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Aw: Holger Biege gestorben
#1

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Ich bin über Holger Biege erstmalig so 1998/99 gestolpert, natürlich mit dem Lied "Sagte mal ein Dichter".

Ich fand die Zeilen

Zitat:
"Wie viel Bücher hat die Menschheit
und wie kurz ist so ein Leben
nur ein Bruchteil davon liest man dann"


immer sehr beeindruckend, auch wenn der Text nicht von Holger Biege selbst war. Und diese Zeilen fallen mir heute noch regelmäßig ein, zuletzt erst letzte Woche, als ich draußen vor einem Laden einen Warentisch mit gebrauchten Büchern zum Preis von jeweils 1 EUR sah, wo ich mich gefragt hatte, ob manche Bücher überhaupt schon mal gelesen wurden.

Ich habe mich aber nie weiterhin um sein Werk gekümmert. Das ein oder andere Lied noch mitbekommen, aber mehr auch nicht.

Nach der Vorgeschichte kommt der Tod nicht so sehr überraschend, aber traurig ist es schon


Geschrieben: Heute 01:13
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"Ja, ich hab einen Traum von einer Welt und ich träume ihn nicht mehr still:
es ist eine grenzenlose Welt, in der ich leben will."
[Konstantin Wecker]
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Aw: Holger Biege gestorben
#2

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Ich muss zugeben, Holger Biege war mir (als Wessi) bis heute Morgen, als ich Deinen Beitrag las, Rex2005, kein Begriff. Im Laufe des Tages habe ich im Radio gehört und z. B. bei Spiegel-Online gelesen, dass der Liedermacher Holger Biege verstorben ist. Ich hab daraufhin bei YouTube in seine Lieder reingehört und bin dabei auf Philipp Poisel gestoßen, der mir mit seiner Art, Lieder zu machen und sie zu singen, irgendwie wie ein Holger Biege der nächsten Generation vorgekommen ist... Ich stelle es mir schön vor, wenn ich beiden sich noch gekannt hätten... R. I. P. Holger Biege

Geschrieben: Gestern 22:18
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Holger Biege gestorben
#3

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ach menno ... wieder ist einer gegangen.

Auch wenn er seit seinem Schlaganfall nicht mehr in der Lage war zu singen und zu spielen, waren und werden seine
Lieder immer da sein. Von allen Musikern mit denen ich "aufgewachsen" bin, hat er mich immer am meisten beeindruckt, weil seine Kompositionen
und auch sein Gesangsstil doch recht ungewöhnlich war.

ein Nachruf von Andreas Hähle in der
Deutsche Mugge


Geschrieben: Gestern 08:21
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Aw: Straßenmusik
#4

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Lieber Georg,

danke auch von mir, dass du von deinen neuen Strassenmusikererfahrungen berichtest. Ich finde das Thema spannend. Mangels geeigneter Strassenstimme, Talent und Mut, kann ich das mit der Strassenmusik leider nicht.

Zitat:
Vielleicht sollte ich doch mal mit einem Buch anfangen . Oder ich werde Blogger, es gibt ja tatsächlich Leute, die das zum Beruf gemacht haben und davon (bzw. von den damit einhergehenden Werbeeinnahmen) leben


Ich habe vor ein paar Jahren mal das Buch "Heute hier morgen dort" von Angelika Röttig gelesen. Darin beschreibt sie ihr Leben als Straßenmusikerin.

Oder auch das Buch "Streetkid" von Jimmy Kelly, das er über die Zeit nach dem ersten Ende der Kelly Family geschrieben hat, als er wieder ganz von vorne auf der Strasse beginnen musste um seine Familie zu versorgen.

Aber ein Roman über deine Strassenmusikererlebnisse würde ich auch sofort kaufen Vielleicht in Kooperation mit Carschti?

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 24.04.2018 19:05
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Straßenmusik
#5

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Lieber Georg,

erstmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht über Deine Eröffnung der "Grillsaison" als Straßenmusiker, war ja wirklich schon ganz schön heiß da draußen, wenn man bedenkt, dass erst April ist...

Meine wirklich aktive Zeit als Straßenmusiker liegt ja nun schon etwas länger zurück, aber an solche Elebnisse, wie Du sie schilderst, könnte ich mich auch massig erinnern, wenn ich mir nicht permanent alles schön reden würde... Mäßiges Publikumsinteresse, mäßige Einnahmen, auch mal Tage, an denen ich nicht so gut drauf war, darüber könnte ich ebenfalls einen Roman schreiben, denn das war ja im Grunde auch der Alltag, wenn ich ehrlich bin. Aber am Ende in Erinnerung sind doch eher die nicht alltäglichen Straßenmusik-Erlebnisse geblieben, Begegnungen mit spannenden Menschen, z. T. auch spannende Auftritte, die sich aus solchen Straßenmusik-Begegnungen ergeben hatten, ohne dass ich vorher damit gerechnet hätte...

Der erste Straßenmusik-Auftritt im Jahr war für mich immer etwas besonderes, meist noch nicht so wirklich gut, aber nicht schlimm, weil es war ja nur der Auftakt in die Straßenmusiksaison. Wichtig waren aber dann auch die Straßenmusikauftritte danach, um nach einen langen Winter wieder in den entsprechenden Modus zu kommen und mit jedem einzelnen Auftritt dann auch wieder besser zu werden. Wenn ich z. B. im März Premiere hatte, war ich froh, wenn ich im Mai wieder da war, wo ich sein wollte...

Sich für eine Straßenmusiksaison einen festen Ablauf mit Liedern, die man dann auch drauf haben sollte, zurechtzulegen, halte ich auf jeden Fall für sinnvoll, denn man muss sich dann, wenn man auf der Straße ist, nicht mehr mit diesen Fragen beschäftigen, sondern kann sich darauf konzentrieren, das jeweilige Publikum für sich und seine Lieder zu gewinnen. Auch wenn man vielleicht 100 Lieder auswendig spielen könnte, es hilft, wenn man nur 6 dieser Lieder auswählt, wenn man davon ausgeht, nur 30 Minuten an einer Stelle spielen zu dürfen, bevor einen ein Ornungsamt vertreibt...

Ich selbst habe vor, in diesem Jahr wieder beim Straßenmusikfestival Goldene Säge am 04.08.2018 in Osnabrück teilzunehmen, das ich sehr empfehen kann, aber für mich ist das in den Jahren auch (ähnlich wie das LT) zu einer Art "Familientreffen" geworden, bei dem ich alte Bekannte und Freunde wiedersehe und neue Leute kennenlerne... Ansonsten bin ich in diesem Jahr (noch) nicht im Straßenmusik-Modus, obwohl es mich in den letzten Wochen schon ein bisschen in den Fingern gejuckt hat, seit es so warm ist...

