gesang, Gitarre, Mundharmonika
Kai Degenhardt: Gitarren, Melodica
Goetz Steeger: Keyboards, Computer, Snare-Drum, Bass, Cittern
Arangements Kai Degenhardt und Goetz Steeger
Quelle: www.franz-josef-degenhardt.de

Zeitgleich zum neuen Album ist erschienen:
Das Songbook "Die Lieder" enthält sämtliche, auch bislang unveröffentlichte Texte von 1963 bis zu seinem neuen Album, inklusive Noten und Akkorden. Das Buch íst im Eulenspiegel Verlag erschienen, umfasst 320 Seiten und kostet 24,90 Euro.

Hat jemand von euch schon das neue Album und kann von seinen ersten Eindrücken berichten?
Gruß, Marc
Dieser Beitrag enthält 213 Wörter


So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.

Hannes Wader

Benutzer 63 gelöscht
Sep 2006 23 09:38

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Benutzer 63 gelöscht

#2

An diesem Tisch, vor diesem Becher,
werde ich sitzen solange es geht...
So geht´s los ;o) CD ist gestern angekommen, aber ich will sie jetzt nicht gleich zerreden. :o)
Bis demnächst
Jürgen
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Michael
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Okt 2006 04 09:58

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Michael

#3

Hallo,
auch Franz Josef Degenhardt hat nach vierjähriger Pause wieder ein Album vorgelegt, aber seltsamerweise ziemlich herausgezögert – aufgenommen wurde es wohl schon im Dezember. Wahrscheinlich wollte er möglichst nah an seinen 75. Geburtstag ran. Wieder mit dabei ist Sohn Kai (von dem ich eigentlich auch langsam mal wieder was Neues hören will), der an der Gitarre, als Arrangeur und Produzent für den inzwischen altbekannten Degenhardt-Sound sorgt. Der anstehende Geburtstag lässt schon erwarten, dass es wohl auch (wie bei Wader) zunehmend um das Altern und drumrum geht. Schauen wir doch mal im einzelnen:
Dämmerung: Das Titellied der Platte: Wir haben die Idylle, den alternden Mann, der sich sogar mit Gegnern versöhnt – aber wie in Waders „Blues in F“ kann man die Welt außen nicht ausblenden. Auch wenn man es gerne will. Der Titel „Dämmerung“ hat also nicht nur mit dem Abend zu tun, sondern auch mit dem Lebensabend – ganz unpolitisch also – oder vielleicht auch nicht.
Du sollst mir nichts verweigern: Degenhardt-Platten sind immer im Ganzen zu sehen. Kein Lied steht wirklich für sich. Seine Platten sind immer – das kann man von anderen Kollegen nicht sagen – aus einem Guss. Und somit gehört das vertonte Peter-Hacks-Gedicht zu dem Lied davor. Denn nichts ist mit Lebensabend - Lebens- und Liebesfreude ist angesagt. Die Melodie ist übrigens die schon von Paul Gerhardt, Johann Sebastian Bach, Paul Simon und Hannes Wader benutzte von Hans Leo Hassler – wenn auch Degenhardt-mäßig verfremdet. Peter Hacks ist einer der wichtigsten Dichter der DDR gewesen, alles andere als ein Moderner, man könnte ihn neoklassisch nennen, ich weiß aber nicht ob das stimmt. Und er hat die DDR nach der „Wende“ bockig verteidigt, weshalb er entsprechend aufs Abstellgleis geriet. Aber da dichtet es sich ja bisweilen ganz gut – Degenhardt beweist es ja auch, der als Lyriker nie so gut war wie nach 1990.
Sie ist in den Wald gegangen: Geht es da wirklich um den Freitod der Mutter? Es bleibt alles irgendwie schwebend. Jedenfalls eine wunderbare Hommage und sehr bewegend.
Onkel Allbright: Keine Degenhardt-Platte ohne diese komischen skurrilen Typen, die sich in den Mainstream nicht einordnen wollen. Sein Werk ist bevölkert von solchen Figuren, hier Onkel Allbright, der sein Altersheim lieber anzündet als da zu versauern und in eine alte Schmiede zieht.
