Da lob ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht ... bzw. ein schlechtes Gegenbeispiel

Hast Du Erfahrungen mit Mikros, Gitarren, Mischpulten und sonstigen Geräten?
Willst Du Dich mit anderen über diese Erfahrungen austauschen, oder bist Du noch auf der Suche nach dem richtigen Equipment und brauchst Rat und Expertise?
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Da lob ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht ... bzw. ein schlechtes Gegenbeispiel

#1

Beitrag von Barde »

Ich weiß schon warum ich lieber die Kollegen höre, die alleine mit einer Gitarre oder einem Klavier auf der Bühne stehen und sich nicht hinter einer 40-t-LKW-Ladung oder mehr Technikequipment verstecken.
Ein absolut abschreckendes Beispiel bekam ich heute auf stern.de zu hören:
Britney-Spears Solostimme - reine Mikrofonabnahme
Interessanterweise bekommen die Leute gar nicht so viel davon mit, weil auch die Stimme hauptsächlich aus der Konserve beigemischt wird. Hier ist es ja fast eine Gnade, wenn "Live" nur zu 5 Prozent "Live" ist.
Dieses "Goldkehlchen" ist eine der Sängerinnen, die die größten Plattenumsätze macht.
Liebe Grüße von Michael X.
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UweX
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Da lob ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht ... bzw. ein schlechtes Gegenbeispiel

#2

Beitrag von UweX »

Ich stehe dieser Art vom Musik nun wirklich nicht sehr nahe. Trotzdem muss man hier etwas relativieren.
Das Mädel geht mit Sicherheit davon aus, dass man sie nicht hören kann - es soll Vollplayback sein - dementsprechend hat sie auch keinen Monitor! Dem Toningenieur am Pult gehört eins auf die Mütze. So was tut man nicht.
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#3

Beitrag von Petra »


UweX schrieb:
Ich stehe dieser Art vom Musik nun wirklich nicht sehr nahe. Trotzdem muss man hier etwas relativieren.
Das Mädel geht mit Sicherheit davon aus, dass man sie nicht hören kann - es soll Vollplayback sein - dementsprechend hat sie auch keinen Monitor! Dem Toningenieur am Pult gehört eins auf die Mütze. So was tut man nicht.
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Hallo Uwe,
Du sprichst mir aus dem Herzen, ich wusste nicht, wie ich es ausdrücken sollte. Sie ist auch nicht vom Singen außer Atem. Die machen beim Tanzen eine Menge 'Turnübungen', das strengt nun mal an. Wer nur mit Gitarre oder Klavier auf der Bühne steht, muss seine Kräfte jedenfalls nicht für die Show verschwenden.
Über die Sangeskünste erlaube ich mir kein Urteil und die Verdienstmöglichkeiten liegen sowieso jenseits meiner Vorstellungskraft. :-?
Viele Grüße von Petra
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Westwind
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#4

Beitrag von Westwind »

Mich hat das Video etwas an die Michael Jackson Auftritte erinnert. Vor allem auch an die Proben zu seinen geplanten Konzerten in London. Da wurde ja mehr die "Performance" und die Bühnenshow eingeübt als das musikalische Zusammenspiel.
Übrigens stehe ich dem in den deutschen Sprachgebrauch inzwischen so weit hineingestreuten Wort "Performance" im Zusammenhang mit Musik sehr skeptisch gegenüber, vor allem wenn diverse Möchtegern- oder Nachwuchskünstler ihre Lieder / Songs nicht mehr singen, sondern nach eigener Aussage "performen". Wenn ich sowas schon höre, wird mir anders.
Obwohl ich nun wirklich nicht weiß, inwieweit bei Michael Jackson Playback verwendet wurde, kann ich mir aber bis heute kaum vorstellen, daß er bei seinen Tanzbewegungen noch vernünftig singen konnte, ohne ständig nach Luft schnappen zu müssen. Insofern gehe ich von Vollplayback aus.
Britney-Spears: da habe ich eigentlich nun gar keine Meinung zu, weil ich nicht sonderlich überrascht bin. Ich finde es jedenfalls gut, daß es im Zeitalter von wikileaks und Edward Snowden auch andere Menschen aus anderen (gerne auch unkritischeren) Bereichen gibt, die sich nicht scheuen, die ein oder andere Wahrheit auch mal zu veröffentlichen.
Anderseits gebe ich Uwe beim Punkt "So was tut man nicht. Das ist hundsgemein..." gerne Recht. In jedem Unternehmen wäre es eine Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen. Wie also überall, ist es immer eine Frage der Gesetze / Vorschriften und der moralischen Grundsätze und deren jeweiligen Überschreitungen.
Wenn ich jedenfalls Illusionen haben möchte, darf ich natürlich nicht hinter die Kulissen schauen. Und umgekehrt, wer hinter die Kulissen schaut, wird früher oder später der ein oder anderen Illusion beraubt.
Viele Grüße von Georg
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#5