Jedenfalls schön, dass Du das Thema "Straßenmusik" hier mal wieder belebt hast, Georg!

Liebe Grüße
cARSCHti

Geschrieben: 24.04.2018 00:37
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#6

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Liebe Nicole,

Danke für den Liedtext! Er spricht mir aus der Seele, tja, und auch aus der eigenen Lebenserfahrung.

Wär ich mal früher zum Arzt gegangen, die Signale hatte ich ja durchaus wahrgenommen, aber vorher, glaubte ich, musste ich noch das eine andere unglaublich Wichtige erledigen... Und dann eben der Schuss vor den Bug! Aber die Haltung hat sich danach, muss ich zugeben, nicht wirklich geändert... Bis zum nächsten Schuss, der dann vielleicht der letzte gewesen sein wird...

Trotzdem hat dieser Schuss vor den Bug für mich auch noch einen anderen Aspekt, für mich persönlich, aber auch aus meiner beruflichen Sicht. Ich arbeite ja u. a. mit Menschen, die durch einen Unfall, einen Schlaganfall o. ä. eine Schädigung ihres Gehirns erlitten haben und dadurch "behindert" sind, das betreffende "Ereignis" für sie also auch ein Schuss vor den Bug war, für die das Leben aber nie wieder so sein wird wie vorher. Diese Menschen leiden natürlich darunter, aber die meisten sind eben auch unendlich froh, überhaupt noch am leben zu sein. Und sie sind sich erst durch diesen Schuss vor den Bug bewusst geworden, dass das Leben gar nicht so selbstverständlich ist, wie sie bis dahin vielleicht geglaubt hatten, sondern ein Glücksfall oder ein Geschenk, wenn man so will... Einer meiner Klienten, der monatelang im Koma gelegen hatte, sagte mir noch letzte Woche, er sei so unendlich froh, dass die Maschinen damals bei ihm nicht abgestellt worden seien. Heute, viele Jahre später, lebt er trotz seiner Behinderung ein vergleichsweise selbstbestimmtes Leben in seiner eigenen Wohnung. Ich bewundere ihn unendlich dafür, dass und wie er sich SEIN Leben zurückerkämpft hat. Und mit seiner Haltung, dies WERTZUSCHÄTZEN, statt sich über sein Schicksal zu beklagen (wozu er ja auch allen Grund hätte), ist er für mich auch eine Art Vorbild geworden, seit ich ihn kenne. Und vor knapp 3 Jahren, als es mir gesundheitlich überhaupt nicht gut ging, hat mir gerade SEINE Haltung viel Kraft gegeben...

Egal, wie gesund oder ungesund man lebt, das Leben ist nicht unendlich, jedenfalls nicht das irdische... Das Leben aber WERTSCHÄTZEN zu können, erhöht in meinen Augen deutlich die Lebensqualität, und so ein Schuss vor den Bug kann diese Wertschätzung des Lebens (wie lange es dauern mag oder nicht) manchmal auch befördern, und damit die Lebensqualität, auch wenn man eigenen vernünftigen Ansprüchen und guten Vorsätzen -zugegebenermaßen- vielleicht nicht immer gerecht werden mag...

Du siehst, Nicole, Dein Lied hat meine Gedanken angeregt, und ich nehme mal an, dass ich nicht der einzige bin, dem es so geht. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn auch andere hier Dein Lied zum Anlass nehmen, ihre Sicht zu diesem spannenden Thema zu schreiben.

Liebe Grüße
cARSCHti

Geschrieben: 23.04.2018 23:22
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Straßenmusik
#7

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Neue StraMu-Saison und Erkenntnisse, die ich längst kennen sollte

Hallo zusammen,

bei dem guten Wetter der vergangenen Tage und Wochen gibt es verschiedenste Möglichkeiten, die Saison zu eröffnen. Sei es die Frühjahrs-Radtour, die erste Moped-Ausfahrt, das Angrillen, der Hausputz, oder ganz andere Dinge. Nun, meine erste mehrtätige Radtour habe ich bereits gemacht, aber ich habe das schöne Wetter eben auch genutzt, die Straßenmusiksaison zu eröffnen. Und bin dabei um eine Erfahrung reicher geworden:

Für Profis ist es selbstverständlich, sich vor jedem, aber wirklich jedem Auftritt bestmöglich vorzubereiten. Alle anderen, die irgendwo auftreten, üben sicherlich auch meistens. Texte und Akkorde müssen bei Konzerten, egal wie groß oder klein der Rahmen ist, eben sitzen. Selbst für eine Geburtstagsfeier habe ich ja schon geübt. Wohlgemerkt, ich habe immer das Bedürfnis, auswendig zu spielen, natürlich auch bei Straßenmusik. Nicht nur, um das Geschehen um mich herum zu beobachten und den Blickkontakt zu etwaigen Zuhörern zu haben, sondern auch einfach aus reiner Neugierde, wie die Leute jeweils reagieren.

Nun, für meinen Auftakt habe ich 2-3 neue Lieder einstudiert, und 3-4 weitere aus meinem Repertoire bin ich vorher noch mal kurz durchgegangen, und die anderen 20-25 konnte ich ohnehin noch auswendig aus den vergangenen Jahren. Oft ist es so, daß ich beim Spielen auch in die Lieder reinfinde und somit nicht mehr jedes Detail eines Liedes aus dem langjährigen Repertoire vorher durchzugehen brauche. Akkorde und Texte, die ich vorher nicht unbedingt weiß, fallen mir dann im Spielfluss meistens wieder ein. Neue oder selten gespielte Lieder übe ich natürlich schon noch.

Für das Spielen in einer ca. 20.000 Einwohner großen Stadt habe ich mich vorher mal wieder beim Ordnungsamt nach den Bedingungen erkundigt, die einigermaßen entspannt waren, wo ein Standortwechsel nach ca. 30 Minuten allerdings gewünscht war. Ich habe in der Altstadt einen guten Platz zum Spielen ergattert, natürlich im Schatten, aber gut sichtbar an einer schmalen Stelle der Fußgängerzone. Als unverstärkter Fingerpicker bin ich ja immer etwas darauf angewiesen, daß der Schall etwas reflektiert wird.

Normalerweise stelle ich mich nicht gegenüber von Restaurants oder Eiscafés, weil ich keine Belästigung sein möchte und es selber nicht mag, ohne Fluchtmöglichkeit angesungen zu werden, wenn ich mich irgendwo hinsetze, um etwas zu essen oder zu trinken. In diesem Fall aber war gegenüber eine Bäckerei, die draußen Stühle hingestellt hatte, die aber annähernd keiner genutzt hat, weil diese Sitzplätze die pralle Nachmittagssonne abbekamen, wo man sich an diesem Tag wirklich schon hätte brutzeln lassen können.