Bruder Hans: Der nächste durchgeknallte Typ (obwohl, wer ist eigentlich durchgeknallt). Hier der alte Bombenleger, der jeden Mittwoch in die Kneipe zieht, um alte Platten aus den Siebzigern in der Juke-Box zu spielen. Die Kneipe ist offenbar die alte Kneipe der „Mutter Mathilde“, wo nicht mehr der Sieg gegen die Bosse gefeiert wird sondern die üblichen Stanmmtisch-Helden ihre Sprüche klopfen. Die Zeiten haben sich halt geändert. Aber „Mississippi“ von Pussycat dringt nicht nur aus den Boxen sondern auch zu Beginn aus Kais Gitarre.
Fuchs auf der Flucht: Gab’s das nicht mal von T.Rex oder so: „Fox on the run“? Naja, das ist wohl Zufall. Noch einmal dem Tod von der Schippe hüpfen. Auf der eigenen Beerdigung dem Sensenmann eine lange Nase drehen und abhauen. Eine schöne Vorstellung. Kein Zufall ist aber bestimmt das Gitarren-Zwischenspiel. Na JuergenF, erkannt?
Wohlan, wir wollen schlafen: Ich sagte es schon bei den ersten zwei Liedern: Kein Lied steht für sich: Und zu der Beerdigung in „Fuchs auf der Flucht“ gehört der „Ausklang einer Seilschaftsfeier alter Säcke“ nach Oswald von Wolkenstein. Ein richtig flottes Ding, das. Heiter und selbstironisch. Nichts mit Melancholie.
Trampten wir durchs Land: Ein Gedicht von Werner Helwig, der mir nichts sagt. Muss in den alten Kreis der bündischen Jugend gehören. „Sängerleben“ im Untertitel. Auch das ein ganz flottes Liedchen, fröhlich und traurig zugleich. Degenhardt hat ein ziemliches Talent, so einen emotionalen Mischmasch rüberzubringen. Und er findet immer wieder interessante alte Lieder und Gedichte zum Vertonen.
Auf der Heide: Auch das gehört zu jedem Degenhardt-Album: der obligatorische Sprechtext. Hier taucht wieder mal eine seiner großen immer wiederkehrenden Figuren auf: Rudi Schulte, der alte Kommunist, an dessen Grab er sitzt (wieder ein Grab). (NB: Hier hat Schultes Grab keinen Grabstein, obwohl in „Am Grab“ von 1990 sogar Hammer und Sichel drauf sind – aber egal). Hier noch einmal eine der ganz wenigen politischen Momente der Platte mit der hellsichtigen Analyse der neuen Nazis hierzulande. Aber auch die kleine Geschichte am Schluss steht da. Es ist halt alles schwierig und nichts ist schwarz-weiß. Und zum ersten und einzigen Mal scheint doch so etwas wie eine mögliche positive Alternative auf, jenseits von Neofaschismus und Neoliberalismus.
Traumritt: Degenhardt hat schon immer gerne lange Geschichten in Liedern erzählt. Bei den beiden vorigen Platten ganz ausführlich: „Café nach dem Fall“ und „Jugendfreunde“. Hier ist das Epos mit knapp acht Minuten vergleichsweise kurz geraten und beim ersten Hören hat es mich etwas ratlos gelassen. Da kommt schon fast wieder der surreale Degenhardt der ersten Platte durch – trotz Selbstmordattentätern, aber so was ist ja auch ein ziemlich surreales Unterfangen. Das Lied will ich gar nicht erst interpretieren und somit irgendeine Richtung vorgeben. Jedenfalls ein ungewöhnlicher Ausklang für diese Platte.
Soweit also die lang erwartete neue Degenhardt-Platte. Er hat uns immer noch was zu erzählen, der alte Mann, und der Sound klingt immer noch so frisch wie schlicht. Er steht halt immer noch ziemlich einzig da in seiner konsequenten Dissidenz. Wäre doch schön, wenn noch ein paar Platten kämen (und ein paar Konzerte natürlich auch).
So, jetzt sind die beiden Rezensionen doch ganz schön lang geworden, aber wenn zwei Männer solchen Kalibers gleichzeitig eine neue Platte rausbringen, ist das halt so. Jetzt mache ich mir einen Kanne Kräutertee und hoffe, dass ich diesen Nationalfeiertag unbeschadet überstehe.
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