Beitrag von Barde »

UweX. schrieb:
Ich stehe dieser Art vom Musik nun wirklich nicht sehr nahe. Trotzdem muss man hier etwas relativieren.
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Da habe ich persönlich eine ganz andere Meinung. Vielleicht bin ich ja ein bisschen altmodisch, aber wenn ich in ein Konzert gehe, erwarte ich, dass der Sänger/die Sängerin live singt. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, müsste dies eigentlich explizit auf der Konzertankündigung vermerkt sein. Es mag ja sein, dass es auch "Konsumierende" gibt, die diese Hupfdohlenshow toll finden (ist ja auch eindeutig eine Leistung sich tanzend so zu verausgaben), doch dann bitte mit dem Vermerk auf dem Plakat "Tanzshow mit Musik aus der Konserve". Für mich stellt sich die hochinteressante Frage wieviel Prozent der Konzertbesucher glauben, dass die gute Dame wirklich zu hören ist? An sich habe ich auch nichts gegen eine gute Bühnenshow; bei manchen Musicals, die ich besucht hatte, hat mir dies z.B auch sehr gut gefallen. Aber auch dort wird live gesungen. Oder stellt Euch mal den Eurovision Song Contest im Vollplayback vor - dies wäre grauenhaft.
Dazuhin nervt mich auch dieser immer noch vorhandene Trend gutaussehende junge Damen mit Knackpo als vermarktbar anzusehen und evtl. mit solchen technischen Tricks nachzuhelfen, falls das musikalische Talent nicht ausreicht. Ein schönes Beispiel, dass es auch anders geht, war für mich Susan Boyle, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, aber mit ihrer Stimme die Herzen gewonnen hat, weil sie sehr begabt ist.
[youtube=425,350][/youtube]
Liebe Grüße
Michael X.
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Westwind
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#6

Beitrag von Westwind »

Lieber Michael,
aber wenn ich in ein Konzert gehe, erwarte ich, dass der Sänger/die Sängerin live singt.

Ich frage Dich mal direkt: wo ziehst Du denn die Grenze ?
Müssen alle Klangeffekte dann auch live gespielt werden ? Dürfen Klangeffekte / Klänge noch von Keyboards kommen oder müssen es Originalinstrumente sein ? Dürfen kleinere Gruppen oder Musiker, die etwas Percussion / Rhythmus haben wollen, einen Drumcomputer benutzen oder nicht ?
Die eigene Erwartungshaltung variiert ja von Konzert zu Konzert. Klar, ich erwarte auch Live-Gesang, aber ich habe auch mal erwartet, daß die Sänger ihre Texte auswendig vortragen, und bin da auch mal sehr enttäuscht worden.
Ich finde, es kommt eben immer auf das jeweilige Konzert an, was man sich anschauen/anhören möchte und meistens weiß man ja im Vorfeld halbwegs, worauf man sich einläßt.
Oder stellt Euch mal den Eurovision Song Contest im Vollplayback vor - dies wäre grauenhaft.