Ca. 10m rechts von mir begann der Sitzbereich einer Gaststube mit schattigen Plätzen, die aber auch kaum belegt waren so um 15 Uhr. Wer wollte, konnte sich also halbwegs in meine Nähe setzen, wer nicht, etwas weiter weg. Die Stadt war gut besucht und dieser Bereich der Fußgängerzone war von Passanten / Touristen gut frequentiert, da er direkt zu einem großen Parkplatz am Altstadtrand führte.

Ich merke gerade, daß meine Ausschweifungen eher für einen Roman geeignet wären als für einen kurzen Erfahrungsbericht meines Saisonauftaktes für Straßenmusik.

Um es also abzukürzen: ich habe eine Stunde lang an dieser Stelle gespielt. Die alten Lieder konnte ich noch, aber bei den vorher bekannten Wackelkandidaten und bei einem der neuen Stücke klemmte es etwas. Text- bzw. Akkordunsicherheiten. Demzufolge habe ich viel zu verkrampft gespielt, und was mir aufgefallen ist, worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe, ist: es ist wirklich viel einfacher, so gut vorbereitet zu sein, daß die Lieder auf jeden Fall sitzen, egal, was um mich herum passiert, um einfach lockerer zu sein und mich auf den eigentlichen "Auftritt" zu konzentrieren, neudeutsch aufs "Performen" zu konzentrieren. Bei Konzertauftritten bereite ich mich ja auch meistens entsprechend gut vor. Aber selbst für die Straßenmusik erscheint mir dies nun sinnvoll.

Es blieben zwar Leute stehen, die zuhörten und ich hatte auch ein paar Einnahmen, von denen ich mir eine Bratwurst, vermutlich aber ohne Brötchen und Senf, hätte leisten können, aber diese Stunde war dann doch eher eine Enttäuschung, die aber zum größten Teil daher rührte, daß ich mich einfach nicht wohl gefühlt habe und viel zu verkrampft war.

Es blieb somit erstmal bei diesem einen Tag und bei der Erkenntnis, daß die Saison noch lang ist, ich für das nächste Mal aber die Lieder, alte wie neue, noch mal solange vorher übe, daß ich sie wirklich auswendig spielen kann. Macht mir dann einfach mehr Spaß.

Und es bleibt die zusätzliche Erkenntnis, daß ich zu jedem Tag Straßenmusik eine Menge erzählen könnte. Vielleicht sollte ich doch mal mit einem Buch anfangen . Oder ich werde Blogger, es gibt ja tatsächlich Leute, die das zum Beruf gemacht haben und davon (bzw. von den damit einhergehenden Werbeeinnahmen) leben. Wäre aber vermutlich doch nicht so meine Welt. Aber bevor ich mich in dieses Thema jetzt reinsteigere, mache ich Schluß für heute.

Dann viel Spaß allerseits an der musikalischen Freiluftsaison, aktiv und/oder passiv Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen !

Georg

Geschrieben: 23.04.2018 22:55
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"Ja, ich hab einen Traum von einer Welt und ich träume ihn nicht mehr still:
es ist eine grenzenlose Welt, in der ich leben will."
[Konstantin Wecker]
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Aw: CD-Tauschbörse: Wer tauscht mit mir...?
#8

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Ihr Lieben ,
wir hätten da auch mal was zum Tauschen,wobei ich es mir spare,die einzelnen Titel hier aufzuführen ,denn wir sehen uns ja balb.
Es handelt sich dieses mal aber nicht um CD`s ,sondern um Hörspiele , welche Steffen vor allem beim Auto fahren, gerne anhört . Wenn Ihr auch mal ein paar andere hören wollt und das Regal schon obenauf vollgestapelt ist, dann packt doch einfach was in Euren Koffer ...

Bis in 17 Tagen,lb.Grüße von
Luise und Steffen.

Geschrieben: 23.04.2018 22:04
_________________
Und wo immer auch ein Fettnapf steht,da tapp`ich voll hinein...
R.M.
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#9

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Ihr Lieben,

nachfolgend noch ein Lied zum ein bisschen drüber nachdenken.....
Kennt ihr das auch? Man weiss, dass man etwas schon ne Weile lang falsch macht, und macht es trotzdem. Dann gibt es sowas wie einen Warnschuss. Man gelobt Besserung und machts dann gleich wieder falsch......Gewohnheit kann manchmal ganz schön gemein sein......
In meinem Job begegnet mir das fast täglich.....in meinen Familien und Freundeskreis auch...... und wenn ich genau drüber nachdenke...... mach ich´s selber nicht besser...

Alles Liebe
Nicole

Schuss vorn Bug

du gehst zu tisch mit den kollegen wie immer hektisch keine zeit
verdrängst seit stunden schon das stechen in deinem linken oberleib
denn schließlich muss die marge stimmen das geld ist dir am meisten wert
machst alles um es zu verdienen und fleiss hat sich da stets bewährt

doch dann beginnst du zu verstehen als der infarkt dich nieder streckt
du fährst mit blaulicht und sirenen und dein gesicht ist schweiß bedeckt
und nach dem schreck und ein paar tagen verlässt du wieder die station
hast noch mal Glück gehabt dein leben wird weitergehn, du freust dich schon

doch kannst du nicht sehr viel draus lernen denn im büro geht es hoch her
bist wieder mittendrin im treiben und du machst weiter wie bisher
und niemand wird’s dir jemals danken ein meeting hier ein meeting dort
verpasst dabei dein neues leben viel druck und stress alles sofort

schuss vorn bug
es bleibt alles wie es war
schuss vorn bug
doch es wär noch abwendbar
schuss vorn bug
ganz nah ist schon die gefahr
schuss vorn bug
ist noch immer umkehrbar
schuss vorn Bug
schuss vorn bug

du fühlst dich krank seit ein paar wochen du hustest jabst und schnappst nach luft
das röntgenbild zeigt einen schatten dein atem riecht schon leicht nach gruft
du glaubst vorbei ist schon dein leben die lunge hat jetzt schlapp gemacht
verzeiht dir nicht die zigaretten und manche durchgezechte nacht

dann die OP und therapien mit strahlen chemo und noch mehr
du kannst den krebs dann doch besiegen bist dankbar liebst dein leben sehr
doch jetzt soll alles anders werden du willst gesund sein ab sofort
willst nur gesundes jetzt noch essen bewegung und du träumst von sport

doch dann zuhause angekommen machst du dir eine kippe an
verfällst in alte rituale der cognac zieht dich in den bann
und als man dich drauf angesprochen wie unvernünftig du doch bist
man gönnt sich sonst ja nichts im leben nur deine kurze antwort ist