Benutzer 63 gelöscht
Okt 2006 04 22:55

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Benutzer 63 gelöscht

#4

DANKE!
Da ich mal wieder ins Bett sollte, nur mal kurz: Nein, das Gitarren-Zwischenspiel in Fuchs auf der Flucht kommt mir zwar bekannt vor, aber ich kann´s (einmal mehr) nicht zuordnen!
Was ich halt bei Degenhardt immer wieder erstaunlich finde, ist diese Fähigkeit mit wenigen Pinselstrichen ein Bild zu entwerfen, wie z.B. im Fuchs-Lied die "Pelzmadonna vom Strich".
Und diese Duplizität der Ereignisse Wader/Degenhardt ist natürlich auch wirklich verblüffend!
Gute Nacht und danke nochmal für deine Mühe!
Jürgen
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noway
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Okt 2006 05 20:17

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von noway

#5

Ich hab' gerade vor einer halben Stunde im Abendverkauf "Dämmerung" erstanden. Jetzt bin ich natürlich neugierig darauf, wie sich Degenhardt als "alter" Mann anhört, da ich bislang nur sein Frühwerk kenne.
Ich werde meine Eindrücke von "Dämmerung" ganz sicher in einigen Tagen hier im Forum schildern und freue mich jetzt schon auf andere RezensentInnen.
gx casanit
noway
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Liebe ist weise gewordene Begierde
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kakadei
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Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von kakadei

#6

Hallo Michael,
vielen Dank für deine ausführliche Rezension, sie hilft mir ein wenig das Werk zu verstehen, ich hab die CD gerade zum erstenmal angehört und bin noch etwas erschlagen.
Eine Anmerkung möchte ich trotzdem machen:
Hammer und Sichel hatte doch nicht Rudi Schulte auf seinem Grabstein sondern das Lied "Am Grab" bezog sich doch auf Rudi Dutschke?
Mich erfüllt die CD ein wenig mit Wehmut, es ist ganz klar ein alter Mann der dort singt. Ich hoffe sehr, es wird nicht schon Degenhardts letztes Album sein.
Nachdenkliche Grüße
vom kakadei
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Michael
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Nov 2006 06 12:32

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Michael

#7


kakadei schrieb:
Hammer und Sichel hatte doch nicht Rudi Schulte auf seinem Grabstein sondern das Lied "Am Grab" bezog sich doch auf Rudi Dutschke?


Das hab ich erst auch gedacht, aber irgendwie passt es nicht. Im Text heißt es:

Hast Du nicht immer mal wieder gesagt
53, 56, 61, 68, 81?
Na, ist ja egal;


Und 81 war Dutschke schon tot, während er 53 noch fast in den Windeln lag. Deshalb muss es eigentlich Schulte sein.
Ansonsten schließe ich mich deiner Hoffnung an.
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
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Franz Josef Degenhardt

Benutzer 63 gelöscht
Nov 2006 06 20:24

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Benutzer 63 gelöscht

#8

Hallo, ich war auch immer verwirrt wegen Rudi Schulte - Rudi Dutschke, und meine, er hätte da auch einen anderen Namen nehmen können :-D (falls es sich tatsächl. um Schulte handelt. Immerhin ist der im Lied "Da müssen wir durch" in den 80ern gestorben, von daher könnte es auch passen).
Der Widerspruch mit dem Grabstein muß übrigens keiner sein, denn es wäre ja denkbar, daß man den Grabstein mit Hammer und Sichel ("Am Grab") zwischenzeitlich entfernt hat :roll:
Aber mein Respekt, daß dir das überhaupt aufgefallen ist, ich hätte das NIE bemerkt! (wie üblich)
Jürgen
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kakadei
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Nov 2006 06 20:43