Ich finde diesen heutigen Eurovision Song Contest auch live grauenhaft.
Liebe Grüße von Georg

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Petra
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#7

Beitrag von Petra »

Lieber Michael,

Da habe ich persönlich eine ganz andere Meinung. Vielleicht bin ich ja ein bisschen altmodisch, aber wenn ich in ein Konzert gehe, erwarte ich, dass der Sänger/die Sängerin live singt.

da hast Du natürlich sehr Recht, aber das ist doch gar nicht das Thema. Entschuldige bitte, es ist ja Dein Thema, aber es ging um die missglückten Sangesversuche und nicht um die Playback-Praxis in diesen Konzerten und ob die begeisterten Zuhörer sich dessen bewusst sind. Vielleicht habe ich das auch missverstanden, aber so sind unsere Antworten zu verstehen, meine jedenfalls.
Bring mir eine Aufnahme von Britney Spears, bei der sie sich auf den Gesang konzentriert und nicht durch eine Bühnen-Show abgelenkt ist und bei der sie sich selbst hört. Wenn ich sie so puristisch gehört habe, kann ich mir ein Urteil erlauben (zugegeben, ein gewisses Vorurteil habe ich schon), aber diese Aufnahme zu veröffentlichen, war einfach unfair. Ähm, nicht von Dir, darüber reden darf man natürlich schon.

Dazuhin nervt mich auch dieser immer noch vorhandene Trend gutaussehende junge Damen mit Knackpo als vermarktbar anzusehen und evtl. mit solchen technischen Tricks nachzuhelfen, falls das musikalische Talent nicht ausreicht. Ein schönes Beispiel, dass es auch anders geht, war für mich Susan Boyle, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, aber mit ihrer Stimme die Herzen gewonnen hat, weil sie sehr begabt ist.

Und das ist noch einmal ein ganz anderes Thema. Diese Casting-Shows leben doch davon, entweder Leute lächerlich zu machen oder eben solche Überraschungen ans Tageslicht zu fördern. Das war ja bei Paul Potts nicht anders. Wenn solche Leute dann regelmäßig auftreten, werden sie auch zurechtgezupft - Zähne gerichtet, Haare gestylt, Kleidung ausgesucht und sie lernen, wie man sich auf einer Bühne benimmt. Je nachdem, wie sehr sie dann die persönliche Note verlieren, wird es halt doch nichts mit der Karriere, ich habe jetzt nicht verfolgt, was Susan Boyle, Paul Potts und andere aktuell gerade treiben.
Über einen jungen Mann 'aus dem Volk', der ein gefeierter Opernstar wird, gibt es einen Film mit Mario Lanza. (Den Titel muss ich nachreichen, mein Mann kennt sich da besser aus.) Der ist anfangs nicht besonders gesellschaftsfähig, aber sehr talentiert und wird vermarktbar gemacht. Als hn später alte Freunde besuchen, sind sie ihm mit ihrem plumpen Benehmen ziemlich peinlich.
Viele Grüße von Petra
Nachtrag: Google kennt sich auch saugut aus. ;-) Der Film heißt Der Fischer von Louisiana.
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#8

Beitrag von Barde »

Westwind schrieb:
Ich frage Dich mal direkt: wo ziehst Du denn die Grenze ?

Ist eigentlich ganz einfach: Wenn ein Klavierspieler auftritt, erwarte ich, dass er auch live Klavier spielt. Wenn ein Sänger auftritt, möchte ich seine Stimme direkt und nicht von Band hören ... usw.
Ich finde, es kommt eben immer auf das jeweilige Konzert an, was man sich anschauen/anhören möchte und meistens weiß man ja im Vorfeld halbwegs, worauf man sich einläßt.