Refrain:

du merkst am frühstückstisch benommen dass etwas mit dir heut nicht stimmt
verwaschen klingt grad deine sprache und die bewegung unbestimmt
und du bestellst den rettungswagen und fährst damit ins krankenhaus
du hoffst, es ist dir noch zu helfen und du kommst heil hier wieder raus

du willst noch deine träume leben und endlich wieder glücklich sein
vielleicht den mann und haus verlassen und nicht vom alltag müde sein
zum glück ist nichts zurück geblieben sagen die ärzte, dir wird klar
du bist nochmal davon gekommen es nur ein kleines schlägle war

da ist sie die ersehnte chance neu zu beginnen wie du willst
dein leben selber zu gestalten deine geheimen wünsche stillst
doch wieder in den alten wänden geht dir der mut dann plötzlich aus
du bleibst bei ihm und wirst es hassen noch jahrelang, tagein, tagaus

Refrain:

schuss vorn bug
diesmal war es nur der schreck
schuss vorn bug
beim nächsten schuss da bist du weg

Geschrieben: 23.04.2018 16:21
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#10

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Hallo in die Runde,

hier ist der Text zu meinem Gutschi Gutschi.
Ich weiß zwar, dass den noch kein Kinderchor bei Carmen Nebel gesungen hat,
aber vielleicht gefällt er ja auch?!!
Darf gerne an die besagte Dame weitergereicht werden
Das Lied ist auf der "Der will nur spielen" drauf. Zu beziehen unter:
www.grovital.de/musik

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Gutschi Gutschi

Die Zimmerdecke wölbt sich knallbunt wie ein Zirkuszelt.
Und ich seh nur schemenhaft Gestalten.
Es ist viel zu heiß und grell in meiner kleinen Welt.
Und ich kann nicht wirklich an mich halten.
Alles, was ich brauche ist Kontrolle über mich.
Doch die ist im Traum nicht zu erreichen.
Ab und zu seh ich wie ein paar alte Leute sich
zu mir beugen und durch’s Haar mir streichen.

Gutschi Gutschi Ballaballa Harakiri Hattata.
Dubidubi heititeiti Hasi Hasi jajaja.
Pipi Pipi Kacki Kacki Wulle Wulle Ilsebill.
Ich hab keine Ahnung, was die Alte von mir will!

Meine Zehen sind so winzig und die Füsse krumm und schief.
Darauf werd’ ich niemals laufen können.
Boh, was ist denn das hier wieder für ein schlimmer Mief.
Wie soll man bei dem Gestank denn pennen?
Und keine Brust hier man, da kannste schreien bis du rauchst.
Keiner sieht und hört wie ich hier leide.
Wenn du mal von Eltern etwas Konstruktives brauchst,
stell’n die sich nur hin und grinsen beide!

Gutschi Gutschi Ballaballa Harakiri Hattata.
Dubidubi heititeiti Hasi Hasi jajaja.
Pipi Pipi Kacki Kacki Wulle Wulle, hackevoll.
Kann die bitte einer fragen, was das heißen soll?

Ach nee, was soll denn das? Bloß nicht schon wieder Mörchenbrei.
Ich hätt doch so gerne mal ein Steak!
Und von dieser Spieluhr werd’ ich auch schon langsam high.
Der rosa Hase hier ist ganz bestimmt ein Fake.
Denn solche grünen Augen gibt es doch in Wahrheit nicht.
Woll’n die ein’n denn für dumm verkaufen?
Bah, da kommt schon wieder so ein grinsendes Gesicht.
Und ich möcht’ so gerne weit weg laufen.

Gutschi Gutschi Ballaballa Harakiri Hattata.
Dubidubi heititeiti Hasi Hasi jajaja.
Pipi Pipi Kacki Kacki Wulle Wulle brrrrrrr
Auszeit bitte! Mannomann, ich glaub ich kann nicht mehr!

Irgendwann bring ich ihnen das bei.
Wenn ich erstmal selber sprechen kann.
Doch, wenn ich’s versuche, drückt mir gleich einer `n Schnuller rein!
Gröni hat schon Recht, wenn er fragt: Wann ist der Mann ein Mann?
Und `Kinder an die Macht`, nee wirklich: Wann ist der Mann ein Mann?

---------------------------------------------------------------------------------

Liebe Grüße,
Chrizz



Geschrieben: 23.04.2018 14:37
_________________
Viele Sprüche mag es geben.
DIESEN mag ich ungemein:
Was nicht gratis ist im Leben,
sollte nie umsonst sein!
Chrizz
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#11

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Hallo

Neben dem schon genannten Christian Grote haben sich Willi Astor, Timon Hoffman und Mike Krüger dieses Problems angenommen. Allerdings enthält keines dieser Lieder den Satz "Redet Deutsch, das man's versteht. Kleine Kinder sind nicht blöd" gefunden.

Gruß Helmut

Geschrieben: 23.04.2018 08:28
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#12

Benutzerinformationen
Carschti schrieb:

Zitat:
Au Backe! Wie Erwachsene mit erwachsenen Kollegen reden, finde ich übrigens auch manchmal reichlich befremdlich... Wie auch immer Du Deine Enkelkinder behandelst, wenn ich das mitkriege, ist unser Verhältnis zerrüttet? Ja ja, war doch nur Spaß - und mit den entsprechenden Smileys versehen, oder?


???

Habe ich was Falsches von mir gegeben?

Oder ist hier der Humor womöglich versickert? Ja, das war nur Spaß - zumindest von meiner Seite aus.

Gruß vom grübelnden Barden

P.S
Im Zweifelsfall verweise ich stets auf meine Signatur (siehe unten)

Geschrieben: 23.04.2018 01:00
_________________
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#13

Benutzerinformationen
Zitat:

Barde schrieb:
cARSCHti schrieb:
Zitat:
Wie Erwachsene mit (kleinen) Kindern reden, finde ich in der Tat oft reichlich befremdlich.


Au Backe, ich hoffe doch sehr, dass Du nie dabei bist, wenn ich mit unseren Enkelkindern zusammen bin. Dann ist unser Verhältnis für immer zerrüttet, Carschti


Au Backe! Wie Erwachsene mit erwachsenen Kollegen reden, finde ich übrigens auch manchmal reichlich befremdlich... Wie auch immer Du Deine Enkelkinder behandelst, wenn ich das mitkriege, ist unser Verhältnis zerrüttet? Ja ja, war doch nur Spaß - und mit den entsprechenden Smileys versehen, oder?

