Lieder aufnehmen aber wie?

Hast Du Erfahrungen mit Mikros, Gitarren, Mischpulten und sonstigen Geräten?
Willst Du Dich mit anderen über diese Erfahrungen austauschen, oder bist Du noch auf der Suche nach dem richtigen Equipment und brauchst Rat und Expertise?
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Klampfenkrieger
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Lieder aufnehmen aber wie?

#1

Beitrag von Klampfenkrieger » Mi 22. Jun 2011, 00:59

Halli Hallo,
hab mich gerade dazu entschlossen, dass ich was Aufnehmen will. Hab ein zwei Songs die ich der Welt gerne näher bringen möchte... Leider hab ich keinen Plan wie das geht.
Hab jetzt schon per Google nach einem kostenlosen Programm gesucht, nur ohne Erfolg. Vielleicht kann man mir ja hier helfen. Eine kostenlose Version wäre nicht schlecht ;) Ach ja und so einfach wie möglich wäre schön, am besten nur ein Fenster in dem ein roter Punkt liegt zum aufnehmen ;)
Danke schonmal im vorraus.
LG Daniel
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Barde
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Lieder aufnehmen aber wie?

#2

Beitrag von Barde » Mi 22. Jun 2011, 19:46

Hallo Malor,
die Weitergabe solcher Infos hatte ich eigentlich schon länger vorgehabt (und auch schon angekündigt). Da kann ich jetzt doch gleich mal meine mühsam recherchierten Informationen weitergeben:
Ein sehr empfehlenswertes und preisgünstiges (auch frei zu nutzendes) Programm ist "Reaper".
Es ist hier erhältlich:
reaper.fm
Vorteile:
1. Semiprofessionelle Aufnahmen sind mit diesem Programm möglich. Bietet sehr viele Möglichkeiten, die bei Profi-Programmen teuer bezahlt werden müssen.
2. Läuft unter Windows, Mac und sogar Linux (mit "Wine" - einer emulierten Windowsumgebung) sehr stabil. Das Programm ist relativ klein und daher sehr schnell.
3. Es ist Shareware. Man kann ohne Bezahlung das Programm installieren und dauerhaft nutzen. Der erbetene Preis (40$) ist aber so niedrig, dass man auch ruhig mal über seinen Schatten springen kann und vielleicht doch löhnt.
4. Unter
recording.de - Reaperforum
gibt es ein Forum von Reaper-Nutzern, die sich gegenseitig bei Problemen unter die Arme greifen und auch Anwendungstipps weitergeben.
Auf der Herstellerseite gibt es auch ein deutschsprachiges Unterforum:
Cockos (Reaper) - Deutsches Forum


Nachteile:
1. Bisher nur mit englischsprachige Menü- und Benutzerführung. Mit ein bisschen Frickelei lässt sich aber ein deutschsprachiges Menü nachinstallieren. Wird im Herstellerforum (deutsches Unterforum beschrieben)
2. Bei diesem Programm reicht es nicht einfach nur den Aufnahmeknopf zu drücken und damit hat es sich. Einarbeiten muss man sich schon. Aber im Notfall gibt es die zwei Foren, bei denen Infos zu finden sind, wenn man nicht weiterkommt.
Zu beachten ist auch noch, dass für die Bearbeitung der aufgenommen wave-Dateien ein externer Wave-Editor eingebunden werden kann/muss. Man gibt von Reaper aus in der Konfiguration einen Pfad an zu dem Editor und bei Bedarf öffnet sich die Datei dann von Reaper aus im externen Programm. Ein empfehlenswerter Wave-Editor ist z.B das kostenlose Audacity. Audacity kann auch zum Aufnehmen verwendet werden, bietet aber längst nicht die Möglichkeiten der Konfiguration wie das andere Programm (Anschluss der Soundkarte, bzw. des Audio-Interfaces, Routing der Kanäle, Einstellen der Latenzzeiten …), da es eigentlich kein Aufnahmeprogramm ist.
Ergänzend sei hier auch noch die Möglichkeit vorgestellt mit dem kostenlosen Programm „Ardour“ zu arbeiten, das allerdings nur für Linux und Mac programmiert worden ist. Dieses Programm hat auch sehr viele Möglichkeiten, ist aber nicht so einfach zu konfigurieren. Abgesehen davon gibt es kein deutschsprachiges Forum und nur vereinzelt gibt es deutsche Anleitungen im Netz, die aber rudimentär sind. Unter Linux wird auch nicht jede Audiohardware unterstützt und man braucht gute Computerkenntnisse um das Ding stabil zum Laufen zu bringen. Wenn es allerdings läuft, ist es eine sehr gute Alternative.
Es gibt einige freie Recordingprogramme, die aber alle (meiner Meinung nach) nicht so geeignet sind. Diese sind zwar oft sehr viel einfacher in der Bedienung, bieten aber nicht die Qualität wie sie Reaper oder Ardour hat.
Hier findet man eine größere Auswahl davon:
heise-software
Dann sei noch die kostenlose Alternative Samplitude 10 erwähnt. Die Firma Magix stellt ein kommerzielles Produkt her, dessen Vorgängerversion dann oft nach einiger Zeit als Freeware verschenkt wird (dessen Benutzun aber eine Registrierung erfordert). Manche Musikerzeitschriften haben dann auf den Beilagen-DVDs eine freie Lizenz drauf. Einfach mal in den diversen Recording-Foren googlen, wer dir eine solche Lizenz evtl. besorgen kann oder die Augen aufhalten wenn in den Musikerzeitschriften Beilagen-DVDs enthalten sind.
Gruß
Michael X (Barde)
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Mario
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Lieder aufnehmen aber wie?