Ehrlich gesagt, war mir dies im Pop-Bereich nicht so bewußt. Ich hatte schon mal ein von einem Fall gelesen (ist aber schon Jahre her), bei denen die Bühnengruppe aus optisch leckeren Jungs bestand, die aber gar nicht gut spielen konnten und die Musik in Wirklichkeit von professionellen Studiomusikern kam. Heraus kam dies dann, als bei einer Musikpreis-Verleihung ein Live-Auftritt gefordert war, der sehr schräg geklungen hat. Der Name der Band ist mir aber entfallen.
In Deutschland gab es auch ein Beispiel mit der Gruppe "Dschingis Khan", da hat meines Wissens nach z.B Frank Farian persönlich eine Stimme eingesungen und für die Bühnenshow war dann ein Tänzer dabei, der so getan hat, als ob er singt.
Bei den Schlagersängern war die Sache mit dem Vollplayback eh schon immer üblich. Aber wie schon erwähnt: Wenn dies angekündigt wird so nach der Art "Turnstunde mit Musik aus der Konserve", dann habe ich auch keine Schwierigkeiten damit :-D
Heike war mit mir am diskutieren, ob Michael Jackson immer live gesungen hat, da er ja auch viel auf der Bühne getanzt hat. Weiß dies zufälligerweise jemand?
Westwind schrieb:
Ich finde diesen heutigen Eurovision Song Contest auch live grauenhaft.

:-D Raub mir doch nicht die letzten Illusionen *grins*
Ach so, vielleicht sollte ich es mal wieder erwähnen: es handelt sich wie immer bei mir um meine persönliche, rein subjektive Meinung, die keiner teilen muss :-)
Liebe Grüße
Michael X.


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#9

Beitrag von Petra »


Ich hatte schon mal ein von einem Fall gelesen (ist aber schon Jahre her), bei denen die Bühnengruppe aus optisch leckeren Jungs bestand, die aber gar nicht gut spielen konnten und die Musik in Wirklichkeit von professionellen Studiomusikern kam. Heraus kam dies dann, als bei einer Musikpreis-Verleihung ein Live-Auftritt gefordert war, der sehr schräg geklungen hat. Der Name der Band ist mir aber entfallen.

Milli Vanilli?
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#10

Beitrag von Westwind »

Lieber Michael,
In Deutschland gab es auch ein Beispiel mit der Gruppe "Dschingis Khan", da hat meines Wissens nach z.B Frank Farian persönlich eine Stimme eingesungen und für die Bühnenshow war dann ein Tänzer dabei, der so getan hat, als ob er singt.

Das war meines Wissens Boney M., wo es darum ging, einen Tänzer zu engagieren und wo Frank Farian die (Studio-) Stimme eingesungen hat. Was dann live gemacht wurde, weiß ich nicht.
Aber es gibt ja wikipedia mit folgendem Zitat:
"Anders als bei dem Skandal Ende der 1980er Jahre um die ebenfalls von Frank Farian produzierte Gruppe Milli Vanilli wurde bei Boney M. nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, wessen Stimmen wirklich auf den Platten zu hören waren. Vortänzer Bobby Farrell durfte auf der Bühne nur die Lippen zu Farians Stimme bewegen. Lediglich Leadsängerin Liz Mitchell und Marcia Barrett waren tatsächlich bei den Gesangsaufnahmen im Studio in Offenbach-Bieber anwesend."
[Quelle: wikipedia zum Thema Boney M.]

Aber noch etwas anderes: wenn Du sagst:
Wenn ein Klavierspieler auftritt, erwarte ich, dass er auch live Klavier spielt.
Darf es auch ein E-Piano sein ? Und wenn ja, dürften da drin dann auch zu den gespielten Klaviertönen bereits vorprogrammierte Streicherklänge zu hören sein ? Ich habe mich auch mal bei einem Konzert (ich habe leider vergessen, welches das war, eventuell war es Celtic Woman, oder eventuell auch EAV, aber ich weiß es nicht mehr) gewundert, wo so manche Klänge herkamen. Die Klänge waren definitiv nicht live. Das hat mich zunächst etwas irritiert, verdarb mir aber nicht den Spaß am Konzert (falls es EAV war).
Falls es Celtic Woman war: da hatte ich sowieso keinen Spaß. genau bei diesem Konzert hatte ich nämlich den Eindruck, daß da sehr viel, wenn nicht alles, mit Playback gemacht wurde. Der Funke sprang zumindest zu mir nicht über und nach meinem Geschmack fehlte dem ganzen Konzert die Seele, so daß ich da nie wieder hingehen würde. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, aber das Konzert war eine Enttäuschung für mich. Somit ziehe ich eben meine Konsequenz daraus.