Geschrieben: 23.04.2018 00:12
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#14

Benutzerinformationen
cARSCHTi schrieb:
Zitat:
Wie Erwachsene mit (kleinen) Kindern reden, finde ich in der Tat oft reichlich befremdlich.


Au Backe, ich hoffe doch sehr, dass Du nie dabei bist, wenn ich mit unseren Enkelkindern zusammen bin. Dann ist unser Verhältnis für immer zerrüttet, Carschti

migoe schrieb:
Zitat:
Sollte es wirklich die Möglichkeit geben, den Text per PDF herunter zu laden, würde ich der Anfragenden Sonja T. die Datei zuschicken:


Schick ihr doch zum Trost erst einmal Chrizz' Lied Der hat das selbe Thema verarbeitet.

Liebe Grüße

Barde


Geschrieben: 22.04.2018 23:46
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Aw: Zurückmeldung und Information
#15

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Lieber cARSCHti, ganz, ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Sehr gerne greife ich deinen Vorschlag auf. Ich bin an beiden von dir vorgeschlagenen Tagen in Dresden - suche dir aus, welcher dir besser in deinen Zeitplan passt und gib mir bitte (zeitnah) bescheid. Rest dann besser per PN. Ganz herzliche Grüße aus Dresden, Rüdiger.

Geschrieben: 22.04.2018 23:43
_________________
Die Liebe führt niemals etwas im Schilde...
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Aw: Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#16

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Hhm, zu Carmen Nebel und ihren Sendungen habe ich mich in einem meiner Lieder (Feierabend!) bereits deutlich geäußert, und ich werde es vielleicht beim LT vortragen, vielleicht auch nicht...

Wie Erwachsene mit (kleinen) Kindern reden, finde ich in der Tat oft reichlich befremdlich. Zum Beispiel, wenn Eltern dem Kind sagen: "Die Mama oder der Papa macht jetzt dies oder das..." statt "Ich mache jetzt dies oder das." Warum können Erwachsene gegenüber Kindern nicht in Ich-Form reden?
Oder: Zum Beispiel mein Patensohn, er wusste bereits, dass Babies aus dem Bauch ihrer Mutter kommen (spätestens der Geburt seiner kleinen Schwester), aber in der Grundschule wurde er gerügt, weil er aus tiefster Überzeugung widersprach, als man ihm die Geschichte vom Klapperstorch auftischen wollte...

WARUM wird es bis in die heutige Pädagogik hinein als legitim angesehen, Kinder bewusst und systematisch zu BELÜGEN, obwohl es die Erwachsenen doch besser wissen?

Geschrieben: 22.04.2018 23:02
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Anfrage zu einem Liedtext "Babysprache oder was die Erwachsenen dafür halten"
#17

Benutzerinformationen
Ich habe per Mail eine Anfrage zu einem Liedtext erhalten und stelle diese Anfrage hier ein, in der Hoffnung, jemand von Euch kann sich dazu äußern. Sollte es wirklich die Möglichkeit geben, den Text per PDF herunter zu laden, würde ich der Anfragenden Sonja T. die Datei zuschicken:

Zitat:
Auf diesem Wege bitte ich Sie höflich, mir mitzuteilen, wo ich den Text zum im Betreff genannten Lied als PDF kostenlos downloaden kann. Denn ich suche ein bestimmtes Lied, dass ein Kinderchor in einer Herbstsendung bei Carmen Nebel vor 21 Jahren zu diesem Thema gesungen hat. Leider kenne ich nur noch einzelne Textbruchstücke, da es schon so lange her ist. Ich weiß nur noch, dass Textteile wie "duzi, duzi, eideidei", "Tust du spielespiele", "kille, kille, kille" und "Redet Deutsch, das man's versteht. Kleine Kinder sind nicht blöd", im Refrain vorkamen. Leider habe ich auf Grund meiner blindenspezifischen Screenreader-Software einige Schwierigkeiten, mich im Menü des Forums zurecht zu finden und möchte Sie, so dies erwünscht sei, per Mail kontaktieren, dass Sie mein Anliegen an zuständige Stelle in Ihrem Hause weiterleiten mögen. Der Grund meiner Suche nach diesem Lied ist der, dass ich dieses Lied so lustig finde. Das sind lustige Geschichten, die das Leben schreibt, und wie ich sie selbst vor genanntem Zeitraum erlebt habe.


Liebe Grüße von

migoe

Geschrieben: 22.04.2018 21:12
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Ich denke, also bin ich...denk ich positiv, gewinn ich | thomas d....

Die Erfahrung lehrt, wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd | Reinhard Mey

www.liedermacher-forum.de | www.diekoerbers.de
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Die neue CD "Des Gwärch & des Meer" wurde endlich veröffentlicht
#18

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Der fränkische Liedermacher Wolfgang Buck hat vor ein paar Tagen seine neue CD veröffentlicht und diese Mail an die Empfänger seines Rundbriefes geschickt:

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Liebe Freundinnen und Freunde,

ab heute kann ich Ihnen meine neue CD "DES GWÄRCH & DES MEER" liefern!

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen
Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Sie enthält 13 neue Songs, und wenn Sie mich fragen: Ich persönlich finde, es ist eine meiner schönsten CDs geworden.

In meinem neuen Prospekt hab ich versucht, ein paar beschreibende Worte zu finden:

"Wolfgang Buck geht mit dem Album „Des Gwärch & Des Meer“ neue musikalische Wege mit alten und neuen Mitmusikern – eine Symbiose aus Gesang, akustischen Gitarren- und Bläserklängen und warmen digitalen Sounds. Er besingt die Orte, an die man sich sehnt, das Meer, das Wochenende, die milde Sonne und die sanft dahinziehenden Wolken. Aber auch „des Gwärch und des Geduh“, das man selber mit fabriziert oder dem man schutzlos ausgeliefert ist. Den närrischen Zirkus der Wichtigtuer, Besserwisser und Sprücheklopfer, das Gehetztsein, die sinnlose Rennerei und die Allgegenwart von Leistungsdruck, Arbeit und Zahnweh."
Nähere Infos über die Songtitel und die wunderbaren Freunde und Gäste, die mit mir an der CD gearbeitet haben, finden Sie in dem beiliegenden Info.

CD-Bestellung:
Am besten bei mir per formloser Mail an info@wolfgang-buck.de mit Adresse und Stückzahl. Ich sitze Tag und Nacht, um die CD-Wünsche ganz schnell zu erfüllen.