#3

Beitrag von Mario » Do 23. Jun 2011, 07:58

Hallo Daniel,
zu Programmen hat Mister X ja schon eine Menge gesagt. Aber du hast dich nicht darüber ausgelassen, was du für ein Aufnahmeequipment hast. Willst du mit einem Mikrofon arbeiten, musst du schauen, wie du es an die Computersoundkarte bekommst (z.B. richtiger Stecker). Willst du mit dem internen Laptopmikro aufnehmen, reicht als Programm auch das windows integrierte record. Willst du mit mehreren Mikros aufnehmen (oder die Gitarre per Kabel abgreifen, was ich nicht empfehle) musst du irgendwie mischen (entweder extern über ein Mischpult oder intern, dann brauchst du mehrere Eingänge).
Ich nehme mit einem externen Gerät auf (Korg D4). Da kann ich zwei Spuren direkt und mit mixer entsprechend viele gemischte oder durch nacheinander aufnehmen bis zu acht Spuren aufnhemen. Das ganze mische ich im Computer mit Audacity.
Allerdings sind meine Aufnahmen nach wie vor eher Wohnzimmerqualität, weil ich mich einfach viel zu wenig mit den Möglichkeiten der Programme beschäftige (z.B. Limiter/Expander, richtiges Hall, Equalizing etc.).
Aber nach wie vor gilt, probieren, üben, try and error:-)
Gruß
Mario
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Guest
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Lieder aufnehmen aber wie?

#4

Beitrag von Guest » Fr 15. Jul 2011, 15:47

So, ich habe noch mal ein bisschen im Netz gestöbert und mir Programme angeschaut, die Daniels Wunsch nach einer einfachen und kostengünstigen Aufnahmesoftware vielleicht noch mehr entgegenkommen. Da ich selbst für mich ein Produkt der Fa. Magix benutze, (Samplitude) lag es für mich nahe, mir den "kleinen Bruder" von Samplitude anzuschauen. Das Programm heißt "MAGIX Samplitude Music Studio 17" und beinhaltet eigentlich alles was ein Liedermacher braucht, der nur sich selbst und nicht gleich eine ganze Band aufnehmen will. Es gibt zwar auch kostenlose Versionen von Samplitude, die den gleichen Funktionsumfang wie das kostenpflichtige Musikstudio 17 haben, Carsten hat ja vor ein paar Tagen schon auf die "Silver Edition" hingewiesen, die als Beilagen-CD erhältlich ist, aber der Bedienkomfort der kostenpflichtigen kleinen Variante kommt dem Wunsch von Daniel wohl am besten entgegen. Der Unterbau - sprich die verwendeten Softwarealgorithmen, die letztendlich den Klang und die Qualität bestimmen - entstammen der Profiversion von Samplitude. Der große Vorteil ist aber, dass viele Dinge, die man praktisch nie braucht, nicht enthalten sind und dadurch die Bedienung sehr viel einfacher gerät.
Genauso wichtig ist meiner Meinung nach hier die mögliche Einbindung von sog. VST-Plugins (kleine Effektzusatzprogramme), die bei gezielten und geschulten Einsatz eine Aufnahme stark verbessern und aufwerten können.
Daniel schrieb:
Ach ja und so einfach wie möglich wäre schön, am besten nur ein Fenster in dem ein roter Punkt liegt zum aufnehmen ;)