Liebe Grüße von Georg
P.S. Ich gehe ja davon aus, daß Dein Text mit dem Eurovision Song Contest mit einem zwinkernden Auge gemeint war. Da aber der Smiley fehlte, konnte und wollte ich mir diese Steilvorlage nicht nehmen lassen :-D

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#11

Beitrag von Barde »

Westwind schrieb:
Das war meines Wissens Boney M., wo es darum ging, einen Tänzer zu engagieren und wo Frank Farian die (Studio-) Stimme eingesungen hat. Was dann live gemacht wurde, weiß ich nicht.

Ja, ich glaube, da habe ich mich mit dem Namen der Gruppe vertan. Was die Vermutung mit "Milli Vanilli" anging, so ist es möglich, dass es sich um diese Gruppe gehandelt hat, bin mir aber nicht mehr sicher. Sicher weiß ich nur noch, dass es bei der Preisverleihung und dem besagten Live-Auftritt deutlich zu merken war, dass die Jungs gar nicht richtig spielen konnten.
Um noch mal auf Britney Spears zurückzukommen: Da war ich wirklich bisher so naiv zu glauben, die singt tatsächlich live. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nie auf einem Konzert war, bei dem die Musiker nicht wirklich gespielt und gesungen haben ... aber kann ich mir da jetzt überhaupt noch sicher sein? ;-)
Und was die Frage angeht, wieweit mein Live-Anspruch geht, so möchte ich hier nicht absolut puristisch sein und auch nicht über jedes Detail diskutieren. Aber manchmal zieht es mir doch wirklich die Socken aus. Einen absoluten Gipfel hat es für mich dargestellt, als ich "live" erleben durfte, wie jemand mit einer steirischen Harmonika einen Saal zum Toben gebracht hat - um mir dann nachher voller Stolz zu erklären, dass dieses Ding vollelektronisch ist und er gar nicht spielen kann - aber dies eh egal wäre, da die Leute dies ja gar nicht merken. Sobald er den Balg bewegt hat, lief die vorher einprogrammierte Musik.
Wer Bedarf hat:
Selbstspielende Harmonika
Zwischenzeitlich hatte ich mal über diese Dinger recherchiert und dabei sogar ein paar "Alleinunterhalter" im Netz entdeckt, die für Geld anbieten, mit solchen "Musikinstrumenten" auf Feiern aufzutreten. Wohlgemerkt war dies das einzige "Instrument", das sie "beherrscht" haben. Hoffentlich stimmt hier wenigstens die schon zitierte Performance ;-)
Britney Spears kann wenigstens tanzen.
Liebe Grüße
Michael X.



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#12

Beitrag von Westwind »

Zwischenzeitlich hatte ich mal über diese Dinger recherchiert und dabei sogar ein paar "Alleinunterhalter" im Netz entdeckt, die für Geld anbieten, mit solchen "Musikinstrumenten" auf Feiern aufzutreten. Wohlgemerkt war dies das einzige "Instrument", das sie "beherrscht" haben.

Ohje, was es alles gibt. Daß manche Alleinunterhalter dafür ihr Keyboard mißbrauchen, ist ja schon lange bekannt, aber Harmonika, das ist schon böse.
Dann orientiere ich mich doch lieber am Titel dieses Themas und summe das Lied gedanklich mit Reinhard Meys Zeilen weiter: "...meinetwegen auch mal mit 'nem kleinen Fehler, das tut gut".
Kennt Ihr eigentlich den Otto-Sketch zu dem Thema ?
Ich verlinke hier ja nicht gerne Youtube-Videos, erst recht nicht, wenn sie mit einer einleitenden Werbung einhergehen, aber diesmal bin ich einfach mal unmoralisch :-D
Otto-Show
Und zwar an der Stelle: 17 Minuten , 12 Sekunden.
So manche ironisch-böse Vorahnung ist also Realität geworden, wie im richtigen Leben ;-)

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