1 CD kostet 15,- Euro plus 2,- Euro Versand.
Wenn man mehr bestellt, wirds günstiger:
2 CDs: 14,- Euro pro CD
3 CDs: 13,50 Euro pro CD
4 CDs: 13,- Euro pro CD
ab 5 CDs: 12,50 Euro pro CD
ab 10 CDs: 11,00 Euro pro CD
Noch größere Mengen (Mitarbeitergeschenke etc) auf Anfrage.
Versandkosten: bis 2 CDs 2,- Euro, 3 bis 6 CDs 3,- Euro, ab 7 Cds (Päckchen) 5,- Euro.
Keine Vorkasse, sondern Rechnung liegt der Lieferung bei.

Auch in wenigen ausgesuchten Läden gibt es ab heute die CD, ebenso im üblichen Versandhandel - aber am besten, wie gesagt: Bei mir direkt kaufen.

Herzliche Grüße!

Wolfgang Buck

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Geschrieben: 22.04.2018 20:19
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Die Erfahrung lehrt, wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd | Reinhard Mey

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Wolf Biermann - Ballade von der Buckower Süßkirschenzeit
#19

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Wolf Biermann hat aber nicht nur "Hurenlieder" geschrieben, sondern ja auch viele Jahre im Osten gelebt, sogar einige Wochen sogar offenbar als "Werkstudent" (heutzutage würde man es "Erntehelfer" nennen) in einer LPG auf'm Land:
Ballade von der Buckower Süßkirschenzeit

Geschrieben: 21.04.2018 04:46
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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SPK Koplex - Ein Film von Gerd Kroske
#20

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Ihr Lieben,
in diesen Tagen läuft in einigen deutschen Kinos der Dokumentarfilm SPK Komplex von Gerd Kroske an. Sehr interessant, wie ich finde!
Ein Radiobericht darüber hier: SWR2-Kulturthema: "Das sozialistische Patientenkollektiv" von Julia Haungs.
LG cARSCHti

Geschrieben: 20.04.2018 22:32
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Stellungnahme zum Echo 2018
#21

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Hallo zusammen,

folgender Eintrag ist auf Hannes' Webseite zu finden:

Zitat:
Stellungnahme

Dieses Statement möchte ich nicht durch die Namensnennung der beiden Rapper verunreinigen, die letztens trotz der extrem menschenverachtenden Textinhalte ihrer Songs mit dem Echo ausgezeichnet worden sind. Dadurch sehe ich diesen Preis, der auch mir 2013 für mein Lebenswerk verliehen wurde, als ganz und gar entwertet an.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Campino für seine klaren Worte während der Echoverleihung. Es gehört Mut dazu, so wie er in der direkten Konfrontation gegen den Gestank, die Miasmen, die in letzter Zeit aus einer alles vernebelnden giftigen Brühe aufzusteigen scheinen, Haltung zu zeigen.

Hannes Wader

20.04.2018


Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 20.04.2018 09:41
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...
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#22

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Zitat:
ich nehme an, Du meinst dieses Biermann-"Hurenlied", das mir jedenfalls bei Deinem Posting gleich in den Sinn kam, 


ja auch. das ist aber nur eins von vielen.
ich hatte mal das vergnügen einen ganzen abend lang marie biermann mit den huren- und hafenliedern zu erleben. und obwohl ich natürlich weiss, dass das nicht ihre geschichten sind, bringt sie die lieder doch sehr authentisch rüber. (auch) das talent hab ich leider nicht.

ich glaube, die "problematik" des ver-oder erkennens von wahrheit oder dichtung liegt eher in den texten, die man dem betreffenden interpreten auch im wahren leben zutrauen würde. vermutlich auch ohne "ich-form"
liebe grüsse.
nicole

Geschrieben: 20.04.2018 06:48
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#23

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Liebe Nicole,

ich nehme an, Du meinst dieses Biermann-"Hurenlied", das mir jedenfalls bei Deinem Posting gleich in den Sinn kam, das ich 1986(?) live von Wolf Biermann hören durfte, und das mir sehr gut gefiel und gefällt. Die Version seiner Tochter Marie von Aber Küssen habe ich gerade eben erst gehört, auch sehr schön, zumal sie von Siegfried Gerlich auf dem Klavier begleitet wird, aber das ist eine andere Geschichte...

Wenn Marie Biermann, den Text in Ich-Form gesungen hatte, lautete er in etwa so:

"Ich schaffe an auf'm Autostrich am Fischmarkt in Altona
Ich frier' mir die nackten Äpfel ab im eisigen Janua'
Ich schaffe an auf'm Autostrich und spare mir Stück für Stück
Die Kohle zusammen für später, das goldene Eheglück

Kalt knarrt das Knie, wenn der Westwind weht
Aber dafür stinkt auch der Fisch
Nicht ganz so doll wenn ein Freier winkt
Die sind ja so wählerisch

Die woll'n ne Prinzessin mit Jungfernhaut
Für lumpige dreißig Mark
Die stehlen mir deine kostbare Zeit
Und quasseln mir Seelenquark

Die schlimmsten Schweine kommen mir mit
Moral: "Sie keuchen, mein Kind!
Verkauf sich nicht auf dem Fischmarkt,
Wo die Schweine auf Achse sind!"

Ja, da so'n Typ in seinem klapp'rigen Ford
Oder'n Geizkragen fett im Benz
Sie knall'n ihre Knüppel in zweiten Gang
Als wären es ihre Schwänz

Tja, ihre Notdurft verrichten sie
Sie schlagen ihr'n Samen ab
Und wer mal da war, der hält sein' Schwanz
Nicht mehr für ein' Zauberstab

Ich kleines Mädchen für wenig Geld
Ob sie clean sind oder breit
Ich weiß genau, was Liebe ist
Ich weiß im Leben Bescheid

Ich finger den Herrn die Hosen auf
Und habe ne Engelsgeduld
Wenn wer ein verrücktes Extra braucht
Es ist ja nicht seine Schuld

Ich mache für Geld die Beine auf
Aber niemals mein Menschengesicht
Ich mache des Herrn wohl dies und das
Aber Küssen? Das gibt es nicht!"


Nur wenig umgetextet, aber vorgestellt, Marie Biermann würde den Text so in Ich-Form präsentieren, würde ihr ernsthaft irgendwer unterstellen, am Fischmarkt in Altona auf dem Autostrich anschaffen zu gehen? Doch wohl eher nicht, oder?