Im sogenannten "Easy-Modus" ist es zwar nicht ganz so simpel wie Daniel es sich wünschen würde. Meiner Meinung nach kann man sich hier aber wirklich sehr schnell einarbeiten. Es gibt einfach gehaltene Bedienoberflächen, die sehr intuitiv zu bedienen sind und von der Aufnahme, Bearbeitung, dem Mischen bis hin zum Brennen der Datei braucht man nur die 4 nebeneinander liegenden Knöpfe drücken. Für dann noch einzustellende, abgefragte Parameter gibt es viele vorgebene gute Vorschlagseinstellungen, die man dann selbst noch probeweise variieren kann.
Fazit:
Sicherlich geeignet für Leute, die sich schnell einarbeiten wollen und eine qualitativ ausreichende Aufnahme mit einem Programm erzielen wollen, das bezahlbar ist.
Bei Amazon ist es in der Version 17 für 65 € zu haben. Die Vorgängerversion ist, wie üblich, deutlich billiger und schon für 25 € zu bekommen. Außerdem kann das Programm als 30 Tage-Testversion bei der Firma Magix heruntergeladen werden.
In den nächsten Tagen stelle ich an dieser Stelle noch das Programm Acoustica Premium vor, das in der gleichen Preisklasse liegt und auch in der Bedienung einfacher geraten ist, aber trotzdem eine akzeptable Aufnahmequalität gewährleistet.
Liebe Grüße vom Barden
P.S
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich werde nicht von der Fa. Magix bezahlt :-) Falls aber ein Mitarbeiter dieser Firma diesen Beitrag lesen sollte, teile ich selbstverständlich gerne meine Kontonummer mit :-D
P.P.S
Bitte nicht "Music Studio 17" mit "Music Maker 17" verwechseln. Das zweite Programm ist mehr für Leute, die vorgegebene Musikschnipsel (Samples) mischen und mixen wollen (Techno usw.). Zum Aufnehmen sollte man das erstgenannte Programm verwenden.
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Klampfenkrieger
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#5

Beitrag von Klampfenkrieger » Mo 18. Jul 2011, 17:49

Soooo, habe an dieser Stelle schon lang nicht mehr schon mir hören lassen. So eine Ausbildung fordert halt doch ab und an mal ihren Tribut ;)
Danke für eure zahlreichen Tipps und die Hilfestellung. Werde mir das alles noch genauer ansehen... Nur leider sieht es vor meinem Urlaub eher eng aus. Aber vielleicht bekommt man ja Ende August schon was von mir zu hören :)
Aber bloß nicht aufhören mit den Beiträgen, ich bin sicher es gibt genug angehende Liedermacher die dafür sehr dankbar sein werden.
LG Daniel
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Zouk
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#6

Beitrag von Zouk » Mi 9. Nov 2011, 20:04

Hallo,
ich nehme meine Lieder mit dem PC auf. Meine Ausstattung dazu ist:
- Audiointerface: Presonus Firebox (die aktuelle USB-Variante gibt es für ca. 150 bis 160 Euro).
- Cubase LE 4 (lag dem Audiointerface bei und reicht vollkommen aus)
- Mikrofon: Behringer C1 ca. 30-40 Euro.
- Abhörlautsprecher Adam A3X
Alternativ zu Cubase gibt es das Opensource-Programm Audacity (Linux und Windows). Auf dem Mac gibt es Garage Band.
Unter Linux gibt es eine komplette DAW namens Ardour.org
Das Zoom R 16 wäre ein alternatives Audiointerface mit digitalem Multitrackrecorder, mit dem man Aufnahmen auch machen kann, ohne den PC anschalten zu müssen.
Viele Grüße
Rüdiger
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#7

Beitrag von Klampfenkrieger » Fr 11. Nov 2011, 11:06

Hey Rüdiger,
danke für die genaue Auflistung. Wie zufrieden bist du denn mit deinen eigenen Aufnahmen? Hast du dir für die Aufnahmen einen eigenen Raum eingerichtet oder spielst du deine Songs im Wohnzimmer ein?
LG Daniel
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#8

Beitrag von Zouk » Sa 12. Nov 2011, 00:47

Ich wohne in einer 1-Raum-Wohnung und nehme in dem Zimmer auf. Mit den Aufnahmen bin ich zufrieden. Gegenüber meinem alten 4-Spur-Kassettenrecorder ist Cubase schon sehr gut. Aktuell stelle ich mit Cubase einfache Jamtracks für Skalentraining und Improvisationsübungen her.
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