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von kakadei

#9

Hallo Michael,
natürlich hast du recht, die Daten passen wirklich nicht zu Rudi Dutschke. :rotwerd:
Ich hab mich insbesondere von dem Satz "Alle Macht den Räten" ,- für mich ein typischer Dutschke-Satz-ein wenig ins Irre führen lassen.
Liebe Grüße
vom kakadei
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Michael
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Nov 2006 07 15:34

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Michael

#10

Da fällt mir nebenbei ein:
Damals hat's auch eine Kritik zu der Platte gegeben, wo der Rezensent ebenfalls rätselte, ob es Dutschke oder Schulte ist. Er kam zu dem Schluss, es müsse "Rudi Ratlos" sein. Klingt nach nem typischen FAZ-Witz.
Ich löse jetzt mal die Sache mit dem Zwischenspiel von "Fuchs auf der Flucht" auf: Es ist aus "Sentimentaler Hund" von der allerersten Platte.
Und dann noch eine Korrektur (Sky, wo warst du? - wohl kein Degenhardt-Fan): "Fox on the run" ist nicht von T-Rex sondern von Sweet.
Hat noch jemand außer mir das Buch?
Michael
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Franz Josef Degenhardt

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Skywise
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Jan 2007 04 13:08

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Skywise

#11


Michael schrieb:
Und dann noch eine Korrektur (Sky, wo warst du? - wohl kein Degenhardt-Fan): "Fox on the run" ist nicht von T-Rex sondern von Sweet.
Sky hatte das Album bis vor wenigen Tagen nicht und wollte sich erst mal selbst ein Urteil bilden, bevor er sich an Michaels gewohnt-ausführliche Rezensionen begibt und seine Meinung noch einmal Revue passieren läßt, daher hat er auch diesen Thread zunächst mal übersprungen :-D
Das Album wirkt auf mich wie ein typisches Degenhardt-Album: mit einem Durchlauf ist es nicht getan :-D Im Regelfall brauche ich bei ihm einige Anläufe, bis sich das Album zumindest halbwegs erschließt ... in diesem Punkt muß ich Dir auch Recht geben: Degenhardt reiht nicht wahllos Stück an Stück, und manche Sachen erschließen sich einem erst dann, wenn man auch die übrigen Lieder des Albums betrachtet.
Was ich von "Dämmerung" halten soll, weiß ich noch nicht so richtig. Aber ich nehme einfach mal Deine Rezension als Denkanstoß mit in die nächste Runde :-D
Gruß
Skywise
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

Benutzer 63 gelöscht
Aug 2007 26 00:48

Neues Album "Dämmerung" erscheint am 22.09.2006

Beitrag von Benutzer 63 gelöscht

#12

Hat fast ein Jahr gedauert, bis ich gemerkt habe, daß Degenhardt beim Lied Nachruf erheblich vom Original (Eichendorff) abgewichen ist. Dabei hatte ich mich schon die ganze Zeit gewundert, daß Eichendorff sowas gedichtet haben soll, die (drei) Schlußstrophen nämlich:
Eichi http://www.textlog.de/22706.html
Degi http://www.lyrics.eu.org/de/text_show/6528dfdccb74a09e7ff947ad46d1abe7-Franz+Josef+Degenhardt_-_Nachruf
Für mich ist das sehr interessant, weil es etwas über das Verhältnis von FJD zum Tod aussagt.
Gute Nacht!
Jürgen
(Ach nee, das war ja gar nicht auf der letzten CD (Dämmerung), dann ist es noch länger her und in diesem Thread falsch :) )
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