Liedtexte in Ich-Form sind selbstverständlich nicht die eigene Biografie (mein Name ist übrigens auch nicht "Matula"), und ob ein Lied in Ich-Form geschrieben wurde oder nicht, ist bestimmt kein "Qualitäts-Kriterium" eines Songs... Überhaupt, wer bestimmt eigentlich bei einem Lied über dessen "Qualität"? Verkaufzahlen, Klicks im Internet, die Meinung von MusikkritikerInnen oder Jury-Mitgliedern bei irgendwelchen Wettbewerben? Das wiederum wäre wiederum ein anderes Thema...

Liebe Grüße
cARSCHti


Geschrieben: 20.04.2018 00:00
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Zurückmeldung und Information
#24

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Lieber Rüdiger,
schön, dass Du Dich mal wieder meldest! Wir hatten uns hier vor längerer Zeit ja schon mal geschrieben, aber ich hatte das fast aus dem Sinn verloren...
Am 8.+9.5. (vor dem LT) bin ich übrigens in Dresden. Hast Du Lust, dass wir uns mal persönlich kennenlernen?

Zu Deinem Lied: Sehr bedrückendes Thema, dass Du sehr einfühlsam und bewegend umgesetzt hast, finde ich. Danke!
Ich habe das Lied heute Nachmittag gehört, und es ist mir danach nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zur Zeit wird ja auch die Fernsehserie "Weißensee" wiederholt, wo das Thema ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, so dass Du mich mit Deinem Lied gerade nicht ganz kalt erwischt hast, es geht mir also nicht erst seit heute Nachmittag durch den Kopf.
Der Schmerz der Eltern (besonders wahrscheinlich der Mütter) bei solchen Zwangsadoptionen muss unfassbar sein, so unfassbar, dass ich ihn als Nicht-Betroffener wahrscheinlich allenfalls theoretisch nachempfinden kann. Daher finde es genau wie Du total wichtig, dass dieser schlimme Bestandteil unserer (Darf ich als Nicht-DDR-Bürger überhaupt "unserer"?) Geschichte aufgearbeitet und nicht totgeschwiegen oder verharmlost wird!
Ich denke bei diesem Thema aber auch an die Kinder und deren Adoptiveltern. Wenn die Kinder bei der Adoption schon etwas älter waren, konnten sie sich an ihre biologischen Eltern erinnern? Was ist ihnen erzählt worden? Dass die leiblichen Eltern gestorben seien? Dass sie Republikflucht begangen und ihre Kinder im Stich gelassen hätten? Und was wussten die Adoptiveltern über die biologischen Eltern der Kinder, die sie adoptiert hatten? Ich stelle mir vor, die meisten haben (Adoption hin oder her) doch eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung miteinander aufgebaut, so wie andere Eltern, die ihre Kinder aus anderen Gründen adoptiert haben. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es jedenfalls mehrere, die als Kind adoptiert wurden, und die in ihrem (Adoptiv-) Elternhaus eine glückliche Kindheit hatten.
Und es stellt sich die Frage: Was geschieht, wenn die leiblichen Eltern mit ihrer Suche tatsächlich Erfolg haben und ihre leiblichen Kinder (die heute ja alle erwachsen sind) wiederfinden? Wie gehen die Beteilgten (biologische und Adoptiveltern, und vor allem die inzwischen erwachsenen Kinder) damit um? Was empfinden sie? Welche Konflikte und Zwiespälte entstehen möglicherweise daraus?
Ich finde auch diese Fragen einerseits bedrückend, aber anderseits auch inspirierend. Und zur Aufarbeitung dieses Themas gehört für mich irgendwie auch, was nach dem Ende der DDR mit den beteiligsten Menschen passiert ist...

Jedenfalls sehr wichtiges und spannendes Thema, Rüdiger!

Liebe Grüße
cARSCHti

P. S. Erinnere uns bitte kurz vor dem Sendetermin 05.06.2018 nochmal an die Sendung, die würd' ich mir dann gerne anschauen, und vermutlich nicht nur ich...

Geschrieben: 19.04.2018 22:19
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#25

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Lieber Gerd,

ich kann allem, was du geschriebenem, hast zustimmen. Wenn aber eines unserer Themen "so bin ich eben" heißt, dann muss ich nachfragen, ob das für das entsprechende Lied auch gilt.

Nicole hat meine Nachfrage erwartet und, wir müssen unser Programm nicht umwerfen, meine Einschätzung war richtig.

Jedenfalls, ich freu mich auf Nicole und ich glaube (oder hoffe), ein Wohnzimmer voll Leute tut das auch.

Gruß vom Inn
Helmut

Geschrieben: 19.04.2018 22:08
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#26

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Hallo zusammen,

Zitat:

Gesch schrieb:
Hat jemand ernsthaft geglaubt, Hannes Wader hätte die in Ich-Form erzählte[...] Geschichte[...] vom Schwein Monika [...] selbst erlebt?


Zumindest ist Hannes mal mit Monika aufgetreten (vgl. Foto im Anhang)!

Lieben Gruß!
Marc

PS: Perspektive hin oder her, Deinen Text finde ich stark, Nicole, aber das Frauenbild, wessen auch immer, von wann auch immer... nee...!

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Geschrieben: 19.04.2018 22:00
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#27

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Ihr Lieben,

ich halte gar nichts davon, mit zweierlei Maß die Qualität von Liedern mit der Wahrheitsmesslatte zu bewerten. Ich nehme Lieder als Lieder, und Biografien als Biografien und erwarte nicht, dass Liedermacher - egal ob Profis oder Amateure - sich in jedem "Ich"-Lied autobiografisch äußern.

Hat jemand ernsthaft geglaubt, Hannes Wader hätte die in Ich-Form erzählten Geschichten vom Schwein Monika, vom Tankerkönig oder vom Putsch oder von demjenigen, der sich noch so viel vorgenommen hatte, selbst erlebt? Sie waren genial erdacht, genauso wie viele in Ich-Form geschriebene Romane. Es ist eben eine Stilform, die zur Verfügung steht, aber nicht immer eine Selbstoffenbarung, die zur Lektüre wird.

Nicoles Lied über die Frau mit den sieben Kiez-Katzen ist ein grandioses "Bild", das sie entworfen hat, auf dem sie dieser erdachten Frau Erlebnisse, Erfahrungen, Aussehen und Eigenschaften andichtet, die sie sich vielleicht von vielen verschiedenen Personen zusammengeklaubt hat. Ist doch in Ordung - das Lied ist klasse - oder verliert "ihr Bild" an Qualität, nur weil es nicht mit der Wahrheit übereinstimmt. Einer bildet seine Phantasie mit Pinselstrichen ab, ein anderer mit Worten. Wenn das Ergebnis plastisch vor Augen steht oder wenn die Worte Bilder im Kopf entstehen lassen, ist es doch gelungen.

Ich finde es auch nicht bedauerlich, wenn sich jemand als Liedermacher von Fall zu Fall vorbehält, ob er in der Ich-Form schreibt, oder distanzierter in der Bildbeschreibung Sympathie oder Ablehnung gegenüber beschriebenen Personen oder Sachverhalten deutlich macht. Hauptsache ist doch, dass sich im Kopf der Zuhörer beim Anhören was bewegt - und nicht nur die Frage, ob denn der Sänger/die Sängerin das alles wirklich so erlebt hat.

Es gibt ja auch ne Menge Sängerinnen und Sänger, die nur Lieder anderer Autoren interpretieren - da spielt es dann doch auch keine Rolle, ob, und wenn ja, wer da das im Lied Geschilderte erlebt haben mag.

Ganz egal, ob Klaus Hoffmann mal eine Gerda, wie er sie besungen hat, mal kennenlernen konnte - man kann sich vorstellen, wie sie getanzt hat - oder hätte... auch wenn jemand anders dieses Lied singt.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 19.04.2018 21:24
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#28

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Hallo Carschti,

Zitat:
Jedenfalls hast Du mit Deinem Lied (hier im Forum) Diskussionen angeregt, und das ist ja der eigentliche Sinn der Sache, wenn man Lieder macht, oder?


Genau, Diskussionen und Gespräche und Auseinandersetzungen mit Liedern sind doch das beste, was einem Liederschreiber passieren kann. Dafür schreibe ich Und darüber freue ich mich

Allerdings will ich auch nochmal drauf hinweisen (mittlerweile sind ein paar PN´s zum Thema eingetrudelt) das natürlich nicht alle Lieder in der "Ich-Form" nicht der Wahrheit entsprechen. Natürlich gibt es auch Themen, und Geschichten, die genauso, oder so ähnlich passiert sind.

Ein bisschen kenn ich das von mir ja auch, dass ich denke, das viele Dinge über die andere gesungen haben der Wahrheit entsprechen. Ich erinnere mich gerade dran, dass ich Doris im letzten Jahr in Hamburg gefragt habe, wie heftig sie das Auto von Chrizz geschrottet hat, weil eine Strophe bei "Da liebe ich dich durch" davon handelte usw. Wenn ich mich recht erinnere war sie es gar nicht.... Ist eben nicht so, das jeder Liedermacher sein Tagebuch vertont. Auch das finde ich zwar interessant, aber eine Mischung von Wahrheit und Phantasie gefällt mir eben auch. Bei vielen Liedern (eben auch von Forumsmitgliedern) würde es mich auch interessieren, wieviel Wahrheit drin steckt, und was alles so dazugezaubert wurde. Vielleicht mag der eine oder andere seine Vorgehensweise ja hier auch mal lüften, oder wenn nicht hier, dann beim LT. Fände ich spannend

Am Wochenende werde ich übrigens mal wieder auf dem Kiez sein und mir ein aktuelles Bild davon machen
Zum Thema Hurenlieder fällt mir auch noch Biermann ein. Der hat auch so einige Hurenlieder, die Marie Biermann übrigens auch wunderbar und sehr glaubhaft singt. Gefällt mir sogar noch besser, als wenn Biermann selbst sie singt

Ziemlich sonnige Grüße aus Hamburg
Nicole

Geschrieben: 19.04.2018 19:28
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Zurückmeldung und Information
#29

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Ihr Lieben,

ich habe mich ja eine Weile hier nicht gemeldet, möchte Euch aber ein Thema nicht vorenthalten, das zu einem Film im MDR führt (Sendetermin 5.6.2018 um 21.15 Uhr) zu dem ich ein Lied nebst Musik geschrieben habe, und das mir sehr am Herzen liegt.

Das wenig bekannte Thema "Zwangsadoptionen in der DDR" wird dort behandelt, und die immer noch suchenden Menschen brauchen jede erdenkliche Unterstützung, damit sie überhaupt die Möglichkeit bekommen, nach Ihren Kindern, Eltern oder Geschwistern zu suchen. Der Einigungsvertrag zwischen der BRD und der DDR macht das - auch heute noch - unglaublich schwierig!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch mal "Gestohlene Kinder" auf Youtube anhören würdet, und natürlich habe ich nichts gegen einen Kommentar oder eine Bewertung dort. Am meisten würde mich allerdings freuen, wenn Ihr den Link dorthin in Eurem Freundeskreis teilen würdet, damit weiter für eine größere Bekanntheit des Themas geworben wird und der öffentliche Druck auf Politiker in Berlin steigt, um eine entsprechende Gesetzesänderung zu beschließen. Und wenn Ihr Eure Freunde noch bitten würdet, es auch zu teilen, dann wäre das die Krönung. Dafür danke ich Euch aus tiefstem Herzen.

Herzliche Grüße aus dem supersonnigen Dresden

Rüdiger


Gestohlene Kinder -> https://www.youtube.com/watch?v=uS1JRcvbhjw

Geschrieben: 19.04.2018 13:20
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Die Liebe führt niemals etwas im Schilde...
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#30

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Jedenfalls hast Du mit Deinem Lied (hier im Forum) Diskussionen angeregt, und das ist ja der eigentliche Sinn der Sache, wenn man Lieder macht, oder?

„Besonders auffällig ist aber der Umgang der Paulianer untereinander. Herzlich, manchmal auch hart und deutlich aber doch immer irgendwie liebevoll. Da hilft einer dem anderen, weil man sich untereinander eben noch kennt und jeder weiss, wer sein Nachbar ist.....und all die blinkenden alten Neonreklamen.....und einfach die Geschichte, die St. Pauli hat und die man heute auch noch dort findet, wenn man einfach nur in die richtigen Ecken guckt.“ Damit hast Du genau das ausgedrückt, was ich selbst sagen wollte, Nicole, nämlich das, was ich an St. Pauli so schätze und warum ich immer wieder gerne da bin...

Dass das Leben der Sexarbeiterinnen auf der Reeperbahn und ihren Seitenstraßen in der Vergangenheit (vor 20, 50, 100 Jahren) so viel besser war als heute, glaube ich allerdings nicht. Brecht, Wedekind oder Tucholsky haben sich als Künstler jedoch dieser Thematik gewidmet und sich mit den Menschen beschäftigt, die Sexarbeiterinnen oder „Huren“ ebenso sind wie jeder andere Mensch, und das ist heutzutage vielleicht selten geworden, gerade auch unter uns LiedermacherInnen. Gut, dass Du mit Deinem Lied ein Gegenbeispiel setzt, Nicole!



Geschrieben: 18.04.2018 23:20
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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